Wann und wie habt ihr gemerkt,dass ihr Euch wirklich trennen wollt?

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von pssst77 27.03.10 - 11:01 Uhr

Hallo!

Ich möchte hier jetzt nicht meine ganze Lebensgeschichte und über meine Ehe erzählen,das würde viel zu lange dauern.
Zusammengefasst ist es so,dass unsere Beziehung vor knapp 7 Jahren schon irgendwie schwierig begonnen hat,wir wurden durch einen Schicksalsschlag zusammengeführt.
Trotz,dass wir beide eigentlich schnell gemerkt haben,dass wir grundlegend unterschiedliche Interessen und Meinungen hatten und bis heute haben,haben wir uns zusammen gerauft..."Gegensätze ziehen sich eben an" so dachten wir.

Wir waren beide zufrieden,trotz dass es immer mehr und ständig Schwierigkeiten gab..mein 1.Sohn aus erster Ehe war zum Zeitpunkt,wo wir zusammenkamen 1 Jahr alt.Mit der Zeit entwickelte dieser sich zu einem sehr aufgedrehten und hyperaktivem Kind,womit mein jetziger Mann überhaupt nicht klar kam.
Ich hab eben dann immer versucht,zwischen den beiden zu vermitteln,aber meist wurde da nur Streit daraus.
Heute,nachdem mein Großer nun 7 ist,ist die Spannung zwischen den beiden noch immer da und es eskaliert auch ab und an mal wieder.
Nun kommt dazu,dass aus dieser Ehe noch ein zweites Kind entstanden ist.
Ich habe also 2 Kinder von 2 verschiedenen Vätern und habe wohl das blöde,vielleicht altmodische Denken,dass ich mich trennen darf,kann,wie auch immer...
Ich habe riesige Angst davor,meinen Kindern mit der Trennung zu schaden und außerdem,ob ich es vielleicht irgendwann bereuen werde?Dann,wenn es zu spät ist.

Im Moment ist es,ich bin einfach nach diesen 6,5 Jahren am Ende,nervlich,seelisch,ich habe keine Kraft mehr,immer wieder kämpfen zu müssen,dass zuhause alles stimmt,dass mein Mann mit meinem Großen zurecht kommt und vorallem,auf Zärtlichkeiten und Sex zu verzichten!So blöd,wie das jetzt klingt,aber wir schlafen nicht miteinander.Das war schon immer so und akzeptiere(oder versuche es) seid ca 5 Jahren.
Wenn,dann erst,wenn wir riesen Krach haben und dann läuft wieder ein halbes Jahr gar nichts.
Auch da sind wir nach ewiglangen,sinnlosen Diskussionen darauf gekommen,dass wir sexuell einfach überhaupt nicht harmonieren.

Im Moment,wie gesagt,bin ich einfach total kraftlos,ausgelaugt,ich habe keinen Nerv mehr,wieder endlos zu diskutieren,wobei ja eh nie etwas dabei herauskommt...und natürlich denke ich über Trennung nach,aber ob es das richtige ist,weiß ich nicht.
Es ist einfach GEfühlschaos pur,weil ich nicht sagen kann,liebe ich meinen Mann noch oder wieviel davon ist noch Gewohnheit,wieviel wirklich Liebe?Oder hat einfach diese ständigen Probleme,Sorgen usw.unsere Ehe kaputt gemacht?

Ich würde mich freuen,wenn ihr mir vielleicht einfach mal Eure Geschichte erzählt und wie ihr Eure Trennung so erlebt habt und ab wann ihr definitiv gewußt habt,dass ihr Euch wirklich trennen wolltet?

Liebe Grüße
Sylvia. :-(

Beitrag von consul1 27.03.10 - 13:46 Uhr

hallo Sylvia,

bei den ersten Zeilen dachte ich das meine Frau hier einen Beitrag reingesetzt hat.
Unsere Beziehung ist auch ca. 7 Jahre alt und wir wurde auch durch einen Schicksalsschlag zusammengeführt. Meine 1. Frau starb durch einen Herzinfarkt und ich stand mit 3 Kindern alleine.
Ich habe dann meine 2. Frau kennengelernt und sie zog nach einigen Monaten mit 2 Töchtern zu mir.
Wir waren immer gegensätzlich und haben auch gedacht das sich Gegensätze anziehen.
Es hat aber nie gepasst.
Sexuell war das gleiche wie bei euch. Eine zeitlang ging es aber nach ca. 2 Jahren lief nichts mehr.
Wir sind jetzt in Trennung, verstehen uns gut, haben aber eingesehen das es kaum gemeinsame Nenner gibt.
Es hat einfach keinen Sinn. Gott sei Dank gibt es kein
Kind aus unserer Beziehung.
Gruß
Consul1

Beitrag von gans_amanda 27.03.10 - 20:34 Uhr

Hallo Sylvia,

ich habe 2 "größere" Trennungen nach langjährigen Beziehungen hinter mir. Und es war bei beiden das gleiche, ca ein Jahr vorher schon immer überlegt, dass es das beste sei sich zu trennen usw. usf.

Irgendwann kam dann immer der Zeitpunkt, an dem ich es einfach wusste, dass es jetzt vorbei ist, da hatte ich dann auch keine Lust mehr irgendwas zu besprechen oder auszudiskutieren. Tür zu und neu angefangen... war nicht immer leicht, aber es war einfach ein gefühlter Zeitpunkt.

Alles Liebe für dich!

Amy

Beitrag von mawitisa 27.03.10 - 22:05 Uhr

Wenn man gemeinsame Kinder hat, trennt man sich nicht leichtfertig. 2 Jahre habe ich hin und her überlegt, sogar Pro- und Kontra-Listen erstellt. Vor ein paar Monaten war es dann soweit. Das entscheidende Schlüsselerlebnis. Ich kann dazu nur sagen, dass ich den Begriff "Mord im Affekt" jetzt verstehe...
Kurz darauf haben wir uns getrennt. War auch in seinem Sinne, jetzt bereut er wohl ein wenig, aber nur halbherzig.

So wie deine Worte für mich klingen, wirst auch du irgendwann dein Schlüsselerlebnis haben (hoffentlich nicht so dramatisch wie bei mir).

Alles Gute für dich und deine Kinder!

mawitisa

Beitrag von xuxu1986 29.03.10 - 19:54 Uhr

---Mord im Affekt----

#schock#zitter

Oh Gott - das klingt nicht gut!