Wie verhalte ich mich richtig wenn mein Kind bricht?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von geggo 29.03.10 - 21:27 Uhr

Guten Abend Euch allen,

vor drei Wochen hatte meine Kleine (23 Monate alt, seit 2 1/2 Monaten in der Kita) am WE einen Infekt mit fast 40 Fieber und wollte nichts mehr essen. Als sie dann am Samstagnachmittag über 39 Grad hatte habe ich den Notärztlichen Dienst angerufen, die meinten auch gleich wir könnten vorbei kommen. Die Oma kam noch bei uns vorbei (wofür ich ihr auf ewig dankbar bin) und dann wollten wir los fahren. Als meine Tochter plötzlich angefangen hat zu brechen. Sie hat wie am Spiess geschrien und geweint. Ich war total überfordert und wie erstarrt und froh das die Oma da war. Ich wollte eigentlich nur noch raus oder das es sofort aufhört und meine Kleine wieder gesund ist.
Jetzt ist meine Tochter wieder Erkältet und ich habe Angst das Sie wieder Fieber bekommt und brechen muß. Da ich tagsüber alleine bin (mein Mann muß arbeiten) weiß ich nicht genau wie ich mich verhalten soll und was danach passiert.
Das zweite Problem ist das ich keine brechenden Menschen sehen und hören kann. Da wird mir auch sofort schlecht.

Was kann ich machen, das ich die Ruhe bewahren kann und meiner Tochter in der unangenehmen Situation helfen kann? Das ich keine Angst mehr habe das sie dabei ersticken könnte.

Ich weiß das klingt alles doof und es gibt wesentlich schlimmere Krankheiten aber mich graut es davor, aber vermeiden läßt es sich ja auch nicht.

Liebe Grüße
geggo

Beitrag von nuckelspucker 29.03.10 - 21:34 Uhr

huhu,

vermeiden kannst du das nicht.

mein großer hatte innerhalb von drei monaten dreimal nen magen-darm-virus, einmal recht lange und schlimm.

als er zum ersten mal gebrochen hatte, war er starr vor angst, weil er nicht wusste, was da gerade passiert mit ihm.

es ist für mich immer schlimm, ihn so zu sehen, er ist dann immer so schlapp und sehr anhänglich.

es ist schwer, ich weiß, aber du musst unbedingt ruhe bewahren und deinem kind ruhe und sicherheit vermitteln.

ich geb bei erbrechen immer vomex-zäpfchen, die beruhigen den magen. gib dann trinken langsam, schlückchenweise. essen ist nicht so wichtig, wenn, dann nur in kleinen stücken, diät natürlich.

wenn es mit dem trinken nicht klappt, dann ab zum doc, weil die kleinen schnell austrocknen können.

also bitte, bewahre ruhe und sei für dein kind da. fieber gehört oft dazu, durchfall leider auch.

mit den zäpfchen haben wir das brechen gut im griff und niclas lässt sich sich problemlos geben, weil er weiß, dass sie das brechen stoppen.

ganz liebe grüße

claudia + niclas 16/06/05 + lucas 18/08/09

Beitrag von muddi08 29.03.10 - 21:35 Uhr

Wenn sie erbrechen muss, kannst du sie etwas nach vorne gebeugt halten, dann hat sie es nicht so schwer. Je "steiler" der Weg des Mageninhaltes nach draußen ist, umso anstrengender ist es für dein Kind.

Eigentlich kann ein geistig gesundes Kind, welches sich normal bewegen kann, nicht so schnell an seinem Erbrochenen ersticken. Da gibt es eine Art Reflex, der verhindert, dass das Erbrochene eingeatmet wird.

LG

Beitrag von hutzel_1 29.03.10 - 21:36 Uhr

Mhm, schwierig.

ich kann Dich in sofern verstehen, als dass ich beim Anbliekch und Geruch von Erbrochenem auch daneben brechen könnte!
Mein Mann und ich haben schon vor der Geburt vereinbart, dass er für Erbrochenes zuständig ist....#schwitz

Tja, schön gedacht, aber in der realität leider nicht machbar. unser Sohn ist 2 3/4 Jahre alt und hat sich in seinem Leben bisher 5 Mal übergeben. Jedes Mal war ich just in dem Moment mit ihm alleine und mir bleib niochts anderes übrig als zu handeln. #schock

Ja, ich muss dabei würgen und es geht mir nicht gut, aber egal, mein Zwerg kann ja nichts dafür und ich versuche mich irgendwie zusammen zu reißen und uns beide abzulenken...#zitter

Ich habe keinen ultimativen Tipp für Dich, leider. Ich kann Dir nur sagen, man gewöhnt sich an alles und irgendwie kriegt man es hin. Schön wird es nie, aber das muss es ja auch nicht...:-p

LG,
Hutzel_1

Beitrag von hutzel_1 29.03.10 - 21:37 Uhr

Zu schnell getippt! Sollte ANBLICK heißen!

Beitrag von scura 29.03.10 - 21:39 Uhr

Also in allen Situationen halte ich mir vor Augen, was ich am liebsten hätte oder was mir gut tun würde in solchen Augenblicken.
Es hilft immer ein starkes, souveränes Handeln.
Und belese Dich doch mal was für Hausmittel in verschiedenen Situationen am besten sind. Dann bist Du gewappnet.
Ein aufgescheuchtes Huhn ist auf jeden Fall das furchtbarste was es gibt. (Mein Mann ist auch so) Ich muss ihm immer sagen was er tun soll. Er wird sogar bei einem Schnupfen hysterisch.

Beitrag von jennyp 29.03.10 - 22:19 Uhr

Na das ist ja mal ein angenehmes Thema am Abend ;-)

Wir haben das gerade wieder hinter uns, leider hatte es jetzt auch schon unser Kleiner (13 Mon). Das ist kein schönes Gefühl, wenn man den kleinen so leiden sieht.

Irgendwie haben wir auch das Pech, dass unsere Kinder scheinbar oft brechen. Meine Tochter hatte es einmal sogar so schlimm, dass sie irgendwann Blut gebrochen hat. Ich bin dann Hoch Schwanger mitten in der Nacht mit ihr ins Krankenhaus. Mein Mann war da das ganze Woche in Berlin. Das war ein Alptraum.

Komischerweise kann ich in solchen Momenten alles ausschalten und arbeite eigentlich nur wie ne Maschine. Naja, bei dem Blut nicht, da war ich auch total fertig.

Bei meiner Tochter schaue ich immer nur, dass sie schnell irgendwo reinbrechen kann und es so wenig Sauerei wie möglich gibt. Ich halte ihr dann immer die Haare. Meine Tochter ist dann eigentlich auch immer ganz ruhig, wahrscheinlich überträgt sich das. Aber ich weiß nicht, ob man dieses ruhig sein lernen kann.

Versuche einfach so viel Ruhe zu bewahren wie Du kannst und nur an Dein Kind zu denken. Bei mir kommt die Übelkeit eigentlich immer eher hinterher beim saubermachen.

LG
Jenny

Beitrag von susanne85 29.03.10 - 22:28 Uhr

Hallo,

ich mag es auch nicht wenn meine tochter erbricht und kann es normal nicht sehen.

aber irgendwie muss man sich als mutter zusammen reissen in dem moment , das ist sehr wichtig für dein kind.

meistens hocke ich vor der schüssel und halte sie über die schüssel. rede ihr gut zu.. streichel ihren rücken beim brechen halte ich ihre stirn und streichel das kleine köpfchen.

lg

Beitrag von gitti140471 29.03.10 - 22:39 Uhr

Hi,

ich kann dich soooo gut verstehen, mir geht es genauso wie dir...Brechen ist für mich das Schlimmste überhaupt!

Leider habe ich auch keinen guten Tipp für dich - wir müssen da in diesem Moment irgendwie durch!

Ich wünsche dir auf jeden Fall eine brechfreie Zeit!

LG Gitti#liebdrueck

Beitrag von alinashayenne 30.03.10 - 20:36 Uhr

HAllo!

Also ich kann dich zwar überhaupt nicht verstehen, aber ich antworte dir mal trotzdem. Bei anderen Leuten finde ich es auch schrecklich und ich muss auch sofort fast k**** aber bei den eigenen Kindern muss man sich eben unter Kontrolle haben. Ich weiß, das klingt leichter als es ist (und ich weiß wovon ich rede, mein Großer hatte die Magen-Darm-Grippe seit Weihnachten schon fünf mal!!!#schock) Ich finds auch schrecklich, beim letzten Mal ging alles auf mich drauf und ich musste unser(!) Bett auch noch dreimal neu beziehen, aber das hilft ja alles nichts. Gut, ich hab auch keine Hilfe in der Nähe, aber ich glaube nicht, dass ich meine Kids aus der Hand geben würde und Oma machen lassen würde. Das würd ich nicht können...

Deine Kleine spürt deine Angst, - das musst du dir immer vergegenwärtigen. Dadurch hat sie noch mehr Angst und brechen, weinen, zittern etc. ist alles auf einmal zu viel für so ein kleines Kind.

Versuch einfach sie im Arm zu halten, - schlimmstenfalls auch überm Klo oder Kübel. Und sprich leise mit ihr, - beruhig sie, dass alles bald vorbei ist, du bei ihr bist und aufpasst. Sie soll sich doch auch oder besonders wenn sie krank ist, bei dir wohlfühlen und nicht auch noch wegwollen, weil sie weiß, dass Oma sich "sicherer" um sie kümmert.

Ich hoffe, das klingt jetzt nicht zu hart, ist nämlich gar nicht meine Absicht, aber versuch einfach deiner Maus beizustehen und mach dir - egal wie groß der Ekel oder die Panik ist - immer wieder klar, dass du für sie verantwortlich bist und auf sie aufpasst.

Liebe Grüße und gute Besserung
Nina