Zweite Nierenbeckenentzündung -13 Monate Was würdet ihr machen??

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von sadi84 30.03.10 - 12:42 Uhr

Hallo zusammen,

meine Maus ist 13 Monate alt und hatte jetzt ihre zweite Nierenbeckenentzündung. Bei der ersten war sie 8 Monate alt und wir waren 1 Woche im KH, was der absolute Horror war. Bei der zweiten Nierenbeckenentzündung konnten wir zum Glück zuhause bleiben. Ihre Nieren waren jedesmal angeschwollen, insbesondere die linke Niere. Jetzt sagten mir schon viele, schon zwei Nierenbeckenentzündungen in diesem Alter wären nicht normal. Wir sollten mal zum Spezialisten gehen und das abklären lassen (eine MCU wurde schon gemacht und war ok -wem das was sagt) Aber da wird ja eben nur nach einem Reflux geguckt und nicht, ob Harnleiter/ -röhre vielleicht einen Knick oder sowas haben.

Habe jetzt einen Termin beim Spezialisten gemacht, der dann erstmal Ultraschall macht und dann ggf. noch weitere Untersuchungen, die vermutlich für die Kleine nicht gerade toll sind. Genau aus diesem Grund will mein Mann nicht, dass ich zum Spezialisten mit ihr gehe. Er ist nun sogar wütend auf mich, weil er meint, ich würde die Kleine krank reden, sie hätte eben Pech gehabt, dass sie nun zwei mal sowas hatte. Aber Fakt ist doch, dass es nicht normal ist, oder?`Klar, werden Kinder krank, aber zwei Nierenbeckenentzündungen mit 13 Monaten. Ist das normal??? Bin total penibel, achte das sie nicht auf kaltem Boden sitzt, nicht nass ist, Babyschwimmen machen wir nicht... Was meint ihr dazu?

Mein Mann ist wie gesagt, sehr verärgert, was ich ehrlich gesagt nicht so ganz verstehe. Sonst ist er immer total besorgt und da tut er so als ob es das normalste auf der Welt wäre... Was würdet ihr machen??? Zum Spezialisten oder nicht?

LG, sadi

Beitrag von swety.k 30.03.10 - 12:52 Uhr

Hallo Sadi,

was sagt denn der Kinderarzt? Meint er auch, Ihr solltet zum Spezialisten gehen?

Ich kann Euch beide verstehen. Natürlich möchte Dein Mann nicht, daß Eure Kleine evtl. unnötige und schmerzhafte Untersuchungen über sich ergehen lassen muß. Und natürlich machst Du Dir Sorgen. Vielleicht macht Ihr es so, daß der Spezialist erstmal nur ein paar "harmlose" Untersuchungen macht? Röntgen z.B. tut nicht weh und ist auch relativ unschädlich. Es muß ja nicht gleich eine Blasenspiegelung sein.

Übrigens, ich mache mir auch immer viel mehr Sorgen als mein Mann. Und meist hat er Recht.

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von ananova 30.03.10 - 12:58 Uhr

Hi!
Nein....normal ist das nicht! Außerdem kann jede Nierenbeckenentzündung einen "Schaden" an der Niere hinter lassen....Narbengewebe z.B.!

Meine Tochter hatte ihre 1. mit 5 Monaten und damals wurde dann der Reflux 2. Grades fest gestellt und sofort mit Dauertherapie Antibiotika behandelt! Sie durfte keine oder besser so wenige Entzündungen wie möglich bekommen, wegen Schaden, ansonsten hätte sie operiert werden müssen, wenn die Antibiotikatherapie z.B. nicht angeschlagen hätte!! Heute ist es ausgeheilt!

Ich würde das auf jeden Fall abklären lassen, egal ob mein Mann dagegen wäre! Möchte Dein Mann für evtl. Langzeitschäden der Niere oder so verantwortlich sein?

Ich schreib nur das, was mir verschiedene Ärzte damals gesagt haben und wie es bei uns war!
Ana

Beitrag von sunflower.1976 30.03.10 - 14:16 Uhr

Hallo!

Ich würde auf jeden Fall zum Spezialisten gehen. Klar, die Untersuchungen sind vielleicht nicht angenehm. Aber eine Nierenbeckenentzündung und eventuelle Folgen auch nicht... Kamen die Nierenbeckenentzündungen "plötzlich" oder hatte Deine Tochter "unklares" Fieber oder eine erhöhte Temperatur vorher? Also Fieber ohne ganz klare Ursache wie z.B. einen grippalen Infekt o.ä.

Mein kleiner Sohn hat von Geburt an nur eine Niere und aus Sicherheitsgründen müssen wir bei JEDEM Fieber ohne ganz klare Ursache bzw. auch erhöhrter Temperatur eine Urinprobe machen. Wir haben entsprechende Teststäbchen. Bei Unsicherheit müssen wir dann zum KiA für eine erneute Probe, am Wochenende sogar ambulant ins Kinder-KH.

Nimm es nicht auf die leichte Schulter, nur um Deiner Tochter ein paar unangenehme Momente zu ersparen. Einelebenslang geschädigte Niere wäre schlimmer...

LG Silvia

Beitrag von mausundbaer 30.03.10 - 17:38 Uhr

Hallo

meine Tochter hatte mit sechs Monaten auch eine Nierenbeckenentzündung. Auch 10 Tage Krankenaus etc., war echt schlimm für uns. Die Entzündungswerte waren sehr hoch im Blut und es war am Anfang echt kritisch.

Danach gab es noch eine Weile Antibiotika und auch so eine Refluxuntersuchung. Dort wurde festgestellt, das kein Rückfluß stattfindet.

Sieben Monate später hatte sie nochmal eine Nierenbeckenentzündung. Diesmal kein Krankenhaus und relativ unkompliziert.

Danach bis jetzt nicht mehr. Ich habe sie immer schön warm eingepackt, aus Angst es könnte wieder passieren.
Das Schwimmen haben wir auch erstmal sein lassen. Erst mit über 18 Monaten sind wir das erste mal schwimmen gewesen und das im Sommer. Im Winter waren wir gar nicht schimmen.

Zum Glück waren keine weiteren Schritte erforderlich.
Alles Gute für dein Kind.

LG m

Beitrag von fascia 30.03.10 - 22:18 Uhr

Hallo sadi,

aber ganz bestimmt würde ich zum Facharzt gehen.

"Krank reden"... hört sich Dein Mann selbst schon mal zu?
Wie macht man das denn - ein Kind von 13 Monaten krank reden?

Die Nieren sind doch zwei ausnehmend wichtige Organe - und wer, wie oben beschrieben mit einer Niere lebt, ist sich dessen schmerzlich bewusst.

Nierenbeckenentzündungen sind schmerzhaft. Sie sind nicht ganz ungefährlich und deshalb versucht man nach Möglichkeit eine Chronifizierung solcher Entzündungen um jeden Preis zu vermeiden. Üblicherweise nehmen die Ärzte es da sehr genau. Das geschieht nicht ohne Grund. Darüber lässt sich lang und viel schreiben.

Untersuchen. Punkt.
Vielleicht kommt nichts dabei raus. Dann brauchst Du (auch Dein Mann) nicht die Soge zu haben, etwas versäumt zu haben.

Der Ultraschall ist ja erstmal ganz einfach, harmlos und schnell erledigt. Vielleicht regt sich Dein Töchterlein trotzdem auf, weil sich jemand an ihr zu schaffen macht - sie wird das eindeutig verkraften. Ob weitere Untersuchungen folgen - und welche - ist ja noch ganz und gar offen, Zukunftsmusik. Darüber gräm Dich mal noch nicht. Schritt für Schritt.

Dein Mann hat natürlich recht, wenn er sagt, dass Eure Maus da eben Pech gehabt habe. Welcher Art dieses Pech ist - dem sollte man doch mit den geeigneten Methoden auf den Grund gehen. Ergibt sich nichts - wunderbar: Dann lass Deinem Mann mit Freuden seinen "Triumph".

Aber vorher: Wasch ihm den Kopf!
Entweder, er reißt sich zusammen,
oder er geht nochmal ein Studium an...Medizin, z.B.

Verflixt nochmal!
Wie es DIR geht - spielt das für ihn so ganz am Rande noch eine Rolle?
Frag ihn mal!
So geht das doch nicht!
Hau auf den Putz...,

Viel Glück für Euch.

fascia.

Beitrag von manfredmama 30.03.10 - 22:26 Uhr

Hallo Sadi!

Also ich würde an deiner Stelle auch zu nem Spezialisten gehen!
Klar sind Untersungen nie angenehm, aber dann habt ihr Sicherheit und wenn gar nichts dabei rauskommt- prima!

Meine Kleine hat schon zig Untersuchungen durch-auch unter Vollnarkose... (angeborene Nierenfehlbilung-4 Nieren, eine davon schon entfernt, nun noch ein verbleibender Reflux II Grades mit Antibiotikaprophylaxe)

Klar ist das blöd und anstrengend für Eltern und Kind, aber mein Schatz hat alles gut überstanden und ich bin froh, dass wir alles Menschenmögliche versucht haben- nur das Beste fürs Charlöttle #verliebt!

Wäre es nicht eine Möglichkeit, zusammen mit deinem Mann zu dem Spezialisten zu gehen und der macht erstmal nur nen Ultraschall. Je nachdem, was er da sieht, könnte ermit euch beiden besprechen, was er euch raten würde und was die Risiken wären, wenn ihr einfach nichts weiter untersuchen lasst.

Ich hoffe, dass ihr gemeinsam eine Entscheidung treffen könnt.

Viele Grüße und alles Gute für Euch

Gabi mit Charlotte