ungetauft auf dem Land?!

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von krumelkeks 27.03.10 - 21:47 Uhr

Liebe Mamis,

mein Sohn ist zwar erst ein knappes Jahr alt, aber dennoch möchte ich meine Frage gerne an euch richten.

Heute Mittag kam es zwischen meiner SchwiMu und mir zu einem heftigen Disput zum Thema "auf dem Land wohnen und nicht getauft sein", der mir sehr Nahe ging. Daher möchte ich gerne eure Erfahrungen zum Thema hören.

Meine SchwieMu vertritt die Meinung, dass Sam, wenn er nicht getauft ist und in einer so ländlichen Gegend wohnt schnell zum Außenseiter wird und sich sich selbst nirgends zugehörig fühlt.

Ich selbst und auch mein Mann hingegen glauben, dass es heutzutage generell nicht mehr ungewöhnlich ist nicht getauft zu sein. Wir möchten unseren Sohn nicht jetzt schon in irgendwelche Schubladen stecken, sondern ihn dann, wenn er Interesse an religiösen Themen zeigt, an religion im Allgemeinen heranführen und ihm aufzeigen, was es für Optionen gibt. Außerdem möchten wir ihm die Chance geben, falls er sich für die Taufe entscheiden sollte, diese bewusst zu erleben.

Jetzt stellt sich mir die Frage, inwieweit interessieren sich eure 6/7/8 jährigen für Religion und in wieweit würdet ihr ihnen (unter subjektiver Anleitung) zutrauen eine solche Entscheidung (mit-)zutreffen.

Was habt ihr außerdem für Erfahrungen mit euren ungetauften Kids und derem sozialen Umfeld gemacht? Gab es diesbezüglich schonmal Probleme in der Schule, den Ämtern, o.ä.

Und wie reagieren eure Kinder darauf, wenn die anderen Kinder sich auf die Kommunion vorbereiten?

Vielen Dank schonmal für eure Erfahrungen

Lg krumelkeks

Beitrag von tragemama 27.03.10 - 22:36 Uhr

Das Thema kenne ich gut, unsere Kinder sind bzw. werden nur getauft, weil mein Mann vor dieser Ausgrenzung Angst hat. Ich sehe das anders, möchte mich aber nicht dagegenstellen, sie werden das später schon selbst richtig entscheiden.

Eine gute Freunding ist hier (tiefes Oberbayern) ungetauft aufgewachsen - sie fühlte sich nicht ausgegrenzt, fand im Gegenteil schon als King diejenigen Kinder und Elter "falsch", die wg. Geschenken o.ä. Kommunion und Firmung feierten, aber eigentlich damit gar nichts am Hut hatten.

Ich würds an Deiner Stelle durchziehen!!

Andrea

Beitrag von scrollan01 27.03.10 - 22:44 Uhr

Ich bin nicht getauft aus den selben Gründen wie es bei euch ist!

Probleme damals?
Ja! Und das in einer größeren Stadt - also kein Land!

ALLE waren getauft um mich herum, und wnn ich zum Essen bei Freunden war hieß es, ich müsse mit beten sonst käme ich in die Hölle!

Ich musste in die Kirche Dienstag früh mit den kathol. Kindern auch der Grundschule! Ich musste am Rliunterricht teilnehmen und meine Eltern haben es dann in der 3. Klasse durchgesetzt, dass ich freigestellt wurde!

Mir war DAS egal, aber ich hatte immer irgendwo Angst vor der Hölle!

Meine Eltern waren anti Kirche eingestellt!

Später war es in der weiterführenden Schule egal - da gab es mehrere Kinder ohen Konfssion und wir hatten anderen Unterricht zur zeit des Reliunterrichtes!

In der 9. Klasse nahm ich freiwillig am evangl. Unterricht teil und fand es interessant - nicht so streng wie bei den anderen!
Aber dann verlor ich den Faden dazu!

Im Berufsleben?

Ja, nicht alle KH stellen Schwestern ohne Konfession ein - ...

Nun, ich sage Dir eines: meine Kinder sind kathol. getauft und die Große hat demnächst Kommunion!

ICH hasse die kathol. Kirche wie der Teufel das Weihwasser - aber ich sage niemals etwas den Kindern gegenüber!
Ich gehe nur zur Kommunion und Weihnachten und Ostern den Kindern zu liebe in die Kirche! Sonst nicht!
Meine Kinder gehen freiwillig Sonntags - zumindest die Große - was nach der Kommunion ist ist mir egal!

Ich erkläre ihr alles bzgl. Kirche und würde sie niemals abhalten vom Glauben!

Ich fand es unsinnig die behauptung auf zu stellen, dass meine Kinder später mal selber entscheiden sollen ob taufen lassen oder nicht!
Wenn man letztendlich nur sooo wenig damit zu tun hat, dann bringt es nichts! Die Kinder lassen sich nicht taufen - oder nur äußerst selten!

Es ist dafür leichter, später die Entscheidung für einen Austritt zu fassen!

Das hat mit Dorf oder Stadt nicht viel zu tun!

LG Scrollan



Beitrag von doris72 27.03.10 - 22:51 Uhr

Hallo Krumelkeks,

wenn man wie Ihr in Unterfranken lebt, ist das mit dem Thema Religion fast schon eindeutig.
Wahrscheinlich sind 99,9 Prozent der Dorfbewohner katholisch und Schwiegermutti hat Angst vor dem Gerede der Nachbarn.#rofl

Nee im Ernst. Seid ihr als Eltern denn getauft und glaubt ihr an Gott? Könnt ihr eurem Kind den Glauben vermitteln?
Das finde ich doch viel wichtiger als die allgemeine Meinung. Macht, was ihr für richtig haltet. ;-)

Auf der anderen Seite hat die Schwiegermama auch Recht. Es kann vielleicht schon hart werden für den Kleinen, wenn die Freunde und Schulkameraden alle zur Kommunion gehen (schon die monatelange Vorbereitung mit Kurs....) und auch viele Geschenke bekommen.
Kinder sind ja in dem Alter leider eher darauf fixiert.:-(

Meine beiden Töchter (heute 13 und 16 Jahre alt) können sich beim Thema Kommunion nur an die Geschenke und das große Fest erinnern.
Mit Gott haben die beiden heutzutage trotz meinem Bemühen gar nix am Hut.

Trotzdem werde ich auch meinen kleinen Sohn (1 1/2 Jahre) im Mai taufen lassen.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.

LG von Doris

Beitrag von ayshe 27.03.10 - 23:14 Uhr

hallo,

##
Meine SchwieMu vertritt die Meinung, dass Sam, wenn er nicht getauft ist und in einer so ländlichen Gegend wohnt schnell zum Außenseiter wird und sich sich selbst nirgends zugehörig fühlt.
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ich habe noch niemals in einer gegend gelebt, wo es überhaupt irgendjemanden interessiert hat.
außenseiter aus solchen gründen habe ich nie erlebt,
kann mir aber vorstellen, daß es vllt doch solche orte und gegenden geben könnte...#zitter


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Jetzt stellt sich mir die Frage, inwieweit interessieren sich eure 6/7/8 jährigen für Religion und in wieweit würdet ihr ihnen (unter subjektiver Anleitung) zutrauen eine solche Entscheidung (mit-)zutreffen.
##
meine tochter wird bald 6.
sie fragt ab und zu was es mit gott auf sich hat und den gebeten etc. ich versuche ihr alles (als ungläubige) schon zu erklären, so gut ich es kann, aber ich habe das gefühl, daß sie überhaupt keine vorstellung von all dem hat #kratz
und entscheidung? in dem alter? nein, also meine tochter wäre dazu noch lange nciht in der lage, sie nimmt das hin und gut, wenn ich es ihr einreden würde, wäre sie sofort dabei, wenn ich es ihr ausreden (schlechtmachen) würde ebenso.


##
Was habt ihr außerdem für Erfahrungen mit euren ungetauften Kids und derem sozialen Umfeld gemacht? Gab es diesbezüglich schonmal Probleme in der Schule, den Ämtern, o.ä.

Und wie reagieren eure Kinder darauf, wenn die anderen Kinder sich auf die Kommunion vorbereiten?
##
so weit sind wir noch mit, sie wird ja erst 6, aber bisher hat sich niemand dafür interessiert.
ansonsten hatte auch ich schon selber ungetaufte mitschüler in der schule, es hat auch da niemanden interessiert.
und als die meisten anderen zum konfirmandennterricht gingen, konfimiert wurden, war es den ungetauften kindern auch ganz egal.


weißt du, was schade ist?
du bestätigst mit deinen ängsten und den dingen, die man dir einreden will, mein bild von katholiken, obwohl ich immer versuche, die vorurteile abzubauen.

Beitrag von doris72 27.03.10 - 23:23 Uhr

Hallo Ayshe,

ich habe gerade über Dir geantwortet.

Meiner Meinung nach sind in manchen Gegenden die Vorurteile, die Du meinst, leider durchaus berechtigt.


Und das sage ich, obwohl ich Katholikin bin.

LG von Doris

Beitrag von ayshe 28.03.10 - 10:22 Uhr

hallo,

ja, es mir schon klar, aber ich wehre mich eigentlich immer dagegen, daß einem das bild vermittelt wird:

in süddeutschland und bei den katholiken und in kleinen dörfern, gäbe es diese krasse einstellung und diesen glaubens- und kirchgängerzwang.

das ist das klassische bild, das man immer wieder bekommt.

ich möchte da eigentlich niemandem unrecht tun, aber es ist eben wohl wirklich etwas wahres dran. :-(

ich habe immer nur in norddeutschland gelebt und kenne diese ganze problematik und auch diesen druck echt überhaupt nicht.
darüber bin ich auch froh.

lg
ayshe

Beitrag von grizu99 28.03.10 - 08:40 Uhr

Huhu!
meine Jungs (4 und 7) sind nicht getauft und wir wohnen ländlich. In der Klasse meines Sohnes (20 Kinder) sind 6 nicht getauft. Mein Sohn steht wegen seines "nicht getauft seins" nirgendwo aussen vor.

Er macht gerne den Religionsunterricht mit, hat aber noch kein Interesse in die Kirche zu gehen. Wenn er das irgendwann mal möchte, steht ihm nichts im Weg!

Mein Mann ist noch evangelisch und ich katholisch, aber eigendlich haben wir mit Kirche nichts am Hut. Haben nichtmal kirchlich geheiratet.

grizu99

Beitrag von connie36 28.03.10 - 10:14 Uhr

hi
ich bin ev. hänge aber nicht an meinem glauben, mein mann incl. familie und dorf sind kath. also haben wir die kinder kath. taufen lassen.
aber in der klasse der grossen (4. klasse) ist von anfang an einer dabei der nicht getauft ist, und ein ander der einer anderen glaubensrichtung zugehörig ist.
beide kinder leiden keineswegs an ausgrenzung. und wir wohnen auf dem land.
beide kinder sind in der gruppe der jungs voll integriert, und teilw. die rudelführer;-) also lass dich nicht verunsichern. sollte bei deinem sohn später das thema aufkommen, das er sich so unwohl fühlt, kann man die taufe immer noch nachholen, wenn die anderen komunion/konfirmation haben.
lg conny

Beitrag von janamausi 28.03.10 - 10:45 Uhr

Hallo!

Ich denke, so war es vor 20-30 Jahren. In meiner Klasse war nur 1 Junge der nicht getauft war und er war dadurch wirklich bißchen ein Außenseiter.

Mittlerweile gibt es aber gaaaanz viele Kinder, die nicht getauft sind.

Meine Tochter interessiert sich schon für Religion (sie kriegt es ja täglich im katholischen Kiga mit), aber auch da gibt es viele Kinder die nicht getauft sind.

Wenn meine Tochter jetzt z.B. die Wahl hätte, sich taufen zu lassen, würde sie sich für den katholischen Glauben entscheiden, weil sie es eben so vom Kiga vorgelebt bekommt. Ich denke, mit 6 Jahren sind Kinder noch nicht so weit, um wirklich so eine Entscheidung treffen zu können.

Ich hab meine Tochter als Baby taufen lassen, eben weil ich auch dachte, dass so gut wie alle Kinder getauft sind, aber so ist es - zumindest bei uns - nicht.

LG janamausi

Beitrag von rienchen77 28.03.10 - 11:17 Uhr

getauft oder ungetauft ist doch egal... hier in unseren Dorf schert sich niemand darum....

Beitrag von zaubertroll1972 28.03.10 - 11:22 Uhr

Hallo,

ich bin selber nicht getauft. Meine Mutter ist kath. und mein Vater ist Moslem.
Ich habe es gehaßt nicht getauft zu sein. Ich habe zwar am kath. Religionsunterricht teilgenommen aber als es dann zur Kommunion ging und später zur Firmung, war ich nicht dabei. Ich fühlte mich ausgeschlossen, gehörte nicht dazu.
Ich habe nie gelernt zu glauben. Ich hatte es versucht aber es gelang mir nicht.
Unser Sohn wurde kath. getauft.
Ich denke es gibt Dinge im Leben, die entscheiden erst einmal die Eltern. Die Kinder bekommen grundlegendes mit und haben so das Wissen sich für oder gegen etwas zu entscheiden.
Mein 6 jähriger interessiert sich heute nicht für Religion. Er hat altersbezogen aber ein Wissen was das anbelangt und ich denke wenn er irgendwann entscheidet daß er mit der Kirche nicht zusammenkommt weiß er wogegen er sich entscheidet.
Anderer Leute wegen zu taufen halte ich für Quatsch. Ich kann nicht beurteilen wie wichtig es ist getauft zu sein wenn man auf dem Land wohnt.
Hier in der Stadt ist das kein Problem. Die Anzahl der Taufen geht zurück, die Anzahl derer geht zurück die überhaupt noch in der Kirche sind. Die Kirchen schließen, die dazugehörigen Kindergärten machen zu....es ist ein Rattenschwanz. Ich weiß nicht in welchen Kindergarten Dein Kind gehen soll.
Unser kath. Kindergarten mußte geschlossen werden. Es waren einfach nicht mehr genügend getaufte Kinder hier und die dazugehörige Kirche kann auch nicht mehr in vollem Umfang genutzt werden. Naja....so kommt eines zum anderen!
Unser Kind sollte getauft werden und wir würden auch wieder so entscheiden!

LG Z.

Beitrag von dominiksmami 28.03.10 - 11:29 Uhr

Huhu,

hier bei uns (NL) würde ich sagen...absolut kein Problem.

Mein Sohn ist zwar getauft, aber wir sind aus der Kirche ausgetreten, was ja aufs gleiche hinausläuft.

Er gehört überall dazu, hat definitiv keinerlei Nachteile und fühlt sich wohl so wie es ist.

Klar, grad gehen die meisten seiner Klassenkameraden zum Kommunionsunterricht und er eben nicht, aber *lach*...das macht ihm gar nichts.
Ich habe ihm erklärt und gezeit um was es bei der Kommunion geht und er meint "das würde ich sowiso nicht machen".

Aus anderen Ländern ( wie D, Schweiz, Österreich etc.) habe ich aber schon des öfteren gehört und gelesen das es je nach Wohnort sehr wohl zu Nachteilen für die Kinder kommen kann.

Das finde ich, obwohl ich Christ bin, haarsträubend und extrem rückständig.

lg

Andrea

Beitrag von dominiksmami 28.03.10 - 11:33 Uhr

ach ja, die Frage wie sehr sich mein Sohna nsonsten für das Thema Glauben interessiert.

Sehr, möchte ich sagen.

Er geht, wenn ich Sonntags in den Gottesdienst gehe, gern ab und zu mit, weil ihm der Kindergottesdienst mit den anderen Kindern zusammen spaß macht ( und weils da meist lecker Brötchen gibt *rofl*)

Er hat 2 Kinderbibeln die er mit großem Interesse liest, bzw. sich früher schon hat vorlesen lassen.

Wir sind definitiv nicht religiös, aber eben gläubig. Das genau auseinander zu pflücken führt aber in einem Familienforum zu weit.

lg

Andrea

Beitrag von frech1995 28.03.10 - 12:31 Uhr

Mach Dir da mal keine großen Gedanken! Es ist heute nicht mehr so selten, auch auf dem Land, dass Kinder nicht getauft sind.

Ich selbst wohne auf dem Land, wir sind aber alle getauft. Allerdings kenne ich einige, deren Kinder nicht bzw. erst recht spät auf eigenen Wunsch hin, getauft wurden. Die Kinder gehen hier sogar in den konfessionellen Kindergarten, gehen ganz normal zur Schule, haben Freunde, sind in Vereinen.

Oft, so hab ich zumindest die Erfahrung gemacht, kommt der Wunsch, selbst getauft zu werden, dann, wenn die anderen sich auf die Kommunion oder Konfirmation vorbereiten. Allerdings gibt es auch einige, die auch da nicht den Wunsch danach verspüren.

Eine Bekannte von mir wurde erst 1 Jahr vor ihrer Hochzeit getauft und ging zur Erstkommunion.

LG!

Beitrag von bine3002 28.03.10 - 13:41 Uhr

Ich bin nicht getauft, mein Mann ist nicht getauft, die ganze Familie ist aus der Kirche ausgetreten und natürlich ist unsere Tochter auch nicht getauft. Weder mein Mann noch ich hatten jemals Probleme damit.

Beitrag von 3erclan 28.03.10 - 13:51 Uhr

Hallo

meine waren nicht getauft bis der Wunsch meiner 7jährigen kam.

Jetzt sind sie evangelisch getauft.

WEnn dann müsst ihr eine Entscheidung treffen.

Niemand muss es doch erfahren.Das Kind ist doch nicht tätowiert mit getauft ja oder nein.

lg

Beitrag von s30480 28.03.10 - 14:23 Uhr

Hallo,
glaube es kommt schlicht weg und einfach drauf an, wo und in welcher Gegend du wohnst...
Bei uns wird keiner ausgegrentz etc wenn er nicht gläubig ist, wir gehen auch nicht oft in die Kirche und ich weiß zum Teil gar nicht ob die Freunde meiner Kids irgendeiner Religion zuzuordnen sind?
Lukas findet den Religionsunterricht in der Schule aber toll. Allerdings kann ich erzählen, dass bei uns an der Grundschule die Klassen nach Konfession eingeteilt werden, eine katholisch eine evangelisch und die dritte ist gemischt, für die kinder ohne Konfession, bzw für die Konfessionen für die kein Religionsunterricht erteilt wird und für die Kids die zusammen mit einem KInd in die Klasse wollten dass ohne Bekenntnis ist..... naja find die Einteilung eher nicht so glücklich, wobei natürlich in Luke's Klasse nur Kinder sind die Deutsch sprechen. Was auch gewisse Vorteile mit sich bringt. Aber für uns war eigentlich nur wichtig dass er mit seinem besten Freund in eine Klasse kommt. Es wäre uns auch egal gewesen wenn es die gemischt Klasse gewesen wäre, die haben nämlich die Lehrerin mit dem besten Ruf bekommen ..
LG Sandra

Beitrag von krumelkeks 28.03.10 - 15:07 Uhr

Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.

Ich werde mich diese Woche nochmal mit meiner SchieMu zusammensetzen und nochmal versuchen sachlich mit ihr über das Thema zu sprechen.

Im Streit ist es ja oft schwer seinen Standpunkt verständlich für den anderen darzulegen.

THX krumelkeks

Beitrag von s30480 28.03.10 - 19:35 Uhr

#pro

Beitrag von baltrader 29.03.10 - 07:18 Uhr

Guten Morgen,

wir wohnen auch auf dem Land, bisher hat mich noch keiner gefragt, ob meine Kinder getauft sind.
Wurde damals selbst erst direkt vor der Konfirmation getauft (evang.) und fand das einfach nur meeeeeeeegapeinlich.
Meine Kinder habe ich nun jeweils mit einem halben Jahr taufen lassen, sie sollen schließlich auch den kirlichen Kindergarten vor Ort besuchen (hier gibt es nur den einen), da fände ich es ein bißchen scheinheilig auf einen Platz zu bestehen und dann das Kind nicht getauft zu haben.
Mal davon abgesehen würde meine Tochter selbstverständlich auch ungetauft am Religionsunterricht teilnehmen, einfach weil es Teil des Lehrplans ist. Zumal auch hier in der Grundschule nicht direkt die Bibelgeschichten durchgenommen werden, sondern eher Werte vermittelt werden (bisher wurden Themen wie Freundschaft, Ausgrenzung usw. besprochen).
Wenn die beiden nicht konfirmiert werden wollen, können sie das selbst entscheiden, aber erstmal habe ich für sie entschieden.
Was meinst Du denn mit, "aufzeigen, was für Optionen es gibt"?
Möchtest Du Deinem Sohn verschiedene Religionen vorstellen? Das fände ich ziemlich schwierig, klar einen groben Überblick geben kann man, aber soviel, daß er Interesse dafür zeigt? Außerdem würde ich z.B. meine Kinder nicht islamisch oder buddistisch (da fehlt bestimmt ein "h") erziehen wollen, einfach weil mir das total fremd ist, denke, daß sowas auch eher auf dem Land anstößt.
Wie gesagt, bei uns hat noch keiner dannach gefragt und ich denke auch nicht, daß das zu einem Problem werden könnte, mußt eben selber wissen, was Du für Deinen Sohn willst.
Für mich gehört die Taufe irgendwie dazu, eben weil der kirliche Kindergarten hier vor Ort ist und auch die Grundschule sehr viel mit der Kirche zusammen arbeitet, es wäre dann ja nur konsequent die Kinder von den Veranstaltungen zu befreien...wäre irgendwie schade, es werden da wirklich tolle Sachen auf die Beine gestellt.

Lg,

Mimi

Beitrag von quickys1 29.03.10 - 13:24 Uhr

Hallo,

meine Kinder sind beide getauft. Die Große mit 6 Wochen und er kleine mit 3 Monaten.

Sie sind beide evangelisch. Mein Mann ist katholisch ich bin evangelisch. Wir sind beide gläubig.
Vor allem seit meine Schwimu verstorben ist, weiß ich was es eigentlich heist zu glauben!

Die Kinder gehen beide in die Kinderkirche und finden es toll. Auch Religionsunterricht ist für die Große ein Highlight. Man kann Kindern nämlich auch mit viel Spaß den christlichen Glauben vermitteln.

Ich denke schon, dass es sein kann, das Kinder gehänselt werden, wenn sie nicht am Reli teilnehmen. Meine Große fragt schon, warum das ein oder andere Kind nicht dabei ist. Es ist doch so schön, die Geschichten von Gott zu hören, zu singen und darüber zu sprechen usw. usw.
Sie findet es schade für die anderen Kinder, da sie das Gefühl hat, sie würden etwas wichtiges verpassen.

Liebe Grüße

Nicole

Beitrag von zoe0212 30.03.10 - 13:40 Uhr

Ich bin nicht getauft und auf dem Land gross geworden. Ich hatte bis Heute nie Probleme damit. Ich bin ganz normal auch in den Religionsunterricht gegangen, später dann in Ethik. Ich fühlte mich nie als Aussenseiter, auch nicht, als alle in den Konfirmantenunterricht gingen, konformiert wurden und ne Menge Kohle bekamen. Meine Eltern stellten mir es frei, mich auch taufen zu lassen und zur Konfirmation zu gehen. Ich hab mich dann genau mit dem Thema religion beschäftigt und beschlossen, dass ich da nicht ganz dahinter stehe und mich nicht wegen Kohle taufen lasse. Ich fand es sehr gut, dass ich das selbst entscheiden durfte. Meine Schwiegermutter sieht das anders, sie denkt, unsere Kinder würden ohne eine Taufe keinen richtigen Platz im Leben finden etc. Unsere 3 Kinder sind nicht getauft, sie dürfen auch selbst entscheiden, wenn sie alt genug sind, sich damit zu befassen.
lg zoe0212 der glückliche Heide