was versteht ihr unter kindererziehung?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von redwest25 28.03.10 - 22:53 Uhr

zu mir:
ich bin mit meinem ersten kind schwanger.

ich habe mir gerade eine ältere folge frauentausch angesehen und habe ehrlich gesagt einen schock bekommen.
die mutter meinte, das sie ihr kind( 2,5 Jahre) anbrüllt und auch schlägt..
und das sie mit dem kind total überfordert ist und nicht weiß wie sie das kind richtig erziehen soll.
sie kam dann in eine tauschfamilie, wo 4 kinder waren und alle 4 kinder waren total gut erzogen.
soweit so gut, jetzt würde mich mal interessieren was ihr unter einer guten Kindererziehung versteht.
da mein erstes kind bald kommt, möchte ich natürlich alles richtig machen und nicht "so enden" wie die tauschmutter bei frauentausch(gut das ist schon hammer so zu enden).
wie verhaltet iihr euch beispielsweise bei trotzphasen oder wie beschäftigt ihr euer kind wenn mal langeweile aufkommt und und und.
das ist einfach mal ein interesse thread und ich hoffe, das ich hier richtig bin ;-)

Beitrag von babybibi 28.03.10 - 23:01 Uhr

huhu

bin auch gerade schwanger mit meinem ersten kind,aber dadurch das ich eine Freundin habe,die bereits mit 17 ihr erstes Kind bekommen hat und vieles mitbekommen habe bei ihr,weiß ich defenitiv wie ich es besser zu machen habe!!!:-D

Es soll jetzt nicht heißen,dass sie eine schlechte Mutter oder so ist#schwitz das auf keinen fall!!!

Aber der kleine ist jetzt z.B auch in der Trotzphase erst recht was das "ins bett gehen" anbelangt :-p...Sie rennt ihm immer hinterher und er genießt dann natürlich die aufmerksamkeit ;-)

Konnte mich dann daran zurück errinern,wo ich in dem alter war,was meine Eltern bei mir gemacht haben...Sie blieben auf der Couch sitzen und sagten mit "Energischer" stimme,geh jetzt ab ins Bett!Das sagte ich ihr dann auch und sie an #schock der kleine hörte schon beim 2x und blieb im Bett :-D

Wenn langeweile aufkommt gibt es auch soviele möglichkeiten, raus gehen "Kind müde laufen lassen und nicht immer im Kinderwagen rumkutschieren",Malen,Basteln,ein Buch vorlesen oder dir selbst eine Geschichte ausdenken und dein Kind mit einbeziehen,meine Eltern erzählten mir immer die Geschichte von der kleinen "bibi" also von mir,bezogen dann das ein,was ich denn tag über so gemacht habe und so kam eigentlich nie langeweile auf ;-)

Wenns soweit ist,wirst du wirklich merken was du zu tun hast und was du machen kannst...Solche Frauen wie aus Frauentausch sind einfach mit sich selbst unzufrieden und da können sie auch meines erachtens kein Kind wirklich erziehen!

lg bibi mit #baby bastian et-7

Beitrag von seikon 28.03.10 - 23:05 Uhr

Verabschiede dich von dem Gedanken alles "richtig" machen zu wollen. Es gibt nicht DEN goldenen Weg.
Und jede Mutter macht mal was falsch. Bzw. jede Mutter setzt ihre Prioritäten anders.

Unsere Tochter (fast 2) schläft z.B. immer noch bei uns im Ehebett. Wir finden das total normal und schön. Andere Eltern schlagen darüber die Hände über dem Kopf zusammen und fragen sich, wie man nur kann.
Meine Mutter z.B. ist der Ansicht, dass wir das Kind nie wieder aus dem Bett raus bekommen, dass sie uns auf der Nase rum tanzt usw.

Ebenso muss ich mir z.B. von Freunden oft Vorwürfe anhören, weil unsere Tochter eben auch mal was zum naschen oder einen Schluck Cola bekommt.
Dafür räumt meine Tochter z.B. keine Schränke aus. Das haben wir ihr gleich ausgetrieben bevor es richtig angefangen hat. Hingegen tun die Kinder von Freundinnen das regelmäßig und die wissen nicht recht, was sie dagegen tun sollen.

Wie gesagt, jeder hat andere Ansichten was richtig und was falsch ist.

Beitrag von lunaninchen 28.03.10 - 23:07 Uhr

Hallo!!!

Also ich finde was die Frauentausch zeigen wirklich manchmal heftig. Aber das ist auch realitätsfern. Die müssen ja auch was zeigen damit die einschaltsquote stimmt. Wer würde sich denn angucken das 2 super familien mit einander tauschen und es da keine reibereien geben würde???

Was das Thema erziehung angeht, kann ich Dir nur raten. Entscheide aus dem Bauch herraus was du für richtig hälst und was nicht. Schlagen würde ich mein Kind niemals, auch wenn es noch so frech oder ungezogen wäre, ich wurde als Kind immer geschlagen und angebrüllt ohne ende, hatte oft blaue flecke. Aber ich kann aus meiner erfahrung sagen. Ich hatte angst vor meiner Mutter aber keinen respekt und die schläge haben mich nicht die Bohne interessiert und hab es trotzdem immer wieder gemacht.

Meine Tochter hat auch im mom eine schreckliche Trotzphase, aber da hilft wirklich nur ruhig bleiben und konsequent sein.
Und da jeder sowieso was anderes von erziehung hält und sagt und tut. Das wirst Du dann merken wenn dein Kleines alt genug ist^^

Ich entscheide immer aus dem Bauch herraus was ich für richtig halte und was nicht. Klar ist das vielleicht nicht immer richtig. Aber niemand ist perfekt. Und man macht meist instintiv das richtige in verschiedenen situationen. Egal was andere sagen.

LG ANika 25ssw

Beitrag von chryssy 28.03.10 - 23:19 Uhr

hallo :-)
Ich bin auch grade mit meinem ersten Kind scwanger. Und weiß eigentlich ziemlich genau was ich möchte. Da ich ein Jahr in einer Kita gearbeitet habe und bei meinen Cousins schpn schauen konnten, wie sie das mit der Kindererziehung gemacht haben, weiß ich zumindest schon wie ich es nicht machen möchte ;-) So theoretisch. Im Endeffekt möchte ich es so handhaben wie meine Mama und mit "Zuckerbrot und Peitsche". Sie hatte eine sehr strenge Erziehung. Und hat auch nicht mit sich diskutieren lassen. EIne zeitlang hatte ich auch regelmäßig meinen Klaps auf den Po. Und ich finde es auch so sinnvoll, wenn man den Kindern mal einen klaps gibt. Man schlägt ja nciht zu, es ist mehr ein "Achtug" setzen und wenn man nur erzählt, dann wissen die Kinder das auch und machen sich sehr schnell nichts mehr draus (so meine Erfahrung aus der Kita) und mal einen KLaps auf die Hand, wenn partout nicht gehört werden möchte. (Auch dan ist dieHand natürlich nciht dick oder gebrochen). Auf jeden Fall liebe ich meine mama über alles und konnte mich an die "klaspe" nicht erinnern, weil sie immer total lieb war, viel mit uns gespielt und gelacht, mit uns gekuschelt und lesen geübt hat. Sie war einfach eine tolle Mama!!!
Irgendetwas macht man in der Erziehung immer falsch, aber ich denke, wenn ich ihren Erziehungsstile nutze, dann wird das rect gut. Meine Schwaester und ich können zumindest einen guten Eindruck amchen, wenn wir das wollen und haben Höflichkeit etc gelernt.
Mal sehen, wie es dann am Ende wird. das wichtigste ist Konsequenz,w as ich mir bei meinen eigenen Kindern ziemlich scwer vorstelle, wenn sie mich dann mit ihren großen Knopfaugen ansehen...
Aber wird schon
So... das was ausschweifend ;-)

lg
chryssy+#blume(24.SSW)

Beitrag von kiwiii 28.03.10 - 23:47 Uhr

sorry...aber was du da von dir gibst is echt nicht ganz ohne...
Kinder mit Klapsen strafen...und ihnen bringst dann aber bei, das man andere nicht hauen darf?? Und auf die Finger..naja geht mal gar nicht..bei mir zumindest nicht. Als was hast denn im Kiga gearbeitet??soziales JAhr??
Ich bin auch ausgebildete pädagogische Fachkraft, mache mit Sicherheit nicht alles richtig im Umgang mit meinem Sohn, aber dass man seinen Kindern keinen KLaps geben sollte (obs uns nun früher geschadet hat oder augenscheinlich nicht) lernt man zieml fürh im Pädagogikunterricht...

Aber gut, will keine Moralpredigt halten. Vor dem ersten Kind nimmt man sich ja viel vor..was man später sicher anders macht. Glaub mir. Ich u sämtliche Leute um mich herum sind heute noch erstaunt, was ich für eine Wandlung gemacht habe...

Lg kiwiii

Beitrag von wind-prinzessin 28.03.10 - 23:34 Uhr

Ui, interessantes und sehr weitreichendes Thema.

Ich denke, man muss das gesunde Mittelmaß finden und den Kindern nicht nur Verbote setzen, sondern auch Sachen erlauben und ihnen bei Verboten erklären, worin der Sinn ist ("Pack nicht auf die Herdplatte, das tut dir weh"). Mit schreien und Schlägen kann man gar nichts erreichen, eher im Gegenteil.

Hab mal bei zwei Freundinnen Tagesmutter spielen dürfen/wollen/müssen, da diese sonst ihre Ausbildung hätten abbrechen bzw nicht anfangen können. Die Kinder waren zu dem Zeitpunkt beide 2 Jahre alt. Kann ganz schön schwer sein, Kinder in dem Alter zu beschäftigen. Aber mit Geduld kriegt man das locker hin. Natürlich muss man auch mal schimpfen können, aber wenn man die Kinder bei gutem Verhalten lobt, lernen die vieles von ganz alleine.

Wichtig find ich, dass das Kind an ein Ziel rangeführt wird und nicht so erzogen wurde wie ich teilweise: TV an, Kind ruhig. Man kann mit fortgeschrittenem Alter viel mehr mit den Kindern machen. Mit zwei kann man mit ihnen spazieren gehen, in den Tierpark, mit Straßenmalkreide malen, anfangen mit Memory usw. Die sozialen Kontakte sollten auch nicht zu kurz kommen. Später kann man mit den Kindern Radfahren, ins Kino, schwimmen,... Das hört dann zwar irgendwann wieder auf, aber wenn man die Kinder auf den richtigen Weg gebracht hat, muss das nichts schlechtes sein! Wenn die sich natürlich mit 15 abnabeln und nicht mehr zur Schule gehen, hat man irgendwann mal ne klitzekleine Kleinigkeit übersehen.

Ich möcht zum Beispiel, dass mein Kind sich in der Schule anstrengt, um nen guten Beruf zu erlernen und nicht in Hartz 4 abzurutschen. Ich erwarte kein Abi, aber Mühe kann es sich geben. Aus Erfahrung weiß ich, wie eng es mit der Grundsicherung ist. Und mein Kind hat was besseres verdient!

Beitrag von iggi80 29.03.10 - 08:49 Uhr

Hallo!

Ich erwarte auch mein erstes Kind und mache mir mit meinem Freund viele Gedanken über die Erziehung. In der Theorie ist das auch alles ganz einfach und es wurde hier auch schon viel richtiges geschrieben. Aber ich weiß, dass der Nervfaktor eine bedeutende Rolle spielt. Mein Freund und ich haben schon viel in der Familie "babygesittet" und da war immer alles ganz einfach. Wir spielen das Kind kaputt und abends geben wir es todmüde ab. Wenn man aber ein Kind nicht abgeben kann, könnte man schnell mürbe werden.

Was ich jetzt schreibe, ist sehr provokant, wurde mir aber schon von vielen (erfolgreichen) Muttis beschrieben:

Was diese Nervsituationen angeht, ist Kindererziehung wie die Erziehung eines Hundes. Gibst du einmal nach, musst Du wieder von vorn anfangen. Wenn Du eine Grenze setzt, musst Du konsequent bleiben und Dich immer wieder durchsetzen - nicht mit Gewalt, sondern mit strengen Worten und eventuell auch Strafen. Dabei musst Du Dich mit dem Papa auch absprechen. Nicht, dass er etwas erlaubt, das Du nicht erlaubt hast. Dann werdet Ihr nämlich gnadenlos gegeneinander ausgespielt. Dazu findest Du auch viele Tipps hier bei urbia. Dein Kind muss lernen, dass es im Leben Grenzen gibt, denn es wird immer so sein - auch wenn es erwachsen ist. Das Kind meint es nie böse, wenn es die Grenzen ausprobiert. Seine Möglichkeiten und Grenzen zu erforschen, ist Sinn und Zweck der Kindheit.

Und ebenso wichtig ist, dass Du Deine Aufmerksamkeit richtig portionierst. Schenke Deinem Kind soviel Aufmerksamkeit wie es geht - beschäftige es, habt Spass zusammen. Wenn Dein Kind sich vernachlässigt fühlt, wird es Deine Aufmerksamkeit einfordern - zur Not mit Gewalt gegen sich selbst oder Dich. Wenn es soweit ist wie bei der Mutti bei Frauentausch ist dies ein Hilferuf! Denn angebrüllt zu werden ist einem Kind immer noch lieber als gar keine Aufmerksamkeit zu bekommen.

Wie schon gesagt, in der Theorie ist das ganz hübsch! Ich weiß, dass auch ich nicht ALLES richtig machen werde, aber die Tatsache, dass wir uns darüber Gedanken machen, ist schonmal ein gutes Zeichen!;-)

LG

Iggi + #baby#klee 31.ssw

Beitrag von 1.alphaweibchen 29.03.10 - 09:07 Uhr

Kurz und knapp:
- Hör auf dein Bauchgefühl
- Liebe dein Kind (wie es ist)
- Bestärke dein Kind, wenn es sich positiv entwickelt
- Lasse einen Entwicklungsschritt dem anderen folgen
- Lebe das vor, was dein Kind von dir lernen soll
- Lerne erkennen, wann dein Kind dich braucht und wann du es "selbst" sein lassen solltest
- Habe Geduld und Zuversicht (in allen Situationen)
- Sei dir sicher, dass alle anderen auch manchmal unsicher sind
- Behalte dein eigenes Leben im Blick (auch wenn es nach der Geburt ganz anders ist)


LG
Annett

Beitrag von carstella 29.03.10 - 09:51 Uhr

Hallo,

ich bin grad mit meinem zweiten Kind schwanger. Durch die Erziehung meiner Tochter und den Vergleich mit anderen Eltern, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es kein Patentrezept für eine optimale Erziehung gibt.

Zum Einen hängt das sehr vom Kind ab. Unsere Tochter ist von Natur aus jemand, der sich stets um Harmonie bemüht und alles richtig machen möchte. Eigentlich muss ich sie kaum erziehen. Auch wenn sie zuhause manchmal ein wenig aufdreht, sobald sie unter Leuten ist, weiß sie sich zu benehmen - auch ohne mein Zutun. Und das ist mir wichtig. Die wenigen Baustellen, die wir hatten (zB Schlafengehen) haben wir mit Konsequenz in den Griff bekommen. Ansonsten würde ich sagen beschränkt sich meine Erziehung auf ganz viel Liebe, Kuscheln und Zuneigung.

Zum Anderen haben aber auch alle Eltern ein anderes Vorstellungsbild. Viele sind der Meinung, ich würde mir einen Tyrannen "heranerziehen", weil ich sehr darauf achte, dass Lara sich zu einem selbstbwussten und selbständigen Menschen entwickelt. Ja - unser Kind darf mit zwei auch mal einfache Entscheidungen treffen und mit uns Diskutieren! Sogar Durchsetzen darf sie sich ab und zu. Andere Eltern sind der Meinung ein Kind müsse seinen Eltern bedingungslos gehorchen und richten danach die Erziehung aus. Letztendlich zählt: jedem das Seine!

Ob ich auch beim zweiten Kind diesen laschen Erziehungsstil anwenden kann, wird man sehen. Das hängt stark vom Charakter des Kindes ab und wie viel Konsequenz und Strenge er brauchen wird. Liebe gibts auf jeden Fall für beide gleich viel!

Viele Grüße
carstella