zum Psychater oder wohin?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von bibi28 27.03.10 - 11:53 Uhr

Hallo,
ich halte das so nicht mehr aus, er will "mehr" von mir und ich will und kann nicht:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=16&tid=2562017

Das Vertrauen ist nicht mehr da.

Soll ich mich mal jemandem Aussenstehenden anvertrauen, mit jemanden "anderen" reden, der MIR Tipps geben könnte, wie ich weitermachen soll, wie ich damit umgehen kann, wieder vertrauen kann - iRGENDWANN ???

Zum Psychater oder wie?
Gruß von einer wieterhin verzweifelten Bianca

Beitrag von gh1954 27.03.10 - 11:55 Uhr

Warum trennst du dich nicht von ihm?

Beitrag von bibi28 27.03.10 - 12:35 Uhr

Hallo gh,
wenn das man immer s einfach wäre, da sind ja auch noch die 2 Kinder !!!
Gruß.
Bianca

Beitrag von gh1954 27.03.10 - 12:45 Uhr

Gerade WEGEN der Kinder.

Was nutzt dir der bester Psychologe oder Psychiater, wenn der Anlass für dein Schlechtgehen weiterbesteht?

Das ist, als wolltest du ein leckes Boot mit einem Fingerhut ausschöpfen.

Beitrag von michelle87 27.03.10 - 13:29 Uhr

Ich finde auch gh1954 hat völlig Recht, gerade wegen der Kinder.

Ich habe da zwar keine eigenen Erfahrungen, aber viele in meinem Bekanntenkreis leben zwar in einer festen Beziehung, die Kinder haben sie aber aus einer früheren Beziehung mitgebracht. Die haben es auch alle geschafft. Manche haben noch ein wenig Kontakt zum "Kindsvater", eben dass er das Kind/ die Kinder auch mal ein Wochenende hat, andere dagegen gar nicht.

Klar ist das nicht leicht, aber so kannst du ja offenbar mit ihm zusammen nicht weiterleben und deine Kinder auch nicht. Du kennst ihn ja am besten und wenn du schon nicht dran glaubst, dass er sein Alkoholproblem in den Griff bekommt, dass wird's wohl auch nichts werden. Im Übrigen hab ich auch noch nie gehört, dass Tabletten da helfen können.

Beitrag von willow19 27.03.10 - 14:25 Uhr

Klar, einfach ist so etwas sicherlich nicht, aber die Kinder als Grund zu nennen, sich NICHT zu trennen, ist das absolut Schlimmste, was Du machen kannst. Du kannst ihnen doch nicht weiter zu muten, mit einem Alkoholiker zu leben. Damit machst Du nicht nur Dich kaputt, Du machst auch Deine Kinder mit kaputt. Ich hab Erfahrungen, was dieses Thema betifft und wenn Dein Mann sich nicht von ganz alleine Hilfe holt, wird das nie was werden. Geh mit den Kindern, damit sie dieses Elend nicht sehen müssen, vielleicht kapiert es dann auch mal Dein Mann, aber das braucht Zeit.

Liebe Grüße

Beitrag von sunshine7505 27.03.10 - 12:55 Uhr

Hallo,
www.al-anon.de oder mehr über VK wenn du jemand zum reden brauchst.
Liebe Grüße, Katja mit Julia (fast 5) und Sebastian (21 Mon) #sonne

Beitrag von nickymaus30 27.03.10 - 13:39 Uhr

DANN WERF IHN RAUS UND DU BLEIBST IN DER WOHNUNG ;DU HAST KINDER ALSO MUSS ER GEHENN ;SUCH DIR EINE PSYCHOLOGIN IN DEINER NÄHE - HAB ICH ES GESCHAFFT DANN SCHAFST DU ES AUCH !

Beitrag von gh1954 27.03.10 - 13:46 Uhr

Warum schreist du so?

Beitrag von bibi28 27.03.10 - 13:59 Uhr

unsere jetztige Wohnung kann ich mir allein nicht leisten und grade der Große weiß noch nicht so genau was hier los ist.
Wir tragen nix davon vor den Kindern aus.
Der Große nimmt sich sowieso schon genug zu Herzen, dass er so einen "Stress" mit Papa hat und dann auch noch eine Trennung und sieht mich dann vielleicht auch noch unglücklicher.... ich bin auch noch zudem ziemlich nah am Wasser gebaut.

Beitrag von gh1954 27.03.10 - 14:19 Uhr

>>>Wir tragen nix davon vor den Kindern aus.<<<

Braucht ihr auch nicht, die Kinder merken das auch so und dein Großer leidet doch jetzt schon.

Es gibt andere Wohnungen, die wenigsten Frauen, die sich trennen, können so weiterleben wie bisher.

Beitrag von jeannylie 27.03.10 - 20:35 Uhr

Hallo Bianca,
aus eigener Erfahrung (mein Vater ist Alkoholiker) kann ich Dir nur raten schnell zu handeln. Ich weiß nicht was er für ein Typ ist, aber wenn er zu Agressivität neigt (was bei meinem vater so war und bei vielen Alkoholikern der Fall ist), dann würde ich auf jeden Fall darüber nachdenken, zumindest bis zu gewissen sichtbaren Resultaten, Dir ein neues Quartier zu suchen.

Ich kann gut nachvollziehen wie es Dir geht, weil ich sehr viel mit meiner Mutter darüber gesprochen habe. Unglücklicherweise hat meine Mutter es gut 10 Jahre nicht geschafft sich zu trennen...daher meine Bitte: Denk an Deine Kinder!

Geh auf jeden Fall zu einer Beratungstelle: Caritas, AWO, SKM oder SKF (Sozialdienst kath. Männer oder Frauen) oder in die Richtung. Die können Dir viele wertvolle Tipps geben wie es jetzt weitergeht.
Die Sache mit dem Hausarzt ist ja vielleicht gut gemeint, aber keineswegs hilfreich. Dein Mann muss in therapeutische Behandlung und je nach Schweregrad zur Entgiftung (meist in ein LKH - also geschlossene Psychiatrie).
Wenn Du das alles mit ihm durchstehen willst, dann wünsche ich Dir viel Kraft. Sei Dir aber bewusst, das Du nicht unbedingt allzuviel erwarten kannst. Die allermeisten Alk. schaffen es nicht. Nichtsdesto trotz weiß ich aus privaten und beruflichem Umfeld das es immer wieder Menschen gibt die es natürlich auch schaffen.
Lass nur eins nicht zu, dass es Dich mit runter zieht! (Stichwort: Co-Abhängigkeit).
Dass er weiter trinkt braucht Dich gar nicht zu wundern. Er ist süchtig, er KANN gar nicht aufhören.
Geh auf jeden Fall zu einer Beratung.

LG und alles Gute
Jeannylie