Nur wegen der Kinder

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von wilmawillswissen 24.03.10 - 22:00 Uhr

Hand auf´s Herz: wieviele von Euch sind nur noch wegen der Kinder mit ihren Männern zusammen??

Ich zähle definitiv dazu und weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte. Manchmal denke ich, ich werde noch wahnsinnig.

Wir kommunizieren kaum noch miteinander, und wenn, dann geht es um organisatorische Sachen, Einkaufen, Kinder abholen usw. Jeder von uns macht sein eigenes Ding. Wir haben getrennte Schlafzimmer, seit über einem Jahr keinen Sex, kaum Interesse aneinander. Ich mache meinem Mann da keinen Vorwurf, denn ich bin genau so. Ich liebe diesen Menschen einfach nicht.

Wir haben zwei tolle Töchter, ein Haus, ich bin zu Hause und genieße die finanzielle Sicherheit. Nichts desto trotz habe ich häufig das Gefühl, ich würde meine Seele verkaufen. Aber was wäre die Alternative: ganztags arbeiten, Kinder tagsüber im Kindergarten, kleine Wohung, finanzielle Einbußen. Wäre ich dann wirklich glücklicher? Es ist so eine Zwickmühle....
Wilma

Beitrag von asimbonanga 24.03.10 - 22:09 Uhr

Hallo,
ich denke wenn du einen wirklichen Leidensdruck hättest, wärst du schon weg.
Solange du noch in den Spiegel schauen kannst , wirst du dich wohl arrangieren oder?Ein Jahr Flaute ist auch nicht sehr lange-schon mal an Eheberatung gedacht? Vielleicht geht da ja noch was bei euch.:-)
L.G.

Beitrag von diva82 24.03.10 - 22:16 Uhr

HI !

ich glaub davon haben die Kinder auch nichts wenn die Eltern sich nur noch streiten ..kein Zärtlichkeiten mehr da sind ect. das mekren die doch auch das was nicht stimmt.

Deswegen hab ich mich getrennt. ich finde da können die Kinder besser 2 getrennt lebende glückliche eltern haben als welche die nicht glücklich sind,

LG

Beitrag von wir auch 24.03.10 - 23:11 Uhr

Wir haben uns nicht nur einmal gesagt, hätten wir keine Kinder, wären wir sicher nicht mehr zusammen, nicht im Streit, sondern einfach so, als wir mal aufs Thema kamen. Ich denke auch, wir hätten nie geheiratet, wenn wir kinderlos wären, allerdings ist das meine persönliche Meinung.
Wir schlafen allerdings noch in einem Zimmer/Bett und auch noch miteinander (in der Hinsicht passen wir super zusammen). Ansonsten leben wir größtenteils schon jeder sein Leben, der letzte gemeinsame Abend auf der Couch ist schon verjährt, es macht jeder, was er will, wir sind die paar Stunden, die es nötig ist, Eltern ansonsten macht jeder, was er will, außer es überkommt uns mal die Lust #sex
Ansonsten bin ich sicher, wenn einer von uns mal die wirklich große Liebe findet, ist unsere Ehe schneller Geschichte, als wir Scheidung sagen können und werden beide nciht sonderlich traurig darüber sein.

Beitrag von widowwadman 25.03.10 - 07:37 Uhr

Waere es nicht wert zu versuchen den Menschen mit dem du die Kinder bekommen hast wieder kennen zu lernen und sich um die Partnerschaft zu bemuehen? Gibt natuerlich keine Garantie, dass das klappt, aber ist doch trotzdem eine dritte Moeglichkeit zu Trennung und und ungluecklich bleiben.

Beitrag von nix-nick 25.03.10 - 07:44 Uhr

Nur wegen der Kinder? Ich denke, da spielt auch die Kreditkarte des Mannes immer noch eine große Rolle.
Sex kann man sich auch woanders holen.

Es kann prima funktionieren, wenn man sich selbst kaum was wert ist.

Die Frage ist nur: muss man wirklich so leben und auch soetwas vorleben? Muss man sich selber aufgeben und belügen, nur weil die Kohle stimmt?

Du hast das Gefühl deine Seele zu verkaufen? Dann wird es Zeit, was zu ändern, denn anscheinend reicht es dir nicht, in einem schönen Haus finanziell abgesichert zu leben. Es liegt an dir, was zu ändern. Ob du ohne den "Luxus" glücklicher bist, wird sich erst zeigen, wenn du den Schritt gewagt hast.

Liebe Grüße

Beitrag von nele27 25.03.10 - 09:10 Uhr

Was ist an ganztags arbeiten und Kind im Kindergarten problematisch #kratz

Oder hast DU keinen Bock?

Für die Kinder sind streitende/angeödete Eltern gerantiert schlechter als der Kindergarten.

Und wegen des Geldes dableiben? Das hat wirklich was von verkaufen.

Sorry, ich kanns nicht verstehen. Entweder man arbeitet in der Krise an der Ehe oder man will nicht mehr und trennt sich und scheißt auf das Konto des Mannes.

LG, Nele

Beitrag von warum denn nicht? 25.03.10 - 09:19 Uhr

Mal eine bescheidene Gegenfrage: was spricht dagegen, eine solche Beziehung zu führen? Du fühlst dich anscheinend noch wohl, genießt das Leben, das du hast, hast tolle Kinder und mit dem Mann lässt es sich aushalten, oder?
Ich meine, solange "es läuft" ist doch alles gut. Wäre etwas gravierendes, hättest du ihn doch schon verlassen, oder?
Meine Meinung ist, dass wir viel zu oft viel zu hohe Erwartungen an eine langfristige Beziehung oder Ehe haben. Den Dauerzustand "Glück" kann es per Definition gar nicht geben. Was die Medien uns tagtäglich vermitteln wollen ist Schwachsinn, weil es nicht funktionieren kann. Keine Liebe ist nach 10 Jahren noch so aufregend und "heiß" wie am ersten Tag, schon gar nicht, wenn man nichts dafür tut. Und kein Mensch kann 365 Tage im Jahr, von morgens bis abends nur Glücksgefühle haben. Das geht nicht.

Mit jemanden zusammen sein, den man nicht liebt, ja klar, das ist doof. Was aber würde passieren, wenn du dich trennst? Richtig, dann lebst du nämlich nicht automatisch mit jemandem zusammen, den du liebst (es sei denn der nächste wartet schon). Deine Kinder wären wahrscheinlich unglücklicher und du müsstest dich mehr anstrengen, hättest wahrscheinlich viel mehr ganz konkrete Sorgen als jetzt.
Ich bezweifle, dass das auf die Dauer zufriedener macht.

Beitrag von scrollmirnennamen 25.03.10 - 17:29 Uhr

das kann man so stehen lassen, finde ich!

Beitrag von mum21 25.03.10 - 09:28 Uhr

Ich würde eher mal versuchen mich meinem Mann wieder zu nähern, aber das scheint ja anscheinend keine Option mehr für dich zu sein!

Ich würde NIE mit meinem Mann zusammen bleiben nur wegen den Kindern!

Das würde den Kindern nicht gut tun wenn Mama und Papa nur noch nebenher laufen und nichts mehr füreinander empfinden.

Ich denke auch du bleibst nur wegen dem Geld und das hat für mich was verkaufen zu tun.
Dafür wäre ich mir zu schade.
Das hat nichts mehr mit Selbstachtung oder zu tun. Du ordnest dich ihm unter.

NUR weil DU zu faul bist arbeiten zu gehen muss dein Mann dich aushalten. Die Frau die mit ihm nichts mehr zu tun haben will.

Du verarschst ihn, dich und deine Kinder! Du spielst deinen Kindern die heile Welt vor und das ist unter aller Sau. MEINE Meinung!



LG

Beitrag von gunillina 25.03.10 - 17:30 Uhr

Die sind sich da doch einig. Sie verarscht ihn nicht, sie leben eben nebeneinander her. Das war vor 50 Jahren gang und gäbe, denke ich.
Also, sooo schlimm ist das nun nicht, solang beide damit einverstanden sind.

Beitrag von ronjaerika 25.03.10 - 09:30 Uhr

Such dir Arbeit, Hobbys, gemeinnützige Sachen etc., dann habt ihr auch wieder Themen, worüber ihr reden könnt.

Ich könnte nicht in so einem Zustand leben, denn eine Ehe führt ihr schon nicht mehr.

Und wie du liebst diesen Menschen einfach nicht? Nicht mehr oder hast du ihn noch nie geliebt?

Klingt wirklich mehr nach, sein Geld ist entscheidend und der Rest geht schon irgendwie. Was ist, wenn er seine Arbeit verliert, durch Unfall, Arbeitslosigkeit etc und die finanzielle Sicherheit plötzlich wegfällt?

Beitrag von mum21 25.03.10 - 09:31 Uhr

Ich denke dann hält sie dort nichts mehr!

Sie wird nur wegen dem Geld dableiben und das ist frech.
Sie lässt sich aushalten und so würde ich nicht leben wollen!


LG

Beitrag von lene77 25.03.10 - 09:54 Uhr

Hi,

ich hatte mit meinem Mann auch die finanzielle Sicherheit (er ist Ingenieur, also konnten wir schon einen gewissen Lebensstandard haben), es war angenehm, er hat sich um jeglichen Papierkram gekümmert, ich um die Kinder und den Haushalt ...
Aber ich habe ihn nicht mehr geliebt ... Habe hin und her überlegt und mich letztendlich für eine Trennung entschieden.
Wir haben auch Kinder, zwei Jungs (2 + 4 Jahre). Über sie habe ich dabei am meisten nachgedacht ... aber auch über mich.
Wollte ich denn tatsächlich ein Leben ohne Lust und Liebe führen?
Nein! Definitiv nicht.
Was bringt mir ein "gehobener" Lebensstil wenn meine Seele auf der Strecke bleibt?
Was habe ich davon wenn ich mir teure Klamotten kaufen kann, eine supergroße Whg, bzw. Haus habe, aber nicht wirklich glücklich bin mit dem Menschen mit dem ich zusammen lebe?
Und das für den "Rest" meines Lebens?
Finanzielle Sicherheit gut und schön, Geld macht nicht glücklich, erleichtert das Leben jedoch ...
Aber mein Glück war mir wichtiger.
Ich wollte nicht nur aufgrund der Kinder mit ihm zusammenbleiben. Mich gibt es schließlich auch noch ...
Und auch wenn ich Mutter bin habe ich das Recht in meinen Entscheidungen auch an mich zu denken.
An mein Glück!
Jetzt wohne ich auf knapp 70qm, muss jeden Cent dreimal umdrehen, muss haushalten mit dem Geld (was ich in der Zeit mit meinem Mann nie mußte), aber, mir geht es definitiv besser. Ich bin gelöster und zufriedener, trotz der "angespannten" Finanzlage.
Nie würde ich mit einem Menschen zusammenbleiben dessen Gegenwart ich nichts mehr abgewinnen kann, das ist mir durch die Trennung klar geworden.
Wenn ich denn mal wieder einen neuen Mann kennenlerne wird es mir egal sein wieviel Kohle er mit nach Hause bringt (Ok, Arbeit setze ich schon vorraus), aber für mich ist wichtiger das wir auf einer Wellenlänge schwimmen, über die gleichen Witze lachen können, gerne Zeit miteinander verbringen und dem anderen nicht mit Gleichgültigkeit begegnen.

LG, Marlene

Beitrag von dasgehtnichtgut 25.03.10 - 10:26 Uhr

Hallo,

ich hatte auch vor 6 Jahren vor mich zu trennen, bin aber der Kinder zuliebe bei ihm geblieben.
Hab viel ertragen, keine Schläge und kein Fremdgehen.
Jetzt ist es so das meine Kinder sagen, komm trenn dich denn du gehst so kaputt. Kinder sind viel feinfühliger als man glaubt.

LG

Beitrag von jabb hier 25.03.10 - 11:50 Uhr

Ja,

mir geht es haargenauso.

Doch ich bin mir sicher, meinem Partner auch. Lernt einer von uns seine große Liebe kennen, dann werden sich unsere Wege recht schnell und problemlos trennen.

Derzeit genießen wir gegenseitig, dass jemand da ist. Ich zusätzlich noch das finanzielle Polster.

Superglücklich bin ich damit nicht, verwehre mich auch nicht gegen andere Männer (fremdgehen ist aber nicht!) und versuche (er auch, da bin ich sicher) am Einfachsten - und das ist nunmal ein neuer Partner - aus der "Nummer" wieder rauszukommen.

LG

Beitrag von mum21 25.03.10 - 12:08 Uhr

Warum trennt ihr euch nicht einfach?

Tut mir leid sowas versteh ich nicht!

Wenn ich nicht mehr glücklich bin und ihn nicht mehr liebe dann hat das doch ehhh keinen Sinn!

Ihr macht euch was vor und den Kindern. Die bekommen mehr mit als man denkt!

So ist das mit der neuen Partnersuche auch einfacher wenn man nicht mehr gebunden ist!

Naja ist nicht mein Leben was ich mir so versaue!


LG

Beitrag von jabb hier 25.03.10 - 14:53 Uhr

Du hast vom Prinzip her natürlich vollkommen Recht! Meiner "besten Freundin" würde ich genau das raten, wenn sie mit solchen Problemen zu mir käme.

Aber so einfach ist es eben dann doch immer nicht.

Ich habe für mich festgestellt, dass ich es alleine nicht schaffe. Habe es in 8 Jahren Beziehung 3 Mal probiert und lass mich doch wieder beschnacken. Das ganze hat mir leider mehr geschadet, als genutzt. Ich weiss genau, dass nur noch ein Tropfen fehlt, der das Fass zum überlaufen bringt, sozusagen. Und das wäre eben ein neuer Mann.
Nenn es labil oder was auch immer.
Tut mir leid, viele können das sicherlich überhaupt nicht nachvollziehen. Ist aber so.

Beitrag von Nö! 25.03.10 - 15:15 Uhr

Lieber aus den richtigen Gründen getrennt, als auch den falschen zusammen.

Beitrag von gunillina 25.03.10 - 17:44 Uhr

Wenn ich nicht aufpasse, wird es bei uns ähnlich enden. Aber wir haben vor, um unsere Beziehung zu kämpfen (ich hoffe doch, er auch...). Ich bin mir sicher, ohne Kinder wären wir schon lange getrennt, einfach, weil es leicht ist, OHNE diese Verantwortung "Kind" zu gehen.
Was brauche ich allein, wenn ich gehe? Eine Matratze in einer kleinen Wohnung, darauf kann ich dann bauen.
Wie sieht es aber aus, wenn man Kinder hat? Da ist der Schulwechsel, die Kinder aus ihrer gewohnten Umgebung reissen, wie sie ihre Freunde verlieren, wie sie sich ganz neu orientieren müssen. Die finanzielle Einschränkung spielt natürlich auch eine Rolle. Ich würde ihnen all das gern ersparen.
Und es schadet mir und ihm nicht, an dieser Beziehung, die wir haben, zu arbeiten.
Wir haben zum Glück noch Berührungspunkte, Dinge, die uns verbinden (ausser den Kindern). Wir müssen sie nur vertiefen.
"Nur" ist leicht gesagt. Aber so sehe ich das. Ich hoffe, bei uns ist eine Rettung in Sicht.
Und wenn nicht, dann hoffe ich, dass wir ohne Rosenkrieg aus der Sache herauskommen. Und die verträglichste Variante für unsere Kinder finden.
Ich bin selbst Trennungskind, ich will das meinen Kindern eigentlich nicht antun.
Also, ich denke, man sollte überlegen, ob man kämpft, ob man so weiter leben will, wie der andere die Sache sieht.
Vielleicht seid ihr euch einig, vielleicht könnt ihr gut damit leben?
Dann könnt ihr euch ja auch neu verlieben, in andere Partner. Danach sieht man dann weiter.
Ich bin mir sicher, wenn man ehrlich zueinander ist, dann kann es auch klappen, dass man ohne Liebe miteinander lebt. Die Liebe gibt es dann von jemand anderes.
Und warum sollten die Kinder darunter leiden, wenn alle beteiligten Erwachsenen mit der Situation zufrieden sind?