Alternativen zur Zecken-Impfung! Was tut ihr?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von sarah1710 26.03.10 - 09:49 Uhr

Guten Morgen,

mich würden eure Alternativen zur Zeckenimpfung interessieren!
Wir wohnen in Schleswig-Holstein, also nicht wirklich im Risikobereich, dennoch hatte mein Sohn heute morgen eine Zecke im Windelbereich, sie krabbelte dort rum, sass noch nicht fest.

Bringen diese ganzen Cremes/Sprays irgendetwas?

LG
Sarah

Beitrag von nadinsche77 26.03.10 - 10:02 Uhr

Hallo Sarah,

jeden Abend gründlichst absuchen, eventuelle Zecken schnell entfernen. Wenn sich mal eine festgebissen hat: Stelle gut beobachten.

Außerdem: Bei Ausflügen / Spaziergängen im Gras möglichst lange Hosen tragen.

LG
Nadine

Beitrag von kathrincat 26.03.10 - 10:05 Uhr

die bringen schon was, aber sind halt nicht gesund, lass impfen. hilft zwar auch nicht gegen alles, aber besser als nichts.

Beitrag von marlene75 26.03.10 - 10:15 Uhr

Auch wenn hier zum Impfen geraten wird, lass es lieber beiben. Wer sich schlau macht und einliest, kann das nicht guten Gewissens seinem Kind antun (na da heben doch schon ein paar die Steine auf :-p).
Es gibt in der Apo einige gute Hilfsmittel de rein pflanzlich sind und nicht so chemische Keulen. Außerdem kannst Du Dich einlesen, worauf man achten soll, wenn sich eine ZEcke dann doch Mal festgebissen hat.
Die Krankheitserreger werden erst nach ca 12 Stunden vond er festgebissenen Zecke übertragen! Absuchen ist also ein guter Schutz!
Alles Gute
MArlene

Beitrag von maikiki31 26.03.10 - 10:39 Uhr

Hey,


es gibt in der Apo super Spray für Kinder das halt stundenlang. Die Arme und Beine und ein wenig die Kleidung einsprühen und dann raus. Und abens natürlich absuchen.

Lg Maike

Beitrag von fraukef 26.03.10 - 11:51 Uhr

Hallo Sarah

vorab - das Risikogebiet bezieht sich nicht auf ZECKEN - die gibt es überall - in Schleswig-Holstein, hier in NRW, und auch in Risikogebieten in Süddeutschland.

Es wird auch nicht gegen ZECKEN geimpft - wie soll das denn gehen? Sprich dein Kind kann auch dann eine festgesaugte Zecke haben, wenn es geimpft ist.

Geimpft wird gegen FSME. Das ist ein Virus, der zur Hirnhautentzündung führen kann. Ein geimpftes Kind ist dann gegen diesen Virus imun und kann den auch von einer infizierten Zecke im Fall eines Bisses nicht mehr übertragen bekommen. Und auf diese mit dem FSME - Virus infizierten Zecken bezieht sich auch das Risikogebiet. Die Zecke bei deinem Kind in SWH wird höchstwahrscheinlich nicht mit FSME infiziert gewesen sein - die Gefahr dass eine bayrische ZEcke damit infiziert gewesen wäre, wär deutlich höher.

Dass die Viren erst nach 12 Stunden übertragen werden, halte ich persönlich für HUMBUG (was machen die Viren denn dann in den ersten 12 Stunden? Warten vor der Bissstelle, bis sie in den menschlichen Körper wandern können???), dennoch brauchst du in SWH garantiert nicht gegen FSME impfen zu lassen.

Alternativer Schutz (da Zecken auch viele andere unschöne Krankheiten wie Borreliose übertragen können, gegen die man leider nicht impfen kann) ist in erster Linie LANGE KLEIDUNG! Auch wenn absuchen kein Shcutz ist, ist es nicht verkehrt und sollte auch durchgeführt werden. Die Zecken müssen ja auch irgendwann wieder vom Kind ab... Aber lange Kleidung und bei Wanderungen im hohen Gras die Strümpfe über die Hosenbeine ziehen, ist mit der effektivste Schutz!

LG
Frauke

Beitrag von marlene75 26.03.10 - 12:23 Uhr

Es wurde ja hier nicht nach Glaubensmeinungen sondern nach Fakten gefragt:

http://209.85.129.132/search?q=cache:OZ67BKwksowJ:de.wikipedia.org/wiki/Zeckenstich+wird+erst+stunden+nach+dem+zeckenbiss+%C3%BCbertragen&cd=2&hl=de&ct=clnk&gl=de

Sollte der Link nicht funktionieren: Wikipedia - Zeckenstich hilft bei Unwissen

Hier ein kleiner Auszug:

Erregerkreislauf [Bearbeiten]
Die Erreger, die sich bei einer infizierten Zecke in ihrem Darmtrakt befinden, werden nicht unbedingt sofort, sondern mitunter erst während des Saugaktes nach einigen Stunden (bei der Borreliose zum Beispiel in der Regel in einem Zeitfenster von 8 bis 24 Stunden nach dem Einstich) auf den Menschen übertragen. Deshalb ist auch eine möglichst rasche und vorsichtige Entfernung einer Zecke dringend angeraten

Beitrag von fraukef 26.03.10 - 12:33 Uhr

und um in deinem Zitat zu bleiben, was übrigens völlig richtig ist:

"Nicht unbedingt sofort, sondern mitunter erst nach einigen Stunden"

heißt übersetzt:

Es kann sein, dass es gut geht, es kann aber auch sehr viel schneller gehen!

Von 12 Stunden les ich da immer noch nix...

Davon abgesehen bin ja auch ich gegen eine Impfung in SWH und für ein Entfernen der Zecke - nur einen sicheren Schutz bietet das Entfernen der Zecke leider nicht...

Beitrag von nadinsche77 26.03.10 - 13:05 Uhr

Hallo!

Hier nochmal zwei Links, welche die These untermauern, dass die Erreger erst nach etwa 12-24 Stunden übergehen:

http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/vorsorge/risiko/fsme/borreliose_aid_21585.html

http://medizynicus.wordpress.com/2009/07/14/also-so-ist-das-mit-den-zecken-der-ultimative-ratgeber/

LG
Nadine

Beitrag von fraukef 26.03.10 - 14:15 Uhr

Lies mal die Kommentare zu dem 2. Link - da ist schon die Diskussion im Gange, wie lang die Zecke braucht um die Erreger zu übertragen.

Das ist genau das Dilemma - es ist nicht erwiesen - die fachlichen Meinungen gehen von "SOFORT BEIM BISS" bis hin zu "NACH 12 BIS 24 STUNDEN"

Ich würde es zumindest definitiv nicht ausschließen wollen, dass sofort beim Biss einige Erreger übertragen werden können - schließlich ist die ganze Zecke mit den Viren infiziert... Als einen sicheren Schutz kann man das daher wirklich NICHT bezeichnen!

Beitrag von sarah1710 26.03.10 - 13:17 Uhr

Hallo,

erstmal vielen Dank für eure Antworten.
Nun bin ich etwas verwirrt, denn mein Sohn wurde letzte Woche geimpft, einmal 6-Fach und gegen Hinrhautentzündung!

Handelt es sich dabei um die Impfung gegen dieses FSME?
Laut Impfpass wurde folgender Impfstoff verwendet: NeisVac-C

LG
Sarah



Beitrag von marlene75 26.03.10 - 14:09 Uhr

Das ist der Impfstoff gegen Meningokokken. Leider nur gegen den Erreger C. In Deutschland allerdings grasiert lediglich der Tyb B, gegen den es keinen Impfstoff gibt.