"Offene" Kinder haben eine schlechte Mutter-Kind-Bindung

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von virginiapool 25.03.10 - 19:57 Uhr

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Beitrag von scura 25.03.10 - 20:00 Uhr

Das ist doch Blödsinn!

Offene Kinder haben keine Ängste, da ihnen noch nix schlimmes passiert ist und die Gewissheit haben, das Mama da ist.
Ausserdem ist das auch ne Charakterfrage!

Beitrag von sterni84 25.03.10 - 20:01 Uhr

Hallo!

Ich habe ein sehr zurückhaltendes und schüchternes Kind. Sie geht seit August 2 Mal die Woche in eine betreute Spielgruppe - ohne mich. Hat von Anfang an problemlos geklappt.

Wie ist dann jetzt unsere Bindung? ;-)

LG Lena

Beitrag von widowwadman 25.03.10 - 20:08 Uhr

Totaler Bloedsinn. Manche Muetter glauben dass sie dadurch dass sie ihre Kinder durch Uebergluckung komplett von sich abhaengig machen die Bindung festigen.

Ich seh das eher so, dass mein Kind mir so sehr vertraut, dass sie auch mal von mir weg auf andere zugehen kann, bzw in der Krippe bleiben kann, ohne verlustaengste zu bekommen.

Da sie sicher ist dass Mama und Papa immer wieder kommen, hat sie weniger Angst, wenn wir gehen.

Beitrag von guppy77 26.03.10 - 07:39 Uhr

huhu

ich schließe mich mal deiner meinung an.

ich kenn eine die lässt ihr kleinen kaum alleine, eigentlich garnicht.
wenn sie auf klo geht sagt sie 3 mal das sie jetzt geht,
bis er endlich bei ihr steht. und dann wird gefragt ob er mitkommen will, er dann ja gesagt. und sagt zu uns der kann nicht allein bleiben. beim spaziergang..er sollte dableiben, weil er ja nicht ohne mama kann. wir gehen los mit kindern und er rennt zu uns und winkt seiner mama zu, sie kommt holt ihn und sagt nein. warum? weil es nix wird und er sie draußen vermissen könnte. die begluckt ihn und lässt ihn nie alleine. er ist sehr sehr schüchtern und ängstlich, ich denke sie projeziert ihre verlustängste auf ihn, so hat er auch nun angst das sie weg sein könnte.

mein kleiner ist sehr offen und hat kaum ängste, er ist sich sicher das ich für ihn da bin aber ihn nicht beglucke. wir haben ne super bindung. er vertraut mir und ich ihn.

lg guppy

Beitrag von kathrincat 25.03.10 - 20:19 Uhr

blödsinn. die kinder haben ein super verhältins, denn die wissen mama kommt wieder.!
ne, mal im ernst, jedes kind ist anders und daher können einige sich schneller eingewöhnen als andere, dass hat nichts mit mutti zutun

Beitrag von berry26 25.03.10 - 22:30 Uhr

"jedes kind ist anders und daher können einige sich schneller eingewöhnen als andere, dass hat nichts mit mutti zutun "

Leider hat es doch öfters auch etwas mit Mutti zu tun wenn Kinder sich nicht trennen können. Habe schon oft in unserer Kita beobachten können das manche Mütter ihre Kinder nicht loslassen können und aus so einer kurzen Trennung ein Riesen Drama machen. Diesen Kindern wird die Angst von der Mutter übermittelt und die haben es auch besonders schwer sich einzugewöhnen.

Das ist jetzt nicht der Regelfall aber so ganz ist Mama nicht immer unschuldig wenn es mit der Eingewöhnung nicht klappt.

Beitrag von kathrincat 26.03.10 - 06:44 Uhr

ja, i.o. an solche mütter hatte ich nicht gedacht, soll es ja auch geben, dann haben die kinder es natürlich schwer.

Beitrag von guppy77 26.03.10 - 07:43 Uhr

genau so eine ist die, von der ich weiter oben schrieb.

Beitrag von innchik 26.03.10 - 08:35 Uhr

>>Habe schon oft in unserer Kita beobachten können das manche Mütter ihre Kinder nicht loslassen können und aus so einer kurzen Trennung ein Riesen Drama machen.>>

Was genau meinst du damit? Wahrscheinlich werde ich auch bei unsere Eingewöhnung als so eine Mutter gelten.
Wenn nämlich meine Tochter bei der Trennung schreien oder weinen wird, werde ich nicht gehen.

DAS hat nichts mit Nicht-Loslassen-Können zu tun

Beitrag von berry26 26.03.10 - 09:27 Uhr

Das ein Kind weint und schreit wenn es das erste Mal allein gelassen wird in einer Krippe ist eigentlich der Regelfall. Man kann natürlich warten bis das Kind ins Spiel vertieft ist und dann gehen, dann bekommt man selbst das weinen nicht mit wenn das Kind bemerkt das Mama plötzlich weg ist und dann weint. Das wäre aber nicht unbedingt der richtige Weg da sich dann das Kind wirklich "verlassen" fühlt.

Auch bei der Eingewöhnung muss man diese Trennung als "Selbstverständlichkeit" rüberbringen und sich einfach kurz verabschieden und gehen. Wenn alles ok ist hört das Kind nach wenigen Minuten auf und spielt als wäre nichts gewesen. In der Eingewöhnungsphase ist man ja auch zunächst nur mal eine Stunde oder so weg und kommt dann wieder um dem Kind die Sicherheit zu geben das Mama auch ganz sicher wieder kommt.

Wenn du aber aus dieser Verabschiedung ein Riesen Problem machst, weil das Kind etwas weint dann wird es sich auch nicht so schnell von den Erziehern beruhigen lassen, da deine Kleine ja ganz feine Antennen hat und merkt das etwas nicht ok ist.

Ich war damals ca. eine Stunde in der Krippe und hab einfach solange gewartet bis Jonas sich etwas ins Spiel integriert hat. Dann bin ich zu ihm gegangen hab mich verabschiedet und gesagt das ich ihn bald abhole. Natürlich hat auch er geweint als ich gegangen bin. Habe mich dann extra vor die Tür gestellt und hab gewartet bis er aufgehört hat. Er hat damals ca. 2-3 Minuten gebraucht und dann hat er mit den anderen weitergespielt. Ich bin dann einfach kurz einen Kaffee trinken gegangen und war nach 45 Minuten wieder da. Er hat mich zwar gleich wieder bestürmt aber er wollte nicht heimgehen sondern weiterspielen. Gut dann bin ich wieder gegangen aber diesmal bereits ohne weinen und hab meine Einkäufe erledigt. Nach 2 Stunden war ich wieder da und hab Jonas dann mitgenommen. Das war im großen und ganzen unsere ganze Eingewöhnungsphase. Am nächsten Tag war er dann schon 5 Stunden alleine dort und am übernächsten bereits den ganzen Tag. Zwischendurch gibt es bis heute immer mal kurze weinerliche Abschiede aber Abends habe ich dafür immer das Problem ihn wieder mit heimzubekommen.

Beitrag von innchik 26.03.10 - 12:17 Uhr

>>Auch bei der Eingewöhnung muss man diese Trennung als "Selbstverständlichkeit" rüberbringen und sich einfach kurz verabschieden und gehen>>

Mittlerweile wird von ganz vielen Experten die sanfte Eingewöhnung propagiert! Also nix mit "das Kind muss da durch"

Es geht auch anders!

Beitrag von berry26 26.03.10 - 12:34 Uhr

Du meinst das?!
"In der ersten Woche bleiben Mutter oder Vater den gesamten Vormittag im Kindergarten bei ihrem Kind, lernen gemeinsam Erzieherinnen und Räumlichkeiten kennen. In Woche zwei verlässt die Mutter hin und wieder die Gruppe, bleibt aber in Rufkontakt. Während dieser Phasen fungiert die Erzieherin als erste Ansprechpartnerin für das Kind. In Woche drei verlässt die Mutter hin und wieder die Einrichtung, bleibt aber stets erreichbar."

Ist das ein Unterschied? Die Kinder weinen auch dann wenn die Mutter nur kurz den Raum verlässt und vorher schon ne Woche mit in der Krippe sitzt!!! So habe ich es ja im übrigen auch gemacht. Ich bin nicht einfach verschwunden sondern hab vor der Tür gewartet bis alles ok war und hab einen Kaffee in einem Cafe 5 min entfernt getrunken (Handy hatte ich dabei). Wie lang ein Kind für die Phase braucht bis es sich mit Mutter wohl fühlt in einer Kita ist sicher Persönlichkeitsbedingt und kann sicher auch mehrere Tage dauern. Mein Sohn war nach einer Stunde schon voll im Spiel mit anderen Kindern integriert und hat sich auch von der Erzieherin beschäftigen lassen. Ich war dabei an einem Tisch in der andere Ecke des Raums gesessen und wurde von Jonas kaum beachtet. So habe ich es dann eben einfach probiert.

Im Grunde ist es auch völlig egal denn wichtig ist die Abschiedsphase und die kann die Mutter beeinflussen.

Habe ja nirgends behauptet das man ein Kind in die Kita stopfen soll und dann geht. So wurde es damals zu meiner Zeit gemacht...

Beitrag von innchik 26.03.10 - 12:45 Uhr

Du sagst, dein Kind hat geweint. Du hast aber gewartet, biss es sich beruhigt hat und bist erst dann gegangen.

Das ist doch gut so. Und ein Unterschied zu den Müttern, die einfach ihre weinenden Kinder da lassen.
Ich weiss dass es manchmal nicht anders geht (Arbei etc)
Aber viele machen das nach dem Motto " da muss es jetzt duch" und das finde ich nicht richtig. Viele Kinder beruhigen sich dann zwar, aber nur weil sie resignieren und sich anpassen. Sowas möchte ich meinem Kind nicht antun.

Wir hatten bereits Schnuppertage im Kiga gehabt. Meine Tochter hatte mich auch kaum beachtet. Mal sehen, wie die Eingewöhnung klappt

Beitrag von berry26 26.03.10 - 12:55 Uhr

Ja genau das würde ich auch niemals jemanden raten. Natürlich muss man auf sein Kind achten und darf nicht einfach verschwinden. "Ich weiss dass es manchmal nicht anders geht (Arbei etc) " Deshalb sollte man die Eingewöhnung dann machen, wenn man noch nicht arbeitet!

Wollte ja von Anfang an nur sagen das man sich als Mama nicht von dem anfänglichen Weinen beeindrucken lassen darf. Ich kenne kein Kind das nicht weint bei der bzw. den ersten Abschieden in der Kita. Wichtig ist ja nur das sich das Kind schnell wieder beruhigt und das kann man als Mutter beim Abschied eben beeinflussen indem man darum eben kein Theater macht.

Beitrag von innchik 26.03.10 - 13:01 Uhr

Jetzt habe ich aber immer noch nicht verstanden, was du mit "Theater machen" meinst #hicks
Ich dachte, du meinst, dass man dann nicht geht und eben wartet bis das Kind einen doch lässt

Beitrag von berry26 26.03.10 - 14:10 Uhr

Nein ich meinte das man wartet bis sich das Kind wohl fühlt und ohne Mama spielt. Dann am besten sich kurz verabschieden. Dann weint normalerweise jedes Kind... und darauf sollte man eben nicht eingehen, da sich dein Kind sonst bestätigt fühlt. Einfach rausgehen und ausser Sichtweite abwarten ob sich das Kind beruhigt. Normalerweise beruhigen sich die Kleinen dann in wenigen Minuten. Wenn nicht dann geht man eben wieder rein und zeigt dem Kind das man da ist und immer wieder zurückkommt.

Das wichtigste bei der Eingewöhnung (meiner Meinung nach) ist halt solange zu bleiben bis die Kinder wirklich sich an die neue Situation, die anderen Kinder und die Erzieher gewöhnt ist, bevor man überhaupt versucht zu gehen. Das kann von wenigen Stunden bis hin zu mehreren Tagen dauern.

Beitrag von agrokate 25.03.10 - 20:28 Uhr

Hallo Du!

Hmm, ich bin genau der anderen Meinung-
Kinder, die eine feste Bindung haben, können loslassen,
da sie die Sicherheit haben, das ihr fester Hafen bleibt;-)!
Das heißt aber jetzt nicht im Umkehrschluß, daß Kinder,
die schüchtern sind, keine Bindung haben#aha!
Das ist eine Charaktersache und es gibt eben auch scheuere und ängstliche Kinder.

GLG,agrokate!

Beitrag von ks581 25.03.10 - 20:28 Uhr

Also ich finds auch totalen Blödsinn. Unser Sohn (2,5 J.) ist mit 11 Monaten in die Kita gekommen. Ging aus finanziellen Gründen nicht anders, weil ich wieder arbeiten gehen musste. Er hat sich super eingelebt und geht immer noch sehr gern hin. Allerdings hatte ICH ein großes Problem ihn loszulassen. Er nicht!!! Und an der Beziehung zwischen uns hat sich NIE was geändert. Er ist nach wie vor ein Mama-Kind #schein.

LG

Beitrag von littlecat 25.03.10 - 20:31 Uhr

Hmmm.... Eigentlich habe ich ein ziemlich offenes Kind, das sehr interessiert an anderen Dingen ist und das ich bisher überallhin problemlos mitnehmen und auch woanders lassen konnte.

Allerdings war die Eingewöhnungszeit in der Krippe suuuuuper anstrengend und hat alles in allem gute 6 Wochen gedauert. Das hatte ich so nicht erwartet, aber inzwischen läuft alles prima und sie geht sehr gern hin.

Was das für unsere Bindung heißt, kann ich nicht sagen, nur soviel: Wir kommen gut klar! ;-)

LG
Littlecat

Beitrag von 1familie 25.03.10 - 20:33 Uhr

Hallo,

halte ich für völlig falsch.

Mein "offenes" Kind weiss das ich auf alle Fälle wiederkomme und ihn nicht da lassen.

LG

Beitrag von claudia2708 25.03.10 - 20:49 Uhr

Das ist eine sehr verkürzte und leicht mißverständliche Darstellung von der Erzieherin gewesen, finde ich. Bedenklich ist, wenn Kinder auf andere genauso reagieren wie auf Bezugspersonen, d.h. egal ist, WER da um sie rum ist. Das spricht dann nicht für eine sehr gute Bindung.
Eine sichere Bindung, wie hier schon geantwortet, äußert sich eher darin, dass Kinder so großes Vertrauen haben, dass sie keine Zweifel haben, dass Mama wieder kommt. Traurig sein können sie aber trotzdem. Das widerspricht sich nicht.
Wen´s näher interessiert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bindungstheorie

LG
Claudia

Beitrag von ira_l 25.03.10 - 20:50 Uhr

Da kannst du nämlich auch stolz sein. Kinder trauen sich überhaupt nur, sich von Mama zu entfernen, wenn sie eine sichere Bindung haben. Sie sind sich sicher, immer zurück zu können, wenn etwas ist und fühlen sich auch in Abwesenheit von ihr geschützt.

Kinder mit schechter Bindung klammern, weil sie Angst haben, Mama nie wieder zu sehen, wenn sie sich entfernen.

Das hab ich im ersten Jahr meiner Ausbildung in Psychologie gelernt. Frag mich, auf welcher Schule die Tante war#kratz

LG Ira mit Nikolas 20 Monate &Krümelchen 11.ssw
(Erzieherin und megastolz auf meinen "offenen" Sohn!)

Beitrag von pinklady666 25.03.10 - 20:57 Uhr

Hallo

Das stimmt so nicht. Kinder mit einer unsicher vermeidenden Bindung z.B. beeindruckt die Abwesenheit der Bezugsperson überhaupt nicht.

Liebe Grüße

Bianca

Beitrag von cludevb 25.03.10 - 20:50 Uhr

Hi!

Das ist völlig unsinn... erstens mal gehts nach dem Charakter... es gibt nunmal - erziehung hin oder her - schüchterne kinder und offene kinder.

dann kommt der teil der eltern-kind-bindung... kinder die beim kiga kein theater machen wissen einfach dass ihre eltern wiederkommen und leiden deswegen keine trennungsängste... wenn die mama sagt "ich komm dich zum mittagessen abholen dann ist das für sie einfach eine feststehende tatsache und sie machen sich um den abschied keine grossen gedanken weil sie ihren eltern vertrauen.
ich hab im bekanntenkreis öfter mitbekommen dass eltern sinnlose und nicht 100% eingehaltene versprechungen abgeben (ohne das teilweise selbst zu merken): bei denen gabs dementsprechend trennungsängste im kindergarten... "ich komm zum mittagessen wieder" aha denkt sich das kind "wirklich? ne ich bleib lieber bei mama und nicht hier, dann bin ich ihrer sicher".

mein sohn hatte genau 1 tag "eingewöhnung" im prinzip hab ich ihn nur ne stunde vor den anderen kindern wieder abgeholt (bin zwischendurch immer mal hin und hab durch ein fenster gelugt mit der leiterin... #schein), den nächsten tag ist er gleich komplett dageblieben, von anfang an ohne eine träne zu weinen, knutscha und ab in die gruppe... zwar anfangs skeptisch wegen den neuen eindrücken, aber ohne ängste. er weiß: wenn ich sage ich geh nur einkaufen und komm dann wieder oder ich komm zum mittag wieder, dann bin ich auch da. und ehrlich gesagt bin ich stolz drauf, dass mein sohn keine angst hat sich von mir zu trennen, weil er weiß dass er sich auf mein wort verlassen kann dass ich ihn wieder hole. #verliebt

und jeden tag geht er freudestrahlend in den kindergarten und kommt später auf dem spielplatz genauso freudestrahlend (ok manchmal vom toben auch komplett fertig :-p) wieder zu mir gelaufen und erzählt mir von seinem tag ;-)

LG Clude, Lukas (3) und Michel (11 Mon)

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