Verzweifelt, Kind ist aggressiv, ADHS?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von coumau2005 28.03.10 - 22:41 Uhr

Hallo,
ich bin völlig verzweifelt! Mein Sohn ist jetzt 4 1/2 Jahre.
Er war schon immer aktiver als andere Kinder, kommt nie zur Ruhe, schreit und weint viel.
Seit ca. 2 Monaten ist mein Sohn aggressiv und hat auch noch Freude daran. Z. b: Ich wurde am Handgelenk operiert und er haut drauf und lacht. Bei einem Freund setzt er sich auf dessen "kranken Fuß" und lacht. Unser kleiner Hund (Welpe) wird prinzipiell gequält und dann wird gelacht. Kinder in der Kita werden ohne Grund geschlagen.
Warum? Ich versteh das nicht!
Bestrafen bringt nix. Aussicht auf Belohnung, wenn er lieb ist, bringt auch nix.
Hat jemand Erfahrung?

Beitrag von nyiri 29.03.10 - 05:49 Uhr

Spricht mit seinem Kinderazt darüber, denn ich halte es ebenso wie Du für bedenklich, dass es ihm Freude zu bereiten scheint, anderen Menschen oder Tieren Schmerzen zuzufügen. Warte damit auch nicht mehr. Handeln solltest Du jetzt.

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. ;-)


Wünsche Dir viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Beitrag von manavgat 29.03.10 - 09:03 Uhr

Was hast Du gemacht, als er dir auf die kaputte Hand geschlagen hat?

Mal im Ernst, ADHS kann ich hier nicht erkennen. Aber mangelnde Erziehung.

Gruß

Manavgat

Beitrag von onlyboys 29.03.10 - 13:51 Uhr

Seh ich auch so...immer die gleiche Leier.

Kann diese 4 Buchstaben nicht mehr hoeren....

Naomi

Beitrag von coumau2005 30.03.10 - 21:58 Uhr

@ Naomi:
Das ist ein Beitrag über eine verzweifelte Mutter und deren Sohn, hast du meinen Beitrag überhaupt gelesen?
Wenn du etwas dazu sagen willst dann bleib wenigstens sachlich, oder am besten enthältst du dich gleich!!!

Beitrag von coumau2005 30.03.10 - 21:54 Uhr

Also, ich dulde dieses Verhalten sicherlich nicht und habe es dem Kind auch nicht anerzogen! Im allgemeinen bin ich sogar sehr streng und konzequent. Wir beschäftigen und fördern unser Kind JEDEN TAG und das ohne TV und ohne PC!!!

Beitrag von sani80 02.04.10 - 20:30 Uhr

DU wirst es ja schon wissen, immer gleich alle in eine Schublade stopfen .... scheint schon richtig zu sein #aerger

Weißt DU was es heißt so ein Kind zu haben?

Ich kann davon mitreden und finde es erschreckend, das es immer als "mangelde Erziehung" abgesegnet wird :-[

Laut Ärztin meines Sohnes

"Lassen Sie sich nicht einreden das SIE schuld am Verhalten Ihres Sohnes sind" :-p Es liegt NICHT an Ihrer Erziehung :-p

Kennst DU die Hintergründe, kennst Du das Kind, kennst Du die Umstände, kennst DU die Eltern .... NEIN

Also urteile nicht über andere, bevor DU dir nicht ein eigenes Bild gemacht hast

Beitrag von annja70 29.03.10 - 10:51 Uhr

Hallo,

das hört sich wirklich nicht gut an.

Wenn es wirklich so ist, dass er erst seit ca. zwei Monaten so aggressiv ist, dann musst Du forschen, was sich verändert hat (hätte er einen "angriffslustigen, herausfordenden Charakter" hätte sich das eher und vor allem nicht plötzlich gezeigt.)
Wenn dieses Verhalten aber wirklich plötzlich aufgetreten ist, dann hat sich entweder etwas in seinem Umfeld verändert mit dem er "kämpft" oder er versucht etwas zu lernen und zu verstehen und in sein persönliches Koordinatensystem in seinem Kopf einzuordnen.
Ich würde meine Gedanken erstmal in diese Richtung lenken, ob sich etwas für ihn verändert hat oder ob er mit einem bestimmten Thema kämpft um es für sich zu verstehen. Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass er Dir damit etwas "sagen" will...

Alles Gute Euch beiden,

Annja

Beitrag von fraz 29.03.10 - 11:05 Uhr

Es gibt Kinder, die fordern Aufmerksamkeit, egal, ob positive oder negative. Du schimpfst, schreist vielleicht und redest auf ihn ein. Das ist genau das, was er will.
Das nächste Mal: Ohne grossen Worte ab ins Zimmer, er kann dann wieder kommen, wenn er sich zu benehmen weiss.
Und im schlimmsten Fall: Lass es ihn mal spüren, was er anderen antut. Er wird sofort damit aufhören.
Und einen kleinen Hund quälen: Das geht nun gar nicht! Eines Tages wird dieser zurück beissen und dann sind alle furchtbar entsetzt über den "bösen" Hund.

Beitrag von huddelduddeldei 29.03.10 - 17:10 Uhr

Sieh ganz schnell zu, dass du den Hund irgendwie von dem Kind fern gehalten bekommst... die beiden trennen, auf gar keinen Fall aus den Augen lassen, oder sonstiges.

Darf ich fragen, was du machst, wenn er das arme Tierchen quält? Du und sein Freund, ihr könnt euch "wehren", wenn er euch weh tut. Der kleine Fips nicht.

Und dann am besten den Hund ins Tierheim abschieben, wenn er beißt und verhaltensauffällig wird...

Sorry, aber das geht gar nicht. Du kennst deinen Sohn am besten und solltest wissen, welche Konsequenz zieht. Aber sieh ganz schnell zu, dass du dem Kind UNMISSVERSTÄNDLICH klar gemacht bekommst, dass es das allerletzte ist, Tiere zu quälen.

Beitrag von huddelduddeldei 29.03.10 - 17:11 Uhr

Muss noch dazu sagen:

Beitrag von cocoskatze 30.03.10 - 16:29 Uhr

Ja was denn?#kratz:-D

Beitrag von alpenbaby711 29.03.10 - 19:35 Uhr

Also ich denke da wirste dir vielleicht Hilfe von außen holen müssen. Ich kann selbst nicht sagen was dein Kind so verändert hat. Aber ich glaube wenn er das bei meiner Hand mehrmals gemacht hätte und mit Absicht nen kleinen Hund quält hätte er sicherlich aus Reflex auch mal was zu spüren bekommen was weh tut. Und wenns nur ein kräftiges Zwicken gewesen wäre. Natürlich ist das nicht die Lösung. Ich denke schon das steckt mehr dahinter.
Ela

Beitrag von irina76 30.03.10 - 13:02 Uhr

Das immer gleich alles mit ADHS zu tun haben muss, kann ich nicht verstehen. Das ist Blödsinn.

Irgendwie kommt es mir so vor, das Du mit Deiner Erziehung was Falsch gemacht hast. Du hast wohl nie Deinem Sohn bei gebracht, das man anderen nicht Weh tut. Hast Ihm wohl nie Grenzen gesetzt. Kinder brauchen nun mal Grenzen. Es ist nun mal so. So wie ich es sehe, Tanzt Dir Dein Sohn auf der Nase rum. Und Glaub mir er wird größer, dann wird es evtl. schlimmer. Mensch fang an, die Kurve zu Kriegen, aber schnellst möglich. Sonst hast Du Verloren.

Irina

Beitrag von lovemybabys 03.04.10 - 00:42 Uhr

ich wiederrum sage meinem sohn auch was richtig und falsch ist und wo seine grenzen sind warum ignoriert er mich??
warum macht er trotzdem das was er will?
also leute ich habe letztens gelesen;
kinder sind frauen und männer die noch nicht ausgewachsen sind man soll ihnen nichts sagen und nichts verbieten nur wenns um ihre sicherheit geht soll man was sagen sonst nicht sie müssen selber lernen...
mein sohn ist 2 jahre ich will ihn gut erziehen habe da so meine ziele ich habe schon soooo viele verschiedene sachen probiert....
gut sein verhalten ist sehr komisch zugegeben aber ich würde zwar mit dem kinderarzt reden aber tun würde ich es auch schon lange nicht ich finde die ärtze übertreiben auch manchmal schicken gleich zum psyhater oder verschreiben behruigunssachen....
setz dich mal mit dem kleinen zusammen und rede mit ihm reden lange mit ihm erkläre wie weh das tut zeig ihm das eventuell also bei mir hilft es meiner schlägt auch manchmal dann tu ich als ob ich wein dann guckt er auch ganz verblüfft kamm und küsste mich...
bei mir ist es auch sehr schwierig da ich arbeite auch ein wenig und er hat 4 bezugspersonen oma opa papa und mich oma opa darf man alles und mama papa nicht tja

Beitrag von liebesbienchen 30.03.10 - 16:21 Uhr

Hallo,:-)

ich würde an Deiner Stelle mal überdenken woran das liegen könnte. Wie ist Euer Tagesablauf? Wie sind die Nächte? Ernährung, Spiel, Freizeit usw. Setzt Du ihm Grenzen und Regeln oder versuchst Du alles durch Zureden und Erklärungen. Wie verhälst Du Dich? Oftmals sind die Kinder ja ein Spiegel von einem selbst. Bist Du ein Nervenbündel, immer auf den Beinen, nervös?
Ich kann mir vorstellen dass alles bisschen miteinander zusammen hängt.
Ist ein Geschwisterchen da das Dich arg beansprucht, oder der Hund der (da ein Welpe) viel Zuwendung bekommt derzeit.
Versuch doch Deinen Tagesablauf zu ändern. Eine andere Struktur rein zu bekommen, damit Dein Kleiner merkt dass er Dir nicht auf der Nase rum tanzen kann und sich auf Abläufe einstellen und freuen kann zB der Kakao eingekuschelt mit Mama beim Sandmännchen oder ähnliches.
Feste Bettzeiten, Essenszeiten, Spielzeiten. Jetzt wo es wärmer wird auch Zeit zum toben draussen. Und ganz wichtig:

"Bestrafen bringt nix. Aussicht auf Belohnung, wenn er lieb ist, bringt auch nix. "

Nicht gleich aufgeben wenn was nicht funktioniert. Ich denke er testet seine Grenzen aus.

Liebe Grüsse Biene #blume

Beitrag von cocoskatze 30.03.10 - 16:29 Uhr

Ich denke nicht, dass dein Kind ADHS hat.

Das ist immer öfter eine prima Entschuldigung, um elterliche Erziehungsdefizite zu entschuldigen.

Setz deinem Kind klare Grenzen, sprich: erziehe es!

Das ist deine Aufgabe und deine Pflicht.

Im übrigen tut mir der arme Hund schrecklich leid......................

Beitrag von liebesbienchen 30.03.10 - 16:29 Uhr

Habe jetzt in Deiner VK gelesen, Du bist Vollzeit berufstätig?
Vielleicht brauch er Dich einfach zur Zeit mehr, jetzt wo der Hund noch da ist fehlt ihm vielleicht Zuwendung da Du aufgrund der Arbeit schon weniger Zeit hast für ihn.

Beitrag von marion2 30.03.10 - 18:42 Uhr

Hallo,

lies: "Warum unsere Kinder Tyrannen werden"

Kost nicht viel, bringt aber die eine oder andere Erkenntnis.

Achte beim Lesen auf den Stuhl.

Gruß Marion

Beitrag von liebesbienchen 30.03.10 - 22:01 Uhr

Daran habe ich auch gedacht. #schein

;-)

Beitrag von amorvincitomnia 31.03.10 - 15:37 Uhr

Ohne die Beiträge der anderen gelesen zu haben: Jupp, klingt sehr nach ADS. Mein Sohn hat mir mal die Nase gebrochen, meinem Vater auch, hat unsere Katzen gequält, uns geärgert bis aufs Blut - Wahnsinn pur.

Noch heute, zwei Jahre danach, nehme ich unwillkürlich eine Verteidigungshaltung ein, wenn er plötzlich auf mich losstürmt. Schon als Baby hat er so getreten, dass ich mehrmals zu Boden gegangen bin und genau wie Deiner dabei gelacht.

Mit sechs Jahren bekam er Medikinet, nun begreift er, was er tut (das hat er ja nicht mit Absicht gemacht, er ist ja nicht böse - die Information "ich füge anderen Schmerzen zu" kam einfach aufgrund der Hirnstoffwechselstörung nicht bei ihm an). Das hörte sofort auf.

Er war und ist ein absolut lieber Junge, sensibel und freundlich. Das Verhalten damals hat mich fertig gemacht, weil es so sehr im Widerspruch zu seiner Persönlichkeit stand. Ich kann also verstehen, wie es Dir geht. Hätten wir früher Hilfe bekommen (ich habe mich darum bemüht, aber die Zulassung gibt es leider erst ab sechs Jahren, weil sie das damals nur so getestet haben), hätte uns das viel Stress erspart und auch dem Jungen manche Zurückweisung.

Alles Gute, Barbara