Sohn 4 1/2 Jahre.....stottert plötzlich :-(

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von trulli1806 28.03.10 - 01:05 Uhr

Hallo,

ich bin total verzweifelt,mein Sohn stottert auf einmal.....ich muss auch sagen das er sehr spät angefangen hat zu sprechen und ich auch schon seit längerer Zeit bei einer Logopädin mit ihm bin aber nicht wegen dem stottern,weil das hat er vorher nicht getan.Bei ihm waren es bestimmte Buchstaben die nicht geklappt haben.
Ja und jetzt stottert er aber auch noch,ich hab das Problem mit der Logopädin besprochen sie meint das es dieses Entwicklungsstottern ist,aber kann es das wirklich sein??
Ich mache mir solche Sorgen und habe Angst das es nicht mehr weg geht.Kennt das jemand von euch??
Ich würde mich sehr über Antwort freuen.
Weil er tut mir schon so leid weil er fast keinen vernünftigen Satz mehr raus bekommt und bei fast jeder Silbe hängen bleibt :-(.

Gruss Trulli

Beitrag von nity 28.03.10 - 05:32 Uhr

Hallo Trulli

Ich moechte dir gerne schreiben weil dein Text mich an meinen aeltesten Sohn erinnert hat. James hat auch spaet zu sprechen angefangen und als er mit 4 Jahren in den Kindergarten kam hat sich sein Wortschatz sehr verbessert. Aber nach etwa drei Monaten fing er ploetzlich an zu Stottern, hat jedes Wort zigmal wiederholt und konnte kaum einen Satz stotterfrei aussprechen. Wir hatten ein Gespraech mit der Logopaedin und sie empfahl uns, rasch mit einer Therapie anzufangen. Aber nach sechs Monaten stotterte James immer noch stark und ich begann zu zweifeln ob er jemals wieder "normal" sprechen wuerde.

Eine Bekannte erzaehlte mir von ihrem Sohn, der ein extrem Stotterer war und jetzt beinahe stotterfrei sprach. Sie empfahl mir eine neue Logopaedin, eine Expertin im Stottern sozusagen, und schon nach zwei Therapiesitzungen verbesserte sich James's Stottern gewaltig. Wir sind immer noch in Therapie aber wir sehen das Licht am Ende des Tunnels.

Bitte, such dir schnell professionelle Hilfe bei Experten, die sich auf Stottern spezialisieren, Stottern ist erblich bedingt (der Bruder meines Mannes stotterte als Kind) und verschwindet nicht einfach. Mit 4 1/2 Jahren ist dein Sohn (genau wie mein James damals) schon zu "alt" um das Ganze nur als Entwicklungstottern abzutun. Ihm kann geholfen werden, aber die Chancen sind besser, je juenger das Kind ist.

Ich hoffe, dass meine Erfahrungen mit meinem Sohn dir irgendwie helfen konnten. Ich wuerde dir auch raten, vielleicht eine zweite Meinung einzuholen, weil Stottern ein Thema ist, wo sich selbst die Experten uneinig sind. Es gibt verschiedene Therapieformen und nicht jede ist unbedingt richtig fuer jedes Kind.

Gruss
Anita

Beitrag von reina05 28.03.10 - 11:28 Uhr

Hallo,

ja die Kollegin hat wahrscheinlich recht, wenn die Redeunflüssigkeiten erst vor kurzem aufgetreten sind. Lasst euch von der Kollegin beraten wie ihr mit den Redeunflüssigkeiten umgehen sollt und sollte nach ca. einem halben Jahr keine Besserung oder/und eine Sprechangst und Anstrengung bei deinem Sohn zu erkennen sein, dann solltet ihr mit einer Stottertherapie beginnen.
Redeunflüssigkeiten sind für Eltern immer beängstigent und ich verstehe dich voll und ganz, bitte doch die Kollegin mal in einer Therapiestunde dabeizusein, um zu sehen wie sie mit den Redeunflüssigkeiten umgeht. Entwicklungsstottern meint, dass der passive Wortschatz größer ist als der aktive und die Kinder dadurch nicht flüssig sprechen. Hat sich der aktive Wortschatz erweitert verschwindet auch die Unflüssigkeit. Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

LG und einen schönen Sonntag
reina

Beitrag von polar99 28.03.10 - 12:12 Uhr

Hallo,

meine Kleine ist geboren 09/2005. Sie hat früh angefangen zu sprechen und das sehr gut. Sie kann sich auch gut ausdrücken - also alles paletti. Seit ungefähr 2 Monaten stottert sie auch. Manchmal ist es so, als ob sie vom Marathon laufen kommt, aus der Puste ist und uns irgendwas ganz schnell erzählen muss (kann es leider nicht besser beschreiben, vielleicht, weißt du was ich meine). Sie möchte viel sagen und stottert unheimlich, so dass sie dann ganz lange brauch, bis sie das raus hat, was sie sagen möchte.

Wir sagen dann immer zu ihr: Mach langsam, wir hören Dir zu.

Allerdings ist das nur manchmal am Tag, nicht immer und wird langsam besser.

lg polar

Beitrag von nadinchen82 28.03.10 - 21:08 Uhr

Bei uns ist es genauso wie du beschreibst.Florian wird in 2 Wochen drei. er will alles so schnell erzählen und ich sage dann immer das gleiche wie zu deiner Maus.
Bei uns ist es auch mal 1-3 tage sehr doll und dann gibt es Tage da stottert er gar nicht.
Werde es nun aber bei der nächsten u mal ansprechen

Lg nadine

Beitrag von nici222 28.03.10 - 14:16 Uhr

Hallo,

Kopf hoch wirst sehen bald ist der Spuk vorbei.

Mein Sohn hatte das letzten Sommer ganz extrem, da war er 3. Von jetzt auf gleich und manchmal auch ganz schlimm. Manchmal gleich morgens manchmal erst nachmittags... und so plötzlich wie es kam ging es auch. Vor kurzem hatte er wieder so eine Phase.

Versuche darüber weg zu schauen. Je weniger Beachtung das Stottern findet um so weniger ärgert deinen Sohn das. Also bloß nicht ständig sagen: Sprich langsam.

Unsere KIÄ nannte das auch Entwicklungsstottern.

lg nici

Beitrag von doris.r. 28.03.10 - 14:34 Uhr

Hallo,

vielleicht hilft dir dieser Text weiter;-)

Das Entwicklungsstottern tritt in der Sprachentwicklung bei vielen Kindern im Alter von ca. 2 – 4 Jahren auf, da die Sprechkoordination noch nicht voll ausgebildet ist. In der Regel bildet sich das Entwicklungsstottern spontan zurück, wenn die Umwelt nicht darauf reagiert (z. B. sprich langsam, überleg erst, usw.), sondern wenn das Kind aufmerksame und zugewandte Zuhörer hat, die darauf reagieren was es sagt und nicht wie es etwas sagt
Vom manifesten Stottern spricht man, wenn die Störung über das 4. Lebensjahr länger anhält und sich beim Kind ein Störungsbewusstsein gebildet hat. Auch dann sollten von Eltern und Erziehern alle Ermahnungen und Ratschläge wie oben geschildert unbedingt unterbleiben und eine gelassene und zugewandte, aber nicht überfürsorgliche Haltung entwickelt werd
Kinder und Jugendliche mit manifestem Stottern brauchen eine fachkundige logopädische Therapie und Unterstützung und sollten daher frühzeitig beim Logopäden oder Fachberater für Hör- und Sprachgeschädigte im Gesundheitsamt vorgestellt werden.
Erwachsene Stotterer finden neben therapeutischer Hilfe auch Unterstützung in Selbsthilfegruppen, die in fast allen größeren Städten und Gemeinden existieren. Siehe: www.stotterer-selbsthilfegruppen.de oder www.bvss.de

lg#blume
doris

Beitrag von winterkinder 28.03.10 - 21:42 Uhr

Hallo,

vorab...ich komme vom Fach;-)

Das was du und auch einige andere hier beschreiben ist in der Tat ein entwicklungsbedingtes Stottern.
Eine Ferndiagnose ist jedoch nicht möglich.

Das Stottern darf zwar regelmäßig, aber nur in Maßen auftreten.
Achte auch mal darauf ob es immer oder häufug in der selben Situation auftritt.

Ganz wichtig ist GEDULD!

Auch gilt es einige Dinge zu beachten

- Ruhe bewahren, auch wenn es schwer ist
- das Kind auf keinen Fall unter Druck setzten
- niemals das Kinder verbesser mit " Das heisst aber...",
sondern immer mit den sogannten correctiv Feedback
arbeiten.
- und auch Sätze wie " Rede langsam" wirken zwar kurzzeitig, führen auf Dauer aber leider nicht zum Erfolg.

Ich habe hier daheim einen ganz tollen Zettel mit vielen Informationen zum Stottern.
Kann euch den gerne zukommen lassen.

Wer mag kann sich gerne melden!

LG

Beitrag von sandraaaaa1986 23.02.14 - 22:06 Uhr

Hallo,
ich habe gerade Ihren Beitrag übers stottern gelesen...
Haben Sie evt. noch bitte diesen Zettel mit den Informationen für mich?
Danke, glg
Sandra

Beitrag von sofiarimal 27.08.14 - 07:32 Uhr

Hallo Sandra,

hast du weitere Informationen von Winterkind erhalten?? #zitter

LG

Sofia

Beitrag von sandraaaaa1986 28.08.14 - 21:31 Uhr

Hallo Sofia... Nein, leider nicht! Aber bei uns hat sich das Gott sei dank gelegt! Wie geht es euch?