Ärger mit Verwalter - Wohneigentum

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von manavgat 25.03.10 - 12:14 Uhr

Hallo Leuts,

habe die Abrechung für 2009 bekommen und soll knapp 1000 Euro nachzahlen, wie jeder der 6 Eigentümer.

Grund sind mehrere Flachdachsanierungsrechnungen - zusammen knapp 6000 Euro - die dazu geführt haben, dass sämtliche Rücklagen weg sind und das Konto einen Minusbetrag in Höhe von 2000 Euro für die Gemeinsschaft ausweist. Hinzu kommt, wie sollen auf der nächsten Versammlung über eine Flachdachsanierung abstimmen. So viel Dach ist gar nicht, da der überwiegende Teil des Hauses ein Spitzdach hat...

#kratz

Weder sind wir auf geplante Maßnahmen hingewiesen worden, noch ist eine Sonderumlage diskutiert, geschweige dann beschlossen worden.

Alle Eigentümer sind völlig aus dem Häuschen, weil wir von nichts! wußten.

Hat das jemand schon mal erlebt und kann mir Hinweise und/oder Tipps geben?

Zum Fachanwalt muss ich sowieso, aber ich würde gerne meine Nerven etwas beruhigen.

Danke im Voraus

manavgat

Beitrag von muffin357 25.03.10 - 12:39 Uhr

hi --

also wenn unterm Jahr ein Flachdach soooo kaputt geht, dass sofort gehandelt werden muss, dann hat der VW das Recht, auch die Aufträge zu vergeben.
-- wenn es unabsehbar teuer ist oder was neues teures hermuss, dann muss halt ne extra versammlung oder ein brief an alle her, - hat er wohl nicht gemacht ...

im verwaltervertrag wird oft geregelt, bis zu welchem betrag ein verwalter alleine aufträge erteilen kann.
Gibts einen Verwaltungsbeirat? hat der eventuell sein OK gegeben?

also über so einen Minusbetrag, der auszugleichen ist, muss man nicht abstimmen, - da hätte sogar ein brief unterm jahr mit einer Sonderzahlung gereicht (rechtlich).

naja: und über den rest beschliesst ihr ja auf der Versammlung, -genauso, wie über die Abrechnung. Wenn ihr mit der Abrechnugn so nicht einverstanden seid, dann dürft ihr sie halt nicht verabschieden und findet eine andere lösung, wie das geld wann verteilt wird oder der auftrag ...

also meistens kommt es auf Feinheiten an, die du jetzt sicher im ablauf nicht weisst oder halt nicht so ausführlich schreibst im forum, - aber der fachanwalt wird dir sicher erklären, was für wege es gibt, - aber eins ist sicher: am zahlen kommt ihr nicht vorbei.

lg
tanja

Beitrag von raena 25.03.10 - 12:39 Uhr

Ähmmmmm also
... der Verwalter hat das Recht und die Pflicht dringend benötigte Reperaturen zu veranlassen wenn:
- Gefahr für Leib und Leben besteht
- der finanzielle Schaden durch nicht sofortiger Reparatur deutlich größer wird.

In diesen Fällen ist keine Zustimmung durch die Eigentümergemeinschaft notwendig.

Das kann ich mir bei Reparaturen am Flachdach durchaus vorstellen, da hier ja die Gefahr des Wassereintritts und den damit verbunden Folgeschäden besteht.

Aber:

Er muss danach den Verwaltungsbeirat informieren. Und ein ordentlicher Verwalter informiert auch sofort den Beirat noch bevor er irgendwelche Handwerker beauftragt.
Und er sollte natürlich auch alle Eigentümer informieren, was passiert ist und warum man was unternommen hat.

Wohnt denn keiner der Eigentümer im Haus? So eine Sanieren am eigenen Dach bemerkt man doch oder?

Wer ist der Verwaltungsbeirat und hat der nicht bei der Buchprüfung nachgefragt?

LG
Tanja

selbst Wohnugsbesitzerin und jahrelang Verwaltungsbeirat gewesen....

Beitrag von manavgat 25.03.10 - 13:04 Uhr

leider haben wir keinen Beirat.

Es sind ganz viele Reparaturen (insgesamt ca. 9500 Euro) gewesen, wir regen uns nur über diese auf. Die Arbeiten wurden im April 2009 ausgeführt, da hatten wir die letzte Versammlung auf der wir eindringlich! den Verwalter aufgefordert hatten, Information sicherzustellen und vor Auftragsvergabe die Eigentümer zu informieren. Der hat kein Wort darüber verloren.

Keine Info, nix.

Es wäre sicher auch wenig problematisch gewesen - Notwendigkeit dieser Maßnahme vorausgesetzt - eine Sonderumlage oder eine Erhöhung des Hausgeldes zu beschließen.

mal sehen, wie's jetzt weitergeht. Den Verwalter verlängern wir nicht, das war sowieso schon klar.

Danke für die Meinung.

Manavgat

Beitrag von werner1 25.03.10 - 13:39 Uhr

Hallo Manavgat,

#da hatten wir die letzte Versammlung auf der wir eindringlich! den Verwalter aufgefordert hatten#

Was steht denn im Protokoll ?
Übrigens: der Beirat hat so etwas überhaupt nicht zu entscheiden.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von raena 25.03.10 - 13:58 Uhr

Das der Beirat nicht einfach so entscheiden darf ist schon klar, aber zumindestens kann er sich mit dem Beirat abstimmen wenn er im Rahmen seiner gesetzlichen Verpflichtungen Aufträge vergibt.

Darüber hinaus, haben wir auch schon den Beirat dazu ermächtigt, zusammen mit dem Verwalter Entscheidungen zu treffen, wenn man zum Zeitpunkt der Versammlung noch keine ausreichenden Informationen hatte aber deswegen nicht eine neue Versammlung durchführen wollte. Das stand dann aber auch so im Protokoll.

Beitrag von loonis 25.03.10 - 19:46 Uhr




Unser Verwalter darf nur Reparaturen bis zu einer festgelegten Höhe selbst bestimmen....

Auch die Absprache mit dem Beirat muss eingehalten werden ...zumindestens ist's bei uns so....
Mein Mann ist einer der 3en vom Beirat.


LG Kerstin

Beitrag von manavgat 25.03.10 - 21:15 Uhr

welche Höhe ist das?

Danke und Gruß

Manavgat

Beitrag von loonis 26.03.10 - 09:57 Uhr




Müsstest Du mal nachlesen ....das muss in d.Unterlagen stehen ....wurde von den Eigentümern mal vereinbart ...

Wir hatten mal 5.000 € ,haben das jetzt aber runtergesetzt auf 1000€ ...alles drüber muss mit dem Beirat immer
besprochen werden....


LG Kerstin

Beitrag von sassi31 26.03.10 - 14:48 Uhr

Hallo,

mich würde interessieren, warum dann nicht direkt über die Flachdachsanierung gesprochen wurde. Es macht doch keinen Sinn, erstmal 6.000 Euro für Reparaturen auszugeben, wenn danach eh alles erneuert werden muss.

LG
Sassi

Beitrag von werner1 28.03.10 - 11:54 Uhr

Hallo

#So viel Dach ist gar nicht#

Da wirst du dich noch wundern.
bei einer Garage, mit Kämmerchen und überdachtem Durchgang, etwa 4,00 x 11,00 Meter kostet das 3.500 Euro.
freundliche grüsse Werner