Wie Mittelohrentzündung verhindern?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von wurmling 26.03.10 - 07:38 Uhr

...wenn das überhaupt geht.

Guten Morgen Ihr Lieben,

ich bin echt am Verzweifeln. Kurz zur Vorgeschichte. Meine Maus hat vermutlich eine zu große Rachenmandel und soll in ein paar Wochen (um ihren 2. Geburtstag herum) eine Überweisung zum HNO bekommen. Sie hat nun seit Januar Dauerschnupfen und bereits 2 MOEs in Folge gehabt. Die letzte ist gerade mal 2 Woche her. Nach der Behandlung war sie mal wieder richtig gesund und kommt natürlich prompt nach 2 Tagen Kita wieder mit Schnupfen nach Hause.:-[ Das Ende der Geschichte ist nun, dass sich der Schnupfen nachts so doll verfestigt, dass er sich mal wieder auf die Ohren legt und wir mit Sicherheit übers WE wieder mit einer MOE rechnen können. Das rechte Ohr scheint ihr schon etwas weh zu tun. Sie bekommt seit heute nun auch tagsüber Nasentropfen und ab heute gibt es auch noch Otovowen-Tropfen.

Kann ich noch etwas tun, um eine MOE zu verhindern? HILFE!!!!

LG und einen ruhigen Freitag
Dani und die arme kranke Maus

Beitrag von miau2 26.03.10 - 08:07 Uhr

Hi,
ich würde mich mal mit einem KiA unterhalten, der fit in Homöopathie ist.

Gerade bei MOE bzw. deren Verhinderung haben wir mit homöopathischer Hilfe (anderen Dingen als Otovowen, das ja auch schon oft gut hilft) sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch, wenn die Ohren schon rot waren und etwas weh taten - AB war seit wir da "unser" Mittel gefunden haben nicht mehr nötig, und unsere Kinder waren ziemlich anfällig dafür.

Was hilft kann halt individuell unterschiedlich sein. Bei uns ist es Pulsatilla (das ja zu den wenigen homöopathischen Mitteln gehört, die sogar ein "definiertes" Anwendungsgebiet haben, halt genau die Probleme mit den Ohren).

Wäre einen Versuch wert...

Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass die Ärzte beim Wochenend-Notdienst IMMER gleich mit AB "schießen". Irgendwo ja auch nachvollziehbar, sehen sie das Kind ja genau ein einziges Mal, können keinen Verlauf kontrollieren und auch nicht überwachen, wie zuverlässig die Eltern dabei sind.

Mein KiA ist da anders - der spart sich das AB lieber dafür auf, wenn es wirklich sein muss, was aber u. U. bedeutet, dass man mit kurzem Abstand mehrmals zur Kontrolle kommen muss.

Das soll heißen: wenn mein Kind freitags Ohrenschmerzen bekommt warte ich nicht ab, bis ich am WE evtl. zum Notdienst muss, sondern lass es am Freitag direkt nachgucken...wäre mir lieber.

Gegen festsitzenden Schnupfen hilft neben abschwellenden Nasentropfen auch Inhalieren (mit Kochsalz und Maske), eine aufgeschnittene Zwiebel neben das Bett und frische Luft.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von wurmling 26.03.10 - 08:23 Uhr

Habe gerade beim KIA angerufen. Mir wurde als Langzeittherapie erst mal Euphorbium empfohlen. Ich weiß schon, es ist ein Komplexmittel, aber vermutlich besser als dauernd Nasentropfen (so wie jetzt) zu geben. Persönliche Vorstellung habe ich mir gespart. Das soll jetzt nicht unverantwortlich klingen, aber ohne Fieber brauche ich nicht zum Arzt. Klingt jetzt blöd, oder? Wenn es doch akut wird, dann soll ich direkt zum HNO gehen, was wir dann auch machen werden (hoffe aber, dass es nicht soweit kommt).

Was das AB betrifft, muss ich meinen KIA verteidigen. Mein Hausarzt, der sehr gut ist, hat mir das ebenfalls bestätigt, dass AB verschrieben werden sollte, wenn außergewöhnliche Umstände wie Fieber über 39,5 °C vorliegen. Es handelt sich dann um eine bakterielle Infektion, die scheinbar nicht von allein ausheilt. Bei einer "normalen" MOE bekommt man das übliche wie Schmerzmittel und Nasentropfen (habe ich noch alles da vom letzten Mal).

Homöopathisch behandeln - ach wie schön wäre es, wenn es hier ein KIA gäbe, der davon Ahnung hat. Beim letzten Mal habe ich auch (nach seeeehr langen Recherchen) mit Pulsatilla behandelt, habe aber wg. der AB-Behandlung abgebrochen. In dem Fall zum Wohle meines Kindes, was starke Schmerzen und fast 40 °C Fieber hatte. Ich werde heute nochmals intensvi recherchieren, ob Pulsatilla auch dieses Mal passen würde. Und wenn ja, dann bekommt es meine Maus auch dieses Mal.

LG Dani

Beitrag von wemauchimmer 26.03.10 - 10:02 Uhr

Hi Dani,
eine MOE ist eine schmerzhafte Sache, und wegen der Gefahr von Hörschäden auch sehr ernstzunehmen. Da haben homöopathische Mittelchen nichts verloren.

Unsere Große neigt auch dazu, schnell MOEs zu bekommen.
Wenn es akut ist, helfen v.a. Nasenspray und Schlafen in möglichst kühler Umgebung (Keller...), in schlimmen Fällen und nach ärzlicher Indikation halt Antibiotika, aber meistens geht es ohne.
Zur Vorbeugung hat sich vor allem bewährt, peinlich genau darauf zu achten, daß sie nicht mit feuchten oder nassen Haaren herumläuft oder gar ins Bett geht. Also nach dem Baden immer ausführlichst Trockenföhnen.
Und sie sollten natürlich auch nicht in Zugluft schlafen.
So haben wir das inzwischen ganz gut in den Griff bekommen, nachdem wir eine Zeitlang dauernd damit zu kämpfen hatten.
LG und gute Besserung!

Beitrag von wurmling 26.03.10 - 10:31 Uhr

Ohja, ich kann mich noch an meine Kindheit mit den vielen MOEs und deren Folgen erinnern. Schrecklich. Deshalb will ich auch nicht rumdoktern.

Homöopathie finde ich persönlich toll und eine Bereicherung, aber verwende sie unterstützend und nicht ausschließlich. Wenn sie dazu beiträgt, zu helfen, dann setze ich sie auch ein. Z.B. hat die Homöopathie große Dienste bei Zahnungsbeschwerden geleistet. Ich würde aber nie auf die Idee kommen, das AB wegzulassen, wenn es notwendig ist und verschrieben wurde. Oder gar auf einen Arztbesuch bei akuten Sachen zu verzichten.

Beitrag von kirsten007 26.03.10 - 10:30 Uhr

Hallo Dani,

schau mal hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Akute_Mittelohrentz%C3%BCndung#Vorbeugung

Von inserem HNO Arzt habe ich den Tipp bekommen, die Kinder bei Erkältungen auf KEINEN Fall ausschnupfen zu lassen, DAS soll die MOE häufig hervorrufen.

LG und gute Besserung
Kirsten