Fundoplikatio

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von marlas 29.03.10 - 22:54 Uhr

Hallo,

unsere Zwilli s sind leider viel zu früh geboren (27+3 SSW) Während Marten sich mitlerweiler ganz gut entwickelt, hält Lasse uns ganz schön auf Trab.

Er bekommt leider immer noch Sauerstoff und liegt leider auch schon wieder im KH:-(

Dort ist uns heute mitgeteilt worden das wir über eine Fundoplikatio nachdenken sollen. Es ist uns natürlich erklärt worden was das für ein Eingriff ist, aber es ist für uns schwer vorstellbar.

Wir hatten uns gerade damit beschäftigt eventuell eine PEG zu legen (das ist schon sehr schwer, da er essen kann, aber er nicht trinkt) und nun das auch noch.#schrei

Wir würden uns sehr freuen wenn ihr uns berichten könntet, wie eure Kinder mit dem Eingriff klar gekommen sind und wie sie heute damit leben.

Wünsche mir viele Antworten#danke
Meike mit Marten und Lasse(heute 14 mon.)

Beitrag von elofant 31.03.10 - 19:22 Uhr

Stefan hat nach einer Hirnblutung eine PEG gebraucht. Ohne Fundoplicatio konnte die aber nicht angelegt werden. Es wurde uns erklärt, dass sonst die Nahrung zurück läuft u. eventuell in die Lunge gelangen kann - eine Lungenentzündung wäre wohl dann das kleinste Übel... Das ganze nennt man wohl Refluxmagen.

Stefan hat die OP selbst nicht so toll weg gesteckt, weil dadurch seine Bakterien im Blut (deswegen hatte er das Hirnbluten) wieder aufgeflammt sind. Aber das soll nicht heißen, dass es bei Euch nicht gut geht. Die OP wurde mittels Minischnitten im Bauch gemacht...

Allerdings frage ich mich fast jeden Tag, wie das bei einem Magen-Darm-Infekt funktionieren soll, wenn sich die Kids nicht mehr übergeben können??!!

Beitrag von yumah 04.04.10 - 21:57 Uhr

Hallo,
ich hatte mich ja schonmal zu deinem Beitrag bei den Frühchengeäußert-also die Aussage, dass automatisch bei der PEG Anlage eine Fundoplikatio gemacht werden muss ist eigentlich schon einige Jahre überholt. In den USA wird das zwar heute zum Teil noch so gehandhabt, aber in unseren Breitengraden ist es eher die Ausnahme-es sei den bei dem Kind liegen anatomische Besonderheiten vor die diese nicht ganz unproblematische OP rechtfertigen. Meine Tochter leidet als ehem. Extremfrühchen unter einem sehr starken Reflux, und da die Ärzte aber die Hoffnung hatten, dass sich dieser im Laufe der Zeit noch auswächst wurde die PEG ohne Fundoplikatio gemacht. Nun mit 2 3/4 hat sich der Reflux auch tatsächlich gebessert.
Bevor ich eine Fundoplikatio machen würde, würde ich wirklich zwei oder ggf. auch drei Meinungen dazu anhören. Das Ganze ist ja nichtmehr rückgängig zu machen...
Liebe Grüße
Yumah