ist das probearbeiten so in ordnung?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von minniewinnie 30.03.10 - 10:20 Uhr

Hallo

ich frage für eine Freundin (nein, es geht nicht um alg2)

sie hat sich auf eine stelle als küchenhilfe in einem altenpflegeheim beworben.

die stelle wäre auf 400 euro basis.
arbeit in der früh und spätschicht.

einmal von 6.30 - 11.30 und einmal von 13.30 bis 19.30 uhr

das wären also im monat so pi mal daumen 110 stunden.

das wäre also ein magerer stundenlohn? 3,60 euro?

wie dem auch sei!

sie soll nun 2 wochen da probearbeiten. die chefin meinte sie machen das über das arbeitsamt, über irgend eine maßnahme? eingliederungsmaßnahme?

das wäre für beide seiten gut weil man da keine kündigungsfrist hat. d.h. die chefin könnte kündigungen und genau so meine freundin wenn es ihr nicht gefällt, ohne frist.
bei einer normalen probezeit hätten beide seiten 14 tage kündigungsfrist.

die zwei wochen probearbeiten (was als praktikum getarnt wird ;-) ) soll sie kein geld bekommen.

ist das so richtig? ist das rechtens? würdet ihr das machen?

Beitrag von eowina 30.03.10 - 10:29 Uhr

Hallo!

Ich bin nach meinen Erfahrungen gegen so lange Probearbeit und Eingliederungsmassnahmen.
Machen sie das mit 4 Mitarbeiterinen, haben sie 2 Monatgsgehälter gesparrt.

Ich mache sowas nicht nochmal.
1 Tag gerne, länger nichts nicht.
Eo.

Beitrag von tinar81 30.03.10 - 10:36 Uhr

Also meiner Meinung nach, ist das nur eine Masche des Heims um Geld für Personal einzusparen.

Abgesehen davon ist es schon sehr viel in einem 400Eur-Job 110 Stunden im Monat zu arbeiten - besser gesagt, geht das doch eigentlich gar nicht, oder? Ich dachte, da darf man nur 16 Stunden oder so max. arbeiten??? Also ich arbeite 47 Stunden im Monat für Mini-Job. Ab 15 Stunden in der Woche wäre es für mich schon TZ. Achja, übrigens auch "nur" als Verkäuferin, und zwar ungelernt....

Ich würde mich anstelle von deiner Freundin mal erkundigen, ob es überhaupt erlaubt ist, fast 30 Stunden in der Woche zu arbeiten im Mini-Job.

LG Martina

Beitrag von windsbraut69 30.03.10 - 10:52 Uhr

Nein, eine Stundenbegrenzung gibt es m. W. nicht und generelle Mindestlöhne ja auch noch nicht.

LG

Beitrag von tinar81 30.03.10 - 11:49 Uhr

Ich meinte nur, weil wenn man ALG kriegt oder Elterngeld, dann gibt es doch diese 16Stunden-Grenze, oder gab es das nur früher beim Erziehungsgeld????

LG Martina

Beitrag von windsbraut69 30.03.10 - 11:55 Uhr

Ja, das hat aber nichts mit dem Minijob zu tun, da gibt es außer den max. 400 Euro/Monat keine Begrenzung.

Die anderen Grenzen sind <15 h/Woche beim ALGI und <30h beim Elterngeld.

LG

Beitrag von sassi31 30.03.10 - 10:47 Uhr

Hallo,

nein, das würde ich nicht machen.

Zum Einen, weil ich finde, das 1 Tag probearbeiten vollkommen ausreicht. Zum Anderen, weil 110 Stunden einer 3/4 Stelle entspricht und auch entsprechend bezahlt werden sollte. Das was von deiner Freundin verlangt wird, ist Ausbeuterei und in meinen Augen absolut unmoralisch.

Gruß
Sassi

Beitrag von manavgat 30.03.10 - 11:00 Uhr

Nein. Würde ich nicht.

Im übrigen ist es gesetzlich nicht erlaubt unbezahlt reguläre Arbeiten aufführen zu lassen. Hinzu kommt: ich halte das für Lohndumping.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sneakypie 30.03.10 - 17:40 Uhr

>>Im übrigen ist es gesetzlich nicht erlaubt unbezahlt reguläre Arbeiten aufführen zu lassen.<<

Ist das generell so oder sind unbezahlte Praktika einfach nur die Ausnahme von der Regel?

Interessierten Gruß
Sneak als Betroffene

Beitrag von manavgat 31.03.10 - 10:48 Uhr

Wenn ein Praktikum nur der Tarntitel ist und es sich um eine reguläre Arbeit handelt, dann kann man die Vergütung einklagen.

Bespiel Altenheim: die Praktikantin geht nicht mit einer anderen Kraft mit, sondern ist voll im Dienstplan wie eine reguläre Kraft und alleine eingeteilt. Dienstplan sollte man vorsichtshalber kopieren! sowie die Berichtsdingsbums die man da ausfüllt (weiß grad nicht wie das heißt) und dann hat man ja den Beweis.

Gerade bei Arbeiten die nur angelernt werden, sind die Gerichte geneigt einen Vergütungsanspruch anzuerkennen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sneakypie 31.03.10 - 16:45 Uhr

Danke für die Info!

Ich werd ein Auge drauf haben und ggf die Chefs auf eine Vergütungsmöglichkeit ansprechen. Vielleicht sind sie bei 40 Wochenstunden ja so kulant. #schein

Gruß
Sneak

Beitrag von vwpassat 30.03.10 - 11:13 Uhr

Da es sich hier um eine einfache Helfertätigkeit handelt, würde ich dazu raten, max. 1 Vormittag "probe" zu arbeiten.

Die Vorstellungen der Chefin sind Abzocke und Sozialbetrug.

Beitrag von windsbraut69 30.03.10 - 11:24 Uhr

Nein, würde ich nicht so machen.
Ob es rechtens ist, die 2 Wochen Arbeit ehrenamtlich zu verlange, weiß ich nicht aber ich halte die Dauer der Probearbeit für völlig überzogen und den späteren Stundenlohn für Abzocke!

Gruß,

W

Beitrag von yvonnechen72 30.03.10 - 12:04 Uhr

Hallo,

ob das rechtens ist weiß ich nicht, aber ich würde es nicht machen,
Ich denke zwei Tage Probe arbeiten wäre völlig ausreichend.Einmal frü, einmal spät.
Allerdings finde ich den Stundenlohn nicht nur mager, sondern geradezu unverschämt.Ich weiß nicht, was unsere Küchenhilfen verdienen, aber definitiv arbeiten die 400-Euro-Kräfte bei uns keine 110 Stunden! Das ist ja fast eine 3/4 Stelle. Nee, das würde ich auf gar keinen Fall machen!!!!

LG Yvonne

Beitrag von maxilina 30.03.10 - 12:21 Uhr

hi,

noch 10 Stunden und sie hätte eine Vollzeitstelle ;-)

LG
maxilina

Beitrag von yvonnechen72 30.03.10 - 13:12 Uhr

#kratz Bei uns hat eine Vollzeitstelle 170 Std. und nicht nur 120.

LG Yvonne

Beitrag von maryam1410 30.03.10 - 12:24 Uhr

wie kommt ihr denn auf 110 stunden?
ich verstehe es so, daß sie einmal 5 und einmal 6 stunden arbeitet, das wären 11 stunden in der woche. dafür fände ich den lohn absolut okay.

Beitrag von bianca1988 30.03.10 - 12:48 Uhr

womöglich durch 30 Stunden/woche * 4 = 120 Stunden.

Beitrag von minniewinnie 30.03.10 - 12:50 Uhr

hallo

nein, sie soll die schichten im wechsel arbeiten.

also eine woche täglich 5 stunden (frühschicht) und die andere woche dann täglich 6 stunden (spätschicht)

was ich nicht verstehe: wenn so eine langes probearbeiten NICHT in ordnung ist, warum genehmigt es denn dann die arbeitsagentur problemlos mit dieser "eingliederungsmaßnahme" ?

Beitrag von vwpassat 30.03.10 - 13:02 Uhr

Vielleicht weil der/diejenige dann erstmal lt. Statistik nicht arbeitslos/suchend ist?

Rate Ihr auf jeden Fall von dem Job ab.

Das ist absolut krasses Lohndumping und die 14 Tage "Probe" sind Abzocke pur!