er ist alkoholiker... teil5

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Ichwiiieder 29.03.10 - 23:58 Uhr

:-(um euch mal wieder auf dem Laufenden zu halten.

Erhatte ja für 21Tage den Entzug im Khaus. Hat er auch durch gezogen.

Wir haben gehofft das er sofort danach zur Therapie kann, aber das war leider nichts. Es geht morgen los, für 4-6!!!Monate!!!!!!!Die ersten 4Wochen ist vollkommene Kontaktsperre-

Ich liege jetzt grade im Bett und heule wie ein Schlosshund. Ich kann das alles nicht fassen. Am schlimmsten ist es auch das wir die letzte Woche nur miteinander verbracht haben.
Ich dreh durch würde am liebsten alles kaputt schlagen.

Ich vermiss ihn jetzt schon, hab so große Angst das es mir jeden Abend so geht.

Das er viel Zeit verpasst bei unserer kleinen ist mir auch bewusst, aber noch hart gesagt bekommt sie das nicht mit. Dann lieber jetzt als später-und ich hab auch keine Lust mich mit meinem 21Jahren kaputt machen zu lassen


Ach man :(

Irgendwie hab ich das Gefühl die nächsten Monate werden zur Qual.


Lg und danke an euch die mir immer so liebe Posting schreiben.
Mir tut das ganz gut alles zu schreibe was ich so denke

Beitrag von Meine Mutter... 30.03.10 - 00:02 Uhr

... ist seit 31 Jahren trocken.
Damals, als sie noch trank, die Entgiftung machte und dann die Therapie war ich 10 und meine Schwester 6 Jahre alt.

Keiner aus unserer Familie, selbst wir Kinder nicht, hat geweint oder an sich gedacht.
Wir haben uns alle gefreut, daß sie diesen Weg geht.

Und es hat sich gelohnt, sie ist nie wieder rückfällig geworden, hat eine Umschulung gemacht und einen schönen Beruf gehabt.
Und sie war für uns da wie sie es vorher nie sein konnte.

Beitrag von Ichwiiieder 30.03.10 - 00:09 Uhr

ich bin auch total stolz das er diesen Schritt macht.
Aber ich liebe ihn abgöttisch egal was er mir schon angetan hat.. Manchmal hasse ich mich auh dafür-
ich bin abhängig von ihm. Ich nutze diese Zeit natürlich auch um vllt von ihm los zu lassen.. mal sehen

Beitrag von hasi59 30.03.10 - 06:57 Uhr

Vielleicht solltest du auch über eine Therapie nachdenken!?! Vielleicht hilft es dir nicht mehr so abhängig zu sein. Schließlich musst du jetzt stark für deine Familie sein.


LG
Hasi

Beitrag von landmaus 30.03.10 - 00:10 Uhr

Wow!

Bitte richte Deiner Mutter aus, dass sie eine tolle Frau ist. Auch, wenn sie sicher viel Leid über Eure Familie gebracht hat, so ist sie doch bewundernswert mutig und stark, sich aus diesem Abgrund wieder herausgearbeitet zu haben.

Beitrag von Ja, danke... 30.03.10 - 00:18 Uhr

... sie ist jetzt fast 70 und dement im Mittelstadium.
Es ist sehr schwer grad für mich und meine Schwester.

Beitrag von sneakypie 30.03.10 - 01:15 Uhr

Hallo,

ich schließe mich meiner Vorschreiberin an- du und deine Kleine, ihr habt gerade allen Grund, euch zu freuen! Manche Suchtkranke gehen niemals den Weg der Entziehung.
Die Kontaktsperre hat guten Grund- dein Mann soll ja erst einmal aus seinem alten Leben herauskommen und Zeit und Konzentration für sich selber gewinnen. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass es dich derzeit aufwühlen würde, wenn du mit deinem Mann telefoniertest- deine Kleine würde das sicher bemerken und darauf reagieren.

Und diese vier bis sechs Monate sind als Planungs-Auszeit nicht einmal schlecht. Damit kommst du mit deiner Tochter vielleicht auch zur Ruhe, kannst dich sammeln und sortieren. Ich würde dir übrigens sehr raten, selbst ein paar Gesprächstherapie-Stunden in Anspruch zu nehmen, um die Gründe für deine (vermutliche) Co-Abhängigkeit zu erarbeiten.
Nicht alle Alkoholiker schaffen den Absprung.. und in einem solchen Fall solltest du an dir selber die Warnzeichen bemerken können, um ggf. die Reißleine zu ziehen und nicht wieder in alte Verhaltensweisen zu rutschen.

Alles Gute für euch drei.

Gruß
Sneak

Beitrag von petra1982 30.03.10 - 06:49 Uhr

Seh es doch so das er was ändert, für euch. Die Zeit wird hart aber die Zeit danach schöner

Beitrag von lanni 30.03.10 - 06:57 Uhr

Hey und Guten Morgen,

super das er das durchzieht, und schön das Du mitziehst.

Die Zeit geht auch um!

Ich hab auch anfangs gedacht das ich kaputt gehe als mein Mann in die stationäre ging.

Allerdings hab ich recht schnell gemerkt das es mir gut geht, und das ich endlich mal wieder Zeit für mich und meine Interessen hatte!

Ich hab es mir dann gut gehen lassen, und mich selbst auch erholt. Und genau dafür ist diese Kontaktsperre auch gut. Einfach mal wieder auf sich selbst besinnen und zur Ruhe kommen als Angehöriger.

Ganz wichtig denk ich ist, das Du wenn die Klinik Angehörigenseminare, -therapien etc. anbietet (wovon ich ausgehe) das wahrnimmst. Zum einen kannst Du dort Erfahrungen mit weiteren Betroffenen austauschen, kannst einfach mal frei darüber reden wie es Dir ging wenn Dein Mann getrunken hat und so weiter, und zum anderen ist es was ganz anderes mit eigenen Augen zu sehen, "ich bin nicht allein mit dieser Situation!!" als es immer nur zu hören. Mir jedenfalls hat das Angehörigenseminar sehr geholfen.

Ich wünsch Euch beiden viel Kraft für die Zeit die nun kommt!

Alles Liebe

lanni

Beitrag von sunshine7505 30.03.10 - 07:06 Uhr

Hallo,
freu' dich dass er diesen Weg geht und denke darüber nach was du für DICH tun kannst, damit du dich etwas aus dieser Abhängigkeit von deinem Mann lösen kannst.
Alles Gute euch beiden!
LG Katja mit Julia (fast 5) und Sebastian (21 Monate) #sonne

Beitrag von manavgat 30.03.10 - 10:50 Uhr

Such Dir eine gute Psychotherapeutin, die Dir hilft, Deinen eigenen Weg zu finden.

Das was Du da erlebst, ist Co-Abhängigkeit. Wenn Dein Mann sich ändert, dann reist es Dir u. U. den Boden unter den Füßen weg.

Gruß und alles Gute

Manavgat