blw- wie gehts später weiter?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von katertier1000 26.03.10 - 20:31 Uhr

Hallo,
seit einiger Zeit kommt unsere Maus in den Genuss von blw. Es ist herrlich, ihr dabei zuzuschauen!
Nun hab ich aber eine Frage an die Eltern, die schon ältere blw-Kinder haben. wie bringt man denen denn später bei, dass sie eben NICHT mehr mit dem Essen rumspielen oder gibt sich das von alleine?

Zweite Frage: Da man bei blw ja um einiges länger stillt als gewöhnlich, was geschieht, wenn man wieder schwanger wird, das erste Kind aber noch gestillt wird? Bekommt das zweite Baby trotzdem Vormilch oder muss es dann mit der Milch für ältere Kinder klarkommen? Oder wird die Milch "wie neu" und das ältere kind bekommt dann die "Babymilch"?

Ich danke euch schonmal und hoffe auf Tipps.
Liebe Grüße das Katertier

Beitrag von taewaka 26.03.10 - 20:57 Uhr

finde ich ganz schön schräg, plötzlich liest man überall etwas von baby led weaning ... hier bei urbia gibt es einen club dazu.
ich persönlich würde mich aber einer guten stillgruppe anschließen oder wenigstens eine stillberaterin kontaktieren, die kann dir etwas fundierte auf deine fragen antworten.

etwas bauchgrummeln bekomme ich, wenn nämlich manchmal anstatt einer verantwortungsvollen beikosteinführung, einfach weitergestillt wird im glauben MuMi reicht ewig.
bei uns hat das damals geklappt, aber ich habe leider auch schon andere fälle erlebt.

von daher:
meine kinder durften essen erleben, für mich war das kein spielen, sondern ein erforschen. "spielen" hat in allgemeinen sprachgebrauch so etwas beliebiges und unnötiges. irgendwann war das thema für meine kinder durch und vor allem hatte ich einfach auch irgendwann das gefühl, dass sie sich an die regeln des essens halten können ... ohne dabei eingeschränkt zu sein im erkunden ihrer umwelt. das war nach dem ersten geburtstag.

wenn eine frau stillend schwanger wird gibt es unterschiedliche verläufe ... die eine stillt durch, die nächste stillt trocken durch, bei der nächsten stillt das erstgeborene während der schwangerschaft ab, oder die schwangere stillt aktiv ab oder oder ... ich kenne da die unterschiedlichsten verläufe.

die milch stellt sich auf das neue baby ein, d.h. die milch verändert sich bezogen auf die erneute schwangerschaft.

aber auch hier sind stillgruppen und stillberaterinnen tolle ansprechpartnerinnen, da sie mit vielen frauen kontakt haben.
guck doch mal auf der seite der la leche liga

lg

Beitrag von hej-da 26.03.10 - 21:14 Uhr

Hallo!

Ich habe mal eine Frage zu deiner Antwort;-)

"etwas bauchgrummeln bekomme ich, wenn nämlich manchmal anstatt einer verantwortungsvollen beikosteinführung, einfach weitergestillt wird im glauben MuMi reicht ewig.
bei uns hat das damals geklappt, aber ich habe leider auch schon andere fälle erlebt. "

Wie meinst du das? Warum sollte BLW und Stillen nicht reichen?
MuMi hat doch mehr Kalorien als Brei?!#kratz
Was ist denn bei den anderen Fällen passiert?

GLG

Beitrag von widowwadman 27.03.10 - 13:21 Uhr

Eben, Stillen und BLW reicht voellig aus. Den Krampf mit dem Brei muss man sich nicht geben wenn man nicht moechte.

Beitrag von taewaka 27.03.10 - 23:01 Uhr

hi,

es gibt mütter die sehr engagiert das vollstillen weiterführen, bei einem baby das sehr zaghaft nach beikost verlangt.

ich selber habe ein kind, das kein interesse an beikost hatte (zwei kinder ohne brei groß bekommen, wobei es damals noch nicht BLW hieß), d.h. es hat 12 bzw. 15 monate nahezu (d.h. in einer woche fünf nudeln und ein biss banane) voll gestillt. es war zum glück motorisch sehr weit entwickelt und vom gewicht sehr gut drauf, sodass es keine bedenken gab. auch ein eisentest mit 24 monaten war positiv.

ich kenne aber babys, die beikost aufgrund eines eisens- und b12-mangels verweigert haben und aus einem anderen forum mütter, die durchaus bei einem test mit acht monaten festgestellten, dass die babys eisenmangel hatten.

früher wurde die beikosteinführung verfrüht und sehr massiv vorgenommen, mittlerweile gibt es kreise in denen es "cool" ist so lange wie möglich "voll" zu stillen bzw. auf die eigenaktivität des babys zu vertrauen und sich sehr passiv zu verhalten was beikost betrifft.

ich denke in der mitte liegt der weg und daher habe ich geschrieben "verantwortungsvoll".

lg

Beitrag von hej-da 28.03.10 - 13:47 Uhr

#danke

Beitrag von katertier1000 28.03.10 - 16:08 Uhr

Hallo taewaka,
nee, ich mach das nicht, weil ichs cool finde, ich möchte auch nicht unbedingt voll stillen bis unsere Maus in den Kiga kommt, das auf keinen Fall. Sie wird nächste Woche aber grad mal 7 Monate alt, da mach ich mir noch keine Gedanken, ob und wieviel sie an normalem Futter verspeist, aber ich denke, das sehen wir beide ähnlich, oder?
Sie bekommt einfach jedes Mal was angeboten, wenn wir essen und wehe wir vergessen das mal, hui, dann holt sie sichs selbst. #mampf
Schönen Sonntag noch! #blume

Beitrag von mondwichteline 26.03.10 - 22:24 Uhr

Huhu

bei meinen Kids hatte sich das von alleine gegeben da sie ja wie Mama und Papa auch mit Messer und Gabel essen wollen ab und an nimmt meine Tochter (2) noch die Finger um die Erbse die nicht auf die Gabel möchte draufzustecken

ich habe auch im Tandem gestillt aber mein großer hatte die brüste von Anfang an "verteilt" eine für ihn eine für seinen Bruder somit hatte ich mir dadrüber nie Gedanken gemacht

Beitrag von nashivadespina 26.03.10 - 22:48 Uhr

Ich erkenne ehrlich gesagt den großen unterschied zu normaler Beikostgabe und blw nicht..bis auf die tatsache dass den kindern bei blw faustgroße stücke in obst - oder gemüseform angeboten wird..und das Kind selbst entscheiden kann was es isst und so nicht wirklich gut auf die Verträglichkeit getestet/ geachtet wird!! Das kann doch kein Vorteil sein?

Wenn man ganz natürlich abstillt oder mit der Beikost natürlich beginnt wartet man ab bis das Baby Beikostreif ist...dann darf das Kind die Lebensmittel in die Hände nehmen...ertasten..fühlen..schmecken...man kann auch verschiedene Lebensmittel anbieten nur wirds eben vorsichtig angeboten...bzw anfangs mit einem gewissen zeitabstand um eben unverträglichkeiten schneller festzustellen bzw nicht erst aufkommen zu lassen! Dazu gibt es eben noch die Muttermilch/Flaschenmilch solange es sich nicht voll und ganz von der Beikost ernähren kann oder möchte. Man kann bei dem üblichem Beikoststart mit Fingerfood beginnen oder es in Breiform geben....immer faustgroße stücke anzubieten halte ich aber für verantwortungslos...

mein kind hat damals auch fingerfood bekommen weils mit brei nix anfangen konnte..aber sich sogar auch an einem winzig kleinen stück gurke verschluckt..und an einem großen Stück erst recht!

Meiner Meinung nach willst du einfach natürlich abstillen...also solange bis dein Kind von sich aus die Muttermilch nicht mehr haben möchte...ein schöner und guter Plan! Nur machs doch bitte eben nicht via blw..sondern gehe eben den oben von mir beschriebenen üblichen Weg..aber biete deinem Baby nicht faustgroße Stücke usw an...es ist ja völlig in Ordnung und toll wenn dein kind ein größeres Stück gedünsteten Apfel oder ein Stück Banane bekommt..es ertasten kann usw...aber ein Stück Fleisch...ein hochallergenes Lebensmittel..und alles durcheinander..bitte nicht!

Wenn du natürlich abstillen möchtest und ein zweites Kind erwartest würde ich es so machen dass eine Brust für dein Neugeborenes ist und die andere Brust für dein erstes Kind. Kannst dazu ja auch mal eine Stillberaterin kontaktieren:

www.lalecheliga.de

Zu dem Thema spielen mit dem Essen: ich denke bei Blw gehts nicht ums Ballspielen mit dem essen..eher um das ertasten..fühlen..riechen..schmecken..tasten...das gehört auch zum normalen Beikoststart dazu...dieses austesten ergibt sich dann wenn die Kinder genug über die konsistenz erfahren haben..bzw wissen wie man am besten mit Essen umgeht...ich weiß noch das mein kind damals das essen auf den boden ausversehen runter fallen lassen hat (oder aus einem trotzanfall heraus)...oder eben durchs matschen der ganze tisch voll damit war...aber wie gesagt..gehört dazu und ist eine phase..essen will ja auch gelernt sein.

Beitrag von goldengirl2009 27.03.10 - 08:23 Uhr

immer faustgroße stücke anzubieten halte ich aber für verantwortungslos...


Warum ?

mein kind hat damals auch fingerfood bekommen weils mit brei nix anfangen konnte..aber sich sogar auch an einem winzig kleinen stück gurke verschluckt..und an einem großen Stück erst recht!

Kann Dir mit diesen komischen Breigläsern mit Stücken auch passieren.


Für mich liest sich Dein Beitrag eher so,dass Du dich nicht wirklich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt hast.

Gruß

Beitrag von goldengirl2009 27.03.10 - 08:20 Uhr

Wir werden sehen wie das mit dem Besteck wird, noch mach ich mir darüber keine großen Gedanken.
Und gerade essen soll doch Freude machen,also darf auch noch mit dem Essen gespielt werden.


Zum Thema stillen wenn man wieder schwanger wird, man kann auch beide Kinder stillen,hier gab/gibt es auch eine Userin die Tandem gestillt hat.


Gruß

Beitrag von katertier1000 27.03.10 - 09:36 Uhr

Guten Morgen allerseits,
danke für eure Antworten!
Dass sich die Milch auf das neue Baby einstellt, ist ja schonmal beruhigend. (Nee, ich bin noch nicht wieder schwanger, hab aber eben über die Situation dann nachgedacht.)
Und dass das Gespiele mit der Zeit nachlässt, ist auch ein guter Hinweis gewesen, danke! (Irgendwo ja auch logisch, weil sie das Essen ja irgendwann "kennengelernt" haben.)
Trotz einiger bedenken hier werde ich aber nicht mit Brei anfangen, davon bin ich von blw zu überzeugt und sehe es auch an unserer Maus, wie toll sie damit zurechtkommt.

Achso, was ist denn "trocken durchstillen"?

Ich stille auf alle Fälle weiter, solange sie es braucht, bisher hab ich mehr als genug Milch. Wenn irgendwann nichts mehr kommen sollte, muss ich sowieso umstellen aber da das niemand vorher weiß, wie lange seine Milch reicht, werde ich da jetzt nicht vorher auf Nummer sicher gehen.

Schönen Tag euch allen!
Liebe Grüße das Katertier

Beitrag von lilliana 27.03.10 - 10:59 Uhr

Mein komplettes BLW-Baby hat noch nie mit Essen gespielt und besteht seit sie ca. 13 Monate alt ist auf Besteck zum Essen.

Natürlich wird sie noch immer viel gestillt.