Geburtsbericht Nika Kim ♥

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Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von tanja_s 27.03.10 - 18:42 Uhr

Geburtsbericht Nika Kim ♥

Sonntag, 28.02.2010
Ich bin gegen 11:30 Uhr gerädert aufgewacht, eine weitere Nacht voller unregelmäßiger Wehen, die mir den Schlaf raubten. Wir waren zu Mittag bei Schwiegermutter eingeladen, obwohl ich keine Lust hatte, war ich überzeugt davon ein wenig Ablenkung wäre das Richtige. Das war es auch, bis ich beim nächsten Toilettenbesuch von einem leicht blutigen Schleimpfropfen in meinem Schlüppi überrascht wurde. Mir war klar, dass das nun ein Geburtsanzeichen sein konnte oder eben nicht. Der restliche Abend und die Nacht verliefen jedoch völlig ruhig!


Montag, 01.03.2010
Wieder ein mit Blut durchzogener Pfropfen, noch dazu wässriger Ausfluss – Fruchtwasser? Ich rief bei meinem Frauenarzt an, der riet mir in der Klinik vorbei zu schauen. Gegen 13 Uhr war mein Mann zuhause und wir machten uns auf den Weg in die Klinik. Dort war die Hölle los, weswegen ich bestimmt gute 2 Stunden am CTG hing bis mich endlich eine Ärztin untersuchte. Ernüchternder Befund: Muttermund fingerdurchlässig, keine regelmäßigen Wehen und kein Fruchtwasserabgang.


Dienstag, 02.03.2010 – GEBURTSTAG
Wir wurden gegen 7:30 Uhr durch unsere lärmende Nachbarin geweckt. Bevor Mario aufstehen musste, blieben uns allerdings noch einige Minuten zum Kuscheln. Wir waren gerade am Überlegen, ob er sich bis zum Entbindungstermin Urlaub nehmen sollte, als es „Klack“ machte und mir die Fruchtblase platzte. Die Kleine nahm uns sozusagen die Entscheidung. Was bin ich froh darüber, dass ich mir die letzten Tage eine wasserfeste Unterlage besorgt hatte und zudem noch ein Handtuch neben dem Bett lag.

Wir waren total gelassen und die Ruhe selbst. Ich hab die letzten Sachen eingepackt, während sich Mario noch rasierte. Außerdem noch geduscht, gerichtet und natürlich Frühstück! Gegen 10 Uhr machten wir uns auf den Weg in die Klinik, wir waren ja schon bekannt. Das CTG zeigte Wehen im Abstand von fünf Minuten an, gut ertragbar. Muttermund war bei 2 cm.
Somit durften wir spazieren gehen... Wir waren uns einig, dass die Geburt sicher bis zum nächsten Tag andauern wird.

Gegen 14:30 Uhr das nächste CTG. Wehen alle drei Minuten, ich musste bereits ordentlich veratmen und fühlte mich nur noch mit kreisendem Becken auf dem Pezziball wohl. Die Hand von Mario unterstützte mich ungemein! Muttermund ergab den überraschenden Befund von 5 cm, ob sich da wohl meine kreisenden Beckenübungen aus dem Geburtsvorbereitungskurs gelohnt haben? Mir wurde ein wärmendes Bad zur Entspannung angeboten, außerdem ein Schmerzmittel, welches ich aber noch nicht für nötig hielt. In der Wanne kam ich gar nicht zurecht, mir war eisigkalt. Also raus!

Wir durften auch direkt ein Entbindungszimmer beziehen und ich auf meinen geliebten Pezziball. Dort hielt ich es noch etwa eine halbe Stunde aus, bevor ich nach einem Schmerzmittel verlangte. Da der Muttermund jedoch bereits bei 9 cm war lohnte sich dies laut Hebamme nicht mehr. Plötzlich fielen die Herztöne der Kleinen. Um mich wirbelten zwei Ärztinnen, legten mir eine Kanüle um mir einen Wehenhemmer zu geben. Leider gehören meine Venen nicht zu den Besten und so waren die Herztöne von Nika schneller wieder in Ordnung als mir die Kanüle gelegt. Mir wurde eine drucklösende homöopathische Spritze angeboten, der ich vor lauter Wehenschmerz zustimmte und ich zugleich wieder bereut habe. Die Spritze bekam ich irgendwo in den Damm, was schmerzhafter war als eine Wehe. Jetzt war der Punkt erreicht, an dem ich absolut nicht mehr wollte. Ich war sicher, es nicht mehr zu schaffen. Einfach am Ende meiner Kräfte, ich habe sicher die komplette Entbindungsstation zusammen geschrieen. Die Hebamme ermunterte mich dem Druck nachzugeben und nach unten zu schieben. Kurze Zeit später konnte sie schon das Köpfchen mit den vielen dunklen Haaren sehen. Ich war hoch motiviert und nach weiteren 2 Wehen war es vollbracht.

Um 18:10 Uhr erblickte unser Engel das Licht der Welt und wurde mir direkt auf den Bauch gelegt. Mario kullerten auf der Stelle die Tränen und ich zitterte am gesamten Körper. Sie hat sich direkt in unsere Herzen geschossen, unendliche tiefe Liebe. Ich habe alles erwartet, aber nicht so ein wundervolles zuckersüßes kleines Mädchen. Mit ihren großen dunklen Augen blickte sie uns an, total fasziniert ohne zu weinen. Mit warmen Handtüchern wurde sie bedeckt und wir durften in Ruhe den ersten Körperkontakt genießen. Alles war so unglaublich liebevoll und zärtlich, wahrlich einzigartig.

Bevor Nika gewogen, gemessen und eingepuckt wurde, durchtrennte Mario die Nabelschnur. Leider bin ich oberflächlich etwas gerissen und musste deshalb etwas genäht werden, was aber überhaupt nicht schlimm war. Nach etwa einer ausgiebigen Stunde Kuschel- und Kennenlernzeit, natürlich auch dem ersten Stillen durfte ich mithilfe der Hebamme unter die Dusche. Für die letzten Stunden in der Klinik wurden wir in ein ruhiges Zimmer gebracht, bekamen etwas zur Stärkung und konnten uns so für den Nachhauseweg noch ausruhen. Gegen 22:30 Uhr verließen wir überglücklich und nun zu dritt die Klinik!

Wir sind über jeden Tag dankbar, den wir seither mit ihr genießen dürfen. Sie ist wirklich das wertvollste Geschenk!!!

Nika Kim • 02.03.2010 • 18:10 Uhr • 53 cm • 3610 g

Beitrag von sonne-w-75 27.03.10 - 21:32 Uhr

eine wunderschöne geschichte! Herzlichen glückwunsch!

lg marina

Beitrag von -eva- 28.03.10 - 12:52 Uhr

herzlichen glückwunsch!!

so schön geschrieben, mir kullern die tränen. dieser unvergessliche moment, wenn dich dein kind das 1. mal anschaut...


schönen namen hat eure kleine #freu

lg eva