Sohn mag Tochter der besten Freundin nicht - UPDATE

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von nyiri 25.03.10 - 18:40 Uhr

Hier erstmal zur Erinnerung die Kurzfassung der Geschichte:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=7&tid=2552944


Nach anfänglichem Verständnis von Seiten meiner Freundin folgte sofort wieder "Druck", dass es doch trotzdem kein Problem sein könne, dass er (also mein Sohn) dennoch hin und wieder einen Nachmittag mit ihrer Tochter verbrächte. Dies jedoch lehnte ich ab, denn das solle mein Sohn für sich entscheiden dürfen und ich werde kein einziges Mal mehr von ihm erwarten, dass er das mir und unserer Freundschaft zuliebe täte.

Darauf folgte bereits die subtile Anspielung, dass sie das nur alles glauben wolle, wenn sie das von meinem Sohn persönlich hört. Ich stellte klar, dass mein Sohn sich für seine Gefühle nicht vor ihr rechtfertigen muss und lehnte auch das ab, was mein Sohn sehr begrüßte. Ich unterrichtete ihn von jeglicher Korrespondenz während dieser Tage.

Dann war erstmal Funkstille übers Wochenende, meine Nerven lagen ohnehin blank.

Dann heute der Knaller - sie kündigte mir ohne nochmalige Unterredung die Freundschaft und unterstellt mir jetzt ganz offen, dass nicht mein Sohn ein Problem mit ihrer Tochter habe, sondern ich. Ich ließ meinen Sohn diese Nachricht lesen und seine Reaktion war eindeutig und erfolgte im Jugendjargon, den ich jetzt mal möglichst "nah" übersetze: "So ein dummes Gelaber."

Und dann passierte das, was ich nie erwartet hätte. Mein Sohn ergriff die Initiative und schrieb der Tochter meiner (Ex-)Freundin eine ziemlich lange Mail und untermauerte meine "sanften Erklärungen" mit sehr viel deutlicheren Worten: "Ich kann Dich nunmal nicht leiden und damit musst Du klarkommen." Das war die Kernaussage und er bezeichnete das Verhalten von deren Mutter als schäbig und dumm.

Ich war sprachlos, als er mich diese Worte lesen ließ und küsste ihn wortlos auf die Wange. Er schrieb, dass ich nur versucht habe, ihn zu schützen, dass ihre Mutter unfair sei, solche Dinge über mich zu denken und und und. Ja und er schrieb mehr als einmal mit seinen eigenen Worten in aller Deutlichkeit, dass er die Tochter eben ganz und gar nicht mag, dass er seine eigenen Freunde habe und dass sie das endlich begreifen solle, da er ihr genau das bereits vor vier Jahren gesagt habe, nur ignoriert sie das beharrlich.

Sehr harte Worte von meinem Sohn, aber eben auch die Wahrheit über seine Gefühle und sein Empfinden. Was diese Freundschaft angeht, wird die Mutter dieses Kindes ihren Irrtum irgendwann vielleicht bemerken. Für mich allerdings wurde eine ganz empfindliche Grenze überschritten und im Augenblick sehe ich nicht die geringste Wahrscheinlichkeit, dass ich das vergessen kann.

Danke an alle Mitleser und Unterstützer, Ihr habt mit guten Argumenten und Worten meinen Sohn unterstützt. Die Sache ging zwar nicht so gut aus, aber nichts geschieht durch Zufall und ich bereue es nicht, die Interessen meines (frei denkenden) Sohnes zu wahren und zu unterstützen..

Danke Leute... #herzlich

Beitrag von mirabelle 25.03.10 - 18:48 Uhr

Haste gut hingebekommen: Gratuliere - toller Sohn

M.

Beitrag von nyiri 25.03.10 - 18:52 Uhr

Ich habe ihm gesagt, wie stolz ich auf ihn und sein reifes Verhalten bin und das bin ich noch immer. Ich habe also in meinen Erziehungsmethoden doch nicht alles falsch gemacht... #danke

Beitrag von alpenbaby711 25.03.10 - 20:11 Uhr

Also ich finde deine Freundin kann nicht trennen. Immerhin hat ja niemand wirklich ihre Tochter angegriffen, vermutlich aber fühlt sie sich so. Doch man kann doch nicht deinen Sohn zwingen die Tochter von ihr zu mögen nur weil du mit der Mutter so gut kannst.
VIelleicht wärs für eure Freundschaft nicht leicht anfangs aber ich finde es sind nunmal 2 verschiedene Sachen. Mal schauen ob sich nicht doch wieder was einrenkt. WEnn nicht isses zwar schade, aber nicht zu ändern.
Leider.
Ela

Beitrag von nyiri 25.03.10 - 20:20 Uhr

Mit ähnlichen Worten habe ich heute auf ihre Ansage reagiert - nämlich, dass sie nicht trennen kann.

Ich finde es einfach nicht richtig und "gesund", dass sie erwartet, dass mein Sohn ihr und ihrer Tochter zuliebe noch länger seine Gefühle und seine eigene Meinung verleugnen soll.

Danke für Deine Antwort. #danke

Beitrag von alpenbaby711 26.03.10 - 15:45 Uhr

Na ja ich wünsche dir das sich mit der Zeit vielleicht doch noch alles einrenkt.
Ela

Beitrag von nyiri 26.03.10 - 15:50 Uhr

Ich befürchte, das wird sich nicht mehr einrenken, denn mit ihrer Anschuldigung hat diese Freundschaft einen Riss bekommen, der aus meiner Sicht fast unmöglich wieder zu beheben ist.

Manche Dinge kann man nicht verzeihen. :-(


Trotzdem Danke für Deine netten Worte... #danke

Beitrag von king.with.deckchair 26.03.10 - 07:40 Uhr

Sorry, aber ich finde, ihr Frauen veranstaltet da einen pubertären Kindergarten - und lasst die beiden ECHTEN Pubertierenden auch noch mitmischen, zieht sie in den Käse mit rein. "Ich ließ in dies lesen, er lies mich das lesen, sie sagte so, die sagte wieder anders" - ein Affentheater wie auf dem Pausenhof der neunten Klasse.

Ihr habt die Kinder von Anfang an viel zu gefühlsschwurbelig involviert und zwar alle beide. Ich frage mich, wie man die Tatsache, dass ein 14jähriger eine 12jährige nicht mag, so dermaßen aufpumpen kann. Naja, deine Texte sind ja auch ziemlich "aufgepumpt" und verschwurbelt...

Just my two cents.

Beitrag von ja-wer-schon 26.03.10 - 07:59 Uhr

Ja, kann ich ehrlich gesagt auch nicht nachvollziehen, wo da das wirkliche Problem ist. Wenn meine Kinder mit jemanden nicht können oder wollen, oder auch umgekehrt, dann machen sie das eigentlich unter sich aus und die Gegenseite merkt das auch!
Mein Großer kanns auch nicht grad mit der Tochter einer meiner besten Freundinnen, na und...! Wir haben uns da nie groß eingemischt, die sollen und wollen doch lernen ihre Wege selbst zu machen.

Beitrag von nyiri 26.03.10 - 08:43 Uhr

Mein Freundin fühlte sich leider schon immer persönlich angegriffen, wenn jemand ihre Tochter nicht mochte, daher habe ich jahrelang damit hinterm Berg gehalten und mein Sohn hatte der Tochter seine Aversion bereits vor 4 Jahren sehr deutlich mitgeteilt, was diese aber nicht ansatzweise "für voll" nahm.

Beitrag von nyiri 26.03.10 - 08:49 Uhr

Du kennst meine Freundin nicht, das ist hier ein großes Problem. Wenn sich jemand auch nur ansatzweise negativ ihrer Tochter gegenüber äußert, fühlt sie sich persönlich angegriffen und mischt sich grundsätzlich in diese Konflikte ein, auch wenn es um die Kinder unter sich geht.

Meinem Sohn wurde mehrfach "nahegelegt", sich mit dem Mädchen abzufinden, auch wenn er dies schon seit Jahren nicht mehr möchte. Mein Sohn selbst hat dem Mädel schon vor vier Jahren gesagt, dass er sie nicht mag, was von Mutter und Tochter gleichermaßen ignoriert wird. Er gehört nicht zu den Menschen, die das dann mit dem sprichwörtlichen Vorschlaghammer klären. Er zog sich weitestgehend zurück, aber auch in der Freizeit verfolgt dieses Mädchen ihn nun schon, was ihm gehörig auf den Wecker geht. Mehr als Klartext reden konnte er nicht oder soll er den beiden seine Gefühle mittels körperlicher Auseinandersetzungen klarmachen.

Also habe ich nach sechs langen Jahren der Geduld und der "Lass-das-die-Kinder-klären"-Taktik nun selbst in die Hand genommen. Sachlich, wohlwollend und diesmal zwar endgültig geklärt, aber eben mit solchen Unterstellungen, weil man die Tatsachen lieber verdreht, statt die Gefühle des "ablehnenden" Kindes endlich zu respektieren.

Beitrag von nyiri 26.03.10 - 08:59 Uhr

Meine Texte muss Du nicht lesen, wenn sie Dir zu "schwurbelig" sind. Meine Freundin kommt mit echtem Klartext, wie ich ihn sonst bevorzuge so ganz und gar nicht klar und wenns nach mir gegangen wäre, hätte mein Sohn durchaus sagen dürfen: "Lass' mich in Ruhe, ich kann Dich nicht leiden, also bleib' mir von der Pelle." Aber genau solche Ansagen nimmt Freundin persönlich und gackert dann im Namen ihrer Tochter mit meinem Sohn rum, wie er denn so furchtbar fies sein könne zu ihrem Kindelein.

Wie gesagt, sie hat bisher mit allen Personen, die ihre Tochter kritisiert haben, Streit vom Zaun gebrochen oder böses unterstellt. Wie soll man da eine vernünftige Basis schaffen, wenn selbst die Tochter die Worte meines Sohnes überhört? Er hat ihr das selbst doch schon gesagt. Vor vier Jahren!!! Ergebnislos...

Beitrag von abenteuer 26.03.10 - 13:14 Uhr

Du brauchst dich nicht rechtfertigen.
Ich finde du hast gut und richtig reagiert. Hoffentlich werden meine Kinder auch mal so tolle, reife Teenager wie dein Sohn.
Und ganz ehrlich: eine echte Freundin hätte auch Verständnis für dich. Mit ihrem Verhalten hilft sie weder ihrer Tochter noch deinem Sohn.

lg abenteuer

Beitrag von nyiri 26.03.10 - 13:27 Uhr

Da hast Du leider recht, denn sie trifft damit nur mich. Es wäre einfach wünschenswert, wenn sie darüber nachdenkt, dass sie mit ihrer Reaktion jetzt doch bereits die Erklärung dafür hat, warum ich all die Jahre nichts dazu sagen wollte. Ich wusste genau, wie sie reagiert, weil ich sie eben kenne. Aber ab einem bestimmten Alter funktioniert eben diese alte Kleinkinderfreundschaft oft nicht mehr. Mein Sohn hat seinen eigenen Freundeskreis und fühlt sich gestört durch die "Aufdringlichkeit" des Mädchens. Was aber hat denn das mit mir zu tun? Ich habe mich dennoch vor meinen Sohn gestellt, weil sie dazu neigt, dass jeder (und somit auch Kinder) sich ewig dafür rechtfertigen müssen, was ihnen an ihrer Tochter nicht passt.

Aber was ändert diese eventuell erfolgende Erklärung an den Gefühlen der betreffenden Menschen. Ich halte nichts davon, wenn sie (m)ein Kind ins Kreuzverhör nimmt deswegen. Damit hat sie doch keinen ebenbürtigen Gesprächs- oder Diskussionspartner vor sich. Ein Kind zum Umgang überreden halte ich ebenso für falsch. Mein Sohn steuert seine Freundschaften seit einiger Zeit selbst und das ist auch gut so, finde ich. Ich weiß zu 99% mit wem er sich wo aufhält und selbst wenn das mal nicht der Fall ist, muss ich meinem Sohn schon selbst überlassen, wen er als Freund um sich haben möchte.

Das Problem ist einfach, dass sie diese Kinder (die den Kontakt zu ihrer Tochter meiden) immer als "blöd" bezeichnet. Aber es ist leider selbst ihr schon aufgefallen, dass ihre Tochter nie längere Beziehungen zu anderen Kindern pflegt. Sämtliche "Freunde" ziehen sich nach wenigen Wochen komplett zurück und das passiert sicherlich nicht einfach so. Schuldig sind aber dann natürlich immer die anderen oder eben auch gleich mal die Eltern.

Es ist unfair, was sich hier abspielt und man sieht auch, dass sie die Worte meines Sohnes schlichtweg überhört und ignoriert. Was soll ich da noch tun? Ich habe spätestens gestern kapituliert und mein Sohn sagte: "Mama, weißte... Den ganzen Rücksichts-Scheißhätten wir uns schenken können, denn das Ergebnis bleibt das gleiche. Sie hätte vor 6 Jahren genauso "dumm getan" wie jetzt. Nur hätten wir jetzt diesen Scheiß schon längst hinter uns."

Er hat so recht... :-(#schmoll

Beitrag von herzensschoene 28.03.10 - 03:43 Uhr

ja, genau das gleiche wie dein sohn habe ich auch die ganze zeit gedacht.

ich kenne das noch aus meiner kindheit. wir waren vier kinder im haus. meine schwester, ich und ein anderes geschwisterpaar. wir haben uns gestritten, ganz normal unter kindern. die eltern haben sich da immer rausgehalten.

ich fand das damals tierisch unfair von meiner mutter, dass sie, obwohl wir uns gestritten habe, trotzdem mit der anderen mutter sprach.
unsere mutter hat dann nur mit der schulter gezuckt und gesagt, wir sollen unsere streitigkeiten unter uns ausmachen.

dein sohn hätte der dame einfach immer wieder klipp und klar sagen sollen, dass sie sich mit diesem benehmen verziehen soll. vielleicht hätte sie es dann auch geändert.

viele grüße maren

Beitrag von nyiri 28.03.10 - 09:58 Uhr

Der aktuelle und endgültige Stand der Dinge ist nun:

- Diese Freundschaft wurde beendet. #klatsch

- Mein Sohn verbirgt seine Gefühle nicht mehr, was natürlich hart für das Mädchen ist.

- Meine Freundin unterstellt mir nach wie vor, ich hätte ihre Tochter nie gemocht.


Von daher erübrigt sich für mich alles weitere. Schweigen war falsch, die Wahrheit ebenfalls, also konnte ich nur verlieren.


Trotzdem danke für Deine Worte, denn ich lese mit Interesse, wie sich ehemals "Betroffene" dazu äußern. #danke