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Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von ohje! 26.03.10 - 21:14 Uhr

Hallo.

Ich bin schwanger, habe mich für einen Abbruch entschieden (war bereits bei Pro Familia, FA) und habe nä. Wo. den chirurgischen Eingriff.
Gründe, diesen Schritt zu gehen, habe ich leider genügend und für mich -wie für viele andere auch- steht fest, dass ich einen Abbruch vornehmen lasse.


Ich habe meinen FA schon durchlöchert mit den Fragen, aber ich würde gerne von "Betroffenen" wissen, wie Ihr euch gefülhlt hattet nach dem Eingriff.
Hattet Ihr Schmerzen?
Waren die Blutungen sehr stark und lang anhaltend?
Wie habt Ihr es emotional alles hinterher gesehen?

Mein FA sprach auch von "Nachwehen", da die Gebärmutter sich wieder zurückbildet.

Ich habe Angst vor dem Eingriff und davor, wie es mir hinterher gehen wird.. nicht nur von den Schmerzen her, sondern wie es mir emotional ergehen wird.

Medikamentös geht es bei mir leider nicht, da die Lage meiner Gebärmutter (abgesenkt, sehr abgeknickt) nicht ausschließt, dass ich hinterher doch noch einen zusätzlichen chirurgischen Eingriff haben werde.

Über Antworten wäre ich dankbar...

Beitrag von salida-del-sol 26.03.10 - 21:34 Uhr

Hallo Du,
ich finde es gut, dass Du Dich damit auseinandersetzt, wie es Dir nachher geht. Denn nur wenn man sich informiert, ist man nachher nicht da, wo man nicht sein wollte. Nun ist jede Frau verschieden. Aber es kann sein, dass es für Dich zunächst eine Erleichterung ist, weil Du eine Entscheidung getroffen hast und diese durchgeführt hast. Aber dann kann es sein, dass Wochen oder Monate später Du einen Verlust empfindest. Der Dich evt. über Jahre hinweg körperlich und psychisch belasten kann. Es kann sein, dass es nicht ein Eingriff ist, und nachher ist alles wieder beim Alten. Ich persönlich halte Deine Ängste nicht für unberechtigt. Auch wenn Du jetzt viele Gründe hast, die gegen das Kind sprechen. Es kann sein, dass die anschließend Dir unbedeutend erscheinen.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

Beitrag von colle 26.03.10 - 21:58 Uhr

nabend

man man man#augen#bla#bla#bla

es kann, es kann, es kann#bla#bla

olle colle

Beitrag von colle 26.03.10 - 21:55 Uhr

nabend

"Hattet Ihr Schmerzen?"
nein, hatte ich nicht

"Waren die Blutungen sehr stark und lang anhaltend?"
mal mehr mal weniger stark und nicht länger wie eine woche

"Wie habt Ihr es emotional alles hinterher gesehen?"
bestens, weil ich absolut hinter dieser entscheidung stand und heute noch stehe

olle colle

Beitrag von besser so... 27.03.10 - 04:07 Uhr

Hallo, gut das du diese Fragen stellst ...Leider ist es bei jedem anders würde ich sagen ...

Ich selbst hatte einen abbruch in der 11 SSW..Nicht weil ich überlegt hab , sondern weil ich es zu spät bemerkt habt :-(
Und zwar dadurch das ich im Oktober entbunden hatte und im Januar eine OP hatte...Mein ohn war 3 1/2 Monate alt...nach der OP hab ich auf mens gewartet , kam nicht ..die ärzte meinten bei dem eingriff ich hätte ne zyste , dadurch würde die mens nicht pünktlich kommen , sondern verspätet..Die waren im bauch raum bei der OP und da schauen die einmal alles an wenn sie schon drin sind...
Tja ich habs geglaubt, denn es sind ja ärzte...Nach 2,3 wochen wars mir dann doch komisch und ich hab mir nen SST geholt und gemacht ...der wurde direkt positiv,SCHOCK!!!!FA besuch am gleichen Tag , 11SSW#schock#schock#schockIch hatte genau 5 Tage um drüber nach zu denken ...Für mich stand fest NEIN das kind kann ich bzw können wir nicht bekommen da unser sohn ja grad mal 3 1/2 monate alt war ...Ich hab also den abbruch gemacht und mir ging es gaaaanz schlecht dannach, emotional war ich total kaputt weil ich mich da gefragt hab ob es richtig war ...Gut du hast natürlich ausführlich drüber nachdenekn können..aber du hast gefragt und ich antworte...Ich ab das bis heute nicht verkraftet#heulDeshakb schreibe ich in schwarz, weil ich nun seid fast 4 jahren dollen KiWu hab und ich mich scäme das ich den abbruch machen lassen hab ...Jetzt WILL ich und weil ich PCO hab klappts nicht...
Zu dem Schmerzen dannach....Ich hatte kaum schmerzen , eher so nen druck wie wenn man PMS hat ...Blutungen hatte ich 4 tage und auch kaum zu unterscheiden von der Mens...Körperlich ist alles gut gelaufen, doch meine seele hatt gelitten und leidet leider immer noch ....


Dir viel kraft für die nächste zeit und das du alles gut überstehst ...#liebdrueck#liebdrueck#blume#klee

Ach und noch was am rande,wir hatten zu der zeit mit Kondom verhütet, pille ging ja nicht weil ich gestillt hab bzw die pille die man nehmen kann war zu schwach für meine hormone,aber irgendwas ist sichtlich schief gelaufen..wir hatten es also nicht drauf angelegt,...#aha

Beitrag von ohje! 27.03.10 - 07:22 Uhr

Danke für deine liebe Antwort.

Deine Situation ist natürlich eine ganz andere gewesen, es tut mir sehr Leid für Dich.
Ich hätte natürlich noch viel mehr Zeit gehabt für meine Entscheidung, aber für mich war sofort zu 100% klar, dass ich einen Abbruch vornehmen lassen werde.
Jede Frau hat ihre Gründe dafür, sich gegen ein Kind zu entscheiden.
Verhütet haben wir auch, leider ist das Kondom geplatzt und ich habe lieber hin und her gerechnet, ob ich unmittelbar vor meinem Eisprung stehe oder nicht, anstatt mir die "Pille danach" verschreiben zu lassen.

Ich bin so froh, daß ich eine gute Freundin habe, die voll und ganz hinter mir steht, mich unterstützt und alle Gänge bisher mit mir erledigt hat.
Es fällt mir nicht leicht und ich würde es schlimm finden, wenn mich die ganze Situation kalt lassen würde.

Nun rückt der Tag der OP immer näher, mir geht es nicht gut dabei... nicht, weil ich meine Entscheidung bereue sondern weil ich Angst habe vor dem Eingriff und was danach sein wird. Nicht nur körperlich sondern auch emotional.

Ich wünsche Dir alles Liebe!

Beitrag von lieber so 28.03.10 - 07:12 Uhr

klar vetstehe och deine sache auch...meine kage war wie schin gesagt anders...hab dir eigendlich ja nur sagen wollen wie ich mich gefühlt hab....bei mir wars ne bereuung pur....im nach hinnein...wenn du nach fragen hast frag urbia ob sie meinen namen preis geben , dann können wir so ncoch mal gern kommunizieren, wenn du magst ...wenn urbia es nicht tut findest man sicher einen andefren weg...


Viele liebe grüsse J.

Beitrag von ganzschlimm 27.03.10 - 08:40 Uhr

hallo

also ichkann dir sagen wie ich mich gefühlt habe/und heute noch fühle.
ich habe vor 3 jahren einen eingriff machen lassen,da war ich 19.genau wie der ablauf des abbruchs war schreibe ich lieber nicht,ich möchte dir keine angstmachen da du ja anscheinend schon deine entscheidung getroffen hast.

seit 3 jahren leide ich ganz ganz schlimm an panikattacken,angstsymptomen die jeden tag da sind.
ich habe horror zenariendurch die panikattackan hinter mir das glaubst du nicht.
mein leben ist seit dem abbruch komplett anders...schlechter.mir fehlt richtig lebensqualität durch die panikattacken.ich gehe nicht mehr feiern,rühre kein alkohol mehr an,gehe nicht mehr gerne unter menschen geschweige den shoppen was ich damals geliebt habe.

ich hoffe ich hab dir keine angst gemacht.jede empfindet das anders,jede hat einen anderen grund dafür einen solchen schritt zu machen.

ich wünsch dir alles gute und hoffe das du nicht so sehr leiden wirst wie ich....
liebe grüße

Beitrag von ohje! 27.03.10 - 19:07 Uhr

Was Du erlebst tut mir sehr Leid.

Ich wollte selbstverständlich Eure persönlichen Erfahrungen hören bzw. lesen.

Ich denke natürlich darüber nach, wie es mir hinterher gehen wird emotional, ich habe jegliche Situation "durchgespielt" im Kopf, wollte aber nicht googlen nach Erfahrungsberichten, sondern lieber hier schreiben..

Meine Entscheidung steht fest, ich denke das ich für mich die richtige Entscheidung getroffen habe, , auch wenn ich nicht glücklich über die Gesamtsituation bin.

Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute!

Beitrag von lisett 27.03.10 - 12:03 Uhr

hallo,
ich hatte am 30 november 2007 einen abbruch der eingriff an sich war nicht schmerzhaft habe auch nichts gemerkt hatte eine vollnarkose. hinterher schmerzen direkt hatte ich nicht aber ich bin abends zusammen gebrochen hatte heulkrämpfe usw. ich habe die ss festgestellt in der 6 woche und war ende 7 anfang 8 woche wo ich den eingriff hatte. habe gedacht ich habe mir es richtig überlegt aber dem war nicht so ich habe im endefekt nur gemacht was meine umwelt von mir wollte!!! würde mir heute nicht mehr passieren! danach ging es mir lange nicht gut nicht weil körperlich was war sondern weil ich es bereut habe!!! die blutung das weis ich heute garne mehr... schmerzen danach körperlich waren keine da. nur die seelischen und die habe ich erst nach 2 jahren etwas verarbeiten können. ich heule zwar heute auch noch hin und wieder aber ich kann etwas besser damit umgehen.... ich wünsch dir viel kraft und alles gute

Beitrag von binnurich 27.03.10 - 14:37 Uhr

Nachwehen hatte ich nur ganz leichte, das war aber am nächsten Tag nicht mehr zu spüren

Angst musst du keine haben. Ärzte können Fehler mchen, es kann auch immer Komplikationen geben. Ich war ambulant in einer Klinik. Vorher nichts essen. Vorbereitungsraum - Ausschabung war OP mit Vollnarkose (Dauer ca. 20 Minuten) drei Stunden später durfte ich heim

Ich hatte Nachblutungen ähnlich nach der Entbindung.

Es ist m. E. dann emotional nicht so toll, wenn du an der Entscheidung zweifelst und nicht 100 % dahinter stehst.
Ich habe nie gezweifelt.
Komisch war es aber schon. Es war so.... naja, ..."jetzt habe ich etwas gemacht, von dem ich immer dachte, das würde ich nicht machen"

Beitrag von ohje! 27.03.10 - 19:00 Uhr

Danke für die Antwort..

Dein Satz "jetzt habe ich etwas gemacht, von dem ich immer dachte, das würde ich nie machen" könnte von mir sein.

Ich stehe 100% hinter meiner Entscheidung, auf jeden Fall.
Würde ich nur einen Funken Zweifel haben, hätte ich noch genug "Bedenkzeit" oder ich hätte mich für das Kind entschieden.
Wichtig ist für mich, daß ICH diese Entscheidung alleinig für MICH treffe, ohne Beeinflußung anderer Menschen.

Ich habe Angst, ich glaube sogar das es unnormal wäre wenn ich keine hätte. Bei mir wird der Eingriff ebenfalls geplant ambulant durchgeführt und ich hoffe, dass es dabei bleibt.

danke für die Antwort.

Beitrag von surprised 30.03.10 - 10:33 Uhr

..... Du hoffst, dass es dabei bleibt. Das war Dein letzter Satz.... d.h. es könnte noch etwas dazwischenkommen, was Dich in Deiner Entscheidung verunsichert - in welche Richtung denkst Du da?

Darf ich Dir schreiben, was mir in Deinem posting auffällt:
Du hast Dich entschieden ohne die Beeinflussung anderer Menschen, ganz allein für Dich - da schwingt für mich mit, dass der Kindsvater Dich eben alleine lässt und auf diese Weise möglicherweise doch Einfluss nimmt auf Deine Entscheidung. Das kann ohne Worte gehen oder mit ganz wenigen ....

Deine Situation ist irgendwie doch von Menschen mit "eingerichtet" - und so kommst Du zu einer 100%igen Entscheidung, obwohl Du immer dachtest, das würde nie Deine werden ... Schwingt da nicht Enttäuschung mit und Im-Stich-gelassen sein ....???

Und Du machst das Beste aus dem Allein-gelassen-sein und ziehst tapfer Deine Allein-Entscheidung durch. Das tut vielleicht weniger weh, als wenn Du sagen müsstest: ich hab keinen Menschen, der zu mir und dem Baby steht und mir hilft. Ein "Wir-schaffen-das" könnte Dir ja Angst vor der Zukunft nehmen.
Was Du Dir jetzt vorgenommen hast und was es mit Dir macht, davon kannst Du Dir keine Vorstellung machen und die Erfahrungen von anderen kannst Du auch nicht für Dich übernehmen - das macht natürlich Angst ...

Du schreibst auch mal, dass Du über die Gesamtsituation nicht glücklich bist - das würde ich Dir wünschen: eine glückliche "Gesamtsituation"! Was würde Dir dazu fehlen??

Magst Du nochmal schreiben? Würde mich freuen!

Liebe Grüße von surprised