elterngeld - 12 monate, bzw 14 monate

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von zumi 29.03.10 - 12:27 Uhr

mahlzeit, urbianer! #cool

ich weiß, es nervt.
es nervt mich auch, .. aber: die sufu hat leider nichts passendes ausgespuckt (jedenfalls die ersten 4 seiten nicht lol) #hicks

ohne umschweife, mein anliegen und die dazugehörige frage:

mein partner arbeitet vollzeit, verdient allerdings so wenig, dass wir durch einen alg2 betrag unterstützt werden.
ich betreue zuhause ein kind (3 jahre), nr 2 kommt in 5 wochen.

für kind 1 gab es damals noch das normale erziehungsgeld, da er 2006 geboren wurde.
ich weiß schonmal, dass es jetzt elterngeld heißt und das ich, als hausfrau, ebenfalls elterngeld beantragen kann.. (mind. 300€) - das aber nur für 12 monate (ggfs 24monate / 150€) ..

ich habe nun gelesen, dass man auch auf 14 monate kommen kann, wenn mein partner nun ebenfalls 2 monate elterngeld beantragt.

.. wie gestaltet sich das dann?!
x nimmt er die 2 monate vor meinen 12? also gleich nach der geburt?
x nimmt der die 2 monate nach meinen 12?!
x geht das überhaupt, da ich hausfrau bin und - derzeit - nicht erwerbstätig?
x geht das überhaupt, da wir durch alg2 unterstützt werden?!

.. und überhaupt: häh? lol #hicks

die ansässigen damen und herren halten gerade mittagspause, mir brennen diese fragen aber JETZT auf der seele, daher erkundige ich mich mal hier .. wir haben ja eine menge schlauer leute bei urbia lol #cool

vielen dank im voraus,
#blume, .. zumi!

Beitrag von seikon 29.03.10 - 12:34 Uhr

Also er kann seine zwei Monate nehmen. Wann er das macht ist eigentlich egal, ob er also zeitgleich mit dir in Elternzeit geht, oder aber im Anschluss an deine Elternzeit.

Allerdings solltet ihr wirklich überlegen ob das so klug ist.
Dein Partner verdient jetzt so wenig dass ihr ergänzend Alg 2 erhaltet. Allerdings hat er auf sein Einkommen Freibeträge, die beim Alg 2 ja entsprechend abgerechnet werden.

Wenn er in Elternzeit gehen würde, dann fällt sein Gehalt für 2 Monate weg. Gleichzeitig erhält er nur 67% von seinem Gehalt als Elterngeld (bzw. mehr % wenn er weniger als 1000 Euro netto hat). Und da Elterngeld eine Lohnersatzleistung ist bleibt nur der Sockelbetrag von 300 Euro anrechnungsfrei. Er hat aber keine Freibeträge auf das Elterngeld. Das heisst, unterm Strich kann es sein, dass ihr für die 2 Monate weniger Geld in der Tasche habt.
Da solltet ihr wirklich überlegen, ob ihr das machen wollt, nur um die zwei Partnermonate noch abgreifen zu können.

Beitrag von zumi 29.03.10 - 12:42 Uhr

.. genau darüber habe ich nämlich auch schon nachgedacht, seikon.

ich muss nicht auf biegen und brechen diese 2 monate einheimsen, zu unserem absoluten nachteil soll es nämlich nicht sein.

#danke!

Beitrag von windsbraut69 29.03.10 - 12:56 Uhr

Ja, was heißt "zu unserem absoluten Nachteil"
Ihr vergrößert damit mutwillig Eure Bedürftigkeit und das finde ich nicht okay.

Dass Ihr damit unterm Strich schlechter da steht, glaube ich gar nicht aber 2 Monate auf Kosten der Allgemeinheit Zuhause zu bleiben, finde ich persönlich moralisch nicht okay.

Gruß,

W

Beitrag von zumi 29.03.10 - 13:07 Uhr

"Das Elterngeld stabilisiert das Familieneinkommen

Nach den Ergebnissen jüngster Studien zu den Auswirkungen des Elterngeldes verbessert das Elterngeld die Bedingungen für junge Familien deutlich: Väter gewinnen an gemeinsamer Zeit mit ihren Kindern und erfüllen sich damit stärker als früher ihren Wunsch nach einer aktiveren Vaterschaft. [..]"

quelle: www.bmfsfj.de
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.. um diesen aspekt geht es mir persönlich, W. :-)
dieses recht sollte moralisch nicht nur für grossverdiener okay sein, trotzdem kann ich deinen ausgangspunkt natürlich nachvollziehen. :-)

Beitrag von hanna0815 29.03.10 - 13:31 Uhr

Es wäre auch schön 3 Jahre bei seinem Kind zuhause zu bleiben, aber auch das sollte man sich leisten können und genauso sieht es mit den Partnermonaten aus.

Sry, aber da muss man seinen eigenen Egoismus mal zurückstellen.

Ich verstehe demnach absolut was W. meint (auch wenn du dich jetzt angegriffen fühlst, das ist nicht meine Absicht)

Beitrag von windsbraut69 29.03.10 - 13:32 Uhr

Du, ich verstehe das aber was spricht dagegen, dass DU arbeiten gehst, wenn Dein Mann währenddessen an gemeinsamer Zeit mit seinem Kind gewinnt und sich seinen Wunsch nach aktiver Vaterschaft erfüllt?

Ich spreche nicht von Großverdienern, die sich eine Auszeit leisten können, sondern von Familien, die sich selbst ernähren können und deren gemeinsame Elternzeit nicht zu Lasten der Allgemeinheit geht.

Beitrag von zumi 29.03.10 - 13:39 Uhr

also zuerst einmal:

ich fühle mich nicht angegriffen, keine sorge. :-)
ich bin lange genug bei urbia, als dass ich die pappenheimer hier kenne -schmunzelt-

als ich mich durch die bestimmungen und texte usw gelesen habe, habe ich überhaupt nicht darüber nachgedacht, dass die bedürftigkeit dabei vergrössert wird - das muss ich an dieser stelle mal zugeben..

mir fiel nur ins auge: die papas dürfen auch ran und würden "ihre" 2 monate bekommen, die dann ein eigener antrag voraussetzt und da fing der denkvorgang an ..

.. später dann natürlich: moment, .. das wird dann ja von SEINEM (dem einzigen) gehalt ausgehend gerechnet und spätestens da ging die rechnung schon nicht mehr auf.

ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass die arge da einspringen würde, wenn man das macht. eben aus dem genannten grund von W: vorsätzlicher sprung in eine grössere bedürftigkeit.

für uns kommt das somit nicht in frage, weil das geld dann noch knapper wäre..

ich habe da nicht bis zum schluss gedacht -zugeb- #hicks
bei: papa, mama, kinder - alle zuhause für ein paar wochen fein, fein, feeeeein! .. war der gedankengang zuende -lol- #hicks

Beitrag von windsbraut69 29.03.10 - 14:20 Uhr

Ja, dass ein paar gemeinsame Wochen Zuhause eine nette Vorstellung sind, kann ich ja nachvollziehen.

Für mich hört es eben nur dort auf, wo man ohne zwingende Not andere dafür aufkommen lassen müßte.
Meiner Ansicht nach würde die ARGE in diesem Fall sogar aufstocken aber wie gesagt - für mich käme es moralisch nicht in Frage.

LG

Beitrag von zumi 29.03.10 - 14:23 Uhr

recht hast du, W.
mehr bleibt mir da nicht zu sagen :-)

blume, ... zumi!

Beitrag von tinar81 29.03.10 - 13:53 Uhr

Anspruch auf die Partnermonate hast du auf jeden Fall - ABER ihr müsst euch genau überlegen, ob es sich für euch rechnet (glaub ich nicht), denn in den 2 Monaten bekommt dein Mann ja auch nur 67 % seines momentanen Gehalts, und da du sagst, das er sehr wenig verdient, wird es euch nicht wirklich was bringen.

Meisst nehmen die Eltern die Partnermonate, wenn das errechnete Elterngeld höher als die Pauschale von 300 Eur ist, bzw. nimmt der Vater dann die 2 Monate wenn die Mutter wieder verdient. so kenn ich es bei den Paaren die das gemacht haben.

Bei uns war es auch nicht das Thema, da ich nur den Regelbetrag bekomme, da ich zwischen beiden Kindern nur 6 Monate TZ gearbeitet habe und das dann auf 12 Monate umgerechnet auch nur 300 Eur gebracht hat. Naja, mein Mann verdient zwar gut, aber wir hätten dann ja auch nur 67% seines Gehalts bekommen, was dann schon zu wenig wäre.

LG MArtina

Beitrag von zumi 29.03.10 - 14:00 Uhr

.. stimmt! für uns kommt das "projekt" nicht in frage.
ich habe da ganz einfach nicht bis zum schluss gedacht -lol-

... merci für die bisherigen antworten. #hicks #cool #danke