Unzufrieden mit der Kita...

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von nina1984 25.03.10 - 15:10 Uhr

Hallo ihr,

unser Kleiner geht seit Januar in die Kita. Die ersten 4 Wochen Eingewöhnung waren super und danach sind uns immer wieder Sachen über aufgestoßen.

1. Punkt (hatte ich letztens schonmal hier angesprochen) eine Erzieherin spricht nur sehr gebrochen deutsch, das finde ich in einem Bereich, wo die Kinder erst noch sprechen lernen nicht sehr vorteilhaft
2. Punkt ich hab ihn vor zwei Wochen abends abgeholt, das saß der Späatdienst mit den Kindern aus dem Elementarbereich am Tisch und spielt Karten, mein Kleiner (zu der Zeit einziges Kind aus der Krippe) alleine auf dem Fußboden und spielt mit Playmobil, aber nicht das 1-2-3 sondern das ganz normal. Tausend Kleinteile um ihn herum und die Erzieherin bekam erst nicht mit, dass ich reinkam und als wir zusammen "tschüß" sagten, reagierte sie auch gar nicht. Ich bezweifel, dass sie mitbekommen hätte, wenn er sich davon was in den Mund gesteckt hätte...
3. Punkt Heute Morgen als ich ihn bracht, war wieder ein Erzieher aus dem Elementarbereich im Frühdienst (sonst macht den Frühdienst immer ein und die selbe Person) bzw. erst war niemand im Raum wo sich 8 Kinder bis 3 Jahre aufhielten. Ein Mädchen weinte fürchterlich, das habe ich dann erstmal beruhigt. Er kam dann 2 Minuten später aus dem Wickelraum und meinte nur, er könne nichts dafür, dass die Kinder alle weinen, die kennen ihn ja nicht... Ich sagte ihm dann, dass wir eine Mütze und ein Schnullerband vermissen, da hatte er dann auch keine Ahnung wo das sein könnte... Ich musste meinen Kleinen dann weinend auf dem Fußboden absetzen, weil er den Arm schon voll hatte und gehen:-(((((

Irgendwie bin ich mit der ganzen Situation nicht so glücklich... Wir haben jetzt Montag Gespräch mit der Erzieherin (wird dort immer gemacht nach 8 Wochen Kita)

LG Nina

P.S. Danke fürs lesen

Beitrag von happysushi 25.03.10 - 15:32 Uhr

Hallo Nina,

mit Punkt 1 könnte ich noch leben, aber die anderen beiden Punkte sind für mich ein absolute NoGo.

Sprich es auf jeden Fall am Montag an, wobei ich eigentlich auf der Suche nach einer Alternative wäre. Hast Du die Möglichkeit dein Kind in eine andere KiTa zu geben??

VLG happysushi die solche Zustände nicht kennt und nur den Kopf schütteln kann. :-[

Beitrag von fbl772 25.03.10 - 15:33 Uhr

Das finde ich auch inakzeptabel, wenn morgens "wildfremde" Erzieher da sind. Gerade für die Kleinsten sind Bezugspersonen ja enorm bei der "Abnabelung" wichtig. Das würde mich auch extrem stören, wenn es nicht die Ausnahme wegen Krankheit oder so war.

Dass eine der Erzieherinnen nicht so gut deutsch spricht finde ich ehrlich gesagt nicht so tragisch, es sind doch weitere Erzieher da? In unserer Gruppe ist eine Erzieherin aus Polen, die auch einen hörbaren Akzent hat und sicherlich nicht alles grammatikalisch einwandfrei spricht. Ich habe da aber gar kein Problem damit, da sie ganz liebevoll mit den Kleinen umgeht. Es wäre ja auch nichts anderes, wenn du eine bayerische oder norddeutsche Erzieherin hättest - überall wird nicht-astreines deutsch gesprochen :-)

Die Sache mit den Duplosteinen finde ich auch grenzwertig. Natürlich spielen die Älteren nicht mehr mit Megablocks, aber darauf müssen die schon achten. Insbesondere bei gemischten Gruppen 0 - 3 ist das mehr oder weniger ein Problem. Das erfordert wirklich aufmerksame Erzieher.

Sprich das alles auf jeden Fall an, du bezahlst Geld dafür!

VG
B

Beitrag von pinklady666 25.03.10 - 15:34 Uhr

Hallo

Dann wünsche ich dir mal alles Gute für euer Gespräch. Wichtig ist, dass du den Erzieherinnen immer sagst, wenn dir etwas komisch vorkommt oder (ich sag mal salopp) "nicht passt". Kommunikation ist das A und O.
Dass eine Erzieherin nur gebrochen Deutsch kann ist meiner Erfahrung nach nicht tragisch. Wie redet sie denn mit den Kindern? In ihrer Muttersprache oder in "Halbdeutsch"?
Zu deinem zweiten Punkt, was stört dich da? Dass dein Kleiner mit den Kindern und Erziehern des elementarbereiches zusammen war oder dass sich scheinbar keiner um ihn kümmerte? Teuche dich nicht, manchmal denkt man "die sehen das nicht". Aber wir Erzieher nehmen sehr viel wahr, auch wenns nicht so wirkt ;-).
Und beim dritten, das kann leider passieren. Bei uns wird es z.B. morgen soweit sein. Viele Krankenscheine, die Vorschulkinder gehen mit drei Erzieherinnen ins Zeitungsmuseum und der Rest muss den Laden dann halt schmeißen. Da kann es dann auch sein dass jemand für die Kleinen noch fremdes in die Krippe muss. Um dann die große Verwirrung zu vermeiden machen wir es immer so, dass beim Teamtag (einmal in der Woche Nachmittags) abwechselnd immer einer aus der Krippe und einer aus dem Elementarbereicht Krippendienst macht. So lernen die Kinder uns alle kennen und es macht ihnen nicht so viel aus wenn mal Not am Mann ist und die Erzieherinnen vom Elementarbereich den Laden schmeißen müssen (und auch für den späteren Übergang in den Kindergarten ist es sehr hilfreich wenn sie uns kennen).

Liebe Grüße

Bianca

Beitrag von nina1984 25.03.10 - 15:44 Uhr

Bei Punkt 2 stört mich eigentlich am meisten, dass er zwischen tausend Kleinteilen saß und sie wirklich nichts mitbekam... Selbst als wir aus dem Raum gingen und uns verabschiedeten bekam sie das nicht mit. Dass er alleine auf dem Fußboden spielt find ich nciht schlimm, dass muss er ja Zuhause auch, aber halt mit altersgerechtem Spielzeug.

Würde es besser finden, wenn die Kleinen alle Erzieher kennen lernen, aber nicht nur wenn Not am Mann ist. Mein Kleiner kannte ihn ja auch aus dem Spätdienst, aber die anderen Kleinen halt nicht, weil immer die Gleiche im Frühdienst ist.

Beitrag von pinklady666 25.03.10 - 21:09 Uhr

Woran kannst du festmachen, dass es niemand mitbekommen hat. Manchmal sieht es wirklich so aus, als ob man total vertieft in etwas ist. Den Überblick hat man dennoch.
Am Besten wäre es gewesen, wenn du direkt etwas gesagt hättest. Nur ein kleines "na, womit spielst du denn heute?" oder ein nettes "haben sie gesehen, was er da macht?" zu den Erziehern, wenn die nicht reagieren (ich bevorzuge die Ansprache ans Kind, somit kommt sich auch kein Erzieher angegriffen vor). Dann hättest du eine eindeutige Antwort bekommen und wüsstest ob dein Kleiner gefahrlos gespielt hat. Nun steht etwas zwischen euch (dir und der Einrichtung), du hast kein Vertrauen mehr und das überträgt sich aufs Kind. Daher ist es ganz wichtig, dass man sich IMMER austauscht.
Dass alle Kinder auch alle Erzieher der Einrichtung kennen lernen, ist leider nicht überall möglich. Schon alleine wegen dem unterschiedlichen Stundenumfang eines jeden Beschäftigten der Einrichtung. Bei uns klappt es gut, wir haben jedoch auch ein Konzept, welches dies vorsieht. Auf der anderen Seite, wenn bei uns z.B. mal der Supergau einritt, alle vom Team ausfallen und Kolleginnen einer anderen Einrichtung einspringen müssen, müssen die Kinder damit auch klar kommen (erst letztes Jahr in einer Nachbareinrichtung passiert und es hat sehr gut geklappt).Mit solchen Fällen muss man immer und überall rechnen. Und ehrlich, ein solcher "Vorfal" wäre für mich noch nicht mal erwähnenswert. Habe da aber auch ein anderes Empfinden.

Liebe Grüße

Beitrag von buzzelmaus 25.03.10 - 15:40 Uhr

Hallo Nina,

sei mir bitte nicht böse, wenn ich das jetzt schreiben und sicherlich gibt es auch viele gute Einrichtungen, aber deine Situation ist genau der Grund gewesen, weshalb wir emily nie in eine Krippe sondern nur zu einer Tagesmutter gegeben haben.

Ich hab leider bei vielen Einrichtungen den Eindruck, dass sie die Kleinkindgruppe nur auf machen, um mehr geld zu verdienen. Klar, die finanzielle Lage mancher Einrichtung ist nicht so rosig, aber Fachpersonal und das in ausreichender Menge ist für mich ein MUSS.

Habt ihr eine Tagesmutter als Alternative damals auch mit einbezogen?

ich würde auf jedenfall mal tacheles reden und all das, was Du uns hier geschrieben hast, auch beim Gespräch anführen.
Für die kleinen ist es sehr wichtig, eine feste Bezugsperson zu haben. Es ist nicht unbedingt ein Problem, wenn dannmal jemand aushilft, abe die Regel sollte das nicht sein. Die Zustände in Eurer Einrichtugn würden mich total abschrecken, mein Kind da abzugeben.

Wie hat sich den die Einrichtung für Euch vorher präsentiert? Es ist natürlich auch möglich, dass im Moment einfach viele krank sind und es einen personellen Engpass gibt. Aber darüber werden wir im Kindergarten z.B. immer informiert.

Such das Gespräch, denn DU musst ein gutes Gefühl haben, wenn Du deine Maus da abgibst.

Alles Gute

Susanne + Emily Fiona *05.08.05

Beitrag von mysterya 25.03.10 - 16:38 Uhr

Ähm... es wäre mir persönlich neu, dass von dem Geld dass man für ein Kleinkind bezahlt am Ende mehr für die Kita rausspringt, als bei anderen Kindern. Wie viele Erzieher in einer Gruppe sein dürfen ist nämlich streng geregelt und es dürfen nicht mehr eingestellt werden, als den Vorgaben entsprechend. Für Kleinkinder müssen aber mehr Betreuer zur Verfügung stehen, als für Größere. Diese Betreuer müssen aber bezahlt werden und darum ist es teurer ein Kleinkind fremdbetreuen zu lassen, als ein größeres. Der Kleinkindsatz finanziert das Gehalt der Person, die es zusätzlich betreut.

Darüber hinaus müssen für kleinkinder anschaffungen gemacht werden, die für die anderen Altersstufen nicht notwendig sind. Babybetten mit Gitterstäben z.B. Hochstühle, Spielzeug für diese Altersgruppe etc., Flaschenwärmer etc. Das kostet auch. Auch beim Thema essen brauchen Babys und Kleinkinder z.T. speziell preparierte Nahrung. Es ist nur natürlich, dass auch das wieder Mehrkosten mit sich bringt.

Ich würde eher die These aufstellen, dass es mehr Kleinkindgruppen gibt, weil es nicht mehr dem heutigen Selbstverständnis vieler junger Frauen entspricht Zuhause zu bleiben bis das Kind in den Kiga kann. Bis 2013 sollen in dem Bereich auch große Anpassungen vorgenommen werden von der Politik, damit es mehr Frauen möglich ist Beruf und Kind zu verbinden.

Das viele Kigas dieses Konzept umsetzen, ohne einen großen Erfahrungspool mit kleinen Kindern zu haben, will ich nicht bestreiten. Das häufig Verbesserungen notwendig sind auch nicht.

An die Theorie mit dem Gewinn glaube ich nicht. Krippen sind einfach sehr viel kostenintensiver als Kitas.

Beitrag von pinklady666 25.03.10 - 21:20 Uhr

Hallo

Was du schreibst ist leider nicht komplett richtig.
So wird z.B. nicht jemand neues eingestellt, wenn eine Krippe eröffnet wird. Es gibt lediglich mehr Stunden aufs Haus, daraus errechnet sich dann der Beschäftigungsumfang der Erzieher. In den meisten Fällen wird dann noch jemand für die neu erworbenen Stunden eingestellt, jedoch nicht immer. Manchmal lässt sich auch einfach nur jemand aufstocken (ist jedoch recht selten).
Der Beitrag, welcher von den Eltern gezahlt wird deckt nur einen minimalen Prozentsatz der Gehälter. Teurer ist es, weil es zum einen wie du schon schriebst für das Pesonal einen Mehraufwand gibt.
Die Einrichtung finanziert in der Regel Träger und Land.
Dass nun immer mehr Krippengruppen eröffnet werden hat mit der geänderten Lebenssituation zu tun. Zum Einen gehen die Anmeldungen für den Regelbereich zurück, da immer weniger Kinder geboren wurden und werden. Da nun jedoch viele Frauen schnell wieder in den Beruf einsteigen wollen oder müssen sind nun Plätze für unter dreijährige gefragt. Also reagieren die Einrichtungen um zum einen ihr Peronal halten zu können und zum anderen der Nachfrage ein Angebot zu bieten.
Mit dem Rest allerdings gebe ich dir vollkommen recht.

Liebe Grüße

Beitrag von mysterya 25.03.10 - 16:45 Uhr

Punkt 2 und 3 würde ich höflich ansprechen. Das ist in der Tat überabeitungswürdig. Zu Punkt 1 habe ich Dir schon meine Meinung gesagt.

Es sollte dir aber auch klar sein, dass Erzieher mal krank werden oder Urlaub haben und das die Bezugsperson eben nicht immer 100% da sein kann. Es können solche Fälle auftreten, wo man das Kind an einen anderen betreuer abgeben muss. Was ich ungewöhnlich finde, ist das der junge Mann ganz alleine für die Kinder zuständig war. Er war damit auch offensichtlich überfordert.

Das mit dem Playmobil... ja...sicher er ist noch zu klein dafür und sie müssen mehr aufpassen, gerade bei Kleinteilen, aber dass er generell mit kleinen sachen nicht spielen kann, solltest Du dir abschminken, wenn der Kiga altersgemischt ist, lässt sich das eh nicht vermeiden. Aber es obliegt der Verantwortung der Erzieher, dann besonders auf soclhe Sachen Acht zu geben. Kartenspielen beim arbeiten finde ich auch sehr unprofessionell.