Zeckenimpfung bei Kleinkindern?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von kleinemaus873 26.03.10 - 08:47 Uhr

Hallo zusammen


Mein Freund und ich haben gestern abend geredet wann wir Lenny gegen Zecken impfen lassen sollten?

Wir wohnen in Bayern und direkt am Waldrand(und im nem Risikogebiet Zeckengebiet) Demnach sind wir viel im Wald und aufm Feld...

Nun hab ich ein bissl gegoogelt und da stand das es sehr gefährlich wäre?#kratz Kleinkinder impfen zu lassen? Wegen den Wirkstoffen?

Hat jemand im KLeinkinderalter Impfen lassen?


Wäre über eure Erfahrungen sehr dankbar...

Beitrag von sparrow1967 26.03.10 - 08:54 Uhr

Junior wurde - sofort als es möglich war- geimpft. Wir wohnen auch in Bayern und da wir eh ein Risikogebiet sind, hab ich es machen lassen. Wir und die beiden Großen sind übrigens schon lange geimpft.

Junior hatte keinerlei Nebenwirkungen.

sparrow

Beitrag von kleinemaus873 26.03.10 - 08:57 Uhr

Danke für deine Antwort. Ja da wir ja auch in nem Risikogebiet wohnen wollt ich es eigentlich mal mim KIA absprechen.

Lenny reagiert leider auf jede Impfung mit über 40°C und bei den letzten 2 sogar mit anfällen#schmoll


#danke nochmal :-)

Beitrag von babylove05 26.03.10 - 09:00 Uhr

Hallo

Also ich denke die gefahr die von einem Zeckenbiss kommen kann ist meist hoeher als die von dem Impfstoff..... Darian wurde anfang lezten Fruehling geimpft ... Ich fand es wichtig da wir auch zu dem zeitpunkt in Bayern gewohnt haben und 3 Katzen hatten die staendig zecken mit gebracht haben . Ausserdem bin ich ein natur Mensch und viel auf Wald und Wiesen unterwegs und so ist mein Sohn ...

Also mein Kidnerarzt meint das sobald sich die Kinder allein viel in Gras bewegen man lieber in Gefahren gebieten Impfen lassen sollte ( also soblad sie richtig laufen koennen )

Darian hat auch auf die Impfung nicht reagiert , bei keiner der spritzen auch nicht bei der Aufrischung

lg Martina

Beitrag von tragemama 26.03.10 - 09:06 Uhr

Kathrin wird heute (mit 2,5 Jahren) geimpft. Wir leben ebenfalls in Bayern, viele unserer Freunde wohnen in einem angrenzendem Risikogebiet, ebenso ein Teil der Verwandtschaft. Da sind wir häufig, ebenso ist Kathrin täglich lange draußen in Wald und Wiesen unterwegs.

Andrea

Beitrag von kyrilla 26.03.10 - 09:11 Uhr

Hallo,

erstmal: die Impfung ist nicht "gegen Zecken", sondern gegen FSME, die von Zecken übertragen werden KANN. Die Ansteckung mit FSME ist äußerst selten und heilt bei Kindern unter 14 Jahren grundsätzlich folgenlos aus. Selbst in Risikogebieten ist 0,2- 5 % der Zecken überhaupt FSME Überträger, nur 10 % der von infizierten Zecken gebissenen Patienten entwickelt überhaupt eine FSME.

Viel gefährlicher ist die ebenfalls über Zecken übertragene Borreliose, gegen die es aber keinen Impfschutz gibt (und die deshalb? immer etwas unter den Tisch fällt).

Es gab im letzten Jahr deutlich mehr Impfkomplikationen als Krankheitsfälle.

Für uns, unseren Haus- und unseren Kinderarzt ist es völlig klar, unter diesen Bedingungen niemanden in unserer Familie impfen zu lassen, trotz Hochrisikogebiet. Wir untersuchen uns und die Kinder nach einem Tag in der Natur gründlich und entfernen Zecken umgehend fachgerecht.

LG
Kyrilla

Beitrag von babylove05 26.03.10 - 09:31 Uhr

---Die Ansteckung mit FSME ist äußerst selten und heilt bei Kindern unter 14 Jahren grundsätzlich folgenlos aus---

Also ich weiss nicht wo du das her hast , ist aber leider absoulut falsch . Meine bekannte die ebenfals in Bayernwohnt hat im Bekanntenkreis ein Jungen der mit jahren an Hirnhautentzuendung nach einem Zeckenbiss erkrankt und heute schwer behindert ist .

lg Martina

Beitrag von tragemama 26.03.10 - 13:05 Uhr

FSME wird beim STICH der Zecke übertragen - da kannst Du absuchen und entfernen, wie Du willst, das ändert definitiv nichts.

Die Verlaufsschwere steigt mit dem Alter der Kinder an, soweit stimmt das schon. Es gibt aber nichtsdestotrotz immer wieder sehr schwer neurogolisch geschädigte Kinder durch FSME.

Es gibt definitiv keine ausreichenden Untersuchungen über die FSME-Durchseuchung in Risikogebieten, nur eine Statistik über gemeldete FSME-Erkrankungen. Die von Dir genannten Prozentzahlen sind also ebenfalls an den Haaren herbeigezogen.

Wenn Du das verantworten kannst, schön. Aber ich finde nicht richtig, mit falschen Tatsachen hier Anti-Impf-Propaganda zu betreiben.

"Es gab im letzten Jahr deutlich mehr Impfkomplikationen als Krankheitsfälle" - woher Du diese hanebüchene Behauptung hast, will ich gar nicht wissen. Einer seriösen Quelle ist das sicher nicht entnommen.

Andrea

Beitrag von kyrilla 26.03.10 - 20:21 Uhr

Liebe Andrea,

zur Durchseuchung der Zeckenpopulation siehe z.B.

Süss J, Schrader C, Falk U, Wohanka N: Tick-borne encephalitis (TBE) in Germany -- Epidemiological data, development of risk areas and virus prevalence in field-collected ticks and in ticks removed from humans. International Journal of Medical Microbiology Supplements 2004; 293 (Suppl. 37): 69-79

oder das Epidemiologische Bulletin des Robert Koch Instituts:

http://www.rki.de/cln_169/nn_467538/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2009/18__09,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/18_09.pdf

Gleicher Quelle kannst du die Zahl der Erkrankten im Jahr 2008 entnehmen, nämlich 288.
Gleiche Zahl nochmal:
http://www.dgk.de/fileadmin/user_upload/impfen/Zecken-Info-Tour/FSME-Faelle_pro_Bundesland.pdf

Mit ein bisschen Geduld und Klicken findest du beim PEI (Paul Ehrlich Institut) eine Auflistung aller Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen der FSME Impfung. Für das Jahr 2008 sind dort 352 Fälle gelistet. Als Laie, aber vielleicht kannst du als Arztgattin mich da verbessern, sind 352 mehr als 288. Möglicherweise könnten wir noch streiten über die Begrifflichkeit "Komplikation" und "Nebenwirkung".

Ich hoffe, dir sind die Quellen seriös genug.

LG
Kyrilla

Beitrag von nadinsche77 26.03.10 - 09:23 Uhr

Gegen Zecken kann man nicht impfen!

Man kann impfen gegen FSME. Das ist aber die seltenere der von Zecken übertragenen Krankheiten. Viel wahrscheinlicher ist es, dass Borreliose übertragen wird. Und gegen die kann man nicht impfen!!!

Mein Kinderarzt impft Kleinkinder nicht gegen FSME, weil es wohl heftige Nebenwirkungen gibt.

Und wegen der Borreliose muss man sowieso nach jedem Ausflug / Spaziergang die Kleinen gründlich absuchen und eventuelle Zecken schnell entfernen. Das ist der beste Schutz.

LG
Nadine

Beitrag von marlene75 26.03.10 - 10:23 Uhr

Hallo!
Also ich kann Dich nur endringlich bitte Deinen Sohne AUF GAR KEINEN FALL impfen zu lassen, wenn er sogar schon Anfälle wg anderer Impfungen bekommen hat!
Die FSME-Impfungen ist mit einer der schlechtverträglichsten.
Wenn Du in einem Risikogebiet lebst: wieviele Kinder in Deiner Umgebung haben Zecken, wieviele davon sind an Hirnhautenzündung erkrankt und/oder hatten Behinderungen in irgendeiner Art davongetragen?
Um ehrlich zu sein würde ich jeden Arzt der Deinem Kind nach solchen Reaktionen noch die FSME gibt, als verantwortungslos einstufen.
Ich verstehe, dass Du Angst um die Gesunheit Deines Kindes hattest, aber nach dem was ihr an Nebenwirkungen durchgemacht habt, ist es wohl eher durch weitere Impfungen denn durch Krankheiten gefährdet!
Ich kann Dir nur empfehlen mit Deinem Sohn zu einem Homöopathen zu gehen, der die Impfungen ausleitet.
Alles GUte und gute Besserung für Deinen Sohn
MArlene

Beitrag von loeckchen_2004 26.03.10 - 11:18 Uhr

Wir wohnen auch in Bayern und wir und unsere Große sind geimpft, die Kleine allerdings noch nicht.

Unser Kinderarzt impft gegen FSME auch erst ab 3 Jahren, wie die meisten Kinderärzte bei uns.

Beitrag von relaxing1977 26.03.10 - 17:41 Uhr

Hallo,

hab ich es richtig, dass dein Kind auch schon mal Anfälle hatte? Irgendwie habe ich deinen Usernamen im Kopf in diesem Zusammenhang.

Ich habe unserem Prof heute dieselbe Frage gestellt, weil mein Kleiner Epi hat und wir im Sommer nach Österreich in den Urlaub fahren. Er hat gesagt, dass wir nicht impfen dürfen!

Ich würde da noch einmal nachfragen.

Lg relaxing1977