@SS-Diabetes : Langzeitzucker????

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von mosi83 26.03.10 - 10:02 Uhr

Hallo zusammen,

lese hier immer was von einem Langzeitzucker?
Kann das auch mein Hausarzt messen? Da wird dann Blut abgenommen oder? Was sind da normale Werte??
Ich messe momentan immer nüchtern, 1Std. nach Mittagessen und vor und 1Std. nach Abendessen.

Müsst ich da was merken wenn der Langzeitzucker nicht stimmt?

Danke schon mal und liebe Grüsse
Andrea (31.SSW)

Beitrag von m_sam 26.03.10 - 10:05 Uhr

Der Langzeitzucker ist ein "Querschnitt der letzten 3 Monate" und wird per Blutabnahme bestimmt.
Du selbst merkst nicht, ob der ok ist oder nicht. Spielt auch für die SS-Diabetes keine große Rolle.
In der 2. SS hatte ich einen Langzeitzuckertest und der fiel super aus.
Jetzt bei der 3. SS will der Diabetologe gar keinen Langzeitzucker mehr ermitteln, weil das tatsächlich völlig unerheblich ist.

Das gilt eher für die Typ II Diabetiker um zu prüfen, ob der Blutzucker über einen langen Zeitraum im Rahmen war.

LG Samy

Beitrag von mosi83 26.03.10 - 10:19 Uhr

Danke, dann muss ich mich jetzt deswegen also nicht auch noch verrückt machen...

Vielen Dank

Beitrag von jeannylie 26.03.10 - 10:35 Uhr

Hi,
ich weiß nicht was Du meinst.
Man kann natürlich "Langzeit" den Zucker messen, also z.B über Tage/ Wochen Profile erstellen..

Eventuell meinst Du aber auch den HbA1c-Wert?
Das ist ein Langzeit Zucker Wert, der quasi angibt wieviel Zucker sich ins "Blut" (eigentlich ans Hämoglobin) angelagert hat.

Ich kenne das nur bei "regulären" Diabetikern, ob das bei einem Gestations-Diabetes gemessen wird weiß ich nicht, denke aber mal das macht eher keinen Sinn, weil den HbA1c bestimmt man regelmäßig um z.B Gefäßschäden vorzubeugen und so besser steuern zu können.
Bei max. 9 Mon. Diabetes geht es ja mehr ums Kind...

LG
Jeannylie

Beitrag von miau2 26.03.10 - 10:44 Uhr

Hi,
bei mir wurde der Langzeitzucker regelmäßig vom Diabetologen bestimmt (da musste ich halt eh mit G-Diabetes regelmäßig hin).

Für die Einstellung mag der an sich keine Rolle spielen, bei meinem Diabetologen ist der aus einem ganz einfachen Grund Standard: Aufschreiben kann frau viel. Und das machen (seiner Erfahrung nach) auch viele Frauen: die Werte beschönigen. Weil sie keine Lust auf Insulin haben, keine Lust auf Diät, oder (häufige) Sünden verheimlichen wollen.

Und weil mein Diabetologe eben nicht alle Werte ausliest aus dem Gerät (selbst da würden ja vermutlich einige Wege finden, sich selbst und vor allem ihr Kind zu betrügen), sondern mit (m)einem Tagebuch arbeitet hat der den Langzeitzucker als Kontrollwert. Und würde dann schon etwas komisch gucken, wenn ich ihm Werte präsentiere, die immer ok sind, und der Langzeitzuckerwert ein ganz anderes Bild zeichnet.

Beim ersten Besuch (nach der Diagnose) wird der Wert auch noch gemessen um zu überprüfen, ob man schon länger deutlich erhöhte Werte hat oder eben die Diagnose rechtzeitig kam - ich hatte z.B. einen deutlich auffälligen Blutzuckerbelastungstest in der ersten Schwangerschaft, aber der Langzeitwert war gar nicht so schlecht - ein Indiz, dass ich zumindest nicht wochenlang mit permanent viel zu hohen Zuckerwerten herumgelaufen bin.

Merken tust du das nicht, genau so wenig wie du selbst ja merkst, wenn z.B. dein Wert nach dem Essen immer bei 160 liegen würde (zu niedrig merkt man irgendwann, zu hoch erst wenn es schon extrem ist).

Aber wenn alle deine Werte in Ordnung sind brauchst du dir wegen dem Langzeitwert auch keine Sorgen zu machen.

Viele Grüße
Miau2