Einschulung mit noch 5 - über KiGa geärgert

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von bibsi77 30.03.10 - 12:26 Uhr

Hallo,
bei uns im KiGa hängen Listen für die Eltern aus für ein Elterngespräch. Bestroffen sind die Eltern, deren Kinder nächstes Jahr in die Schule kommen.

Heute sehe ich, dass alle Kinder, mit denen Sophie vorletztes Jahr in den KiGa kam draufstehen, nur sie nicht. Stichtag laut Plan ist der 30.09.2005. Sophie wurde am 8.10.05 geboren, sprich eine Woche nach Stichtag.

Heute habe ich die Erzieherin angesprochen und sie sagte zu mir: "Waaaaaaas, Sie wollen die Sophie bereits nächstes Jahr in die Schule tun? Da ist sie ja noch 5!"

Ich muss kurz etwas zu Sophie schreiben. Sie sitzt jeden Tag vor dem LÜK-Kasten und macht Vorschulaufgaben, sie zählt bis 100 und kann auch schon einfache Rechenaufgaben. Sie ist sehr extrovertiert, setzt sich gegen Andere durch etc...
Sie geht 2x die Woche zum Turnen für je 2,5 Stunden (ohne Zuschauen der Eltern)...

Alle Freundinnen von Sophie, mit denen sie im Kiga eine feste Gruppe gebildet hat, sind zwischen Mai und August 2005 geboren und kommen klar in die Schule. Für Sophie wäre das eine Strafe wenn sie nicht mitgehen dürfte.

Mich hat das nur aufgeregt, dass man die Eltern gar nicht fragt und die Kinder einfach "zurückstellt".

lg
Bianca

Beitrag von emmapeel62 30.03.10 - 12:33 Uhr

Wer früher einschulen will, muss sich in der Regel selbst drum kümmern - so kenne ich das jedenfalls. Das fängt schon mit dem Gespräch im Kindergarten an.

Beitrag von bibsi77 30.03.10 - 12:39 Uhr

Naja, der Stichtag wurde ja erst neu verlegt vom 31.12. aug 30.09. und wenn ich sehe, dass ein Kind eine Woche nach Stichtag geboren wurde, dann kann man doch nachfragen, oder?

Beitrag von emmapeel62 30.03.10 - 12:48 Uhr

Genauso kann der Kindergarten sagen, du könntest nachfragen.

Beitrag von misscatwalk 30.03.10 - 12:59 Uhr

Sorry aber das ist DEINE Aufgabe du weißt doch das dein Kind nach dem Stichtag geboren ist und wenn DU willst das sie eingeschult wird dann muss DU dich gefälligst darum kümmern und nicht der Kindergarten muß diesbezüglich auf die zukommen . Oder bist du enttäuscht weil die Erzieherin so reagiert hat statt wie du es vielleicht gerne gehabt hättest dich von sich aus darauf anzusprechen wie "weit " dein Kind doch ist und was es doch schon alles kann ,weiß usw. und ob sie nicht auch doch 2011 schon eingeschult werden soll . Hört sich für mich stark danach an .

Beitrag von jane-marple 30.03.10 - 13:00 Uhr

Hi,

versteh nicht, warum du dich ärgerst. #kratz

Das ist nun mal der Stichtag. Wenn du eine Ausnahmeregelung in Anspruch nehmen willst, musst du den Hintern hochnehmen und dich kümmern. Niemand rennt dir hinterher. Du bist jetzt nämlich erwachsen und must dich selber kümmern.

vg

Beitrag von arkti 30.03.10 - 13:05 Uhr

Der Kindergarten kann doch nichts dafür das deine Tochter 1 Woche nach dem Stichtag geboren wurde.
Die haben Daten, gucken wer innerhalb dieser Daten liegt und hängen dann die Liste aus.
Es gibt keinerlei Gründe sauer auf den Kindergarten zu sein, denn vorzeitige Einschulung ist Sache der Eltern.

Beitrag von bibsi77 30.03.10 - 13:15 Uhr

Hallllooooooooooooooooo,
warum geht ihr denn so auf mich los?????

Bisher war Sophie bei allen Aktivitäten der Bald-Vorschulkinder mit eingeschlossen und jetzt wird sie einfach ausgeklammert. Es ging mir darum, dass jetzt keiner Bescheid sagt und man sich jetzt ahnungslos stellt so quasi "Ach, ihr Kind soll auch in dei Schule gehen?"

Mei-oh-mei.....kann man sich hier nicht mehr im normalen Ton austauschen, ohne dass man angegangen wird......traurig....

Beitrag von emmapeel62 30.03.10 - 13:28 Uhr

Lass Dir einfach einen Termin geben und gut.

Beitrag von sassi31 31.03.10 - 11:15 Uhr

Lies nochmal ganz in Ruhe deinen Ausgangsthread.

Es kommt so rüber, als gibst du nun dem Kindergarten die Schuld dafür, dass deine Tochter 1 Woche nach dem Stichtag geboren ist und dadurch erst ein Jahr später eingeschult werden soll. Es ist aber nicht die Aufgabe des Kigas, sich darum zu kümmern, dass dein Kind evtl. schon in diesem Jahr mit eingeschult wird. Das musst du schon selber machen.

Beitrag von winniwuslon 30.03.10 - 13:18 Uhr

Hallo Bianca,

ich fechte genau diesen Kampf nun zum zweiten Mal mit dem KIGA aus :-/ Meine Tochter ist im letzten Jahr mit 5 3/4 in die Schule gekommen und es klappt super. Mein Sohn hat das gleiche nun nächstes Jahr vor sich. Es wäre eine Strafe ihn im KIGA zu lassen. Und trotzdem rede ich im KIGA gegen Wände an....

LG Dani

Beitrag von emmapeel62 30.03.10 - 13:27 Uhr

Welchen Kampf ficht denn die TE gerade aus ?

Beitrag von bibsi77 30.03.10 - 13:42 Uhr

Na, wahrscheinlich, ob Kind zu jung oder zu alt ist für Einschulung. darum geht es hier doch!

Das Schulsystem ist sich wahrscheinlich selber uneinig, denn warum werden die Fristen ständig hin und herverschoben?

Beitrag von emmapeel62 30.03.10 - 13:49 Uhr

Zum Beispiel, weil man so ganz einfach Kindergartenplätze für 2 Jährige schaffen kann ;-)

In der Regel verweilen Kinder 3 Jahre im Kindergarten. Bis vor kurzem war das 3 - 6, wenn ich jetzt mit 5 einschule, kann ich 2 Jährige in den Kindergarten aufnehmen und habe mein Wahlversprechen erfüllt ;-)

Wie Schule damit klar kommt, ist die andere Sache.

Beitrag von winniwuslon 30.03.10 - 19:11 Uhr

Hallo Du

also wenn du mich meinst, dann frag doch einfach.

Die TE (ich)ficht den Kampf aus das das Kind auch 25 nach STichtag geboren ist, aber bereits heute bis 10 plus und minus rechnen kann, und anfängt Buchstaben zu lernen. Es ist ein Geschwisterkind und sehr an Schule interessiert. Der Kindergarten will aber lieber das alle Kinder erst mit 7 Jahren in die Schule gehen.

Und wenn du jetzt meinst, ich habe keine Ahnung dann muss ich dir da wiedersprechen. Habe bereits ein Kann Kind eingeschult und sehr gute Erfahrungen gemacht.

Gruß
Daniela

Beitrag von frauke131 30.03.10 - 13:33 Uhr

Der Stichtag ist doch kein Spaßdatum! Irgendwo ist die Grenze. Unsere Schule schrieb uns ja auch nicht ein Jahr vorher an, ob wir nicht doch schon vorzeitig einschulen. Bei uns wurden auch nur Kinder, die regulär eingeschult werden, automatisch ins Vorschulprogramm genommen.

Wenn Du meinst, Dein Kind ist so weit, dann kümmer Dich selbst drum.

Einerseits wird geschien, das niemand sich einmischen soll, muss man sich selbst kümmern, ist es auch wieder verkehrt!

Beitrag von belebice 30.03.10 - 13:46 Uhr

Hallihallo!!

Also, ich finde nicht, dass du in dem Falle das Recht hast, dich über die Einrichtung auszulassen, denn Stichtag ist Stichtag, und wenn du möchtest, dass deine Tochter vorzeitig eingeschult wird, ist es auch dein Ding, dieses anzuleiern

Lg Bianca

Beitrag von quickys1 30.03.10 - 13:47 Uhr

Hallo Bianca,

wieso regst du dich auf?
Deine Tochter wurde nicht zurückgestellt. Sie ist einfach kein "Muß-Kind" und gehört somit auch nicht auf die Liste.

Wenn Du sie vorzeitig in die Schule schicken möchtest, mußt du das beantragen. Dann wird ein Test veranlasst und danach entscheidet sich erst, ob sie in die Schule kann.

Der Kiga hat genau richtig gehandelt.
Es hängt immer vom Kind ab, ob sie schon in die Schule kann oder nicht. Mit LÜK-Kästen oder ähnlichem hat das sehr wenig zu tun. Es kommt vor allem auf das sozialverhalten an.
Also, sprich in Ruhe mit den Erzieherinnen und hör dir ihre Meinung an.

Liebe Grüße

Nicole

Beitrag von manavgat 30.03.10 - 14:36 Uhr

Ich finde, so wie Schule organisiert ist, ist es eine absolute Quälerei mit 5 anzufangen.

Aber es gibt Eltern, die müssen unbedingt alles erzwingen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von juki 30.03.10 - 18:56 Uhr

Hats du Erfahrungen mit einem 5 jährigen Kind in der Schule....oder woher weißt du das es Quälerei ist?
Finde sowieso, dass du es zu Allgemein siehst....es kommt ganz auf das Kind, die Schule, die Lehrer und den familiären Rückhalt an....
und nicht jeder der sein Kind mit 5 in die Schule schickt erzwingt etwas...es gibt durchaus Kinder bei denen das berechtigt ist....

LG

Judith

Beitrag von manavgat 31.03.10 - 10:07 Uhr

seit fast 30 Jahren in der Bildungsbranche unterwegs, glaube ich, genug Erfahrung und Einblick zu haben.

Aber Dein Kind ist ja sicher ganz anders, als alle, alle, alle Kinder die ich jemals beruflich gekannt habe... und mit Sicherheit die berühmte Ausnahme von der Statistik.

Gruß

Manavgat

Beitrag von juki 01.04.10 - 20:59 Uhr

Ich kenne mehrere Kinder die mit 5 eingeschult wurden....
einige schon vor über 20 Jahren und denen hat es allen keineswegs geschadet....
bei mir wurde überlegt ob ich mit 5 oder 6 in die Schule komme und ich wurde später geschickt und es war im nach hinein alles andere als ein Vorteil für mich....
Ich habe gar nichts von meinem Kind gesagt, sondern nur das es solche und solche gibt und das es auch Kinder gibt für die es das Richtige ist früher in die Schule zu gehen(bis jetzt war es das bei meiner Maus...aber was noch kommt weiß keiner)....
ich weiß das du so etwas beruflich machst....nur ist es nicht so, dass zu dir hauptsächlich die mit problemen kommen und die ohne eher nicht...??

LG aus Spanien und ein gesegnetes osterfest

Beitrag von sissy1981 01.04.10 - 13:54 Uhr

Kannst du diese Ausführungen konkretisieren? Wann zeigt ein Kind die nötige Reife? Wann ist eine Schule so organisiert auch auf 5-jährige Kann-Kinder einzugehen. Ist es manchmal besser lieber mit 5 einzuschulen als im Endeffekt erst mit fast 7 Jahren oder findest du generell je später desto besser?

Ich für meinen Teil bin momentan sehr verunsichert, was das Thema frühere Einschulung angeht. Viele Bekannte, auch der Kiga raten meine Tochter ab Sommer in die Vorschulgruppe zu geben damit sie möglichst nächstes Jahr eingeschult wird (sie wäre dann "fast" 6).

Sie kommt auch auf eine Schule mit relativ kleinen Klassen (höchstens 25), eine Ganztagsschule (Nachmittagsunterricht aber in aller Regel nur im Rahmen von wählbaren Neigungsgruppen im ersten Schuljahr), unterrichtet wird mit Lehrer und Pädagoge, also immer 2 Kräfte die den Unterricht leiten/begleiten, keine Hausaufgaben (dafür 5 "Förderstunden" pro Woche).

Ich will weder unter- noch überfordern, keinen Druck aufbauen aber sie auch nicht "hemmen". Natürlich schmeichelt es mir, dass sie als so weit gilt (zumindest was das Förderfähige angeht kann ich dies durchaus nachvollziehen) aber beim Verhalten sehe ich das eher kritischer, als viele andren. Es bereitet mir wirklich Bauchweh mitte des Jahres entscheiden zu sollen wie ich die Weichen für sie stelle.

Beitrag von manavgat 01.04.10 - 16:39 Uhr

Das Problem ist:

innerhalb der letzten Jahre wurde gerade in der Grundschule Stoff immer weiter nach vorne gelegt. Nur mal das Beispiel Bildgeschichte: früher hatten die Kinder 2! volle Jahre Zeit um sinnverstehend Lesen und Schreiben zu lernen. Die Bildgeschichte kam im 2. Halbjahr der 4. Klasse. Alle Kinder waren da auch in der Lage eine logische Abfolge zu "verstehen" - was in erster Linie eine Reife- und keine Intelligenzfrage ist. Sukzessive rutschte das Thema Bildgeschichte weiter nach vorne, zur Zeit Anfang 3. Klasse. Problem: die Hälfte der Kinder kann es nicht. Verschärft wird das ganze noch für Kinder, die jetzt ein Jahr früher eingeschult werden. Heißt: eine Aufgabe wird jetzt fast 3 Jahre eher verlangt, als noch bei der Generation davor.

Kein Wunder, dass es so viele Schulversager gibt. Kein Wunder, dass schon Grundschüler somatisieren.

Hätten wir eine Einheitsschule mit flexiblen Klassen, mit nicht mehr als 18 Kindern in der Grundschule, mit kompetenten, gut ausgebildeten Lehrkräften. Dann! könnte man darüber nachdenken, ein Kind mit 5 einzuschulen.

Gruß

manavgat

Beitrag von sissy1981 04.04.10 - 21:31 Uhr

#danke für deine Ausführungen!

Frohe Ostern

LG sissy

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