bin so fertig wieder seit gestern.

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von grawalo 25.03.10 - 13:43 Uhr

Ich war gestern mit meiner tochter im kh und mussten warten und dann kamm eine schwester mit einem neugeborenen vorbei.

dazu muste ich auch noch genau dort vorbeilaufen wo ich am 5.12.2009 mein baby verloren habe und zu guter letzt muste ich auch noch das zimmer sehen wo ich war. naja war schon sehr schwer und heute in der krabbelgruppeb sagte eine wieder das sie ss ist und ich sass da mit tränen in den augen.

jetzt kenne ich schon 5leute die im sommer wie ich eigentlich ihr baby bekommen.


dann war eben nochj von meinem mann der cousing da und stellte voller freude sein sohn vor wusste allerdings nicht das ich mein baby verloren habe.


jetzt liege ich in einem ganz tiefen loch und weine vor mich hin.

warum werde ich in letzter zeit so bestraft was habe ich getan.


danke fürs lesen und zuhören.

lg regina mit franziska fest an der hand und einem #stern fest im herzen.

Beitrag von ines_24 25.03.10 - 14:36 Uhr

hallo franziska,

es tut mir sehr leid für dich allerdings versteh ich dich nicht so ganz, 10 ssw. is nicht sehr schön allerdings gibt es hier sehr viele frauen die weitaus später ihre kinder gehen haben lassen müssen, ich selbs hab meine tochter in der 32.ssw still auf die welt gebracht und ich frage mich nicht warum, den ganz ehrlich warum die anderen und nicht ich....reiß dich zusammen und kümmere dich um deine tochter, ich kenn etliche denen ist das beim ersten kind passiert und müssen schauen das sie ihr leben ohne kind wieder auf die reihe bringen.....weiter weiter weiter...ein warum weshalb wirst du nie erfahren spielt auch keine rolle.....ich freu mich z.B. für meine schwester die jetzt in der 9. woche schwanger ist.....eine nachbarin von mir hat letzte woche ihre tochter auf die welt gebracht und sie heißt wie meine verstorbene tochter, na und was solls.....

ich finds hier nur manchmal sehr schlimm wenn dann ein riesen drama drausgemacht wird wenn man es eh nicht mehr ändern kann....hier sind auch leute die ihre kinder mit 8 monaten sterben gesehen haben....und ganz ehrlich da fragt sich keiner warum oder warum ich...die sind dankbar über die zeit wo sie die kinder bei sich hatten....

ich hab gar nichts getan und ich sehe das auch nicht als bestrafung so ist das leben, ein rauf und runter und so wirds ständig sein....

also in die höhe mit dir und nach vorne schauen....

ines

Beitrag von klara4477 25.03.10 - 17:06 Uhr

Liebe Ines,

ich denke ich verstehe was Du eigentlich sagen möchtest, allerdings finde ich Deine Art dies auszudrücken ehrlich gesagt sehr unpassend!

Jeder hat eben seine eigene Art zu trauern!
Und ist es so schwer zu verstehen das es Situationen gibt in denen eben alles nochmal hochkommt, auch wenn man meint es eigentlich schon gut weggesteckt zu haben?

"ich finds hier nur manchmal sehr schlimm wenn dann ein riesen drama drausgemacht wird wenn man es eh nicht mehr ändern kann"

Ja, hat man ein Kind verloren ist daran nichtsmehr zu ändern, Du hast vollkommen recht. Aber was gibt Dir das Recht zu sagen man würde ein Drama drum machen?
Jeder ist sich erstmal selbst der nächste! Und wenn Du mit Deinem Verlust gut klargekommen bist, dann ist das sehr erfreulich für Dich, und das meine ich ehrlich!
Aber nicht jeder ist vieleicht so taff wie Du, und jeder hat seine eigene Art mit Schwierigkeiten und Verlusten umzugehen.

"...reiß dich zusammen und kümmere dich um deine tochter..."

Wo steht denn das sie das nicht tut?

Also, wie gesagt, ich denke ich verstehe wie Du es wahrscheinlich gemeint hast. Aber bitte, man muss seine Meinung nicht wie eine Axt im Walde kund tun.

Nichts für Ungut, lieber Gruss,

Claire

Beitrag von maus2711 26.03.10 - 11:47 Uhr

Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen. Das ist doch Unsinn. Jeder empfindet seine Trauer gerade als eine Tragödie. Das ist nun mal so.

Die Menschen sind doch auch total unterschiedlich. Es gibt welche, die gut über so einen Verlust wegkommen und andere, die das nie verwinden. Es gibt welche, die eine Auszeit brauchen und andere, die sofort wieder loslegen. Ist doch auch gut so.

Subjektiv ist eben das gerade schrecklich, was man selbst verkraften muß.

Grüße, Simone

Beitrag von nadineriemer 25.03.10 - 15:03 Uhr

Meine Tochter durfte nur drei Tage leben.Natürlich ist für mich in der Situation eine Welt zusammen gebrochen und ich habe die erste Zeit danach nichts mehr auf die Reihe bekommen.Natürlich habe ich mich gefragt warum musste das passieren,ich glaube das ist ganz normal.Ich finde es nicht so gut wenn andere weil sie traurig und verzweifelt sind,hier auch noch belehrt werden,nach dem Motto es könnte alles noch viel schlimmer sein.Das ist nicht richtig weil jeder der sich hier meldet und traurig und verzweifelt ist sollte das hier auch sagen dürfen.Es geht doch hier nicht darum wer von uns hat das schlimmere Schicksaal.

Nadine

Beitrag von windel-winnie 25.03.10 - 15:09 Uhr

Seh ich auch so....
Klar ich denke auch es ist leichter sein Baby in den ersten 12 Wochen zu verleiren als in der 17. oder noch später. Aber ich glaube es tut jedem weh. Egal wie wann und auf welche weise er sein Kind verloren hat. Und dafür ist das Forum ja auch da....

Beitrag von teddy3 25.03.10 - 15:34 Uhr

Eine Fehlgeburt ist schlimm.
Für mich war damals meine Fehlgeburt Ende der 7.SSW schlimm. Ich habe mein Leben nicht wieder in den Griff bekommen und ich habe prof.Hilfe gebraucht.
Als ich dann die ELSS direkt ein halbes Jahr später hatte, ging gar nichts mehr. Ich habe mich ganz dolle hängen lassen...
Aber wir haben es weiter versucht und ich wurde wieder schwanger. Leider musste ich Lina nach der Fruchtwasseruntersuchung tot zur Welt bringen, weil sie unheilbar krank war und nicht lebensfähig gewesen wäre.
Da kam ich gar nicht mehr klar.

Was ich damit sagen will. In der jeweiligen Situation war ich jeweils für sich total fertig und ich konnte nicht nach vorn gucken. Ich habe versucht, mich für andere zu freuen, aber es ging nicht. Ich konnte es einfach nicht. Meine Beste Freundin hat ihr Baby im gleichen Alter wie mein erstes gewesen wäre, und meine Schwägerin hat Zwillinge, im gleichen Alter wie Lina gewesen wäre...

Nun, mit etwas Abstand betrachtet, war es zwar schlimm, teilweise auch sehr schlimm, aber ich komme gut damit zurecht. Zwar denke ich oft daran zurück, und auch daran, was wäre, wenn es damals bereits mit dem ersten Baby geklappt hätte...

Ich hoffe für dich und für deine Tochter, dass du bald besser damit zurecht kommst. Ansonsten informiere dich doch mal bei deinem Haus-, oder Frauenarzt über eine Therapeutin, die darauf spezialisiert ist.
Manchmal ist das das einzige, was hilft.

LG und alles gute.

Beitrag von nienoma 25.03.10 - 15:35 Uhr

ich glaube nicht, dass das so gemeint war: wer hat schlimmeres erlebt.
ich denke es geht darum nach vorne zu sehen um weiter gehen zu können. du hast ja auch noch eine tochter, die bestimmt auch darunter leidet, weil die mama so traurig ist.
meine tochter musste ihre tochter auch in der 32. ssw still zur welt bringen. hatte aber auch das glück, noch eine tochter zu haben, für die sie da sein musste.
und alles grübeln warum... bringt einen wirklich nicht weiter. im gegenteil, wenn man nur in der vergangenheit lebt und immer wieder grübelt kann man nicht in die zukunft sehen.
vor allem besteht die gefahr , dass man sich so reinsteigert und in ein loch fällt , aus dem man nicht mehr herauskommt.
für jede mutter ist es schlimm, sein kind gehen lassen zu müssen, egal ob in der 6.ssw oder 40. ssw. oder wenn das kind schon gelebt hat.....
jeder hat sein eigenes schmerzempfinden und jeder trauert anders...
es ging der schreiberin wahrscheinlich auch darum, dir klar zu machen, dass du versuchen solltest damit abzuschliessen , bzw. das geschehene hinzunehmen(was nicht heissen soll, dass du dein sternchen vergessen sollst, was auch gar nicht geht) um wieder vorwärts gehen zu können.
und ich sprech da aus eigener erfahrung: manchmal ist es besser, wenn einem jemand sagt:" so, jetzt steh auf und geh weiter" als wenn die leute einem in seinem selbstmitleid bestärken. etwas anderes ist es ja auch nicht, man weint und ist traurig, weil man selbst diesen verlust erlitten hat und das kind gerne bei sich haben will und nicht um des kindes willen, denn dem geht es ja gut.

ich wünsche allen, die hier in diesem forum sind und auch ein oder mehrere kinder gehen lassen mussten vor allem die kraft wieder mit freude in die zukunft zu sehen
und das erlebte irgendwann ohne groll annehmen zu können und vor allem freunde, die sie auffangen, wenn sie doch wieder einmal einen tiefpunkt haben und die ihnen beim aufstehen und gehen helfen, sie trösten und nicht durch noch mehr mitleid hinunterziehen.
ich hoffe, diese worte werden jetzt auch richtig interpretiert, ansonsten seh ich schon die steine in meine richtung fliegen
glg jutta

Beitrag von teddy3 25.03.10 - 15:40 Uhr

Hallo Jutta.
Das hast du so schön zusammengefasst gesagt!

Das war es, was ich vorher versucht habe zu sagen...

Danke.
Viele liebe Grüße zurück

und alles Gute für dich und deine Familie.