Ben´s schwerer Start ins Leben @Märzis

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von saskia161181 28.03.10 - 20:36 Uhr

Hallo zusammen,

hier der versprochene etwas längere Bericht von mir...
am 15.03. ist unser Sohn Ben Finnlay nach 24 Stunden Wehen um 11:47 Uhr mit einem Gewicht von 3.750 g, einer Größe von 54 cm und KU von 37 cm auf die Welt gekommen. Er kam mit der Faust vor dem Kopf auf die Welt - wahrscheinlich hat er schon geahnt, dass er ein Kämpfer wird...die ersten Tage lief alles normal, nur Ben spuckte dauernd...nicht Muttermilch, sondern Galle...als es zur Abschlussuntersuchung ging, ging dann alles ganz schnell - ich war noch von meiner zweiten OP ganz benebelt ( musste zwei Tage nach der Geburt nochmals operiert werden ) - als mein Mann mir sagte, dass sie Ben jetzt wegen Atemproblemen auf die Intensiv verlegen würden...auf der Intensiv stellte sich dann heraus, dass Ben keine Nahrung bei sich behalten konnte...es ging zwar oben was rein, aber nur etwa 10% kamen unten wieder raus, den Rest musste er immer ausspucken...eine Woche nach seiner Geburt entschieden die Ärzte in einer OP seine Bauchdecke zu öffnen und den Darm freizumachen...morgen ist die OP eine Woche her und wir warten immernoch, dass der Kleine endlich Stuhlgang bekommt...heute wurde ihm ein zentraler Zugang gelegt, damit er besser ernährt werden kann...er ist so tapfer und ich könnte die ganze Zeit nur weinen...morgen wird er zwei Wochen alt und er hat das Krankenhaus noch nie verlassen...ich habe solche Angst, Angst davor, dass sie ihn noch einmal operieren müssen...Angst davor, dass es nicht besser wird...ich würde ihm so gerne alles abnehmen, aber das einzige was ich tun kann ist warten...seit heute habe ich ein Begleitzimmer und kann hier so lange bleiben, bis ich Ben mit nach Hause nehmen kann...mein Leben zu Hause kommt mir so weit weg vor...wenn wir meine Mutter nicht hätten, dann würde all das nicht gehen...sie kümmert sich um unsere Hunde, unseren Haushalt...
ich weiß nicht, wie es weiter geht...wir haben uns dieses Kind so sehr gewünscht...warum ist das Leben bloß so ungerecht...
ich bin so unendlich traurig und muss doch so stark sein...ich weiß wirklich nicht, wie lange ich das noch schaffe...

traurige Grüße,

Saskia

Beitrag von lemon007 28.03.10 - 20:39 Uhr

Och, laß dich erstmal drücken.... #liebdrueck.

Dass wird bestimmt wieder. Wie du schon gesagt hast, ihr habt einen kleinen Kämpfer.

Ich drück Euch die Daumen, dass er sehr bald nach Hause darf #klee#klee#klee.

LG

Beitrag von hardcorezicke 28.03.10 - 20:40 Uhr

ohjeee der arme... noch so klein und schon so einen schweren start ins leben.. ich drücke euch die daumen das er ganz schnell wieder gesund wird und nicht noch mal operiert werden muss..

LG Diana

Beitrag von binci1977 28.03.10 - 20:57 Uhr

Hallo!

Oh lass dich mal drücken. Das ist ja echt ein schwerer Start.

Hat es was mit dem Magenpförtner zu tun? Oder ein Darmverschluß?

Der Sohn einer Freundin hatte das Gleiche Problem, nur haben sie es erst Wochen später bemerkt.

Selbt ihr Kinderarzt hat es nicht ernst genommen und hätte sie nicht noch bei einem anderem Arzt angerufen, der sie sofort mit dem Kleinen ins KH geschickt hat, wäre er völlig dehydriert gewesen.


Hoffentlich kannst du deinen Kleinen Kämpfer bald mit nach Hause nehmen.

Wünsche euch alles Gute.


LG Bianca 34.SSW


Beitrag von babe2006 28.03.10 - 21:00 Uhr

Hallöchen,

laß dich erstmal drücken..

du bist eine tolle Mama, dein kleiner Schafft das!!!!

Ich drücke dir ganz fest die Daumen das ihr bald nach Hause dürft..

alles wird gut :o)

Beitrag von sternchen.4 28.03.10 - 21:13 Uhr

Ohje :-( Stell mir das echt hart vor für eine Mama.
Drücke dir die Daumen das der kleine Ben bald gesund und munter wieder nach Hause darf und du aufatmen kannst #klee

Beitrag von hertha000 28.03.10 - 21:16 Uhr

Hallo Saskia.

Laß Dich erstmal drücken #liebdrueck...
Und dann drücken wir Euch alle Daumen, dass der kleine Mann bald alles überstanden hat.
Das Du diese Gefühle und Ängste hast, ist doch total normal.
Unser Sohnemann wurde am 30.12.2009 per KS wegen path. Doppler geholt, da waren wir bei 30+2 und hat die Klinik erst am 27.02.2010 verlassen.
Ich hatte immer das Gefühl, alsw enn irgendwas fehlt und ich ihm überhaupt nicht helfen kann.
Dann sagten uns die Ärzte, das Tylar Sättigungsabfälle hätte - ich konnte überhaupt nichts damit anfangen. Die Schwestern haben mir dann erklärt, das ein so kleiner Mann ab und an dann mal das Atmen vergißt! #schock #zitter - mir ging alles durch den Kopf! Manchmal saß ich zuhause und habe geheult und gedacht "Wirst Du das alles überhaupt schaffen?" - wir haben es geschafft!!! Zwischendurch kam dann mal dies, mal das! Aber ich habe mir dann immer gesagt "Er hätte ja noch sooo viel Zeit gehabt und wäre eigentlich noch bei mir im Bauch!". Klingt etwas blöd, aber so habe ich mich täglich wieder aufgebaut.
Momentan kämpfen wir mit dem Stuhlgang, denn es dauert immer so um die 4-5 Tage bis da was passiert. Habe mir aber vorgenommen, das ich am 31.03. beim nächsten KiA-Besuch danach fragen werde. Denn irgendwas sagt mir, das es sooo ja nicht wirklich in Ordnung sein kann.
Übrigens hilft es Ben sehr, wenn er merkt das seine Mama bei ihm ist! Das haben mir die Schwestern und Ärzte immer wieder gesagt. Bin vor seiner Entlassung auch wieder für 2 1/2 Wochen zu Tylar gezogen - schon allein, weil ich alles zum Thema wickeln, baden und füttern lernen wollte! Denn wo kann Frau dies besser als auf der Neo-Station???
Also, liebe Grüße von uns an Euch und es wird alles gut!!!
Kannst Dich ja mal per PN melden und schreiben, wie´s Ben geht.
hertha000

Beitrag von turbokristel 28.03.10 - 21:38 Uhr

Hallo Saskia,

ich kann dich sehr gut verstehen - mein Sohn lag die ersten 4 Monate auf der Intensivstation (Frühchen, 26+0, 520g). Ich kann dir nun nicht wirklich weiterhelfen, aber dir sagen, dass es bald besser wird. Ja, du bist ein wenig machtlos, aber du kannst ihm die Liebe geben, die er braucht. Mama`s Wärme und Geborgenheit helfen doch, ganz schnell wieder gesund zu werden.... Wir hatten auch viele schreckliche (Verdachts-)Diagnosen, ich hatte auch immer solche Angst. Aber irgendwann sagte ich mir: "Egal, wie es kommt, da müssen wir dann einfach durch"... seitdem ich so denke, geht es mir sehr viel besser und ich verfalle nicht mehr so leicht in Angst...

Und wenn dein kleiner Mann erstmal zu Hause ist, dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus#liebdrueck

LG Kristin

Beitrag von biene8520 28.03.10 - 21:45 Uhr

Hallo!

Sei mal lieb gedrückt! #liebdrueck

Ich kann es Dir so gut nachempfinden, unsere Kleine kam zwar ganz normal zur Welt, wir sind nach einer Woche auch ganz normal aus dem Krankenhaus entlassen worden, allerdings mussten wir in derselben Nacht noch zur Kinderklinik, weil wir feststellten, dass unsere Kleine nicht richtig atmete. Dort waren wir dann erstmal 2 Wochen, die Kleine immer am Kabel zur Überwachung und mussten dann immer wieder alle 6 Wochen in die Kinderklinik bis sie 2 Jahre alt war!

Eine harte Zeit, aber wir haben sie durchgestanden! Und Ihr werdet das auch! Also, nicht den Kopf hängen lassen (ich weiß, das ist schwer!), positiv denken und dem Kleinen Kraft geben, denn er spürt ja, wenn Du bei ihm bist und ihm Kraft gibst!

Alles Gute für Euch!

LG
Biene

Beitrag von wind-prinzessin 28.03.10 - 22:00 Uhr

Nicht ohne mich massenknuddeln! Will doch mitmachen! #liebdrueck

Ich bin mir sicher, dass er es schaffen wird! Er muss es einfach schaffen.. Immerhin heißt er Finnlay. Und Finlay (mit einem n) soll mein Kind auch heißen, wenns ein Junge wird. Und soll ich dir was sagen? Das da in meinem Bauch ist unkaputtbar. Ich habs erst in der 8. SSW erfahren, hab teilweise 70kg gehoben, 14 Std am Tag gearbeitet, getrunken, geraucht, mich ungesund (und teilweise nen Tag gar nicht) ernährt. Und der Zwerg wächst und wächst und wächst. Wenn ich das gewesen wär, wär ich sicher aus Unlust hopps gegangen.

Er hats bis hierher geschafft und dann schafft er es auch weiter! Meine Cousine hatte beim zweiten Kind auch arge Probleme. Was genau damals los war, habe ich kaum mitbekommen, da ich zu dem Zeitpunkt nicht viel Kontakt mit meiner Familie hatte. Es hieß nur immer "Annick liegt im Sterben, sie wird schon wieder operiert...", das ist nun ein paar Jahre her und sie ist gesund. Zwar hat sie nach langer Krankheit viel aufzuholen, aber wir sind alle froh, dass Annick lebt und ihre Fortschritte macht.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass ihr bald nach Hause könnt!