Was würdet IHR anders machen in der Politik?

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Forum: Politik & Philosophie

Hier ist der Platz, mit anderen Politik- und Philosophieinteressierten über Parteien, aktuelles politisches Geschehen, Sinnfragen etc. zu diskutieren. Wir bitten insbesondere in diesem Forum um einen sachlichen und konstruktiven Diskussionsstil!

Beitrag von engel-ina 30.03.10 - 15:38 Uhr

Hallo,

Stehlt euch vor ihr werdet Politiker/in, was würdet ihr anders machen in der Familienpolitik u. Sozialpolitik sowie Gesundheitspolitik, Finanzpolitik uwm... ?????

Gibt es was ihr anders machen würdet oder findet ihr wie es jetzt ist O.K. ????????


Freue mich auf #pro und #contra....
LG

Beitrag von christinamarie 30.03.10 - 16:49 Uhr

Hallo,

- Minijobs abschaffen, steuerpflichtige Beschäftigung stärken

- Mindestlohn einführen

- Krippenplätze ausbauen

- Sozialleistungen nur mit dem "workfare-modell" (funktioniert sehr effektiv in USA und auch in den Niederlanden), da mehr Geld Armut nicht senkt.

- Schulsystem umstrukturieren, um auch Kindern mit Migrationshintergrund und aus sog. bildungsfernen Schichten Chancengleichheit und Perspektive zu geben

- Summer School in den Schulen während der langen Sommerferien einführen (kostenloser Kleingruppenunterricht in Schwerpunktfächern wie Mathe, Deutsch etc. mit Betreuung in den Schulen für leistungsschwache Kinder)

- Nachmittagsbetreuung in den Schulen mit qualifizierten Musikunterricht und Schulsport

- Ganztagsschulen mit Mittagessen

usw. usw.

LG
CHristina


Beitrag von hilli2 30.03.10 - 21:02 Uhr

Hi!

Hört sich perfekt an...

...aber gerade das "workfare-modell" wird in Deutschland nicht funktionieren, da sich eigentlich erwerbsfähige Menschen dauerhaft krankschreiben lassen und viele Tätigkeiten als "nicht zumutbar" abgeschrieben werden.

(wobei sich natürich die Frage stellt: Wenn eine Tätigkeit nicht zumutbar ist, dann macht sie eben keiner????? )

Beitrag von trollmama 31.03.10 - 14:51 Uhr

Jetzt mußt Du uns nur noch verraten, wie Du das aufgrund der leeren Kassen finanzieren willst!

Beitrag von christinamarie 31.03.10 - 15:16 Uhr

- durch mehr sozialversicherungspflichtige Jobs (keine Minijobs mehr) = höhere Steuereinnahmen

- durch workfare werden neue (bisher nicht vorhandene) Arbeitsplätze in Schulmensa, Betreuung, usw. möglich

- durch workfare wird ein Teil der ALGII-Empfänger sich nicht nur einen Minijob suchen (wie bisher), sondern eine versicherungspflichtige Tätigkeit

- durch bessere Bildung wird langfristig die soziale Schieflage behoben und auch Mädchen in bildungsfernen Schichten die Möglichkeit gegeben, sich durch Ausbildung und nicht durch das Kinderkriegen zu finanzieren.

- Elterngeld fällt für nicht erwerbstätige Mütter weg = Sparpotenzial und weniger Anreiz Kinder bewusst in den Sozialhilfebezug zu gebären.

- durch bessere Schulsysteme und Summer School werden auch andere Probleme behoben. Summer School muss von Lehrern mitgetragen werden (wird in USA seit 30 Jahren erfolgreich praktiziert)! <-- ich bin in USA aufgewachsen, Summer School war klasse, dadurch gab es auch kein Sitzenbleiben mehr. Hatte man eine Matheschwäche, wurde ganz gezielt ein Teil der Sommerferien gelernt.
So können auch hier Jobs geschaffen werden, die es vorher nicht gab und die durch workfare getragen werden.

Der Staat hätte zum Teil dieselben Ausgaben, aber es fände eine Umstrukturierung der Gelder statt, die Anreize gibt und Nachhaltigkeit und langfristige Erfolge hätte.
usw.

LG
Christina

Beitrag von nele27 31.03.10 - 15:25 Uhr

Ich finde viele Deiner Ansätze gut, aber ausgerechnet die USA würde ich nicht als Vorbild fürs deutsche Schulsystem nehmen #schock

Zumindest waren meine Kommilitonen, die ein Auslandssemester gemacht haben, grundsätzlich die Besten im Semester - dank eines gnadenlos niedrigen Niveaus...

Beim Thema Minijob, Elterngeld und Co. stimme ich Dir zu #pro

LG, Nele

Beitrag von christinamarie 31.03.10 - 15:45 Uhr

Hallo Nele,

nun, dann haben deine Kommilitonen eine Facette des Systems betrachtet. Bei uns (zuhause in USA) gab es ein riesiges Spektrum von Fächerwahlmöglichkeiten vom Sonderschulniveau bis hin zum College-Prep-Course für 10.-12. Klässler, alles unter einem Dach. Es war eben sehr individuell und nicht so breit gefächert und allgemeinwissend/bildend wie in Deutschland. Ich fand vieles auch sehr einfach, hatte aber auch die Option in schwierige Kurse zu wechseln. Grundsätzlich fällt Europäern das scheinbar geringere Bildungsniveau der USA-Schüler häufig auf, - es ist in manchen Bereichen jedoch nur ein scheinbar niedrigeres Niveau und in manchen Bereichen ist das tatsächliche Bildungsniveau der Amerikaner wirklich niedrig. Es werden eben auch unterschiedliche Dinge gelehrt. Manche Dinge sind für den Europäer grundsätzlich von Bedeutung, manche DInge eben für den Amerikaner nebensächlicher. (Spätestens in Universität/Forschung + Lehre haben dann die USA meist die Nase vorn...)

Das Schöne ist aber, das ich dort - im Vergleich zu meiner deutschen Gymnasialzeit - mehr Chancengleichheit erlebt habe. Für mich war es ein ziemlicher (negativer) Kulturschock, in die 11. Gymnasialklasse einer mittelgroßen deutschen Stadt zu wechseln.

LG
Christina

Beitrag von mysterya 31.03.10 - 22:36 Uhr

*lol* Meine Stimme hast Du!

Beitrag von .doctor-avalanche. 30.03.10 - 20:51 Uhr

Als erstes mal Freibier für alle. Und das jeden Samstag pünktlich zur Sportschau......

Beitrag von diewildehilde 31.03.10 - 11:21 Uhr

Jepp. Bin ich dabei!

Beitrag von sabrina1980 30.03.10 - 21:51 Uhr

Guten Abend,

eigentlich alles!

...Da das natürlich nur Utopie ist und ich auch nicht der Arsch der Nation sein möchte...überlass ich das lieber unserer Búndeskanzlerin Angela Merkel;-)

Achja vielleicht sollte dem mehr bedeutung zu kommen.....

ZUM WOHLE DES DEUTSCHEN VOLKES!

"Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe."

lg
Sabrina

Beitrag von sabrina1980 30.03.10 - 21:52 Uhr

Vielleicht sollten sich das mal alle Politiker etwas mehr zu Herzen nehmen!!!

Beitrag von r.le 30.03.10 - 22:04 Uhr

Hallo engel-ina,

nun gibt es ja doch verschiedene Möglichkeiten, als Politiker Karriere zu machen. Leider gehst Du nicht genau darauf ein, auf welcher Ebene wir anpacken sollen.

Da wir in einer Demokratie leben und auf Mehrheitsentscheidungen angewiesen sind, sind die Möglichkeiten des einzelnen Politikers ja auch etwas limitiert.

Aber da wollen wir doch trotzdem mal etwas sinnieren:

Als Lokalpolitiker würde ich dafür sorgen, dass die Schlaglöcher, die der Winter auf unserer Durchgangsstraße hinterlassen hat, schnell und gründlich gestopft werden. Dann wäre meinem Kleinwagen schon mal geholfen.

Als Landespolitiker würde ich dafür sorgen wollen, dass die Schüler in NRW nicht dümmer bleiben als in vielen andern Bundesländern. Dann könnten meine Kinder vielleicht mal als Ingenieure Straßen bauen, die den Winter überstehen.

Als Bundespolitiker würde ich mich für eine Vervielfachung der Diäten einsetzen, ohne wenn und aber. Dann könnten meine Kinder dumm bleiben und von meinem Geld leben. Außerdem würde ich einen Geländewagen kaufen und dann wären mir die Schlaglöcher auch egal.

Viele Grüße

Ralf

Beitrag von haarerauf 31.03.10 - 15:46 Uhr

Ich würde dafür sorgen dass meine Kinder endlich eine Ampel an der Straße bekommen.

Aktive Sterbehilfe ist straffrei.

Mietwohnungen für Familien mit Kindern werden extrem gefördert.

Für jeden sinnlos verschwendeten Euro muß die betreffende Behörde 2 Euro aus der Privat-Tasche zurückzahlen.

Kosten für öffentlichen Nahverkehr verbilligen.

Ich finanziere das alles aus dem Verschwendergeld.

Haarerauf

Beitrag von kruszynka17 01.04.10 - 18:06 Uhr

"Für jeden sinnlos verschwendeten Euro muß die betreffende Behörde 2 Euro aus der Privat-Tasche zurückzahlen"

Richtig !! nur nicht die Behörde sondern die Person die das unterschrieben hat !

Beitrag von erdwuermchen 04.04.10 - 21:11 Uhr

also wenn ich Geld im Überfluss hätte, dann wäre die Liste endlos.

Ansonsten würde ich die Anzahl der Minister verringern und die Anzahl der Angestellten der Minister auch.

Ich würde das Gehalt der Politiker kürzen und vor allem Zulagen kürzen, die Ihnen gestatten vom Wohnsitz zum Arbeitsplatz zu fliegen. Jeder normale Mensch bekommt ne Pendlerpasuchale und wenn die für den Flug nicht reicht selber Schuld.

Bildungssache wieder Bundessache machen, damit in jedem Bundesland zur selben Zeit das gleiche gelehrt wird. Jeder Lehrer das selbe geld bekommt und acuh überall angestellt werden kann.

Ich würde das Bildungssystem umstrukturieren und chancenglecihhaiet schaffen.

Ich würde ein leistungsorientiertes Stipendiensystem in Deutschland einführen.

Kita und Krippenkosten senken und Plätze ausbauen, Betreuungszeiten flexibler gestalten. Betreuunsschlüssel hochsetzen.

In jede Schule gehört ein Fach Deutsch als Fremdspache, wenn Imigrantenschüler vorhanden sind.

Kostenlose Nachhilfe für lernschache Schüler an der Schule durch die gewohnten Lehrer.

Klassenstärken verringern.

Betreuung nach der Schule durch kreative, musikalische und sportliche Förderung.

Sportvereine für Kinder kostenlos und mehr durch den Staat gefördert.

ich würde die Aufstockung von Niedriglohn abschaffen und für besser bezahlte Jobs sorgen, so das sich Arbeit auch wieder lohnt.

Die Wirtschaft wieder mehr in die Pflicht nehmen.

Manager müssen mehr haften für ihre Arbeit.

Ach da gibt es so viele baustellen.....

LG
erdwürmchen

Beitrag von lebelauter 16.04.10 - 11:30 Uhr

- kindergarten verpflichtend mit spezieller sprachförderung für alle, die deutsch nicht gut genug sprechen

==> weniger probleme in der schule für viele kinder mit migrationshintergrund

-elterngeld sockelbetrag für vor der geburt nicht-arbeitende eltern abschaffen

==> so werden weniger kinder bewusst in den alg2/sozialhilfebezug geboren

-steuergutschrift für die wieder-arbeitenden eltern (meist sinds ja die mütter), die nach 1 jahr babypause wieder in den beruf einsteigen.

==> so wird belohnt, wieder arbeiten zu gehen

-abschaffung der beitragsfreuen familienversicherung der ehefrau nach dem 1. babyjahr

==> so wird eine beschäftigungsaufnahme der ehefrau gebünstigt.

schulfach gesundheit eiführen

(gesunde ernährung bewegung zubereitung und planung von mahlzeiten)

==> sort für gesündere menschen und weniger kosten bei ärzten, abmagerungskuren für kinder usw.

schulfach finanzen einführen
( mit geld auskommen lernen, geld einteilen, aufklärung über schulden-machen usw.)

==> sorgt für weniger insolvenzen, weniger schulden und für mehr familien, die trotz geringen einkommens auskommen können.

ansonsten stimme ich meine workfare-vorrednerin zu.

LG