Mir geht's immer schlechter..

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von larajane90 29.03.10 - 21:41 Uhr

Hallo zusammen...

Sie mein Posting weiter unten, da meine Vorgeschichte..
Mein Ex war heute da, um die kleine zu sehen. Da teilte er mir mal fix mit, das er sich neu verliebt habe.. So schnell..
Auch wenn schluss ist, das hat mich getroffen wie eine Faust.. Letzte Woche war ich noch seine grosse Liebe (leere Worte, alles leere Worte bei ihm)
Ich weiss, die Trennung ist/war das beste für mich & die Kinder..

Aber...

Der Gedanke, das es ihm gut geht & er sich so schnell getröstet hat (Turboschnell) und er jetzt seine Freiheit und alles mit ihr lebt zerfrisst mich. Fühl mich so leer & einfach nur total einsam. Habe eine riesengrosse innere unruhe & traurigkeit in mir. Hatte den Abend besuch, und jetzt putze ich wie eine irre. Habe Angst ins Bett zu gehen. Meine Gedanken kreisen nur um "ihn"...
Das hat er nicht verdient, da er ein riesen Arschloch ist. Aber dennoch spielt mein Herz mir gerade einen Streich!!

Kann nix essen, keinen klaren Kopf bekommen....
Habe das Gefühl, das ich über diese Trennung nicht hinweggkomme, da ich immer dachte wir wären füreinander geschaffen..
Die Beziehung musste vom Verstand her getrennt werden, da er mir nicht gut tat. Habe mich aber emotional total abhängig von ihm gemacht :-((((

Bitte um liebe & aufmunternde aber auch ehrliche Tip's Ratschläge..

Bin verzweifelt, obwohl ich weiss das es besser so ist...

Beitrag von polar99 30.03.10 - 08:39 Uhr

"Habe mich aber emotional total abhängig von ihm gemacht "

Hallo,

genau da liegt das Problem. Dein persönliches Wohlergehen, sollte und darf nicht von ihm abhängig sein. #liebdrueck

Ich kann mir vorstellen wie es Dir geht. Es ist auch legitim einer beendeten Beziehung nachzutrauern, egal wie gut oder schlecht sie war. Man ist ja traurig darüber, weil die gemeinsame Lebensvorstellung geplatzt ist. Die Einsicht, dass es vielleicht besser so ist, kommt ja meist später.

Männer trösten sich auch oft schneller als Frauen nach einer Trennung. Oft versuchen sie auch sich in etwas hineinzustürzen, um die alte Beziehung möglichst schnell zu verdrängen.

Mir hat damals geholfen, mir viele kleine Aufgaben am Tag abzuarbeiten (Putzen #schwitz, Wohnung umdekorieren etc.) Ich habe all die Dinge gemacht, die ich schon lange nicht mehr gemacht habe.

Mich mit Freundinnen verabredet, Kindergartenkinder zum Spielen eingeladen (um mit den Muttis in Kontakt zu kommen) etc. Ich hab mir ein Fahrrad gekauft und nen Kindersitz, die Kleine draufgeschnallt und wir waren viel draussen unterwegs (wohne idyllisch an der Elbe).

Oder ich hab nen Kuchen gebacken und meine Freunde zum Kaffee eingeladen. Wenn die keine Zeit hatten, hab ich mir deren Kinder "ausgeborgt", damit meine welche zum spielen hatten und ich zu tun hatte. Jetzt haben wir wieder ein funktionierendes "soziales Netzwerk" ;-)
Alles was ich vorher für ihn vernachlässigt hatte.

Es hat lange gedauert, es war eine schmerzvolle Zeit, aber sie hat uns zusammengeschweißt (die Kinder und mich). Er hatte auch sofort eine neue, er hat sie sogar geheiratet. Für unser Kind hatte er nie wieder etwas übrig.

Bei ihm würde ich mich an deiner Stelle rar machen, nur das mit den Kids klären. Gewinne Abstand. Ich wünsch Dir alles gute!

lg polar

Beitrag von mausi1086 30.03.10 - 10:08 Uhr

Ich kann dich sehr gut verstehen! Mein Ex hat sich im Oktober ganz plötzlich von uns getrennt. Es war besser so, da wir uns zu sehr auseinander gelebt hatten. Wir haben dann auch noch zusammen gewohnt, bis ich nach 3 Wochen den wahren Grund für die TRennung heruas gefunden habe: eine andere Frau! Ich bin auch aus allen Wolken gefallen, habe gedacht, das Leben geht nicht weiter. Noch am selben Abend habe ich ihn aus seinem eigenen Haus geworfen, wollte ihn nicht mehr sehen und nur noch raus und weg. 1,5 Wochen später bin ich mit Sack und Pack und Kind ausgezogen und habe einen endgütligen Schlussstrich unter alles gezogen. Es ging mir auch lange sehr schlecht, wei ich das Gefühl hatte, dass er nun alles hat, was ich nicht habe: eine Beziehung, Freiheiten, er kann machen was er will und muss nicht Rücksicht nehmen auf ein Kind.
Aber glaub mir: diese Gedanken werden besser und du wirst auch wieder Licht am Ende des Tunnels sehen! Heute bin ich seit fast 6 Monaten alleine und es geht mir gut. Ich habe sehr viel über mich gelernt und bin an meiner neuen Aufgabe gewachsen. Jetzt sehe ich mich selbst auch in einem ganz anderen Licht.
Lass dir die Zeit, gewinne erstmal Abstand von ihm und bereite dich auf dein Kind vor. Wenn ein bißchen Gras über die Sachen gewachsen ist, könnt ihr euch um den Umgang mit eurem Kind kümmern.
Du kannst mich auch gerne per VK anschreiben, wenn du möchtest!

LG
mausi1086

Beitrag von manavgat 30.03.10 - 10:47 Uhr

Du bist frei!


Diesen Schmutzbeutel, der Dir italienische Liebesarien vorsingt und dann Knall auf Fall eine andere hat, brauchst Du nicht!

Genieße Dein Leben. Orientiere Dich neu. und eines Tages wirst Du jemanden finden, der Dich wertschätzt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von larajane90 30.03.10 - 14:11 Uhr

Danke für eure Tip's..

Eigentlich weiß ich das alles auch..

Mich macht es nur so fertig, das es mir so schlecht geht. Egal wie ich mich ablenke, dennoch sind meine Gedanken immerzu bei ihm :-(

Und ihm geht es gut..
Das ist so unfair..