Was haltet ihr von dieser Schule?

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von sue20 30.03.10 - 14:01 Uhr

Hallo zusammen,


ich möchte meine Tochter bald in dieser Schule anmelden...
So das ich sicher sein kann, das sie auch einen Platz bekommt....natürlich kann sich in 3-4 Jahren noch einiges ändern,vorallem meine Tochter,aber man kann sich ja auch wieder abmelden:-)

http://www.waldorfschule-koeln.de/

Was haltet ihr davon?Unabhängig vom Namen "Waldorf"...
Uns gefällt das Lernkonzept....Wie seht ihr das...Muss ich irgendwas bedenken?(Was ich noch gar nicht kann, da kein Schulkind)

Vg Sue

Beitrag von arkti 30.03.10 - 14:24 Uhr

Ich würde da niemals ein Kind anmelden, da ich von der Pädagokik gar nichts halte.

Beitrag von murmel1006 30.03.10 - 14:48 Uhr

Hi!

Ganz ehrlich? Für mich ist Waldorfpädagogik nichts. Ich stehe absolut nicht hinter dieser Konzeption. Von daher werde ich meine Kinder nicht an einer solchen Schule anmelden.

Das "Lernkozept" ist Waldorf- nichts unabhängig vom Namen.

Mach dich doch ggf erst mal schlau, welche anderen Konzeptionen es noch gibt, und entscheide dann.

Alles Gute!

Beitrag von vonnimama 30.03.10 - 15:18 Uhr

Hallo,

Waldorf #schock !!!

Nix für ungut, aber ich hab selbst Lehramt (Primarstufe) studiert und für mich ist das indiskutabel. Dann lieber Montessori.

LG Yvonne

PS: Wie soll man diese Schule unabhängig vom Namen beurteilen? Waldorf ist und bleibt Waldorf ... Da gibt es nichts dran zu rütteln ...

Beitrag von emmapeel62 30.03.10 - 15:27 Uhr

"Unabhängig vom Namen "Waldorf"... "

Wie soll denn das gehen ?

Entweder man steht hier dem Waldorf Konzept oder nicht.

Beitrag von magnoliagarden 30.03.10 - 15:59 Uhr

Und jetzt beurteilen wir , unabhängig vom Namen, die Technische Universität:
Super Lernkonzept, nur irgendwie haben sie da ganz schön viel Mathematik und Physik, ich glaube, ich muß noch bedenken, ob das was für meine Tochter ist (1. Klasse)....

Beitrag von dominiksmami 30.03.10 - 16:28 Uhr

Huhu,

für uns ist die Waldorfpädagogik gar nichts, von daher käme diese Schule für uns, selbst wenn wir in Deutschland wohnen würden, n ie in Frage.

liebe Grüße

Andrea

Beitrag von doris72 30.03.10 - 17:12 Uhr

Hallo Sue,

ich habe insgesamt 3 Kinder.
Meine 13 und 16 Jahre alten Töchter gehen auf eine normale weiterführende Schule und mein Sohn (1 1/2 Jahre) geht in eine Montessori Kinderkrippe.
Also habe ich keine persönlichen Erfahrungen mit Waldorf.

Meine Schwester ist Waldorffan und hat ihren Sohn im angeschlossenen Waldorfkindergarten. Sie ist sehr glücklich mit ihrer Wahl.
Durch sie habe ich über diese Art von Pädagogik sehr vieles erfahren.
Für manche Kinder ist die Waldorfschule die Rettung und für manche Kinder schlicht daneben.

Erst kürzlich war ich beim Tag der offenen Tür der Waldorfschule hier bei uns in Rastatt.
Eine schöner gestaltete Schule als die Waldorfschule hier, habe ich noch nie gesehen. Echt toll.


Wenn Ihr von der Konzeption überzeugt seid, warum also nicht.

LG von Doris



Beitrag von shorty23 30.03.10 - 19:18 Uhr

Hallo Sue,

geh am besten mal zum Tag der offenen Tür, meist bieten sie da auch richtiges Schnuppern für die Kinder, ist bestimmt ganz hilfreich. Ich denke, es ist schwierig, dir da was zu raten, ich finde einiges am Konzept Waldorfschule (die ja auch zur Reformpäd.bewegung gehört) gut (Epochenunterricht, kein Sitzenblieben, Sprachen schon sehr früh und spielerisch lernen), das haben die staatl. Schulen teilweise ja schon übernommen (Sprachen, Sitzenbleiben usw). Aber mit manchem bin ich auch nicht einverstanden (kein staatl. anerkannter Lehrplan (Schule wechseln eventuell schwierig!), Kl. 1-8 denselben Klassenlehrer, der so gut wie alle Fächer unterrichtet, Lehrer haben manchmal keinen staatl. anerkanntes Studium, v.a. in den unteren Klassen).

So vom Erscheinungsbild sieht die Schule ja toll aus, neues modernes Gebäude usw. aber wie gesagt, so kann man das echt schwer beurteilen. Und die Pädagogik ist ja einfach geprägt von Waldorft / Antroposophie / Steiner, das kann man nicht "ohne Waldorf" beurteilen.

LG

Beitrag von gunillina 30.03.10 - 19:49 Uhr

Die Seite sieht toll aus. Wie sie ihr Konzept umsetzen, kann ich nicht beurteilen. Übrigens ist jede Waldorfschule anders, je nach Schulleitung. Es gibt sehr "strenge" Schulen, es gibt aber auch sehr liberale.
Und wie bereits gesagt wurde: Für manche Kinder ist Waldorf ein Traum, für andere ein Alptraum.
Ihr solltet zum Tag der offenen Tür gehen, unbedingt. Und Gespräche mit der Leitung führen, euch alles zeigen lassen, erklären lassen etc.
Habt ihr noch 4 Jahre, habe ich das richtig verstanden? Muss dein Kind dann jetzt schon angemeldet werden? Ist die Warteliste so lang?
L G
G

Beitrag von delfinchen 31.03.10 - 06:48 Uhr

Käme für mich nie in Frage, da ich nicht hinter der Philosophie dieser Schule stehe.
Solange wir in einer Leistungsgesellschaft leben, wird uns - meiner Meinung nach - nichts anderes übrigbleiben, als die Kinder da behutsam ranzuführen - und nicht erst mit der Kollegstufe einem Wahnsinns Stoff- und Notendruck auszusetzen.
Waldorf ist mir zu lebensfremd, ich kann schon mit den Zeugissen nichts anfagen. Und außerdem ist es mir wichtiger, dass meine Kinder rechen als dass sie ihren Namen tanzen können, sorry.

Nix gegen Reformpädagogik allgemein, wenn es keine Starre ist und sich anpassen und weiterentwickeln kann wie die Montessoris beispielsweise - aber Waldorf? Kinder nach sage und schreibe 4 Charakteren/ Persönlichkeiten einzuteilen? Ist mir echt ein Rätsel, in meiner Klasse sind 25 Schüler und von ihnen ist jeder anders, da könnte ich nie 6er-Gruppen zu je gleichen Persönlichkeiten draus machen ...

Aber wenn du 100% dahinter stehst, solltest du deine Tochter hinschicken, da du dann mit einer "normalen" Schule und den dort unterrichtenden Lehrern eh nie zufrieden sein wirst.

LG

Beitrag von arienne41 31.03.10 - 08:20 Uhr

Was ich von der Schule halte

Abstand

Beitrag von sassi31 31.03.10 - 11:05 Uhr

Hallo,

drei Bekannte von mir waren auf der Waldorfschule. Keiner von denen hat (bzw. wird) seine Kinder dorthin schicken, aufgrund der eigenen Erfahrungen. So hat einer z. B. erzählt, dass es bei Aufsätzen und Diktaten oft wichtiger war, wie schön der Zettel noch verziert und bemalt wurde. Das fließt tatsächlich mit in die Beurteilung ein. Für künstlerisch begabete Kinder ist das sicher toll, aber bei einem Diktat sollte man doch wohl eher die Leistung beurteilen, finde ich.

Die anderen Beiden mussten in eine andere Stadt ziehen, um das Abi machen zu können. Das geht wohl nicht an jeder Waldorfschule. Und in der Arbeitswelt wird das wohl auch nicht so toll angenommen. Einer ist oft auf Ablehnung gestoßen, sobald das Gespräch auf die Schulbildung kam.

Gruß
Sassi

Beitrag von risala 31.03.10 - 12:21 Uhr

Hi,

ich kenne ehemalige Waldorfschüler - und keiner dieser ehemaliegen Schüler würde sein Kind jemals dort anmelden.

Beispiel:

Unser Azubi ging 6 Jahre auf eine Waldorfschule,w eil die Mutter von dem Konzept überzeugt war. Das Mädel wechselte zum 2. HJ der 6.Kl auf eine Regelschule auf eigenen Wunsch - und hatte große Probleme in Mathe. Warum? In der Waldorfschule musste sie (wohl ab der 2. Klasse) nur das lernen, was sie interessiert hat. Mathe fand sie doof, also gabs da nur absoluten Basisunterricht. So erging es ihr mit einigen Fächern.

Ihre Meinung: Kinder sind -vor allem in diesem Alter- gar nicht in der Lage zu entscheiden, was sie lernen müssen! Aber es wird ihnen diese Entscheidung übertragen!

Außerdem geht in vielen Fällen die "Erziehung" dieser Schulen am realen Leben vorbei. Ein Bewerber (mit Abi)für eine Ausbildung als Veranstaltungstechniker war ebenfalls Waldorfschüler. Bereits in der Ausschreibung wurde darauf hingewiesen, dass Reisetätgikeit und körperliche Arbeit dazugehören - er machte ein Praktikum (8 Wochen), bekam die Lehrstelle - und kündigte nach 5 Monaten "weil ihm das alles nicht gut tut" - und er hätte in der Schule gelernt, nur das zu tun, was ihm gut tun würde... Genauso wurde es mir von unserer Azubine bestätigt.

Herzlichen Glückwunsch! Das Leben ist ein Ponyhof und man muss nie was machen, was einem nicht gut tut oder nicht gefällt! :-[

Dafür tanzte er bereits im Vorstellungsgespräch seinen Namen, als er gefragt wurde, was ihn besonders für die Ausbildung eignet (er fand das kreativ).

Naja, entweder man steht hinter dem Waldorfkonzept oder eben nicht. Ich kann mit mit der Waldorfpädagogik weder im KiGa noch der Schule identifizieren.

Gruß
Kim

Beitrag von brille09 31.03.10 - 14:47 Uhr

Ich würde mein Kind immer - so es nicht in irgendeiner Weise behindert ist - in einer Regelschule anmelden. Klar, Bildung ist wichtig, sogar sehr, aber es ist auch sehr wichtig für das Kind, dass nicht zu viel Tamtam um Schule usw. gemacht wird. Es sollte alles so normal wie möglich sein, damit das Lernen im Alltag integriert ist. Das ist wichtig.