Minijob! Wenn man manchmal über 400 Euro käme...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von sanaundfinn 28.03.10 - 15:17 Uhr

Hallo zusammen!

Ich bin Mama und Hausfrau, arbeite aber an zwei Vormittagen als Spielgruppenleiterin, bei zwei verschiedenen Arbeitgebern und bin freie Mitarbeiterin - bekomme also immer nur Zeitverträge. Bei der einen Institution arbeite ich semesterweise - habe also zwischendrin Semesterferien von insgesamt ca. 4 Monaten im Jahr, während der Zeit bekomme ich natürlich kein Geld und bei der anderen Institution arbeite ich quartalsweise - wenn Schulferien sind arbeite ich nicht und verdiene auch nix.
Am Ende des Jahres bekomme ich die Verdienstbescheinigungen, die mit der Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht werden...
Soviel zur Vorgeschichte!

Jetzt wurde mir angeboten, einen weiteren Kurs zu übernehmen. Wenn ich das mache, komme ich aber mit ein paar wenigen Euro über die 400 Euro-Grenze. Allerdings nicht jeden Monat, weil es ja auch Monate mit weniger Tagen gibt oder Monate in denen Semesterferien und Schulferien sind.

Wird der Gesamtbetrag, den ich in einem Jahr verdiene durch 12 geteilt oder wird jeder Monat einzeln bewertet und muss ich dann für die Monate wo ich über die 400 Euro komme Steuern zahlen. Wieviel ist das dann bei 418 Euro und Steuerklasse 5?

Wo kann ich mich erkundigen? Bei der homepage der minijobzentrale werde ich nicht so richtig schlau. Vielleicht kann mir hier jemand helfen.
Oder kann man beim Finanzamt anrufen und nachfragen? Oder beim Steuerberater?
Würde den dritten Kurs eigentl gerne noch machen, möchte nur wissen ob es sich lohnt...

Liebe Grüße und danke für's Lesen meines Gedanken-Wirrwarrs ;-)

Sana.

Beitrag von susannea 28.03.10 - 16:05 Uhr

Es gibt eine Möglichkeit mit Gleitzone, da müßte das hinkommen. Helfen kann dir eine Steuerberater, der Lohnstuerhilfeverin oder evtl. dein Finanzamt.

Wenn du übrigens einen 400 Euro-Job hast, dann wird ncihts beim Fianzamt eingereicht ;)

Beitrag von shasmata 28.03.10 - 16:58 Uhr

"Wenn du übrigens einen 400 Euro-Job hast, dann wird ncihts beim Fianzamt eingereicht ;) "

Da sie ja etwas von "freier Mitarbeiter" schreibt, müsste sie freiberuflich sein, wenn ich mich nicht irre.

Da gelten ja die normalen Minijobregeln eh nicht. Das ist eine Selbstständigkeit...

Beitrag von susannea 28.03.10 - 16:59 Uhr

Wie du richtig schreibst ist es dann kein MInijob mehr und dann interessiert auch die 400-Euro-Grenze niemanden!

Beitrag von sanaundfinn 28.03.10 - 18:17 Uhr

Hallo und danke,

dann frage ich mal beim Steuerberater! Der reicht meine Verdienstbescheinigungen immer mit ein... keine Ahnung warum der das macht. Für mich sind das alles böhmische Dörfer... leider :-(

Beitrag von shasmata 28.03.10 - 17:00 Uhr

Wie ich ja schon auf den Beitrag meines Vorsposters geschrieben habe:

Du schreibst etwas von "freier Mitarbeiter". Demnach bist du nicht angestellt, sondern Freiberufler? Also selbstständig?

Dann ist die 400€-Grenze sowieso hinfällig. Ich bin selbst freiberuflich tätig und das einzige, worauf ich zurzeit wirklich achten muss, ist, dass ich ab 360€ aus der Familienversicherung raus falle und ab 8004€ (?) wird Einkommensteuer fällig.

Beitrag von sanaundfinn 28.03.10 - 18:15 Uhr

Hallo :-)

Nee, ich bin nicht selbstständig. Ich bekomme immer einen Vertrag für das jeweilige Semester bei der VHS und mit dem anderen Arbeitgeber habe ich einen festen Vertrag, dass ich einen Kurs bei denen gebe...

Beitrag von shasmata 28.03.10 - 18:21 Uhr

Also bist du fester Mitarbeiter und kein freier?

Beitrag von sanaundfinn 28.03.10 - 18:27 Uhr

Halte mich bitte nicht für bekloppt, aber ich weiß es nicht... #hicks
Ich dachte bis jetzt, ich sei einfach geringfügig beschäftigt!

Auf dem Verdienstnachweis steht, dass es eine Honorarzahlung für nebenamtlich durchgeführte Unterrichtsstunden ist und dass das eine Einnahme ist, die der steuerlichen Aufzeichnungs- und Erklärungspflicht unterliegt - deshalb wird es auch immer mit eingereicht, egal ob ich über oder unter 400 Euro im Monat verdiene.
Bekomme das Geld auch nicht monatlich sondern bei der VHS am Ende des Semesters auf einen Schlag und bei dem anderen Arbeitgeber zu Beginn des Quartals auf einen Schlag.

Beitrag von shasmata 28.03.10 - 18:51 Uhr

Honorar ist die Vergütung, die Freiberufler erhalten. Also bist du im Prinzip selbstständig, somit musst du dir um die 400€ Grenze gar keine Sorgen machen :)

Beitrag von sanaundfinn 28.03.10 - 18:54 Uhr

Aber ab welchem Betrag zahl ich denn dann Steuern?

Oder kannst du mir sagen, wo ich das nachlesen kann?

Danke

Beitrag von shasmata 28.03.10 - 19:01 Uhr

Auf die Schnelle fällt mir da jetzt leider keine Seite ein, aber auf jeden Fall zahlt man ab 8004€ Einkommensteuer. Wie ja schon gesagt wurde, gibt es bei dir aber noch einen Freibetrag (wie hoch der ist, weiß ich allerdings nicht) und die Ausgaben kann man auch erst noch abziehen. Wenn du schreibst "Mama und Hausfrau" gehe ich mal davon aus, dass du kein weiteres Einkommen hast - also müsstest du mit dem Einkommen aus der Spielgruppenleiter-Tätigkeit schon etwas weiter (ok weit ist relativ ;)) über 8000€ rüber kommen, bevor du Einkommensteuer zahlen musst.

Dann ist da noch die Umsatzsteuer, aber ich gehe mal davon aus, dass dein Steuerberater dich als Kleinunternehmer angemeldet hat. Demnach zahlst du keine Umsatzsteuer solange du im Gründungsjahr unter 17500€ und danach unter 50000€ Umsatz bleibst.

Ich hoffe, ich habe alles verständlich geschrieben *g*

Beitrag von sanaundfinn 28.03.10 - 19:09 Uhr

Soviel verdiene ich nicht dazu... im Durchschnitt wären es demnächst 418 Euro pro Monat.
Ja, ich bin familienversichert. Danke für die Info!!

Schönen Abend und vielen Dank,
Sana.

Beitrag von shasmata 28.03.10 - 19:02 Uhr

Noch eine Frage:
Bist du familienversichert?
Dann müsstest du nämlich drauf achten, dass du dich bei einem Jahresverdienst von 4320€ selbst versichern müsstest :)

Beitrag von shasmata 28.03.10 - 19:03 Uhr

Nachtrag: Jahresgewinn ;)

Beitrag von susannea 28.03.10 - 19:27 Uhr

Nee, so richtig selbstständig ist sie dann nicht, denn das ist genau das, was ich meinte, die Dozententätigkeit z.B. wird zuerst über den Übungsleiterfreibetrag abgerechnet und muss angegeben werden, ist aber nicht stuer- und sozialversicherungspflichtig bis zu der Grenze.

Erst alles darüber ist interessant und wäre auch eine Selbstständigkeit!

Beitrag von susannea 28.03.10 - 19:26 Uhr

Das ist genau das, was ich meinte, die Dozententätigkeit z.B. wird zuerst über den Übungsleiterfreibetrag abgerechnet und muss angegeben werden, ist aber nicht stuer- und sozialversicherungspflichtig bis zu der Grenze.

Erst alels darüber ist interessant.

Beitrag von susannea 28.03.10 - 18:15 Uhr

Ich habe aber gerade gelernt, dass das nur im Monatsdurchschnitt gilt und das die Grenze für die Einkommenssteuer in bestimmten bereichen noch höher liegt, weil erst der "Übungsleiter Freibetrag" greift und die EInnahmen sind weder steuer- noch sozialversicherungspflichtig.

Beitrag von betty38 28.03.10 - 21:04 Uhr

Hallo Sana,

bei mir ist es gerade ähnlich...

Ich bin in Elternzeit, Vollzeitbürojob, die Elternzeit ist 2011 zu Ende.

Zur Zeit gebe ich Kurse an der VHS und im Turnverein. Dies über die Übungsleiterpauschale von 2.100 Euro jährlich. Alles darüber hinaus wird versteuert...

Zusätzlich und völlig unabhängig davon bin ich auf 400 Euro-Basis in einem Fitness-Studio beschäftigt. Dies ist auch ohne weiteres machbar. Also mit VHS/TV und Studio komme ich im Monat auf durchschnittlich 600 Euro.

Was ich nicht könnte oder sich nicht lohnen würde, wäre z. B. ein Kleingewerbe. Dann müsste ich mich selbst wieder krankenversichern, Rentenbeiträge usw. was ja während der Elternzeit durch den Bund übernommen wird.

Was außerdem nicht geht - bist du in Elternzeit mit AG im Hintergrund - du kannst dann nicht die 400 Euro über verschiedene Arbeitgeber/Jobs summieren, sondern nur bei einem. Wenn du "nur" studierst oder Hausfrau bist, kannst du die 400 Euro bei verschiedenen AG sammeln: 100,-- Euro hier, 100,-- da, 200,-- woanders...

Aber diese Übungsleiterpauschale VHS, TV und Minijob sind zwei paar Schuhe und können gemeinsam ausgeführt werden.

lg betty

Beitrag von sanaundfinn 29.03.10 - 08:07 Uhr

Hallo Betty,

muss ich die Spielgruppentätigkeit denn über die Übungleiterpauschale laufen lassen? Kann ich das nicht als "sammeln von 400 Euro bei verschiedenen Arbeitgebern" laufen lassen?
Mit der Übungsleiterpauschale wäre der dritte Kurs ja nicht drin, dann bin ich bei über 3.000 Euro im Jahr :-/ und die Kurse passen von den Zeiten so gut... einmal in der Woche kommt meine Schwiegermutter und an dem anderen Vormittag geht mein Mann einfach um 12 Uhr arbeiten. Hätte ich noch einen anderen Job zu zwei Kursen, dann wäre das zeitlich gar nicht machbar... Schade :-/

Bin zur Zeit Hausfrau. Habe, bevor der erste von drei Kindern kam, studiert. Zur Zeit bekomme ich noch Elterngeld für Mila, aber bleibe auf jeden Fall noch zu Hause, bis sie in den Kindergarten kommt.

Liebe Grüße,
Sana.

Beitrag von betty38 30.03.10 - 13:13 Uhr

Hi Sana,

das weiß ich nicht genau. Denke, das müsstest du mit der VHS abklären, wie die das händeln können. Du kannst ja auch über die 2.100 euro verdienen nur eben ab 2.101,-- muss es versteuert werden und das ist nicht die Welt.

Alles in allem ist das glaube ich die günstigere Variante...

lg betty