Wieder böse

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von zwiebelchen1977 25.03.10 - 13:58 Uhr




Fabi(2) geht in den Voki. 2 mal die Woche 2,5 Stunden.

Er ist ein aufgeweckter, wilder aber lieber Junge. Leider ist er im Kiga zu wild. Er schubst, haut und setzt sich auf andere Kinder. Nicht immer, aber ab und an.

Nun war 2 Wochen alles gut, Kind war lieb( habe ihm immer ein Bonbon versprochen, wenn er lieb ist).

Heute war Osterfeier und er war wohl wieer so frech. Verstehe das gar nicht. Zu Hasue ist er ein liebr Kerl, wie es in dem Alter so halt ist.

Langsam bin ich echt verzweifelt. un ist 2 Wochen Ferien. Habe schon Angst, ihn danach wieder hinzubringen.


Wer hat noch so einen Wildfang?


Beitrag von criseldis2006 25.03.10 - 14:04 Uhr

Hallo,

also ehrlich gesagt, finde ich das mit dem Bonbon nicht so toll.

Laura hatte auch mal so eine Phase. Sie hat andere geschubst und ihnen die Türe zugehalten auf der Toilette.

Ich habe mich mit ihr hingesetzt, ihr erklärt das man das nicht macht und sie gefragt, ob sie möchte, dass man das bei ihr auch macht.

Seitdem ist es gut. Das ganze liegt jetzt schon fast ein halbes Jahr zurück.

Erkläre ihm, dass man nicht schubst, haut etc. Er testet seine Grenzen.

Warum setzen die Erzieherinnen ihm keine Grenzen???

Laura z. B. durfte eine zeitlang nicht mehr alleine zur Toilette und musste im Essensraum unter Aufsicht essen (ein Vorfall war während dem Essen).

Das hat gefruchtet.

LG Heike

Beitrag von zwiebelchen1977 25.03.10 - 14:08 Uhr

Hallo

Klar rede ich mit ihm darüber. Sage ihm immer, das er lieb sein muss und schön spielen und das das den anderen weh tut, wenn er böse ist.

Er sagt auch immer, wenn ich ihn frage, was er nicht tun darf, hauen nicht, schupsen nicht, kneifen nicht.

Und er bekommt auch eine Strafe, wenn er böse war. Heute gibt es keine Geschichte zum Abend.

Die Erzieher setzten ihm schon Grenzen. Sie reden dann auch mit ihm und"schimpfen" dann mit ihm.

Heute haben sie ihn dann aus dem Spiel genommen und zur Seite gesetzt.

Bianca

Beitrag von criseldis2006 25.03.10 - 14:23 Uhr

Hallo,

ich finde es nicht gut, dass Du ihn belohnst (mit dem Bonbon) oder bestrafst (keine Geschichte).

Es sind Geschehnisse, die im KiGa passieren, also muss die Strafe auch dort durchgezogen werden.

Mit zu Hause hat das nichts zu tun.

Er versteht nicht, warum er zu Hause keine Geschichte vorgelesen bekommt, wenn er im KiGa "böse" war.

Die Erzieher sind vor Ort und müssen ihm die Grenzen setzen. Nicht Du zu Hause.

Er MUSS auch nicht lieb sein im KiGa. Er ist dort, weil er das Sozialverhalten erstmal erlernen muss.

LG Heike

Beitrag von lenesiegel 25.03.10 - 20:38 Uhr

"Böse" sein ist ein zu abstrakter Begriff für so kleine Kinder

...und... was besser ist, als aufzuzählen, was er nicht darf, ist Beispiele zu nennen, WAS er darf. Denn hängen bleibt nicht das NICHT, sondern das entsprechende Verb bekommt besondere Aufmerksamkeit

Also je nach Situation - "streicheln darfst Du", "umarmen, ganz sanft", "teilen", "frag ob er/sie mit Dir tauschen mag" ... sowas in der Art - dann hat die Unterredung einen viel positiveren Grundton

Liebe Grüße

P.S.: Wenn das Problem nur im Kindi auftritt, denke ich eigentlich - ist das dort Sache der Erzieher - außer Du bekommst es gerade selbst mit. Er wird sie halt testen, was darf ich hier, was darf ich zu Hause und nich zuletzt, welches Kind wehrt sich und welches nicht !!!

Beitrag von zwiebelchen1977 25.03.10 - 20:57 Uhr

Hallo

Danke dir. Ich sage ihm auch immer, er darf nicht hauen, schubsen etc.

Dann sage ich ihm sofort, er darf spielen, Hand geben, umarmen( nicht so doll) und ei machen.

Wenn wir uns zusammen mit anderen Müttern und Kindern treffen, kommt es mal vor, das sich 2 um ein Spielzeug streiten oder er sich mal auf jemanden setzen will. Da gehe ich dann sofort dazwischen und sage ihm, das er das nicht darf. Und dann ist es auch gut.

Manchmal zweifle ich an mir selber.

Bianca

Beitrag von lenesiegel 26.03.10 - 12:35 Uhr

Du mußt wirklich nicht an Dir zweifeln. Du machst das doch gut.
Er ist eben noch klein und muß erstnoch die gesellschaftlichen Spielregeln lernen und das geht nur durch testen.

Mach Dir keine Gedanken (ich weiß sehr leicht gesagt umso schwerer getan), was Andere (vorallem wohl Mütter) denken oder sagen könnten. Wenn die ernsthaft meinen ihre Kinder wären "besser", dann irren sie sich, oder aber sie haben total verschüchterte Kinder und keines von Beidem kann gesund für das Kind sein - hihi.

Sag Dir das und versuch gelassen zu bleiben.

Alles Liebe.

P.S.: Ich sag das jetzt so leicht, ich komm auch regelmäßig ins Schwitzen
Letztens bspw. war mein Sohn (3,5 J) auf dem Klettergerüst und sagte allen Kindern, daß sie nicht raufdürfen. Hinter einem Jungen (4,5 J) ist er gar hinterher und hat immerwieder gesagt "Du darfst hier nicht spielen", irgendwann kam dann seine Mutter und hat dann meinen Jungen zurechtgestaucht: "Jetzt hörscht aber auf. Hier darf jeder spielen." Dann schaute sie mich an und ihr Blick sagte deutlich "Entferne Deinen Jungen gefälligst vom Spielgerät" - ich bin dann echt unsicher geworden, mir wurde so warm und ich hab überlegt, ob das jetzt so schlimm war, was mein "Großer" da "gemacht hat". Mein Mann saß nur dabei, als wenn nichts ist - und ich ihn fragend angeschaut. Er erwiderte dann nur: "Macht es ihm (meinem Junge) denn was aus (daß ie Mutter ihn angeblafft hatte)" - NEIN, hat ihm nichts ausgemacht. Er hat ihr nur geantwortet: "Ich bin ein Drache - raarrrr..." Fazit: Ich bin nur dafür verantwortlich, daß mein Sohn sich gut entwickelt und daß es ihm gut geht. Und manchmal ist es wirkungsvoller, wenn Fremde ihm Grenzen setzten - vorzugsweise sogar die Person, um die es geht. Für den anderen Junge wäre es also gesünder gewesen, er hätte die Grenze selbst gezogen - bei jüngeren Kindern, oder wenn Handgreiflichkeiten ins Spiel kommen, würde ich natürlich auch direkt eingreifen.

Beitrag von maggelan 25.03.10 - 14:31 Uhr

Mit 2 Jahren weiss er sich ncoh nicht anders mitzuteilen. Auch wenn er reden kann, so schnell reden wie agieren kann er nciht und handelt er.

Im Kiga kennen die das zur Genüge, da fast alle Kinder in dem Alter ihre Grenzen bei den anderen Kindern testen. Wie weit kann ich gehen, eh xy was gegen mich unternimmt.

Wenn den Kleinen was nicht passt, schreien oder hauen sie. Anders wissen sie es noch nicht.

Der Kiga muss da vermitteln und sie sozialisieren, so dass sie dann mit 3 oder erst 4 sich sozial der Gruppe gegenüber verhalten.

Du brauchst dich da nicht schämen, auch wenn dir manche Eltern dumm kommen. Klar ist es nicht in Ordnung, das kannst du deinem Kind immer wieder erklären und den rest muss der Kiga machen.

Beitrag von janamausi 25.03.10 - 15:34 Uhr

Hallo!

Das mit dem Bonbon finde ich auch nicht gut. Ein Bonbon als Belohnung dass er sich "normal" verhält?!

Aber dein Sohn ist erst 2 Jahre und muss es erst lernen, sich in eine Gruppe einzuordnen. Woher soll er es denn wissen, wie man sich richtig in einer Gruppe verhält wenn er es noch nicht selbst erlebt hat...Das wird schon, lass ihm Zeit.

Und gerade bei Besonderheiten, wie z.B. bei der Osterfeier, sind Kinder aufgeregt und "drehen auf".

LG janamausi

Beitrag von robingoodfellow 25.03.10 - 15:45 Uhr

Er ist nicht böse.

Er ist ein ganz normaler Junge. Fertig. Mein Großer war genauso. Er ist inzwischen 5,5 Jahre alt und wird immer ruhiger und friedlicher.

Ich weiß, es ist verdammt schwer, aber es ist nichts schlimmes. Glaub mir.

LG

Beitrag von hanni123 25.03.10 - 16:58 Uhr

Huhu,

die anderen haben es schon gesagt: er ist noch zu klein, um sich anders mitzuteilen. In dem Alter haben Kinder ihre Gefühle einfach noch nicht unter Kontrolle und müssen das erst lernen.

Aber sag ihm bitte nicht, dass ER böse ist! Er ist nicht böse! Die Dinge, die er tut, sind nicht gut, aber nicht er als Person ist böse. Das ist ganz wichtig, dass er nicht den Eindruck bekommst, Du hast ihn nicht mehr lieb, weil er böse ist.

Lies doch mal hier:

http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/stichwortsuche.htm?stichwort=Aggressivit%E4t+bei+Kleinkindern

Ich finde übrigens auch, dass es die Aufgabe der Kindergärtnerinnen ist, genau damit umzugehen, dass er in der Gruppe soziales Verhalten lernt. Zuhause kannst Du so eine Situation ja nicht herstellen.

LG

Hanna

Beitrag von zwiebelchen1977 25.03.10 - 20:22 Uhr

Hallöchen

Danke euch allen für die Meinungen. Ich denke ja auch, er ist nicht böse. Er ist ein so mitfühlender kleine Kerl. Sagt immer Gesuntheit, wenn man niest, wenn man sic wehtut kommt er an und sagt und macht ei Mama und pustet.
Ich weiss auch, er meint es nicht so. Rede zu Hause auch mit ihm darüber. Aber ich fühle mich als Mama echt schlecht und bin dann leider sauer auf ihn.

Die anderen Kinder sind alle älter als er. Er ist auch 3 Moante später erst in die Gruppe gekommen. Die anderen wehren sich auch nicht. Sind alles ruhige Kinder. Bald will keiner mehr mit ihm spielen und er ist alleine.

Bianca