einpsurch gegen steuerbescheid-finanzamt ragierte nicht-nun mahnung

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Beitrag von jayda2009 26.03.10 - 16:50 Uhr

hallo

am 02.02.2010 haben wir vom finanzamt eine dicke nachzahlung erhalten. den fehler hatten wir umgehend bemerkt, da wir in der lohnsteuererklärung einen fehler hatten. ich habe dann gleich ein schreiben aufgesetzt mit einspruch gegen den bescheid und der revidierten lohnsteueerklärung und begründung hierzu. bis heute haben wir auf post vom amt gewartet.

heute erhalten wir nun eine mahnung von der steuerverwaltung da wir nun innerhalb einer woche zahlen sollen?! es wurde werde auf unsere revidierte steuerklärung noch auf den einspruch reagiert? ist das rechtens? vorallem da die nachzahlung wie gesagt nicht richtig ist und wir auch umgehend darauf reagiert haben. habe zig mal beim finanzamt angerufen und niemanden als den ab dranbekommen.:-[
:-[
könnte mich grade tierisch aufregen.

lg jayda

Beitrag von seikon 26.03.10 - 17:06 Uhr

Also ihr müsst was an das Finanzamt nachzahlen, weil ihr einen Fehler in eurer Steuererklärung hattet?
Jetzt hast du nicht gezahlt und Widerspruch eingelegt, weil ihr eigentlich was wieder bekommen müsstet, bzw. wesentlich weniger nachzahlen?


Also so weit ich weiss ist der erteilte Steuerbescheid erst mal rechtskräftig und ihr müsst zahlen. Einen Widerspruch könnt/dürft ihr natürlich einlegen. Das entbindet euch aber nicht davon erst mal zu zahlen. Zumal der Fehler ja bei euch lag und nicht beim FA.

Ich denke du wirst erstmal zahlen müssen und dann warten, bis der korrigierte Bescheid raus ist und ihr dann auf eine Rückerstattung warten müsst. Ansonsten kann das FA auch mal ganz schnell unangenehm werden.

Beitrag von sassi31 26.03.10 - 17:51 Uhr

Hallo,

haben die deinen Einspruch auch ganz sicher erhalten? Hast du das per Einschreiben mit Rückschein verschickt?

Gruß
Sassi

Beitrag von nick71 26.03.10 - 17:52 Uhr

"ist das rechtens?"

Sofern ihr mit eurem Einspruch keinen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung gestellt habt, ist das korrekt. Der Einspruch hat keine aufschiebende Wirkung, was die Forderung betrifft. Also zahlen...und dann am besten beim FA erkundigen, ob der Einspruch eingegangen ist bzw. wann ihr mit dessen Berabeitung rechnen könnt.

Beitrag von kati543 26.03.10 - 18:21 Uhr

Du hast einen Fehler gemacht und solltest dich über dich aufregen. Du musst natürlich noch das Aussetzen der Vollziehung beantragen. Allerdings solltest du dabei wissen, dass falls das FA zum Schluß meint, ihr müsstet doch zahlen, werden Zinsen fällig.
Solange jedenfalls der alte Steuerbescheid nicht revidiert wurde, ist er gültig und du musst zahlen.

Beitrag von king.with.deckchair 26.03.10 - 18:34 Uhr

"es wurde werde auf unsere revidierte steuerklärung noch auf den einspruch reagiert? ist das rechtens?"

Ja. Ein Einspruch setzt einen Bescheid erstmal NICHT außer Vollzug. Das heißt, so lange über den Einspruch nicht entschieden wurde, bleibt die Forderung an Euch bestehen.

Beitrag von jayda2009 26.03.10 - 19:15 Uhr

aber wir haben die steuererklärung zum ersten malalsverheiratete abgegeben und ichhabe mich vergessen mit anzugeben (bin zuhause lohnsteuerkl. 5 mein mann 3)

jetzt haben sie meinen mannin die 1 eingestuft, weil aus der lohnsteuererklärung nicht hervorgeht, dass er wie gesagt schon längst verheiratet war und nicht mehr in der 1 ist. dassind mehrals 3000€ nachzahlungen.

ich habe dann wie gesagt die steuererklärung gleich nochmals abgegebn mit einspruch usw. und es kam nichts zurück nur heut die mahnung. es kann einen doch mal ein fehler unterlaufen? also müssenwir die 3000€ jetzt einfach so zahlen ohne grund?

Beitrag von king.with.deckchair 26.03.10 - 19:24 Uhr

Was war an den bisherigen Erklärungen denn bitteschön nicht zu verstehen?!

Ihr hättet die Aussetzung der Vollziehung beantragen müssen und solange über den Einspruch nicht zu Euren Gunsten entschieden wurde, ist der Bescheid in der Welt und kann vollzogen werden = die Forderung steht erst mal so und ist zu begleichen.

Wenn ihr nun zahlt und der Einspruch wird positiv entschieden, dann kommt das Geld an Euch zurück. Ob man die Aussetzung der Vollziehung auch jetzt noch beantragen kann, weiß ich nicht, das weiß aber sicher das Finanzamt Eures Vertrauens.

"es kann einen doch mal ein fehler unterlaufen?"

Sicher. Aber trotzdem sind vorgeschriebene Rechtswege einzuhalten. Es heißt ja nicht, dass ihr das Geld generell zahlen müsst. Tipp: Erwachsener werden, erwachsener und rationaler an die Dinge rangehen, erwachsener Sachverhalte begreifen, erwachsener argumentieren. Nicht "Wuäh, die sin' so gemein, es kann doch mal ein Fehler passieren, wuäh #heul.", sondern "Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit beantragen wir auf Grund unseres Einspruchs vom ... die Aussetzung der Vollziehung Ihres Bescheides vom, hilfsweise die Stundung der genannten Forderung in Höhe von und Möglichkeit der Zahlung von Raten in Höhe von ... im Monat." Sollten die auf Zahlung bestehen, überweist mit dem Hinweis "unter Vorbehalt" und wartet die Entscheidung über den Einspruch ab.

So würde ich es zumindest machen.

Beitrag von windsbraut69 27.03.10 - 06:42 Uhr

"die Aussetzung der Vollziehung Ihres Bescheides vom, hilfsweise die Stundung der genannten Forderung in Höhe von und Möglichkeit der Zahlung von Raten in Höhe von ... im Monat." Sollten die auf Zahlung bestehen, überweist mit dem Hinweis "unter Vorbehalt" und wartet die Entscheidung über den Einspruch ab. "

Jepp.
Das wäre eine Lösung (gewesen). Den Teil hatte ich vergessen.
Zu erwarten, dass die neue Erklärung jetzt bevorzugt behandelt wird, war bisschen naiv.

Gruß,

W

Beitrag von susannea 26.03.10 - 19:30 Uhr

Ja, das muss erstmal gezahlt werden. Der Grund ist, dass dies so aus eurer Steuererklärung errechnet wurde. Du bekommst sie dann später erstattet.

Das nächste Mal passt du einfach besser auf, dann müßt ihr auch nicht soviel erstmal zahlen!

Beitrag von jayda2009 26.03.10 - 20:00 Uhr

wir haben keine 3000€...:-(

Beitrag von susannea 26.03.10 - 20:12 Uhr

Dann musst du evtl. die Aussetzung des Vollzuges beantragen.

Beitrag von jayda2009 26.03.10 - 20:49 Uhr

wohin sende ich dennden antrag da wir die mahnung nun vom finanzamt in lüneburg bekommen haben,obwohl wir in delmenhorstleben??? dahin geht wohl die zahlung??? schicke ich also den antrag dorthin oder in das finanzamt unserer stadt?

Beitrag von susannea 26.03.10 - 21:31 Uhr

ICh würde beim Finanzamt dort oder bei euch anrufen und nachfragen und evtl. da schon telefonisch was versuchen zu klären.

Beitrag von jayda2009 26.03.10 - 21:32 Uhr

danke, ich werde es gleich montag nochmal versuchen.

Beitrag von windsbraut69 27.03.10 - 06:44 Uhr

Ruf dort an.
Das hättet Ihr schon im Februar tun sollen!
Ob Ihr jetzt überhaupt noch eine Aussetzung bzw. Stundung beantragen könnt, ist noch die Frage.
Das Finanzamt fackelt nicht lange und pfändet recht schnell Konten usw.

Gruß,

W

Beitrag von windsbraut69 27.03.10 - 06:40 Uhr

Lest Euch den Bescheid, bzw. das Kleingedruckte mal in Ruhe durch.
Da steht m. E. genau erläutert, dass Ein Widerspruch die Wirkung des Bescheides NICHT aufhebt.
Ihr müßt also erstmal zahlen und bekommt dann ggf. etwas zurück erstattet, wenn Eure korrigierte Erklärung bearbeitet ist.
Ihr könnt doch nicht davon ausgehen, dass Eure Korrektur vorrangig bearbeitet wird, die haben ja noch andere Vorgänge dort zu bearbeiten und es war zudem noch Eure Fehler!

Ihr müßt das Geld nicht "ohne Grund" zahlen, sondern, weil durch Euren (gravierenden) Fehler dieser Bescheid zustande kam!

Gruß,

W

Beitrag von tve 27.03.10 - 07:42 Uhr

Einspruch, bzw. Widerspruch setzt nicht die Zahlungspflicht und Vollstreckung aus, deutsche Behörden kassieren liebend gerne Geld, auch wenn es ihnen nicht zusteht, davon weichen sie nicht ab und wenn es dann vor Gericht, oder wo auch immer geklärt ist, dann kannst meistens noch warten, bis Du Dein Geld wieder hast.

Beitrag von nick71 27.03.10 - 08:23 Uhr

"deutsche Behörden kassieren liebend gerne Geld, auch wenn es ihnen nicht zusteht, davon weichen sie nicht ab"

Ich weiß nicht, ob man dem Finanzamt in so einem Fall einen Vorwurf daraus machen kann, dass es auf seiner Forderung besteht. Der Steuerbescheid ist (davon gehe ich zumindest aus) aufgrund der Angaben korrekt...und der Fehler liegt hier nun mal eindeutig bei den Steuerpflichtigen. Ist ärgerlich, aber dann muss man halt beim nächsten Mal besser aufpassen bzw. vor der Abgabe jemanden auf die Steuererklärung schauen lassen, der sich damit auskennt.

Beitrag von windsbraut69 27.03.10 - 08:49 Uhr

Was kann das Finanzamt denn dafür, wenn man einen solchen Fehler macht?

Das ist doch wirklich selbst verschuldet in diesem Fall UND hätten sie zumindest nach dem Bescheid korrekt reagiert, hätten sie auch nicht gleich zahlen müssen.