(erwünschte) Kündigung in der Elternzeit?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von sonnenkind09 27.03.10 - 21:52 Uhr

Hallo,
ich bin etwas verwirrt. Mein Sohn wird in 2 Monaten ein Jahr alt, und somit fällt dann das Elterngeld weg. Ich habe damals aber zwei Jahre Elternzeit eingereicht, die ich auch nehmen möchte. Mein Arbeitsvertrag liefe regulär Ende August 2010 aus. Ich habe meinem Arbeitgeber gegenüber den Wunsch geäußert, früher gekündigt zu werden, um Arbeitslosengeld beantragen zu können. (Zumindest möchte ich es versuchen.) Die Bedenken meiner Chefin, ob dies überhaupt möglich ist, finde ich nun nach kurzer Onlinerecherche bestätigt: Ich darf während der Elternzeit nicht gekündigt werden! Jetzt schwirren verschiedene Gedanken in meinem Kopf herum... Was ist, wenn mein AG mich dennoch kündigt und ich es hinnehme, ohne zu klagen...wen interessiert denn das? Weiß die Arbeitsagentur, wenn ich Alg1 beantrage, wieviel Elternzeit ich genommen habe... ich meine, woher sollte sie? Ist ein Aufhebungsvertrag denkbar, und nützte der mir was? Wenn ich es einfach so laufen ließe bis Ende August, muss ich mich dann selbst krankenversichern (ich bin ledig), wenn das Elterngeld ausläuft, oder zahlt mein AG bis Ende August meine KV? Und bekäme ich Alg1 auf Berechnungsbasis meines letzten Gehalts oder des Elterngeldes?
Ich hoffe, nichts vergessen zu haben und einige hilfreiche Antworten zu bekommen. Dankeschön!

Gruß, Caro #sonne

Beitrag von susannea 27.03.10 - 22:08 Uhr

Du bekommst überhaupt keine ALGI wenn du keine Betreuung hast. HAst du Beteuung, dann kannst du auch wieder arbeiten gehen. ALGI gibts nur, wenn man wirklcih dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht!

Beitrag von sonnenkind09 27.03.10 - 22:40 Uhr

Das ist mir bekannt, aber darum geht es hier überhaupt nicht. Das war keine Antwort auf eine meiner Fragen.

Beitrag von susannea 27.03.10 - 22:55 Uhr

Eine Kündigung in Elternzeit vom AG gibts nicht und wenn du Geld brauchst, musst du arbeiten gehen (z.B. Teilzeit in Elternzeit) und kannst dafür auch ALGI bekommen!

Ich verstehe dein Problem nicht. Du brauchst Geld, du hast eine Stelle, also warum arbeittest du dann nicht?

Sollte dein AG keiner Teilzeit in Elternzeit zustimmen, kannst du ALGI beziehen bis du eine Stelle in der Art gefunden hast.

Kündigen musst du dafür nicht!


Evtl. formulierst du einfach deine Frage so, dass man auch versteht, was du wissen möchtest!

Beitrag von sonnenkind09 27.03.10 - 23:26 Uhr

Ich finde meine Fragen eindeutig formuliert. Die Antwort auf deine ist sehr simpel: Ich arbeite nicht, weil ich ganz für mein Kind da sein möchte, solange es noch keine zwei Jahre alt ist. Wir kriegen das zur Not auch ohne Alg1 halbwegs hin, aber immerhin hab ich auch jahrelang in die Kasse eingezahlt, deshalb möchte ich es zumindest versuchen, wie ich eingangs schon schrieb.

Beitrag von susannea 27.03.10 - 23:37 Uhr

Wenn du nicht arbeiten willst, gibts natürlich auch keien ALGI und klar kannst du evtl. versuchen dir die Leistung, die dir nicht zusteht zu erschleichen, aber das Arbeitsamt läßt sich ja auch Formulare von deinem AG ausfüllen usw. und du musst unterschreiben dass du jederzeit einen Job annimmst.

Wenn du also überhaupt nicht arbeiten willst hast du logischer Weise auch kein Anrecht auf Arbeitslosengeld.

Das habe ich dir aber auch gleich am Anfang schon geschrieben! Deine Antwort dazu war, dass du das weißt.

Was also willst du dann wissen?!?

Beitrag von windsbraut69 28.03.10 - 07:55 Uhr

Offensichtlich hast Du Dein Anliegen nicht eindeutig formuliert.
Du möchtest nicht bis Ende August beim jetzigen AG arbeiten, Du möchtest auch nicht anderweitig arbeiten, ja?
Dass Du ohne Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt keinen Anspruch auf ALGI hast, ist Dir klar, Du möchtest aber dennoch ALGI beziehen, ohne dem Markt zur Verfügung zu stehen, weil Du voll bei Deinem Kind bleiben möchtest???

DAFÜR hast DU NICHT einbezahlt, sondern gegen UNGEWOLLTE Arbeitslosigkeit.

Beitrag von sabuscha 28.03.10 - 01:37 Uhr

Hallo Caro,

während der elternzeit kann dein ag dir nicht kündigen, der macht sich dadurch eingreifbar auch durch arbeitsamt. aber du, musst natürlich die kündigungsfrist einhalten. dadurch wird dein alg1 gekürzt bzw. eine zeit lang gnicht bezahlt.

"Weiß die Arbeitsagentur, wenn ich Alg1 beantrage, wieviel Elternzeit ich genommen habe... ich meine, woher sollte sie?"
zur anfang deiner elternzeit musstest du es ja dem ag schriftlich mitteilen. und es ist ganz einfach betrug!#schock#aerger ein aufhebungsvertrag ist zwar denkbar, aber dadurch verlierst du alle ansprüche (alg1, rente ect).

wie es mit der kV aussieht#kratz... frag einfach mal deine krankenkasse.#klatsch

Beitrag von tve 28.03.10 - 07:30 Uhr

Aufhebungsvertrg würde ich lassen, weil ist in der Regel mit Sperrzeit verbunden.
Vermittelbar solltest Du sein, sprich die Kinderbetreuung sollte gewährleistet sein bei ALG I, sprich, wenn die Oma da ist und aufs Kind aufpasst, steht dem auch nichts im Wege sich Vollzeit zur Verfügung zu stellen und somit volles ALG I zu erhalten, stellt man sich nur halbe Tage zur Verfügung, gibts auch nur die Hälfte vom ALG I.

In der Elternzeit kündbar bist Du meines Wissens nach nicht, aber man müßte die Elternzeit eigentlich verkürzen können und wird dann eben am ersten Arbeitstag vom Chef gekündigt.

Beitrag von susannea 28.03.10 - 09:18 Uhr

Sie will ja aber ALGI beziehen ohne sich zur Verrfügung zu stellen.

Stände sie zur Verfügung könnte sie ja Gehalt vom Chef bekommen oder ALGI ohne Kündigung!

Beitrag von tve 28.03.10 - 10:26 Uhr

Zwischen zur Verfügung stellen und auch zur Verfügung stehen sind himmelsweite Unterschiede, oder glaubst Du ernsthaft das Arbeitsamt könnte ihr zum nächsten Ersten einen Job vermitteln ?

Beitrag von susannea 28.03.10 - 12:34 Uhr

Das evtl. nicht, aber sie in eine Maßnahme stecken oder ähnliches oder sie sperren, weil sie gekündigt hat, obwohl sie ohne Kündigung Anrecht auf ALGI oder einen Teilzeitjob hat ;)

Beitrag von tve 28.03.10 - 15:03 Uhr

Maßnahmen dauern in der Regel keine Ewigkeit und wenn sie stillt, stehen ihr auch dabei entsprechende Pausen zu, wie im Berufsleben eben uch.
Und gekündigt hätte sie ja nicht, wenn sie die Elternzeit verkürzt und dann gefeuert wird, die Cheffin scheint doch mitspielen zu wollen.

Beitrag von susannea 28.03.10 - 15:08 Uhr

1. Will sie auch für Maßnahemn nicht zur Verfügung stehen, sie will 100% beim Kind bleiben, somit kann sie kein ALGI beziehen ohne dass es Betrug ist!

2. Warum soll sie denn überhaupt eine Kündigung provozieren. Kann die Chefin ihr keinen Teilzeitjob anbieten, kann sie auch in Elternzeit und angestellt bei der Chefin ALGI beziehen!


Also um voll beim Kind zu bleiben gibts keinen legalen Weg zum ALGI!

Beitrag von tve 28.03.10 - 17:59 Uhr

Steht nix von im Eingangsposting, kann es sein, dass Du mehr reininterpretierst, als ich rauslesen kann ?

Beitrag von susannea 28.03.10 - 18:10 Uhr

Nein, das interpretiere ich nicht rien, dass hat sie auf NAchfrage so geäußert, das sie das eh alles wisse und das sie ganz fürs Kidn da sien will!

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2563321&pid=16260220&bid=28

Beitrag von tve 29.03.10 - 08:10 Uhr

Ehrliche Antwort ?

Ich kann die Frau durchaus sogar verstehen.

Beitrag von windsbraut69 29.03.10 - 13:45 Uhr

#rofl

Beitrag von woodgo 28.03.10 - 10:30 Uhr

Hallo,

Man bekommt kein ALG 1, wenn man dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht, bzw. auch keine Kinderbetreuung nachweisen kann.
Und was machst Du, wenn sie Dich vermitteln? Zumindest einen Lehrgang werden sie Dir schon aufbrummen, und dann? Was Du vor hast, ist schichtweg Betrug!
Man kann nun mal nur so lange zu Hause bleiben, wie man auch Geld dafür zur Verfügung hat. Was glaubst Du, wieviel Mütter gern 3 Jahre zu Hause bleiben würden, es aber nicht können, weil sie nunmal nach einem Jahr wieder für den Lebensunterhalt sorgen müssen#aha ein ganz natürlicher Vorgang meiner Meinung nach#augen

LG

Beitrag von sonnenkind09 28.03.10 - 14:40 Uhr

Ein ganz natürlicher Vorgang, wie du es nennst, ist es, für sein Kind da zu sein. Nach einem Jahr wieder arbeiten zu gehen, ist eher oft ein notwendiges Übel. Und ich sagte bereits, dass es zur Not auch ohne Alg1 geht. Herrje, was seid ihr alle frustriert. Danke für den sachlichen Teil eurer Antworten.

P.S. Meiner Freundin ist fünf Minuten vor der Angst der mündlich zugesicherte Kitaplatz abgesagt worden, und nun hat sie erst ab Mai eine Betreuung für Ihren Sohn, der im März ein Jahr alt wurde. Daraufhin hat ihr der AG für 2 Monate gekündigt und die Arbeitsagentur ihr geraten, für diese Zeit Alg1 zu beantragen.

Beitrag von woodgo 28.03.10 - 15:52 Uhr

Fakt ist nun mal, man kann nur so lange zu Hause bleiben, wie das Geld reicht. Man könnte jetzt ja sagen, man könnte schon mal vorsorgen, damit man eben so lange zu Hause bleiben kann.
Fakt ist auch, es ist ne Frechheit, nach Geldern zu fragen, die einem helfen, das ein oder anderer Jahr nicht arbeitend zu verbringen:-[ Man, da platz einem doch echt der Kragen, wie doof ist man eigentlich, wenn man für sein Leben plant, Geld auf die Seite legt, daß mal ein paar Monate oder Jahre zum Lebensunterhalt dient, eben weil man ein Kind geplant hat#aha Aber da es ja auch ohne ALG 1 bei Euch geht, wozu dann die ganze Fragerei hier#kratz

Beitrag von sonnenkind09 28.03.10 - 16:00 Uhr

Es geht mir nicht darum, mich vor der Arbeit zu drücken, ich mag meinen Beruf. Wir haben auch Geld gespart, natürlich ist das nicht doof, jetzt reg dich doch nicht so auf. Man wird ja wohl mal alle Eventualitäten abwägen und abfragen dürfen. Ich habe doch noch gar nicht zu Ende gedacht.

Beitrag von woodgo 28.03.10 - 16:05 Uhr

Hey, das war doch ganricht böse gemeint, ich hab ja auch nur gedacht und gefragt#augen

Beitrag von susannea 28.03.10 - 18:13 Uhr

DAnn wird die Arbeitsagentur schnell merken, dass sie gar kein Anrecht auf ALGI hat, da sie ja dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht.

Aber das weißt du doch eh selber, wie du geschrieben hast.

Wenns ohne das Geld geht, dann bleib doch auf dem legalen Weg und komme ohne das Geld aus!

Fakt ist auch, ALGI kannst du auch ohne Kündigung erhalten, dann hast du immerhin nach der Elternzeit die Arbeitsstelle noch!

Beitrag von sonnenkind09 28.03.10 - 19:17 Uhr

"Fakt ist auch, ALGI kannst du auch ohne Kündigung erhalten, dann hast du immerhin nach der Elternzeit die Arbeitsstelle noch!"

Das wusste ich nicht. Aber das ändert ja nichts an der erforderlichen Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt.
Und abgesehen davon, dass ich die Stelle nicht behalten möchte, läuft mein Vertrag, wie ich schon schrieb, ohnehin innerhalb der Elternzeit aus.

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