Morgen Geburtsplanung... weiß nicht, was ich mir wünsche! (lang)

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von claudia2708 25.03.10 - 21:27 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

morgen ist es soweit, wir haben den ersten von 2 Geburtsplanungs-Terminen (in beiden Kliniken, die in Frage kommen).

Bei meiner ersten Geburt gab es Komplikationen, ich geh nicht ins Detail, weil ich hier keine Horrorgeschichten erzählen will und außerdem ist es sehr, sehr selten, dass das passiert. Kurz gesagt musste ich nach 14 Std Versuch einer natürlichen Geburt doch in den OP und das war im Nachhinein auch gut so!

Das hat mich nicht davon abgehalten, ein zweites Kind zu bekommen und ich weiß, es wird schon gehen, aber je näher der Termin rückt, umso weniger kann ich die Angst verdrängen, die ich vor der ersten Geburt einfach überhaupt nicht hatte. Ich bin ganz klar in meiner Entscheidung, dass für mich keine Hausgeburt, Geburtshaus o.ä. in Frage kommt, denn das hätte letztes Mal für mich zu spät sein können :-(

Meine Kleine liegt kreuz und quer, erst BEL, dann SL, nun quer... mal sehen, was sie sich noch einfallen läßt. Meine FÄ hat zur Geburtsplanung geraten, weil sie glaubt, mein Kind wird größer und schwerer als die Erste (58cm/ 4130g) und ich bin nicht besonders groß... angesichts meiner Komplikationen und Z.n. Kaiserschnitt soll ich mich dort vorstellen und besprechen, was in Frage kommt. Sie sagt, es wäre natürlich möglich, probieren kann ich es, wenn ich will, man kann ja dann immernoch einen KS machen, wenn es nicht klappt.

So, und ich bin total unsicher. Einerseits hätte ich gerne das Erlebnis einer natürlichen (schmerzhaften, aber nicht bedrohlichen) Geburt. Andererseits kann ich nicht mehr so positiv unbedarft reingehen wie damals, WEIL ich eben sowas erlebt habe. Ich werde beim kleinsten kritischen Blick denken, es stimmt wieder was nicht, mein Baby bleibt stecken oder was weiß ich. Beruflich hab ich mit kleineren und größeren "Geburtsschäden" zu tun gehabt. Manchmal ist es besser, wenn man nicht ZU gut informiert ist.

Verheilt ist mein KS damals sehr gut, ich hab mich schnell erholt, aber es ist nun mal eine Bauch-OP mit entsprechenden Risiken. Schön ist das nicht.

Ich weiß einfach nicht, will ich, dass sie mir einen KS anbieten? Will ich es probieren und schaffe ich, optimistisch reinzugehen? Denn wenn ich verkrampft bin, ist vorprogrammiert, dass die natürliche Geburt nicht klappt...

Ach, Mädels. Geht es irgendjemand genau so???
Danke fürs Jammern. Hilft schon, es einfach mal aufzuschreiben.

Claudia

Beitrag von keep.smiling 25.03.10 - 21:32 Uhr

Mh, was will man da sagen, was willst du jetzt hören? Es kommt eh immer anders, als man denkt.
Bring doch einfach mal die Gespräche hinter dich und sprich genau das an, was du hier schreibst. Danach siehst du vielleicht klarer.

Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute!!!

LG ks

Beitrag von claudia2708 25.03.10 - 21:42 Uhr

Ja, da hast Du recht, ich hab mir eigentlich vorgenommen, mir nix vorzunehmen, sondern es so zu nehmen, wie es kommt.

Danke Dir!
Claudia

Beitrag von heidi.s 25.03.10 - 21:35 Uhr

Hui, eine lange Geschichte.

Ich bin in einer ähnlichen Situation wie Du, ausser dass meine Entscheidung schon eine ganze Weile feststeht. Mein Sohn ist 3 Jahre alt. Ich lag damals lange in den Wehen, die Geburt ging nicht vorwärts und die Herztöne meines Sohnes wurden immer schlechter. Während die Ärzte überlegten ob es wohl besser wäre noch natürlich zu entbinden oder einen Kaiserschnitt zu machen hatte ich eine vorzeitige Plazentaablösung und dann musste ich ganz schnell einen Notkaiserschnitt bekommen

Durch den Geburtsstress ging es meinem Sohn ganz schlecht in den Tagen nach der Geburt. Er wurde Tag und Nacht überwacht weil das Herz viel zu langsam schlug. Ich war fertig, habe nur geheult im Krankenhaus und mir geschworen nie wieder ein Kind zu bekommen

Nach 6 Tagen waren alle Probleme weggeblasen, er hatte sich erholt von der Geburt und ist kerngesund

Und jetzt bin ich wieder schwanger und hatte gestern meinen Geburtsplanungstermin, im gleichen Krankenhaus wie damals.

Jedoch habe ich dem Arzt meinen Mutterpass vorgelegt in dem ja alles von damals vermerkt war und gesagt dass ich aus all diesen Gründen einen Kaiserschnitt haben möchte, bei dem ich auch gleich noch eine Sterilisation durchführen lasse.

Mein Termin ist jetzt der 05.05.2010

Ich wünsche Dir viel Glück dass Du die richtige Entscheidung für dich triffst

LG Heidi

Beitrag von claudia2708 25.03.10 - 21:46 Uhr

Hallo Heidi,

danke für Deine Antwort. Im Grunde ist bei mir damals ja alles doch gut ausgegangen und ich denke, es ist ja unwahrscheinlich, dass es wieder Komplikationen gibt!? Eine Garantie werd ich nie kriegen, das ist schon klar...

Ich werde versuchen, möglichst offen ins Gespräch zu gehen und mir anhören, wie die Ärzte das einschätzen. Rauskommen muss es so oder so ;-)

Immerhin ein schönes Datum habt Ihr. Ich drücke Dir die Daumen!!!

LG
Claudia

Beitrag von peg83 25.03.10 - 21:39 Uhr

hallo, sprich deine sorgen an.

ich hatte auch nach 29h wehen eine not sectio, beim kleinne waren die herztöne weg und er steckte im becken fest, nur das der chefarzt kein kaiserschnitt machen wollte weil die OPs voll waren, und dann stellt er sich zu mir an bett und meinte es wäre gut das er sich für den kaiserschnitt entschieden hätte da er nicht durch becken gekommen wäre, ging wohl auch drum rum.

Also ich für mich,( da mir nahegelgt wurde vom chefarzt beim nächsten kind einen kaiserschnitt machen zu lassen) und ich das alles so kaotisch war.

Ich für mich, versuche es nicht normal, ich möchte diesmal einen Wunschkaiserschnitt haben da ich nicht das Risiko für mich und das baby eingehen will, viell egoistisch aber ich könnte denek ich emotional die Normale geburt nicht schaffen weil das im hinterkopf ist, und dann hatte ich mir vor 15 monaten noch das steißbein abgebrochen und nach innen geschoben und mein fruenarzt beführwortet den kaiserschnitt auch.

Entscheide nach dein bauchgefühl, so hab ich auch gemacht.

peg mit Vin und #ei

Beitrag von claudia2708 25.03.10 - 21:51 Uhr

Danke für Deine Antwort. Ich würde mir natürlich wünschen, dass es ohne Kaiserschnitt klappt, aber ich hab jetzt schon eine 2-jährige zu Hause, da denkt man noch mal anders über Risiken nach, finde ich.

Es ist einfach nicht vorhersehbar, was kommt, es kann alles super klappen... das würde ich mir nehmen, wenn ich einen KS plane. Aber dann muss ich meine Ängste in den Griff kriegen, sonst wird das nicht klappen...

Ich werde versuchen, auf mein Bauchgefühl zu hören. Danke! Und alles Gute!

LG
Claudia

Beitrag von brautjungfer 25.03.10 - 21:54 Uhr

Hallo,

ich nochmal.
aus deinen Postings heraus lese ich, das bei dir viel Angst mit im Spiel ist.
vielleicht solltest du mal ein GEspräch mit einer Hebamme suchen. die kann dir sehr gut die Angst nehmen.
lg

Beitrag von claudia2708 25.03.10 - 21:58 Uhr

Ja, rational sag ich mir: es ist so unwahrscheinlich, dass das wieder passiert, dieses Mal kann und wird es ganz anders laufen, laß Dich einfach drauf ein, das wird schon. Aber ich kann die Gefühle nicht abstellen... ich muss immer an den Morgen nach dem KS denken und die Worte: "schön, dass sie noch bei uns sind!" - das war sehr beängstigend! Zumal ich nie gedacht hätte, dass das so endet, ich hatte eine total unproblematische Schwangerschaft...

Beitrag von brautjungfer 25.03.10 - 22:00 Uhr

Klingt wie bei mir.
wenn du magst kannst du mir per Pn schreiben was bei dir war.
bei mir ist es nur mittlerweile so, dass die Komplikationen hätten verhindert werden können. nutzt aber nun nichts mehr und das macht die ITS für meinen Sohn nicht rückgängig.

lg

Beitrag von claudia2708 25.03.10 - 22:36 Uhr

Hast ne PN... das ist natürlich noch viel dramatischer, wenn es verhinderbar wäre und solche Folgen hat. Wenn Du magst, kannst Du mir ja über PN genauer erzählen...

Beitrag von brautjungfer 25.03.10 - 21:45 Uhr

Hallo,

ich hatte bei meinem zweiten Kind auch eine Notsectio und kann nachvollziehen was deine Gedanken sind. weißt du, jede Geburt ist anders und wie du schon schreibst Komplikationen in der Art sind selten.
Direkt eine Sectio machen zu lassen finde würde für mich nicht in Frage kommen, weil eben jeder Geburt anders ist.
lass es doch auf dich zukommen und falls du unter den Wehen meinst es ist nicht gut dann kann man immernoch eine Sectio machen.
außerdem haben die geschätzten Werte überhaupt nichts zu sagen. die sind so ungenau und darauf ist deswegen kein Verlass. im übrigen, es kommt auf den Kopfumfang an und nicht auf Länge und Gewicht.

lg und alles Gute bei deiner Entscheidungsfindung

Beitrag von claudia2708 25.03.10 - 21:55 Uhr

Danke für Deine Antwort!

Ja, im Grunde sehe ich das auch so, ich will mir nicht von vorne herein die Chance nehmen, dass es natürlich klappt. Bei meiner Tochter haben sie noch am Morgen vor der Geburt 300g weniger geschätzt, aber wie Du schon sagst, das ist nicht ausschlaggebend. Ich hätte eher Bedenken bei BEL (sie rotiert ja schön). Aber ein paar Wochen hat sie ja noch...

Ich bin grundsätzlich ein optimistischer Mensch, ich hoffe, ich schaffe es, so in die Geburt zu gehen, denn dann kann es so klappen, wie ich es mir eigentlich wünsche...

Alles Gute für Dich,
Claudia

Beitrag von brautjungfer 25.03.10 - 21:58 Uhr

ich sehe aber ein Problem. im Krankenhaus werden sie dir zum KS raten. ganz einfach darum weil er für das KH planbarer und finanziell lukrativer ist als eine Spontangeburt.
die Karten sind für diese Schwangerschaft neu gemischt und es ist alles offen.

lg

Beitrag von claudia2708 25.03.10 - 22:11 Uhr

Ja, das dachte ich mir schon, deshalb versuche ich, nicht aus Angst schon dazu zu tendieren, sondern wie eigentlich meine Überzeugung ist, zu warten, bis es von selbst losgeht und dann zu sehen, wie es läuft... Mein Mann wird morgen auch dabei sein und das ist gut so... der ist da etwas rationaler und sagt klar: es ist erstmal nicht nötig, nen KS zu planen, so lange alles gut läuft!