Neurodermitis - und jetzt?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von viaja 26.03.10 - 11:29 Uhr

Hallo,

bei meinem knapp 4-jährigen Sohn wurde heute morgen Neurodermitis diagnostiziert. Er hat seit ca 14 Tagen erst an der einen Hand, dann an der anderen auch einen richtung arme zulaufenden Ausschlag. Heute hatten wir endlich Termin beim Hautarzt, er hat kurz draufgeschaut und hat dann gleich gesagt es sei Neurodermitis und mich gefragt ob er als Baby Milchschorf gehabt hätte, ja gut - ich dachte das hätten alle Babies...*grübel*? zumindest die gut 20 Kinder die ich schon seit Babyzeit kenne hatten ihn und haben keine N. Als ich dann noch sagte, dass ich Heuschnupfen habe, gab es nichts mehr zu rütteln. Die Diagnose steht! ich vermute auch dass er leider recht hat. Aber er meinte dann, dass man den Verlauf nicht vorhersehen könne und hat mir dann Kortisonsalbe und emulsion aufgeschrieben, die wir auftragen sollen bis es weg ist. Und damit waren wir drausen....


Ist die diagnose Neurodermitis wirklich so ratz fatz zu stellen. Kein Allergietest oder sonst was? Jetzt hab ich gelesen, dass man auch aufs Essen achten soll oder auf tierhaare, matratzen etc.....oder dass man auch homöopathisch behandeln kann. Oder dass es problematisch ist wenn man die kortisionsalbe zu früh absetzt......er hat auch nichts davon gesagt, dass wir zum kontrollieren kommen sollen.....??

Ist das normal oder soll ich mir eine zweite meinung einholen...ich hab zwar die diagnose, aber ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll???

Kann mir hier jemand einen rat geben?

Gru´ß
viaja

Beitrag von roterteufel 26.03.10 - 11:42 Uhr

Hallo Viaja,


wir haben das Problem schon länger mit der Neuro.
Aber unser Besuch beim Hautarzt gestaltete sich ähnlich.
Das Problem hat er schon recht früh entwickelt,
der Kinderarzt hat uns einfach immer vertröstet.

Wir behandeln Gott sei dank nicht mit Cortison.
Ich habe hier eine ganz tolle Apo, die haben mir
Avene Trixerá+ empfohlen. Damit arbeitet auch eine
Dortmunder Hautklinik. Wir haben damit super Erfahrung gemacht und sind immer noch zufrieden.
Alles weg.

Haben nen bissl auf Lebensmittel geachtet, unser Kind reagiert sehr stark auf Milchprodukte.

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

VLG

Roterteufel mit Jan

Beitrag von danni64 26.03.10 - 13:53 Uhr

Hallo,

stimmt,die Salbe benutze ich auch,wurde mir auch in unserer Stammapotheke empfohlen und sie ist echt klasse.

Nicht gerade billig,aber kommt man lange mit hin,weil sie sehr ergiebig ist.

LG Danni !!

Beitrag von bine3002 26.03.10 - 11:49 Uhr

Neurodermitis ist nicht immer allergisch bedingt, zumindest ist sie nicht durch einfache Allergietests feststellbar. Ich z. B. bekomme nur dann Ausschlag, wenn ich stark schwitze, sozusagen eine Autoimmunreaktion auf meinen eigenen Schweiss. Sowas gibt es offiziell aber wohl gar nicht und keiner kann mir sagen, warum das so ist.

Es ist jedenfalls so, dass Neurodermitis viele verschiedene Ursachen haben kann und demzufolge auch mit den unterschiedlichsten Cremes wieder wegzukriegen ist. Cortison bringt bei mir absolut gar nichts, ebenso irgendwelche teuren Emulsionen aus der Apotheke. Das einzige, was mir hilft ist kalt abwaschen und anschließend gut trocken tupfen. Das kostet nichts und hilft bestens.

Aber das musst Du probieren. Ich kann dir nur raten, erstmal Proben zu holen von potentiell tollen Emulsionen.

Beitrag von tinibo 26.03.10 - 12:13 Uhr

Hallo!

Unser Fynn hat seit seinem 18. Lebensmonat Neurodermitis. Hatten bis letztes Jahr auch schulmedizinisch behandeln lassen, hin und wieder Cortison-Cremes etc. Er hat leider auch seit seinem 2. Lebensjahr Heuschnupfen und letztes Frühjahr, als die Natur so explodierte, stand er total zu. Jedenfalls fand ich, es ist nicht gut, wenn die Kinder in dem Alter schon so viel Cortison-Cremes etc. bekommen und bin zu einer Homöopathin. Seit sie Fynn behandelt, hat er keine Probleme mit dem Heuschnupfen mehr gehabt und seine Haut war jetzt auch schon fast ein Jahr lang ohne Probleme. Also, ich würde immer wieder zu einem Homöopathen gehen, weil es ist nebenwirkungsfei und scheint ja auch zu helfen.

Liebe Grüße!
Tinibo!
#katze

Beitrag von tinar81 26.03.10 - 12:30 Uhr

Also Cortisonsalbe bitte nur im absoluten Notfall anwenden. Das ist dann ein Teufelskreis, weil die Haut durch das Cortison immer dünner wird und du dadurch immer öfter Neuro-Stellen hast und dann wieder Cortison raufschmierst etc.

Es gibt sehr gute Alternativen, die genauso helfen. Z.b. Salben mit Nachtkerzenöl wie bei EUBOS. Das ist auch sehr gut für Kinder - und Erwachsene.

Ich selber habe seit dem 2. LJ Neuro und habe lange Zeit sehr viel Cortison geschmiert und eingenommen. Seit der 2. SS habe ich jetzt - und das sind immerhin schon 2 Jahre her das ich die SS festgestellt hatte - kein Cortison mehr geschmiert, sondern nur noch alternativ behandelt. Ich achte auch nicht allzu sehr auf Lebensmittel und Tierhaare (ausser Haare von Siamkatzen, die lassen mich wahnsinnig werden!!!!).

Achja, das mit dem Milchschorf ist KEIN Hinweis. Ich selber hatte als Kind laut meiner Mama nie Milchschorf und hab sehr früh Neuro gekriegt - meine Kinder hatten beide Schorf und Sebastian ist 4,5 und hat immer noch Stellenweise was - aber Hauttechnisch sind sie beide TOP.

LG Martina

Beitrag von danni64 26.03.10 - 13:49 Uhr

Hallo Viaja,

ein klares Nein,die Diagnose ist so einfach nicht zu stellen und ich sage dir auch warum.

Ich hatte das mit meinem grossen Sohn,da war er so 6 Jahre alt.

Er bekam mit einem Mal Ausschlag,genauso wie dein Junge an den Armen. Ich zum Hautarzt, Diagnose : Neurodermitis.

Das war es aber nicht,denn er hatte eine Gräserpollenallergie und im ersten Jahr machte die sich auch mit diesem Ausschlag bemerkbar. Er bekam diesen Ausschlag nie wieder.
Da du unter Heuschnupfen leidest,liegt es nahe,dass dein Sohn auch eine Pollenallergie hat. Zudem passt es zeitlich,denn seit 14 Tagen haben wir wärmeres Wetter und die Pollen fliegen. Im Moment fliegen Erlen-und Birkenpollen,wenn ich mich recht erinnere.Und wie gesagt,der Beginn einer Allergie kann sich auch an der Haut zeigen.

Zudem hört sich Neurodermitis immer schlimm an,heisst aber "nur" veränderte Haut.Es ist also eine Hauterkrankung und die nennt man Neurodermitis.

Benutze die Salbe,so lange es so schlimm ist und dann würde ich es absetzen und weiter schauen,ob es wieder kommt.

Schaue dich nach einem Arzt um,oft machen es Lungenspezialisten und lasse einen Atemallergietest machen.Da müssen die Kinder Pollen einatmen und der Arzt kann dann sehen,ob dein Junge drauf reagiert.

Eine echte Neurodermitis ist schlimmer und am meisten leiden die Kinder im Winter. Ich weiss es,weil meine beiden Zwerge eine leichte Form der Neurodermtis haben und ihre Haut ist im Winter rauh und trocken.Bei dem jetzigen Wetter wird die Haut besser.
Sie haben es dann an den Armen und Beinen richtig trocken.Meine Kleine hat es etwas doller,denn bei ihr sind auch Bauch und Rücken betroffen.

Ich hoffe,ich konnte dir weiter helfen und ein wenig Panik nehmen ;-) !!

LG Danni #herzlich !!

Beitrag von zickl2000 26.03.10 - 21:30 Uhr

Hallo,
Ärzte machen sich das echt einfach. Pascal hatte schon als Baby ca. 6 Monate lang einen Fleck im Gesicht. Manchmal wurde auch die andere Wange rot. Beim Arst bekamen wir Salbe, desinfizierende Salbe, Pilzsalbe, Kortisonsalbe, Antibiotika. Und natürlich die Diagnose Neurodermitis.. Bis auf die Kortisonsalbe habe ich alles brav probiert, aber nix half. Dann bin ich mit ihm zum Heilpraktiker, der mit ihm eine Leber- und Gallenreinigung gemacht hat (völlig schmerzfrei und unschädlich)...nach 2 Wochen war seine Haut superzart. Nun hat er hin und wieder an Händen und Füßen Probleme....innendrin saubermachen beim Heilpraktiker und gut ist es....
Was ich Dir sagen will... Neurodermitis kann eigentlich nur vom Kopf kommen...Neuro eben..alles andere hat andere Ursachen wie Allergien, oder eben Schadstoffe im Körper etc.
An Deiner Stelle würde ich vor der Kortisonsalbe erstmal einen Homöopathen oder einen Heilpraktiker aufsuchen.
Kortison würde ich nur im absoluten Notfall geben, wenn er sich blutig kratzt o.ä. Und selbst dann kannst Du auch noch auf Salben wie Anästesin (wird bei Windpocken gegeben) zurückgreifen.
lg
Nicole

Beitrag von viaja 27.03.10 - 09:00 Uhr

vielen Dank für eure Antworten....ich hatte gestern noch ein Telefonat mit unserem Kinderarzt, der auch mit dieser Hau-Ruck-Diagnose nicht zufrieden war und auch von der Cortisonsalbe abriet. Er hat mir die nr von einer hautärztin die nicht so Cortisonorientiert arbeitet gegeben, dort werde ich mir auf alle Fälle eine Zweitmeinung einholen.

Vielen Dank übrigens für den Tipp, dass sich Pollenallergien auch über die Haut zeigen können - das wusste ich noch nicht.

Das mit dem Heilpraktiker habe ich auch schon im Hinterkopf abgespeichert.

Grüße
viaja

Beitrag von komaxl 16.12.10 - 11:43 Uhr

Hallo, ich habe Ihren Bericht gelesen. Kortison wird ja sehr schnell eingesetzt. Es gibt auch sehr gute Produkte ohne Kortison, die auch für Kleinkinder geeignet sind, aber die Kasse nicht bezahlt. Ein Beispiel ist die Marleen Pflegecreme. Diese erhalten Sie in der Apotheke. Die PZN lautet 7717617. Ein Versuch ist die Creme wert. Ich hatte damit sehr gute Erfahrungen. Ich hatte furchtbaren Juckreiz, der war innerhalb von einer Stunde weg. Alles Gute komaxl