KIWU bei Depression

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Forum: Unterstützter Kiwu

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Beitrag von flizzy 29.03.10 - 13:51 Uhr

Hallo ihr lieben,
ich weiß schon langsam nicht mehr weiter. Mein Mann und ich haben seit 4 Jahren den KIWU. Durch viele Erlebnisse in der Vergangenheit ( in der Familie, Schulzeit ect..) hat sich bei mir einiges Angestaut. Habe vom September bis mitte Februar eine Therapie gemacht in der Hoffnung das gröbste zu verarbeiten und keine Zwänge mehr zu haben und mir ständig über alles Gedanken machen zu müssen. Als ich die Therapie abgeschlossen hatte, hatte ich erst ein gutes Gefühl. Aber nu rutsche ich wieder in mein altes Muster. Ich bin erst 24 Jahre. Aber von Jahr zu Jahr steigt meine Angst Kinderlos zu sein. Mein Mann und ich haben uns schon eindringlich medizinisch untersuchen lassen. Alles i.O. Waren auch schon in der KIWU Zentraleund 2 Hormonbehandlungen hinter uns gebracht. Alles ohne Erfolg.Es liegt einfach an meiner Psyche. Ich versuchr ja an mir zu arbeiten, aber man setzt sich immer unter Druck auch wenn man es nicht will.

VÖLLIGE VERZWEIFLUNG!!!

Sorry dass der Beitrag so lang wurde.

LG eure Flizzy

Beitrag von daisydonnerkeil 29.03.10 - 13:58 Uhr

Hallo,

aus eigener Erfahrung würde ich sagen, dass ein halbes Jahr Therapie nicht ausreicht, um Probleme wirklich zu verarbeiten. Wenn du deinen Problemen gründlich auf den Grund gehen willst, kann das schon einmal Jahre dauern. In einem halben Jahr hat man knapp ein Vertrauensverhältnis zu seinem Therapeuten aufgebaut.

Da du ja merkst, dass deine alten Probleme wieder hochkommen, würde ich mich an deiner Stelle noch einmal in Therapie begeben (vielleicht auch bei einem anderen Therapeuten) und dieses Mal länger bleiben. Du bist jung, du hast Zeit. Vor allem wird es für das Kind besser sein, eine gereifte Mutter zu haben, die ihre eigenen Altlasten halbwegs aufgearbeitet hat.

Alles Gute,
Da.

Beitrag von flizzy 29.03.10 - 14:15 Uhr

Hi Da,

sicherlich hast du schon Recht. Bin ja auch grundsätzlich dieser Meinung ersteinmal stabil zu werden bevor man zuwachs bekommt. Jedoch habe ich ja meine Vergangenheit aufgearbeitet. Es gibt da nix mehr zu erledigen. Ich weiss selber nicht was ich für ein verdammtes Problem habe.
Es nervt einfach. Und Antidepri medis will ich auch nicht nehmen, will es so hinbekommen, außerdem is das n nervengift, und im Falle einer ss wäre es echt schlecht. Ach maan das Leben is echt hart. Und es liegt noch nicht mal in meiner Hand!!!
#schmoll

Beitrag von betzedeiwelche 29.03.10 - 17:21 Uhr

Hi, ich glaube einfach auch das ein halbes Jahr zur ausarbeitungen eines fast ganzen Lebens niemals ausreichen kann. Ich kenne Deine Geschichte nicht aber wenn Du mit Dir und Deiner Vergangenheit im reinen wärst würdest Du nicht immer wieder in alte Raster fallen. Ich hatte auch ne schwere Kindheit und hab es ohne Therapie geschafft allerdings bin ich durch meine Vergangenheit sehr stark geworden und habe sämtrliche Kontakte die mich negativ an diese Zeit erinnern unterbrochen auch zu meiner Mutter, Schwester und und und. Durch unser Pflegekind das in Therapie war habe ich damals sehr viel über mich selbst gelernt und klar durch die Schwangerschaft verliert man auch viele Ängste aber Du löst Deine Probleme so nicht. Wenn Du es alleine nicht schaffst was weiß Gott in manchen Situationen einfach auch nicht möglich ist dann mach eine Langzeittherapie und dann klappt es vielleicht schneller als Du denkst mit dem KIWU. Wie meine Vorrednerin schon sagte Du bist noch jung nur wenn Du nicht versuchst mit Dir ins reine zu kommen und der KIWU wirklich an der Psyche liegt kannst sehr viel kostbare Zeit verlieren weil Du denkst " mir geht es doch gut" aber wie Du selbst ja sagst ist das ja kein Dauerzustand sondern nur ne kurzfristige Phase gewesen gleich nach der Therapie. Ich wünsche Dir alles gute und das Du weißt was für Dich richtig ist. GGLG Betzy

Beitrag von flizzy 29.03.10 - 21:16 Uhr

Hi Betzy,
danke für deine Antwort. Ihr habt ja Recht. Ich meine in Wirklichkeit weiss ich ja irgendwie selber warum die ss nicht eintritt, und wenn verliere ich den krümel ja sofort. Ich bewundere dich dass du das alles alleine geschafft hast. Nur ich habe das Gefühl umso mehr ich mich mit mir und meinen Problemen und meiner Vergangenheit auseinander setzte Fall ich immer tiefer. Ich möchte gerne eine starke Verantwortungsvolle Mutter werden. Aber so instabil wie ich an manchen Tagen bin wäre es echt nich i.O. Da haben wirs doch schon, ich mach mir einfach zu viele Gedanken. Aber du hast Recht. Ich muss wissen was für mich richtig ist, da kann mir keiner helfen. Aber bissl stärke hab ich von euch bekommen, das tut gut. Danke. Und dir auch alles Liebe und Gute.
LG flizzy

Beitrag von juliet76 29.03.10 - 18:15 Uhr

hallo Flizzy,

wie bereits schon geschrieben, du bist jung und gesund. Du mußt halt sebstbewußt genug sein Dir eine wichtige Rolle im Leben zuzutrauen. Glaube an Dich und Deine Stärken. Schätze das hoch an biologisch gesehen bist du in deinen besten Jahren um ein Kind auf die Welt zu bringen. Ich kenne Dich zwar nicht, aber du fühlst dich vielleicht nicht geliebt genug entweder deine Eltern oder halt von einem Mann. Eine Freundin von mir hatte diese Mitte zwanziger Depression auch. Bei ihr war das Problem das ihr Ex ein Sch...typ war und regelrecht ihr Selbstbewußtsein kaputt gemacht hat. Lange Rede ... Das wichtigste ist Liebe dich selbst und denk positiv. Mal dir nicht das Schlimmste aus.

In diesem Alter sieht man alles so Dramatisch. Ich habe mir auch über alles ein Kopf gemacht. Jetzt im nachhinein denk ich immer mein Gott alles umsonst es kommt,#sonne wie es kommen muß, man ist jetzt wirklich viel reifer, zufriedener und schlauer.

Beitrag von felicat 29.03.10 - 23:08 Uhr

Hallo,
wir hatten 8 ICSIs hinter uns - logisch, dass man in der Zeit der Verzweiflung auch depressiv wird.
Wir haben auch einiges probiert, aber was mir wirklich geholfen hat, war TCM (trotz panischer Angst vor Nadeln). Das war Aupunktur in Kombi mit Chinesischen Kräutertees. Würde ich allerdings auch wirklich nur bei einem Chinesischen Arzt machen, und keinem Europäer der das bei irgendwelchen Seminaren gelernt hat...
Viel Glück und alles Gute!
Astrid