Über Ki-Ärztin geärgert, sind die Ärzte denn nicht fürs stillen??

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von weddi73 26.03.10 - 08:33 Uhr

Hallo zusammen,

muss mir mal Luft machen: ich war gestern mit meinem Sohn Joshua zum impfen, er ist jetzt 18 Wochen alt. Es war eine andere Ärztin da als sonst, fand ich nicht dramatisch für eine Impfe... Habe ihn aber dann wiegen lassen: er hat in 3 Wochen knapp 300 gr zugenommen. Ich stille voll und es war nicht immer ganz einfach bei uns mit dem stillen. Ich wollte schon abstillen, aber wir haben uns durchgebissen und jetzt klappt es wieder einigermaßen - worauf ich echt stolz bin!!

Da sagt die Ärztin doch gestern glatt: ne, das ist zuwenig, wahrscheinlich reicht die Milch nicht, besser nur jede 2. Mahlzeit stillen und sonst Flasche!!! :-[

Ich bin fast hinten rüber gefallen, hat sich noch nicht mal erkundigt, wie es beim stillen läuft oder so. Eigentlich dachte ich, dass Ki-Ärzte doch eher fürs stillen sein sollten und das nicht so lapidar abtun sollten. Oder wenigsten versuchen sollten, das Stillen zu unterstützen?

Ich denke, 300 gr sind nicht zu wenig, da er ja erst seit ein paar Tagen wieder richtig trinkt und sowohl mein Mann als auch ich klein und zierlich sind - wo soll das Baby denn das her haben? Er wiegt 6.450 gr und ist 65 cm groß, das ist doch ok, oder?

Habe gestern erst noch mal dort angerufen und gesagt, dass ich nur noch von der anderen Ärztin behandelt werden möchte!! Bin echt sauer, vor allem wo ich doch eh schon so Schwierigkeiten mit dem Stillen habe mache ich mir jetzt voll die Gedanken, ob meine Milch noch reicht - habe die ganze Nacht kaum geschlafen, weil ich mich so geärgert habe und jetzt sooo unsicher bin, ob ich genug Milch habe... aber wenn er nicht satt würde, würde er sich doch melden, oder?

Danke fürs lesen,

liebe Grüsse von der zweifelnden Claudia

Beitrag von melanie-nicole74 26.03.10 - 08:52 Uhr

Hallo Claudia,
ging mir aehnlich. Maya wurde mit 4310 g geboren und ist seit gestern ein halbes Jahr alt. Letzte Woche bei der U5 wog sie 6900. Sie hat also auch nicht riesig viel zugenommen. War aber schon immer so und unsere KiA meinte ich solle zufuettern:-[
Was ich ablehne!!! Ein hunriges Baby schreit meiner Meinung nach also mach weiter und lass dich nicht verunsichern.
LG Melanie mit Maya

Beitrag von rmwib 26.03.10 - 08:54 Uhr

HUHU

Ich drück Dich mal. Gewicht und Größe passen prima zusammen. Láss Dich nicht verunsichern, wenn er trinkt und zufrieden ist, ist alles in Ordnung und ich find 100 g pro Woche in dem Alter ordentlich, das geht nachher nicht mehr so schnell wie am Anfang. ;-) und selbst wenn er dünn wäre, es gibt eben solche und solche Kinder. Mein Stillkind 18 Mon. wiegt immernoch genauso viel wie zur U6 vor über einem halben Jahr und ist locker 10 cm gewachsen. Er ist ein dünner Kerl aber ´kein Kind verhungert am gedeckten Tisch und schon gar nicht ohne ´vorher zu protestieren. Lass Dich nicht verunsichern, Du bist die Mama, Du weißt, was Deinem Kind gut tut. Und nicht irgendeine fremde Frau die das Kind aller paar Monate/Wochen mal zum Impfen sieht.

#liebdrueck#liebdrueck#liebdrueck

LG

Beitrag von goldengirl2009 26.03.10 - 09:15 Uhr

Mach Dir nicht so einen Kopf.
Als ich beim 1. Kinderarzt war wusse ich schon was ich mir anhören darf als ich all die schönen Plakate mit Babybildern drauf sah und dann das dicke fette Logo der Firma Hipp.
Und als besonderes Geschenk gab es dann ne Büchse für das Milchpulver,Produktproben und ne Babyflasche.

Soviel dazu,dass die Kinderärzte für das stillen sind.


Gruß

Beitrag von angelbeta 26.03.10 - 09:24 Uhr

Hallo,

oh ja das kenne ich....

unsere Geschichte.
Geburtsgewicht 3190 gr, Größe 52 cm

Angaben bei U3
Gewicht 3500 gr, Größe 53 cm (wobei das teil nicht richtig misst... bin ich mir sicher....)

Er meinte - oh das sei zu wenig - wieviel ich trinken würde...
ich dann 2 liter, oh das ist zu wenig, entweder sie erhöhen schlagartig ihre Trinkmenge aufs doppelte oder sie füttern zu....
so ich habe mich für ersteres entschieden, da ich nicht zufüttern wollte...

ich bin froh, dass der Arzt das stillen nicht komplett ablehnt - im gegenteil habe das gefühl, in der praxis sind sie eher stillfreundlich eingestellt...

schade, dass deine KiÄ antistillen eingestellt ist - denn zufüttern ist der anfang des Abstillens....

achso, und bei der U4 hatte meine Kleine dann schon 5 kg, also es geht bergauf auch ohne zufüttern....

viel glück weiterhin und lass dir das stillen nicht vermiesen....

Liebe grüsse,
angelbeta

Beitrag von sansta 26.03.10 - 09:36 Uhr

Hallo Claudia,

still weiter das ist alles OK, wenn er Hunger hat, dann meldet er sich.

Unser Kia ist ganz anders, ich kenne viele Mütter die nicht mehr hingehen, weil sie nicht stillten (bzw. nicht konnten) und sich deshalb mit Ihm in Haare gekommen sind....


VG Sandra

Beitrag von susasummer 26.03.10 - 10:38 Uhr

Wieviel Geburtsgewicht hatte er denn?
Ansonsten ist es doch super.Mein sohn hatte gestern mit 19 wochen 6150g und ist ca. 66cm groß.Aber er wird seit drei wochen leider nur noch morgens und zwischendurch gestillt,bekommt pre.Zugenommen hat er in den letzten 4 wochen so 420g.Laß dich nicht verrückt machen.Wenn die windeln ausreichend nass sind,wird die Milch auch reichen.
lg Julia

Beitrag von sabrinimaus 26.03.10 - 10:59 Uhr

Hallo!

ich kann nur von meiner momentanen Erfahrung berichten! Bei uns klappt es auch nicht richtig mit dem stillen...Das schlimme ist, dass sich meine Maus tatsächlich nicht wirklich meldet mit Hunger haben und bei nur stillen sogar abgenommen hat...ich möchte betonen, dass es nicht an meiner Milchmenge liegt! Die ist ausreichend da! Sie trinkt einfach nicht genug davon an der Brust! Meine Kinderärztin meinte, dass sie schon so 150-200gr. in der Woche zunehmen sollte und ich doch dann lieber Zufüttern sollte...jetzt pumoe ich ab und sie bekommt ein Fläschchen...wenn ich mal nicht zum pumpen gekommen bin, dann gibts Pre-Nahrung und siehe da, sie nimmt jetzt richtig gut zu...

LG Sabrina mit Viktor (3) und Rosalie (8 Wochen)

Beitrag von schwilis1 26.03.10 - 11:14 Uhr

300gramm in 3 wochen ist doch super... lass dich nicht aus dem konzept bringen. am anfang nehmen die kleinen rasend schnell zu bis zu nem gewissen grad.
Elias hatte die ersten wochen auch stets 250g die woche zugenommen und ich dachte ich hab bald ein michelin männchen hier sitzen. jetzt mit knapp 5 monaten und geschätzten 69cm wiegt er 6800 gramm, nimmt max 100g die woche zu (wenn überhaupt) und ist quietschfidel und ständig in bewegung (außer in diesem moment wo er friedlich schlafen tut)

Beitrag von coconutkiss169 26.03.10 - 11:45 Uhr

Ich gehöre hier ja eigentlich gar nicht mehr hin #hicks...

AAABER:

Während meinen Stillzeiten bin ich soooo oft verunsichert worden, sehr oft von Ärzten, dass ich dir jetzt einfach mal Mut zusprechen möchte.

Ich bin etwas aus der Übung, was die Zahlen angeht, ob das viel oder wenig ist. Aber ich rate dir einfach auf deinen Instinkt zu hören. Geht es dir und deinem Baby gut? Du merkst doch, wenn du es beobachtest, ob es aktiv ist oder kraftlos auf dem Boden liegt?

Meiner Meinung nach (natürlich aus der Ferne) orientieren sich viel zu viele Stillmamis nach den Zahlen. Das soll jetzt um Himmels willen nicht heissen, dass ihr die Waagen aus dem Fenster schmeissen sollt ;-) Aber hört doch mal ein bisschen auf euren Bauch und auf euer Herz. Ihr wollt euer Baby stillen und in der Umgebung gibt es IMMER Menschen, die meinen es besser zu wissen. Die Milch reicht nicht, das Baby wiegt zu wenig, da sind nicht genug Nährstoffe drin, wie lange denn noch stillen?.... #bla#bla#bla

Ich finde es toll, dass du kämpfst und nicht gleich die Flinte ins Korn wirfst. Lass dich nicht verunsichern!!!

Ganz liebe Grüße und einen schönen Tag #sonne!

(Meine Große habe ich 15 Monate gestillt, davon über 10 Monate voll und meine Kleine habe ich nach massiven Anfangsproblemen 2 1/2 Jahre gestillt)

Beitrag von weddi73 26.03.10 - 12:32 Uhr

... und sie war wunderbar zufrieden mit der Gewichtszunahme von 370 gr in 3 Wochen ;o))) Joshua hatte ein Geb-Gewicht von 3.230 gr und war 51 cm gross. Jetzt mit 18 Wochen wie gesagt 6.450 gr und 65 cm.

Jetzt bin ich auch beruhigt und habe in unsere Karteikarte vermerken lassen, dass wir nur noch zu dieser einen Ärztin gehen möchten. Dann brauche ich mich mit der anderen gar nicht mehr rum ärgern ;o))

Bin froh und werde so wie ihr es mir geraten habt nur auf mein Bauchgefühl hören, denn unserem Joshi geht es prima, er ist super lebendig (leider manchmal eher etwas viel), kann sich seit 2 Wochen schon vom Rücken auf den Bauch drehen und hat Spass und Freude. Also läuft doch alles prima!!! Echt blöd, wie man sich so verunsichern lassen kann - ärgere mich jetzt etwas über mich selbst...

Euch allen ein schönes WE,

liebe Grüsse, Claudia mit Joshua, der sich schon wieder auf den Bauch gedreht hat...

Beitrag von lucylou2005 26.03.10 - 14:51 Uhr

Hallo#sonne

also mein Arzt hat mich beim Stillen immer unterstützt wobei ich zugefüttert hätte wenn mein Arzt es mir geraten hätte. Das ist meine Meinung, jeder muss selbst wissen was er tut.
Meine Tochter hat bei 67cm knapp 7,5kg gewogen. Ich habe sie 7,5 Monate gestillt dann gabs Flasche und meine Tochter ging es beim Stillen super beim Fläschchen ebenso.
Hauptsache ist doch das die Kinder gut gedeihen.


LG