wie soll ich ihm weiter vertrauen-wo wird das enden?

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von von der Seele schreiben 26.03.10 - 20:14 Uhr

Hallo,
ich denke es wird ein bischen länger werden, warne schon mal vor-versuche mich aber kurz zu halten.

So: es geht um meinen Mann - der hat ein ziemliches Alkoholproblem, was hier im Dorf (tolles Gerede) auch schon gut bekannt ist.
Nur ich blöde Kuh, wollte es mal wieder nicht so richtig wahr haben.
Wir haben 2 Kinder (7+2 Jahre). Mein Mann hat schon öfters ziemlich Stress mit dem Großen-Diskussionen etc. behandelt ihn wie einen 12 Jährigen bzw. Verlangt oft schon Verständnis für einige Sachen, die (nicht nur ich) eigentlich für ihn noch nicht sooo verständlich sind.
Es war jetzt schon so weit, dass der Große sich bei meiner Cousine und bei meiner Mama "ausgekotzt" hat, dass er schon gar nicht mehr nach Hause mag, wenn ich (ab und zu) mal arbeiten gehe, da mein Mann sowieso nur mit ihm rummeckert und er immer auf sein Zimmer geschickt wird.
Jedenfalls hab ich auf gutes Zureden und endlich begreifend, dass es so nicht mehr weitergehen kann, die Kinder vor 2 Wochen ausquartiert und meinem Mann alles gesagt, was hier geredet wird, dass es so nicht mehr geht, wegen dem Alkohol und mit dem Großen und und und.

DER HAT VIELLEICHT BLÖD GEGUCKT. HAT AUCH NIX ABGESTRITTEN!

Dann hat er bis letzten Freitag fast nur das Nötigste mit mir gesprochen, bzw. auch mit den Kindern und dann kam er an und hat sich bei mir "ausgeheult", dass ich/wir ja mit ALLEM Recht haben und dass er aber nicht weiß, was er amchen soll.

Wir haben lange geredet.
Er war am Montag bei seinem langjährigen/vertrauten Hausarzt und hat dem wohl alles erzählt und da um Hilfe gebeten.
Der hat ihm am Dienstag Blut abgenommen und wollte ihm daraufhin wohl Tabletten geben.
Die Hauptergebnisse warenheute noch nicht da, nur vom kl. Blutbild und dass er wohl hoch Zucker hätte ???
Aber das ist Nebensache.

Jedenfalls merke ich jeden Tag, dass er (natürlich) jeden Tag heimlich weiter trinkt.
Meint er ich merke das nicht? Ich hab ihm das gesagt, dass ich das merke. Das ich das nicht dulde, vor allen Dingen auch der Kinder wegen nicht.
Dazu kommt und das weiß er auch, dass ich bis vor gut 5 1/2 Jahren schon einen Expartner hatte, der getrunken hat.
Ich kann damit einfach nicht umgehen.
Frage mich einfach ob das gut geht.
Nun hat sein Doc erst mal bis nach Ostern Urlaub, somit erst dann evtl. Tabletten und Ergebnisse, was jetzt weiter passiert.
Ich soll über Ostern fast ejden Tag arbeiten.
Meine Mutter, die von Allem weiß, versucht zwar die Kinder fast immer zu nehmen, aber sie hat auch nicht immer Zeit.,
Ich hab ein richtiger "Ekelgefühl" vor meinem Mann, wenn ich die "Fahne" bei ihm schon wieder rieche.
Er will zudem auch immer wieder Nähe.
Was soll ich bloß tun?
Bin eigentlich fertig mit den Nerven, will mir aber vor den Kindern auch nix anmerken lassen.

Wir haben auch darüber gesprochen, dass wenn er das Alkoholproblem annähernd im Griff hat, woran ich auch noch ziemlich zweifel, dass das alles so einfach ist, da einfach so Tabletten zu nehmen und alles ist gut ???????????
Jedenfalls, hab ich ihm gesagt, ich würde auch mitkommen zum Doc und WIR müssten/sollten dann auch noch eine Familen- und/oder Ehetherapie machen.

Aber solange ich nicht weiß, dass das mit den Tabletten klappt.....
Ich bin einfach nur verzweifelt, weiß nicht wie das so weitergehen soll....


Beitrag von danja1983 26.03.10 - 20:30 Uhr

Hallo,

was ist den das für ein Arzt?
Dann gäbe es sicherlich keine Alkoholiker mehr wenn man das mit Tabletten beseitigen könnte.
Er muß zur Entgiftung und dann zur Therapie, sicherlich stationär.
Ich nehme an er hat seinem Hausarzt gar nichts gesagt und wird nur wegen dem Zucker behandelt.

LG
Dani

Beitrag von witch71 26.03.10 - 22:11 Uhr

Ich denke, der Arzt sprach von Campral, einem Medikament, das in einer Übergangsphase bis zum Therapieplatz dem Süchtigen helfen kann, die Gier nach Alk zu lindern.

Beitrag von danja1983 26.03.10 - 22:24 Uhr

So gut kenne ich mich da nicht aus, das Mittel scheint ja nicht ohne zu sein(hab mal gegoggelt).
Also ich würde mich da mal an eine Beratungsstelle wenden, die kennen sich sicherlich besser aus als ein Hausarzt.

Beitrag von bibi28 27.03.10 - 04:00 Uhr

Hallo witch,
den Namen des Medikamentes hat er ihm nicht genannt und von einer Therapie / Entgiftung hat der Arzt gar nicht gesagt.
Gruß.
Bianca, die nicht schlafen kann....

Beitrag von nick71 27.03.10 - 08:10 Uhr

"von einer Therapie / Entgiftung hat der Arzt gar nicht gesagt."

Ohne Entgiftung und (noch viel wichtiger) anschließender Therapie wird dein Mann nicht vom Alk loskommen.

Ich bin mir aber auch gar nicht sicher, ob er überhaupt dahintersteht. Natürlich hat er den "ersten Schritt" getan (sofern er dem Arzt tatsächlich von seinem Alkoholproblem erzählt hat), aber was danach kommt, ist ja noch um einiges härter.

Beitrag von sharizah 27.03.10 - 05:05 Uhr

Vergiss ihn und alle Alkoholiker. Die müssen erstmal selbst mit ihrem Leben klar kommen, sonst reißen sie dich mit ihnen ins Verderben. Ich sprech da aus Erfahrung ;)