schönes Kurzgedicht

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von wunschmami-bina 25.03.10 - 15:39 Uhr

Hallo ihr lieben,

kennt jmd von euch villt ein schönes gedicht , nur ein paar zeilen über ein sternenkind, die fehlgeburt bzw. stille geburt??

ich finde im internet nur so ewig lange gedichte...

danke..

Lg, Bina (die heute sehr sehr traurig ist und seid stunden nur weint)

Beitrag von teddy3 25.03.10 - 15:42 Uhr

Still, seid leise,
es waren Engel auf der Reise.
Sie wollten ganz kurz bei Euch sein,
warum sie gingen, weiß Gott allein.

Sie kamen von Gott,
dort sind sie wieder.
Wollten nicht auf unsre Erde nieder.

Ein Hauch nur bleibt von ihnen zurück.
in Eurem Herz ein großes Stück.
Sie werden jetzt immer bei Euch sein
vergesst sie nicht, sie waren so klein.

Geht nun ein Wind, an mildem Tag,
so denkt, es war ihr Flügelschlag

Und wenn Ihr fragt,
wo mögen sie sein ?
Ein Engel ist niemals allein.

Sie können jetzt alle Farben sehn,
und barfuss durch die Wolken geh'n
vielleicht lassen sie sich hin und wieder
bei unseren Engelkindern nieder.

Und wenn Ihr sie auch sehr vermisst
und weint, weil sie nicht bei Euch sind
so denkt, im Himmel, wo es sie nun gibt
erzählen sie stolz:
wir werden geliebt.



Das hat mir damals ganz dolle geholfen...
Alles Gute.

Ach ja, hier findest du noch mehr davon:
http://www.engelskinder.de/gedichte.htm

Beitrag von solymar76 25.03.10 - 17:34 Uhr

Hallo Bina,

ich habe vor ca. 2 Wochen hier eine schöne Geschichte gelesen, vielleicht hilft sie Dir, so wie sie mir auch wieder Mut gemacht hat!

[1] 08.03.10, 18:22
Seelenkind


Colin, mein zwölfjähriger Sohn ertappte mich an einem verregneten Spätnachmittag Ende Januar am Küchentisch, wie ich ein feuchtes zerknülltes Kleenex in der Hand hielt, mir die Tränen abwischte und um seinetwillen versuchte, mich zusammenzureißen. Seit meiner Fehlgeburt waren mindestens zwei Monate vergangen, aber ich bekam immer noch mindestens einmal am Tag das heulende Elend.
Rog und ich waren wie vor den Kopf geschlagen gewesen, voller Zweifel und zwiespältiger Gefühle, als sich der Schwangerschaftstest als positiv erwiesen hatte. Ich war 41 Jahre alt, und mein Beruf nahm mich voll in Anspruch. Ich hatte endlich erreicht, was einige für unmöglich gehalten hatten: Ich war Beleghebamme in der Alta-Bates-Klinik, und folglich florierte meine Praxis. In manchen Monaten entband ich zwölf Kinder, und niemand wusste genau, ob und wann ich zu Hause sein würde. Auch Rog war ausgelastet: Er musste nicht nur dafür sorgen, dass sein eigenes Geschäft lief, sondern auch noch den Haushalt in Gang halten, der durch meine häufige Abwesenheit vernachlässigt wurde. Colin und Jill näherten sich der Pubertät, ein schwieriges Alter mit Herausforderungen ganz eigener Art. Wie sollte da ein Baby ins Leben passen? Doch als die Schwangerschaft abrupt endete und alle Hoffnungen sich in Tränen auflösten, verliebte ich mich in das Kind, das nicht sein sollte.

„Weinst du wegen des Babys?“, fragte Colin, und als ich betrübt nickte, meinte er: „Dann musst du einfach noch eins bekommen, weil es ein Seelenkind ist und du ja seine Mutter sein solltest.“
Ich muss ihn wohl verdutzt angeschaut haben, denn er fügte hinzu: „Weißt du nicht, was ein Seelenkind ist? Wieso weiß ich es dann? Ich meine du bist schließlich meine Mutter“
Ich war völlig perplex, hatte keine Ahnung, war er meinte. Deshalb zog sich mein Erstgeborener einen Stuhl heran, setzte sich neben mich und legte mir seinen Arm um die Schulter.
„Ich werde es dir erklären, Mom. Vielleicht war ich selbst eins und ich weiß es daher. Jede Frau kann eine bestimmte Anzahl von Babys in ihrem Leben kriegen, und diese Babys bilden einen Kreis, der unsichtbar über ihren Köpfen schwebt. Jeden Monat ist ein anderes Baby an der Reihe; wenn die Frau schwanger wird, wird es geboren. Wenn nicht, kehrt es zu den anderen in den Kreis zurück. Wenn sie schwanger wird, und es passiert etwas Schlimmes vor der Geburt, kehrt es in den Kreis zurück und wird ein Seelenkind, und alle andere Babys lassen ihm beim nächsten Mal den Vortritt. Jeden Monat ist es als Erstes dran. Und deshalb musst du wieder schwanger werden, damit du dasselbe Seelenkind noch einmal bekommst. Wenn nicht, wird es einfach in den Kinderkreis einer anderen Frau gebeamt, und dann ist es dort als Erstes an der Reihe. Es bleibt immer irgendwo an erster Stelle, bis es schließlich geboren wird. Aber es wäre traurig, wenn du es nicht bekommst, denn ich weiß wie gerne du es haben möchtest. Du musst es also noch einmal versuchen. Erinnerst du dich an das Baby, Mom, das du vor meiner Geburt verloren hast?“ Ich nickte wortlos. „Das war ich. Wirklich. Ich habe immer gewusst, dass ich ein Seelenkind bin. Ich weiß genau, wovon ich rede, Mom.“

Beitrag von koettel 26.03.10 - 12:42 Uhr

Hallo Bina!

Ja , die meisten Sprüche sind sehr lang, aber auch oft sehr schön! Vielleicht gefallen Dir diese:

Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir so viel Glück gebracht, musstest gehen,
bist nun fort,
weit an einem schönen Ort,
Regenbogen, Wasserfall,
grüne Wiesen überall,
Spielen, Toben, frohes Treiben,
hier willst du ganz sicher bleiben.
Kleines Seelchen, warte dort,
wart auf mich an diesem Ort.
Eines Tages, du wirst sehen,
werden wir uns wiedersehen.

oder

Es geschieht, dass eine kleine Seele die Erde nur streift.
Ihr kommen und Gehen fallen in Eins.

Grüße und wünsche dir, dass der heutige Tag für Dich nicht allzu traurig ist, Steff

Beitrag von asharah 27.03.10 - 03:13 Uhr

Hier was ganz Kurzes, was mich immer wieder zu Tränen rührt und gleichzeitig tröstet:

"Ich bin nicht weg,
ich tausche nur die Räume.
Ich bleib bei euch,
und geh' durch eure Träume."
(Michelangelo)

"Man sagt, jedes Atom unseres Körpers ist Teil eines Sterns. Vielleicht gehst du gar nicht weg, vielleicht gehst du nur nach Hause."
(Gattaca)

Alles Liebe,
Ash