Kita-Gebühren Hamburg bis zu 483 € - ich bekomm ne Krise :-(

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von an-d 30.03.10 - 08:43 Uhr

aus der Welt von heute:

Kostenfaktor Kita

Die Pläne des schwarz-grünen Senates, die Kita-Gebühren zum Teil drastisch zu erhöhen, stoßen auf zunehmenden Widerstand in der Stadt. Selbst in der CDU-Fraktion wächst offenbar das Unbehagen an dem Drucksachenentwurf aus der Behörde von Sozialsenator Dietrich Wersich (CDU). "Wir brauchen zwar Geld, um ein hochwertiges Kita-Angebot zu erhalten", sagte etwa die Wirtschaftspolitikerin Barbara Ahrons. "Es ist aber ein Problem, dass die Gebührensteigerungen wieder vor allem die Leistungsträger der Gesellschaft und der Stadt treffen."

Zuvor hatten bereits zahlreiche Elternvertreter die Pläne kritisiert. "Eltern dürfen nicht für Haushaltslöcher bezahlen", sagte Bodo Heuer vom Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung. "Wir akzeptieren eine Gebührenerhöhung nicht ohne eine Verbesserung der Qualität." Die aber sei momentan nicht erkennbar.

Der Hintergrund: Die schwarz-grüne Koalition plant eine Erhöhung der Kita-Gebühren zum kommenden Schuljahr. Danach sollen Familien bis zu 100 Euro pro Kind und Monat mehr zahlen. Demnach steigt der Höchstsatz für eine fünfstündige Betreuung von derzeit 192 auf 292 Euro pro Monat. Bei einer Betreuungsdauer von acht Stunden sind künftig 483 Euro pro Monat zu bezahlen statt bisher 383 Euro. Zugleich sollen die Verpflegungspauschalen für Kitas und Horte deutlich steigen.

Die SPD rechnet vor, dass die geplanten Erhöhungen keinesfalls nur die Wohlhabenden treffen würden. "Schon eine vierköpfige Familie mit einem Gesamt-Netto von 2500 Euro gilt für diesen Senat als besserverdienend und muss höhere Gebühren zahlen", sagt Sozialpolitikerin Carola Veit. Die für Kitas zuständige GAL-Abgeordnete Christiane Blömeke räumte ein: "Die Erhöhungen sind unschön." Allerdings seien sie aufgrund der Haushaltslage notwendig.

Beitrag von jbw 30.03.10 - 09:06 Uhr

Hallo!

Meinst Du mit KiTa einen Kindergarten für 3-6jährige oder eine Krippe für unter 3 jährige?
Für ersteres sind die Kosten schon ganz schön hoch. Für zweiteres kann ich nur sagen: Sei froh, wenn du überhaupt einen Platz hast! Wir haben unsere zwei Kleinen bei einer Tagesmutter und zahlen über 700 EURO im Monat für 3 Tage a 7 Stunden. Private Krippen sind bei uns in Darmstadt genauso teuer (5-5,50 pro Stunde). Da sind 480 für 5 mal 8 Stunden supergünstig!!!

Alles Gute, J.

Beitrag von an-d 30.03.10 - 09:19 Uhr

Hey jbw,

danke für die aufmunterenden Worte - tröstet mich aber auch nur bedingt, dass es andere noch schlimmer erwischt hat.

In Hamburg sind die Mieten schon heftig - jetzt noch die höheren Kitagebühren... :-(

Wir wollen beide arbeiten, damit ist man ganz fix als Gutverdiener eingestuft . Für mich stellt sie die Frage nicht ersthaft, aber viele Hamburger werden sich die Kinderbetreuung und damit Kinder schlicht nicht mehr leisten können/wollen.

Tolle Perspektiven für die Zukunft #aerger

Beitrag von jbw 30.03.10 - 12:49 Uhr

Nochmal hallo,

ich stimme Dir voll zu! Wenn ich die Kosten für Kinderbetreuung UNTER 3 Jahren sehe, dann frage ich mich ehrlich, wer so viel verdient, dass sich dabei das Arbeiten noch lohnt. Mein Mann und ich verdienen beide gut, aber die weit über 1000 EURO, die wir für Vollzeit-Betreuung von zwei Kindern unter 3 zahlen müssten, sind uns auch zuviel.

Gruss, J.

Beitrag von nakiki 30.03.10 - 09:43 Uhr

Hallo!

In HH sind die Kosten für Ü3-jährige und U3-jährige gleich.

Gruß nakiki

Beitrag von nakiki 30.03.10 - 09:47 Uhr

Hallo!

1. Ist das ganze noch gar nicht beschlossen.
2. Steigen die Kosten BIS ZU 100 Euro. Die 100 Euro betreffen vorallem diejenigen, die den Höchstsatz zahlen.
3. Ist die Steigerung schon heftig, aber bei einem Nettoeinkommen von 3.000 Euro zzgl. Kindergeld wohl machbar.
4. Wie soll das Finanzloch denn deiner Meinung nach gestopft werden?

Gruß nakiki

Beitrag von talinna 30.03.10 - 10:27 Uhr

Ja Kitakosten.......grrr schade das es den Kotzuribini nicht mehr gibt. Wir waren mit 2100€ beide arbeitend im Höchststatz bei 270€ und ganz ehrlich....wenn die Kitakosten noch höher werden, dann bleib ich mit meinem A..lieber zu Hause und geh nur max 400e arbeiten. Dann haben wir genauso viel davon.

Die hätten sich lieber die 20€ mehr Kindergeld schenken sollen und für das Haushaltsloch oder eben die Kitaausbauten/Kitakosten nutzen sollen als diese auszuzahlen!

Kann ehrlich gesagt auch nicht verstehen warum es in Deutschland so unterschiedlich mit den Kosten ist!?Meine Freundin lag hier im Höchstsatz und in Bonn hat sie für dann 2 Kids nicht mal die Hälfte bezahlt.....

Beitrag von binnurich 30.03.10 - 10:30 Uhr

Manchmal bin ich dann doch froh im Osten zu wohnen, wir zahlen hier reichlich 100 Euro für einen 9 Stunden Platz in der Kita für Kinder über 3 Jahre. Und unsere Kita ist sicher nicht schlechter als eure

Aber ich denke, man muss da tatsächlich im Verhältnis zum einkommen betrachten. Unseres wäre sicher höher, wenn wir in HH wohnen würden.
Dafür sind aber unsere Mieten auch niedriger als eure.

Ich finde es krass, welche Unterschiede es in Dtl gibt.

Beitrag von familiehh 10.04.10 - 18:16 Uhr

Normal ist das nicht mehr. Wir haben beide studiert, ein Kind in der Kita. Meine Frau arbeitet halbtags. Ein zweites Kind möchten wir auch noch gerne. Als jemand Akademikerpaar möchte ich mir auch das Recht herausnehmen nicht gerade in Wilhelmsburg oder Steilsshoop zu wohnen. Aber mal im Ernst, wer soll das alles noch bezahlen??? Hohe Miete (Familien wissen wie schwer es ist in HH eine 3,5 bis 4 Zimmer Wohnung zu bekommen, die bezahlbar ist), jetzt noch die Kita Gebührenerhöhung. In der Tat gelten in HH Familien mit Netto € 2500 schon als Besserverdienene. So, € 1200 für eine Wohnung warm, € 400 für Kita (bei einem Kind) Versicherungen, Lebenshaltungskosten, Rücklagen. Beim Elterngeld wird das gehalt runtergerechnet, geht es um Kitagebühren hoch. Da stimmt doch was nicht.
Wollte der Staat nicht Akademikerpaare ermutigen Kinder zu bekommen? Gern beteilge ich mich an Kosten, gern zahle ich auch eine Vermögenssteuer (wenn ich denn irgendwann mal einen entsprechenden Lohn bekomme) und gern zahle ich auch höhere Sozialabgaben, wenn ich ein hohes Einkommen habe, aber sollte man als Akademikerpaar vor der Entscheidung für das zweite Kind tatsächlich den Taschenrechner rausholen und sich darüber Gedanken machen, ob man z.B. einen Riestervertrag ruhen lassen sollte???? Hallo, Kinder und Bildung ist die Zukunft für Deutschland! Und Akademikerpaare (und natürlich auch Nichtakademikerpaare) werden bestimmt viel Geld in die Ausbildung und Erziehung ihrer Kinder stecken. Da brauch es keinen Staat der immer nur fordert anstatt mal über Kosteneinsparungen nachzudenken. Bravo Berlin, ihr macht das Richtige!!!

Beitrag von succubus 24.04.10 - 23:28 Uhr

Also uns wird die Erhöhung wohl in vollem Umfang treffen und es würde dazu führen daß wir uns einen KITAPlatz bei meinem Minigehalt definitiv nicht leisten könnten. Wir sind dabei überhaupt keine Besserverdiener sondern nur 2 Normalverdiener (ein hohes ein niedriges Einkommen) in die in einer verdammt teuren Stadt wohnen und die Einkommenshöchstgrenze knapp erreichen.
Schlimm ist auch daß die Erhöhung keinesfalls in die Betreuung fließen wird.
Das würde ich ja fast noch für unterstützungswürdig halten.
Deshalb werden wir auch am Montag den 26.4. um 17:00 Uhr zur Demo auf den Gerhart Hauptmann Platz gehen.