Opa gestorben - Angst um Baby

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von maoo 29.03.10 - 07:31 Uhr

Guten Morgen ihr Lieben!

Ich kann nicht mehr schlafen, mich beschäftigen so viele Dinge. Vielleicht weiß jemand einen Rat?

Mein Opa ist am Freitag gestorben, ganz unverhofft und für uns alle eher überraschend. Bei alten Menschen muss man ja immer damit rechnen, dass mal sowas passieren kann, aber trotzdem ist es für uns alle ein Schock gewesen und die ganze Familie ist sehr verzweifelt.

Am Freitag war ich sehr aufgeregt, hab eh schon Frühwehen und bin seit Januar zu Hause. Mein Bauch hat sich dann aber bis Samstag wieder einigermaßen beruhigt und ich bin momentan sehr gefasst. Versuche jetzt die Trauer etwas zurückzuhalten, um meinem Baby nicht zu schaden und keine Frühgeburt auszulösen.

Jetzt ist aber morgen die Beerdigung. Ich stecke in so einem Zwiespalt, ich möchte so gern mitgehen und mich verabschieden. Das kann man auch nicht nachholen. Aber es wird sehr emotional dort werden, und meine Mama und Familie so zu sehen, macht mich ganz verrückt. Wenn ich nur dran denke bekomm ich einen festen Bauch. Alle raten mir ab zu kommen, ich soll im Nachhinein gehen, mich alleine verabschieden. Aber ist das richtig? Habe auch überlegt, nach der Bestattung wenigstens in die Kirche zu gehen und mit zum Trauerkaffee.. aber ob es da besser ist? Ich möchte auf keinen Fall, dass die Kleine morgen kommt, an dem Tag an dem alle trauern. Diese Entscheidung ist so schwer... schlafe nachts überhaupt nicht gut und sitze deshalb jetzt schon hier und bin hellwach und grüble.
Mit meiner Hebamme hab ich auch gesprochen, sie meint, ich soll es spontan entscheiden. Weil sie auch der Meinung ist, sowas kann man nicht nachholen, aber das Wohl des Kindes geht natürlich jetzt vor. Opa hätte wohl eher nicht gewollt, dass ich komme und mich belaste. Ach ist das so schwer...

Tut mir leid, jetzt ist das so lang geworden. War nicht meine Absicht, ich musste das mal von der Seele schreiben. Was würdet ihr denn machen?

LG und einen schönen Tag wünsche ich euch!
Maoo mit Bauchmaus in der 35. SSW

Beitrag von charlotte24435 29.03.10 - 07:48 Uhr

Guten Morgen Maoo,
zuerst möchte ich Dir mein Beileid aussprechen. Ich weiß wie schwer es ist einen geliebten Menschen zu verlieren, da spielt das Alter keine Rolle.
Dein Opa würde wollen, dass Du Dich schonst um sein Enkelkind nicht zu gefährden. Glaube es mir.
Du denkst doch an ihn und trauerst auch, das musst Du nicht zur Schau stellen zur Beisetzung. Geh tags drauf hin und bringe ihm ein Blümchen.
Dein Baby zählt in erster Linie und nur das hätte Dein Opa gewollt.
Alles gute für Dich.
Charlotte

Beitrag von carinchen24 29.03.10 - 07:55 Uhr

hi ja seh das auch so, geh da nicht hin, dein Opa würde wollen das du für dich ganz alleine trauerst, da musst nicht auf die Beerdigung.

Alles Gute!

Beitrag von anthony07 29.03.10 - 07:57 Uhr

Guten Morgen Maoo,


erst einmal mein Beileid zum Verlust deines Opas.

Ich glaube diese Frage ob du zur Beerdigung gehst oder nicht kannst du nur dir selber beantworten.
Ich für meinen Teil würde es nicht machen. Ich brauche keinen Friedhof um mich von einen geliebten Menschen zu verabschieden.
Ich war 2007 in der gleichen Situation wie du jetzt.
Meine Oma ist an meinem Geburtstag (4.10.) verstorben und da war ich auch hochschwanger mit meinem Sohn (geb. am 27.10.).
Ich habe für mich entschieden nicht hinzugehen.
Habe mir abend zu hause kerzen angezündet und leise Musik angemacht und an die schöne Zeit mit meiner Oma gedacht und mich so von Ihr verabschiedet. Ich habe viel geweint, aber ich war dennoch recht ruhig und es war ok für mich.
Aber ich muß auch sagen das ich jetzt nach über 2Jahren immer noch nicht am Grab meiner Oma war.
Wie gesagt für mich ist es so ok gewesen.

Entscheide spontan was du machst und wie du dich verabschieden möchtest. Alles ist ok, solange es für dich ok ist. Es wird dir da niemand böse sein.


Wünsche Dir alles alles gute.



Mandy + Prinzessin im bauch (ET-17)


Beitrag von freno 29.03.10 - 08:36 Uhr

Hallo

Ich hatte ähnliche Probleme. Mein Vater ist vor 3 Wochen verstorben. Nicht unerwartet, aber doch sehr traurig. Ich habe die Tage davor viel an seinem Bett gesessen und auch viel geweint.

Allerdings habe ich keine Probleme in der Schwangerschaft. Ich bin jetz in der 34.ssw.

Natürlich musst du es entscheiden. Vielleicht gehst du auch mit und bittest vorher jemanden, dass er dich wieder wegbegleitet, wenn du nicht mehr kannst.

Ich habe auch viel mit dem Baby geredet, dass ich wegen meinem Vater weine und es nicht am Baby liegt. Ich glaube es hat es gut verstanden.

Du musst die Trauer auch zulassen, sonst verkrampft du dich ncoh mehr.

Alles Gute

Freno

Beitrag von brille09 29.03.10 - 08:46 Uhr

Erstmal natürlich Beileid zum Tod deines Opas.
Was mich hier schockiert ist, wie unnatürlich der moderne Mensch mit dem Tod umgeht. Was soll dran schaden, wenn du zur Beerdigung gehst? Das Schlimmste ist ja sowieso, dass der Opa tot ist und das realisierst du ja sowieso, egal ob mit oder ohne Beerdigung, oder? Was hast du davon, wenn du daheim auf dem Sofa sitzt und weißt, dass grad alle am offenen Grab stehen? Geh hin, lass den Tränen freien Lauf. Das schadet nicht und ist auch ein bisschen ein Abschluss.
Und bedenke immer auch: Es gibt Millionen Frauen, die haben während der Schwangerschaft schwere Schicksalsschläge zu verkraften (Tod von Partnern und/oder Kindern, Krieg, Katastrophen, ...) und bekommen dennoch ganz normal ihre Kinder. Dass eine Beerdigung eine Frühgeburt auslöst, halte ich für zweifelhaft. Dann schon eher dieser Druck soll ich oder nicht? Bei mir gäbs keine Zweifel, keiner in meiner Familie würde annähernd verstehen, wenn ich zu sowas nciht hinginge. Wir waren in der SS meiner Mutter auf der Beerdigung meines Cousins, der nur 2 Tage alt geworden ist.

Beitrag von rosi_060 29.03.10 - 12:53 Uhr

Ich seh das ebenfalls so!!

Der Abschluss und das Abschied nehmen, hilft doch eher als es schadet!!


VG Rosi

Beitrag von angel81 29.03.10 - 09:10 Uhr

Hallo Maoo,

ersteinmal eine #kerze für deinen Opa.
Ich weiß wie du dich fühlst, als ich in der Hälfte meiner Schwangerschaft angekommen war, ist meine Oma verstorben. Ich habe sie in den Tod begleitet (ihre Hand gehalten) und ich glaube das hat mir und ihr gut getan. Als mich meine Mama frühs anrief und mir sagte: Oma liegt im Sterben, habe ich auch hin- und her-überlegt, ob ich hinfahre und mich verabschiede, ob es der Schwangerschaft schadet usw.
Ich habe in mich hineingehorcht und wusste ich muss hin.
Auch auf der Beerdigung war ich, es war sooo traurig aber auch sooo richtig nocheinmal Abschied zu nehmen. Ich konnte gut trauern und heute kann ich ohne Probleme ihr Grab besuchen, was ich bei meinem Cousin nicht kann (hatte nicht die Möglichkeit mich zu verabschieden).

Ich würde sagen, horch in dich hinein und rede mit deinem Baby. Die Entscheidung darüber kannst nur Du dir selbst geben!!

Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe Du findest eine Entscheidung! #blume

Beitrag von nana13 29.03.10 - 09:27 Uhr

Hallo,

Erstma mein beileide und eine kerze für dein opa.

Ob du zur beerdigung gehst, kanst nur du entscheiden.
ich selber würde warscheinlich hingehen.
vieleicht kanst du ja eine gute freundin von dir mit nehmen, die dan mit dir weg geht wen es dir zuviel wird.

ich denke aber deine trauer zurück zuhalten das geht nicht, und tut auch nicht gut.
empfinde ich als schlimmer als zu trauern.
dein baby spührt eh das du traurig bist.
rede doch mit ihm erzeählem von seinem uropa, was du so gernen an ihm hattest, was du schöns und weniger schöns mit ihm erlebt hast, und das er die erde musste verlassen befor das baby seinen uropa durfte kennen lernen.
das dich das so traurig macht.

auch wen du schon vorzeitige wehen hast, denke ich nicht das weinen und trauern eine frühgeburt auslösen wird.

wünsche dir ganz viel kraft für die kommende zeit, für morgen ob du nun zur beerdigung gehst oder nicht.
oder erst danach zum trauer kaffee.

lg nana

Beitrag von kiki312 29.03.10 - 09:35 Uhr

Hallo Maoo,
Das tut mir sehr leid für dich!Ich bin nun in der 34SSW und habe bis jetzt schon zwei Menschen auf ihrem letzten Weg zum Grabe begleitet.Natürlich gings mir damit Alles andere als gut, aber die Chance sich zu verabschieden bei einer Beerdigung bekommt man nie wieder. Ich muss dazu sagen, dass es mir eh wichtig ist, mich am Grabe von geliebten Menschen zu verabschieden und das hat nichts damit zu tun sich zur Schau zu stellen. Lass dir hier nicht reinreden, entscheide es aus deinem Bauch heraus und mal ganz ehrlich zu Hause bist du genauso traurig. Trauer ist ein ganz wichtiger Prozess und er wird deinem Baby nicht schaden, es ist gut geschützt in Deinem Bäuchlein, sei auch mal Egoist und denk nicht nur ans Baby, je mehr Sorgen du dir um dein Kind machst, desto schlimmer wird es.Ich wünsche dir ganz viel Kraft und hoffe, dass du für dich das Richtige entscheidest#kerze
Ganz lieben Gruß
Mareike mit Jonas inside#liebdrueck

Beitrag von maoo 29.03.10 - 13:03 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten...

Ich bin traurig und kann das auch zulassen. Aber wenn nicht meine Kleine in meinem Bauch wäre, dann würde ich es noch offener zulassen können. Ich möchte, dass es ihr gut geht. Ich möchte sie schützen, also dass heisst nicht, dass ich die Trauer jetzt gar nicht zulasse, das geht ja auch gar nicht. Versuche einfach nur deshalb nicht in ein Loch zu fallen, meine Schwangerschaft wurde von Anfang an mit Angst begleitet, weil immer irgendwas mal nicht in Ordnung war.

Wegen dem Opa hab ich auch nicht das Problem am Grab. Das weiß ich, schaff ich ganz gut, mich zu verabschieden, den Sarg zu sehen und dabei zu sein. Was ich wirklich gerne möchte.

Viel mehr ist es die Angst um meine Mutter und meinen Bruder. Es zerreisst mich, wenn ich sie so sehe und es wird schlimm werden. Meine Mutter ist am Wochenende schon zusammen gebrochen, das hat mich furchtbar mitgenommen alles.

Meine Familie versteht es wenn ich nicht komme, sie haben mich sogar darum gebeten, weil sie Angst haben. Also da stärken mir alle den Rücken. Wenn ich gehen sollte, dann wird mein Freund bei mir sein. Allein bin ich also nicht.

Ich werde das wohl morgen einfach spontan entscheiden, sehen wies mir geht und wie stark ich mich fühle.

Vielen Dank euch für eure Meinungen...
LG Maoo

Beitrag von hebigabi 29.03.10 - 14:06 Uhr

Ob du zuhause sitzt und weinst und trauerst oder mit deiner Familie zusammen, da tut sich nichts.

Geh hin und nimm Abschied und nimm vorher und nachher mal Mg. das beruhigt den Bauch ein wenig.

Traurig bist du so oder so, aber schaden tut das keinem Baby.

Liebe Grüße und es tut mir sehr leid für dich

Gabi