bedeutet brustentzündung = abstillen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von inoola 25.03.10 - 14:27 Uhr

huhu mädels.

ich bin mit zwillis heute 27+1. ich habe also hoffentlich noch ne ganze weile zeit zum brüten, wenn sie es sich nich anders überlegen.
ich habe jetzt schon milch. das ist gar ncih mal wenig, ohne stilleinlagen geht nix.
ich liege wegen gbh verkürzung im kh seit 4 wochen, und immer wenn auf dem flur ein baby heult, bekomm ich die milch #schmoll ich brauch sie doch nich nich.

ich möchte ganz unbedingt stillen, und ich glaube ich kann da auch eisern sein.

aber ich habe schon öfter mal gelesen, das mütter abstill tabletten nehmen müssen, weil sie sonst eine brustentzündung riskieren würden.

kann man denn gar nix gegen sowas machen wenn das anfängt? quarkpackungen oderso?

oder bedeutet ne brustentzündung automatisch das "aus" fürs stillen???

also das das nich angenehm ist kann ich mir ja auch denken. aber irgendwie mache ich mir da schon ne ganze weile gedanken durm.

lg inoo

Beitrag von lissi83 25.03.10 - 14:36 Uhr

Huhu!

Nee, ne Brustentzündung muss nicht das "Aus" fürs Stillen bedeuten! Mit Brustentzündung weiter stillen ist wohl schmerzhaft (habe es bei einer Freundin mitbekommen) aber nicht unmöglich! Eine Brustentzündung während der Stilzeit, kommt ja häufig wg. eines Milchstaus vor, deshalb ist es sogar gut, wenn man weiter stillen kann, damit die Milch abfließt!

Aber warum machst du dir jetzt schon sorgen deswegen..muss doch garnicht heißen, dass du eine bekommst! So häufig ist das auch nicht!

lg und noch ne schöne SS-hoffentlich nicht bis zu Schluß im KH#klee

Beitrag von inoola 25.03.10 - 14:55 Uhr

danke für eure lieben antworten, das baut wirklich auf.
ich weiß, eigentlich bräuchte ich mir ja noch keine gedanken darum machen, aber meine schwägerin hatte damals das stillen abgebrochen (bzw nach 1 woche) weil sie "fast" eine brustentzündung bekommen hätte. und eine freundin von mir muss abstilltabletten nehmen, weil sie sonst eine brust entzüdung riskiert. die kann leider nur abpumpen, und das klappt alles nich so ganz so gut.

da ich aber den ganzen tag nix anderes hier zu tun hab als zu grübeln, mache ich mir schon gedanken, und teilweise hab ich sogar gedacht ne brustentzündung ist richtig schlimm gefährlich (wie blutvergiftung oderso)

aber wenns sogut wie "nur" schmerzen sind, ist das ja was wo man hoffentlich mit umgehen kann wenn man den willen hat. bzw und das baby auch mit macht.

danke, inoo

Beitrag von jackie-33 25.03.10 - 21:57 Uhr

hi du,

ich hatte 5 mal milchstau!!! #schock , habe aber nicht abgestillt, pendelt sich alles ein nach den ersten wochen. stillen funktioniert prima und ist soooo schön #verliebt

kenne viele frauen die keinen milchstau hatten.

alles gute
jackie

Beitrag von qrupa 25.03.10 - 14:36 Uhr

Hallo

nein, eine Brustentzündung bedeutet auf keinen Fall dass man nicht mehr stillen kann/ darf! Wer immer das behauptet solte sich besser informieren. Sowas ist zwar nicht angenehm, aber es gibt auf jeden Fall gute Hausmittel und auch stillverträgliche Medikamente, wenn es ganz schlimm kommt. und stillen ist in dem Moment für die Brust eigentlich das beste, wenn auch relativ schmerzhaft. Aber wenn du es ruhig angehst, dann solltest du auch eigentlich gar nicht erst eine Brustentzündung bekommen. Die kündigt sich zum einen in aller regel vorher durch einen Milchstau an, den man sehr gut und einfach behandeln kann udn wenn du nicht gerade einen viel zu engen BH trägst, der dir die Milchkanäle abdrückt oder du sehr viel Streß hast ist es eher unwahrscheinlich, dass du eine Brustentzündung bekommst

LG
qrupa

Beitrag von bk-gi-12 25.03.10 - 14:39 Uhr

hallo...

bin auch gerade dabei mich über solche Sachen zu informieren, da ich seit gestern tierische Schmerzen in der linken Brust habe... beim googeln habe ich rausgefunden das bei einer Brustentzündung oder bei Milchstau nicht abgestillt werden muss.... Ich denke mal das man die Abstilltabletten auf anfrage bekommt und nicht wegen dieser Sachen...

Schau mal hier rein... http://www.uebersstillen.org/jnmastited.htm

lg Yvonne

Beitrag von schullek 25.03.10 - 16:22 Uhr

hallo,

nein!
eine brustentzündung kann, muss abe rnicht auftreten. da spielen meist mehrere faktoren eine rolle. stress, kind trinkt nicht wegen krankheit, milchgang verstopft... aber auch dann muss es nicht dazu kommen. meist geht dem ganzen ein milchstau voraus, den man auch mit hausmitteln beheben kann.

aber das alles zu erklären würde ewig dauern. deshalb empfehle ich immer dieses buch hier:

"das handbuch für die stillende mutter" herausgegeben von der laleche liga. das kannst du online bestellen, ist gar nicht teuer und ein wahrer schatz. da steht eigentlich alles drin, was du zum stillen wissen musst oder was wissenswert ist. ausserdem kannst du bei problemen durch das gutebregister jederzeit ne antwort und hilfe finden.
du hast je momentan sehr viel zeit zum lesen, ich würde es dir empfehlen. udn für den fall der fälle ist ein ganzes kapitel dem stillen von frühchen gewidmet.

ausserdem würde ich dir empfehlen, mal dort im kkh zu fragen, ob sie eine ausgebildete ! wichtig! stillberaterin der ibclc haben oder dir eine stillberaterin der laleche liga oder von afs vermitteln können. mit denen kannst du dann auch schon jetzt kontakt aufnehmen. die helfen dir sicher sehr gerne, arbeiten ehrenamtlich und so kennst du dann schon jemanden persönlich, wenn du hilfe brauchen solltest. dann ist die hemmschwelle jemanden anzurufen nicht so hoch.

vertrau (leider muss ich das sagen) in sachen stillen nicht dem kkh personal. erfahrungsgemäß haben die eher wenig ahnung und sind ganz fix dabei zuzufüttern (eine saugverwirrung droht) und das kind mti dem nuckel ruhig zu stellen.

ich wünsch dir viel glück, dass die beiden noch ne weile drin bleiben!

lg

Beitrag von inoola 25.03.10 - 16:51 Uhr

oh super, danke für den tip, hab mir das buch gerade bestellt. bin mal gespannt.

die stillberaterin gibts hier leider seit anfang des jahres nich mehr, wegen personalkürzung. aber die schwestern hätten wohl auch sone ausbildung.....

ich hab auch schon gefragt ob die kinder hier automatisch einen schnuller bekommen.
die schwester hat gesagt, nein, die eltern können sagen:wollen wir nich. aber wenns kind schreit, müssen sie sich auch selbst drum kümmern.

(noja, wäre ja zuhause auch so) ich möchte es auch jeden fall erstmal ohne schnuller versuchen. ich bin zahntechnikerin und hab schon echt schlimme sachen gesehen.

lg inoo

Beitrag von schullek 25.03.10 - 17:21 Uhr

hallo nochmal.

also mein sohn hat keinen nuckel genommen. nie und ich geb zu: in schwachen momentan hab ich diverse ausprobiert. ich wollte anfangs keinen geben udn hab die ersten 4 wochen gewartet mit dem probieren wegen der saugverwirrung. die chance ist da dann am größten. aber er war schon sehr anstrengend. einige haben damals gemeint, anstrengender könnten auch keine zwei zusammen sein. also hast du ne kleine ahnung nun. ich will dich aber nicht vergraulen, dass es anstrengend wird, weisst du sicher selber.

zurück zum nuckel. jedenfalls wirst du dann einfach abwägen müssen, ob du nicht bei deinen beiden mäusen nen nuckel einfühst z.b. zum beruhigen für die zeit, in der du mit dem anderen beschäftigt bist etc. in diesen fällen wird es wahrscheinlich durchaus sinnvoll sein. du hast ja nunmal nur zwei arme. und bevor das kind sich wegbrüllt, dein stressopegel gen ultimo geht, lieber nen nuckel.
du kannst ja mal hier ne diskussion im babyforum starten, welche die besten etc. sind für die zähne...

zum stillen nochmal: frag genau nach, welche ausbildung die dort haben. ich will keinem was unterstellen, aber ich hab schon zu viel blödes erlebt und erzählt bekommen. ich berate hin und wieder stillmamas und was ich da so höre...

wir haben hier bei urbia auch nen chönen stillclub, da sin soweit mir bekannt momentan zwei zwillingsstillmamas dabei. und aktiv. die können dir sicher viele tipps etc. geben. wenn du magst komm vorbei, bei usn ist jeder herzloch willkommen. den link findest du über meine vk unter clubs.

lg

Beitrag von nashivadespina 26.03.10 - 00:33 Uhr

"aber ich habe schon öfter mal gelesen, das mütter abstill tabletten nehmen müssen, weil sie sonst eine brustentzündung riskieren würden. "

Wo hast du denn das gelesen? Das würde ja bedeuten dass die Mütter Abstilltabletten verschrieben bekommen wenn die Brüste ganz prall voller Milch sind damit es dann bloß nicht zu einer Brustentzündung kommt. Das ist völliger Blödsinn.

Gerade am Anfang kann es zu Brustentzündungen kommen bzw können die Brüste so prall mit Milch gefüllt sein dass sie Schmerzen verursachen weil sich die Milchproduktion erstmal den Bedürfnissen deines Babys usw anpassen muss. Eine Brustentzündung bedeutet normalerweise nicht das aus wenn man sie richtig behandelt! Es ist auch keine schwerwiegende Krankheit! Abhilfe verschafft dann schnell:

Anlegen nach Bedarf also immer dann wenn es das Baby möchte.. (immer -und also nicht nur wenn du eine Brustentzündung o.ä. bekommen solltest-denn nur so ist die Versorgung des Babys alleine über deine Muttermilch sichergestellt)

Im Notfall wenn die Brüste aufgrund der *zu vielen* Milch schmerzen unter der Dusche mit fließendem warem Wasser Milch von selbst ausfließen lassen (niemals abpumpen oder ausstreichen da dies einerseits die Milchproduktion irritiert und auch dann wiederum neue/zu viel Milch produzieren würde)

Dein Baby so anlegen, dass es mit dem Kiefer den jeweiligen Knoten der durch die Brustentzündung entsteht wegsaugt oder wegmassiert

Kühlende Waschlappen, Kühlgelakkus, oder Quarkmasken auflegen

Im allgemeinen empfiehlt sich gerade am Anfang der Stillzeit Ruhe und entspannung...leg dich am besten so oft es geht zusammen mit deinem Baby ins Bett.

Es kann auch passieren dass deine Brustwarzen am Anfang überstrapaziert sind/sich entzünden...weil sie sich eben erst gewöhnen müssen...aber das vergeht nach ein paar tagen ..und dagegen hilft super die Lanolinsalbe von Lasinoh aus der Apotheke!!

Weiterhin kannst du dir mal diesen Link für eine Stillberaterin bei Stillproblemen notieren: www.lalecheliga.de (Hebammen haben meist nicht das breite Stillfachwissen und beraten leider häufig falsch diesbezüglich)

Letztendlich muss das alles aber auch nicht auf dich zukommen..denn viele Frauen stillen auch von Anfang an problemlos. Ich hatte hier und da auch stillprobleme aber die waren mit oben genanntem in den Griff zu bekommen..:)

Alles Gute#blume