schlimmes Erlebnis auf dem Spielplatz

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von eunko87 30.03.10 - 19:46 Uhr

Hallo alle zusammen,

ich bin im Moment etwas durch den Wind da mein Sohn (3 Jahre) heute einen kleineren Jungen (ca 1,5 - 2 Jahre) von der Rutsche die etwa 2, 5 Meter hoch war geschubst hat und das auch noch mit Absicht. So was hat er vorher noch nie gemacht, ich war und bin natürlich total geschockt, das kleine ist kopfüber gefallen, hätte seine Mutter ihn nicht aufgefangen, hätte er sich evtl das Genick gebrochen. Ein Alptraum:-(

Hat jemand schon mal etwas ähnliches erlebt, also das euer Kind so etwas getan hat. Ich hab jetzt echt Angst davor dass das zur Gewohnheit wird, ich hab ihn natürluich erklärt das man das nicht machen darf und so weiter und so fort, meine Schwägerin meinte sogar noch das sie ihn den Hintern versohlt hätte, wovon ich aber Abstand nehme.#gruebel

Der arme Kleine, ich hoffe er ist OK. Was macht man denn da jetzt am besten, erst mal zur Strafe nicht rutschen gehen oder ist er für solche Art von Bestrafungen noch zu klein?

Beitrag von amaramay 30.03.10 - 20:02 Uhr

Hallo, das ist natürlich blöd, das das passiert ist. Was ich aber denke, das dein Kind mit 3 Jahren, noch nicht die Folgen so eines Sturzes einschätzen kann. Jedes Kind schubst mal, das es nun oben auf der Rutsche war, war natürlich sehr gefährlich. Du hast es ihm bestimmt gesagt, das es nicht richtig war und dabei würde ich es belassen.

LG D.

Beitrag von fritzeline 30.03.10 - 20:16 Uhr

Hm. Dabei belassen würde ich es nicht. Ich denke mal, ich würde ihm auf unbestimmte Zeit das Rutschen mit anderen Kindern nicht mehr erlauben, mit eben der Begründung, dass er wohl noch zu klein ist, um das Risiko einzuschätzen.

@TE: Das war ja echt Glück, dass die Mutter genau daneben stand #schwitz

Beitrag von miss.cj 30.03.10 - 22:07 Uhr

>@TE: Das war ja echt Glück, dass die Mutter genau daneben stand<

Bei einer 2,50m hohen Rutsche und einem 1,5-2jährigen Kind sollte das eher eine Notwendigkeit als Glück sein.

Beitrag von bine3002 30.03.10 - 20:15 Uhr

Mit seinen 3 Jahren konnte er die Folgen nicht abschätzen. Deswegen ist es wichtig, ihm die möglichen Folgen zu erklären. Vor der nächsten Rutschpartie würde ich ihn mir nochmal zur Brust nehmen und ihn daran erinnern. Dabei würde ich es dann belassen.

Beitrag von jessi273 30.03.10 - 21:42 Uhr

natürlich kann er die folgen abschätzen, dass das andere kind sich arschweh tun würde und das sollte ausreichen, dass er sich zurück nimmt und nicht schubst#kratz

Beitrag von miss.cj 30.03.10 - 21:47 Uhr

mit Sicherheit, konnte er NICHT einschätzen, dass das Kind durch eine kleinen Schubser gleich 2,50m in die Tiefe stürzen würde!!!

Darum geht es hier und nicht, ob sich das Kind weh tut oder nicht. Das wäre erst die Folge der Folge gewesen, d.h. er hätte zwei Aktionen im Voraus innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde einschätzen und abwägen müssen. Das kann kein 3Jähriges Kind.

Definitiv nicht!

Beitrag von jessi273 30.03.10 - 22:10 Uhr

mein sohn weiß, wenn er schubst weint das andere kind, ob vor schreck oder schmerz. und allein das zählt hier. er weiß, dass man nicht schubsen darf, dabei spielt es keine rolle, ob sie auf einer rutsche stehen oder im sandkasten. die denkfolge wäre die: ich schubse, kind weint. und dieses denken ist durchaus mit 3 jahren da;-)

Beitrag von miss.cj 30.03.10 - 22:41 Uhr

Sicherlich hast du Recht, aber du übersiehst hier einfach, dass der kleine "Täter" vorher noch nie geschubst hat. Also kann er es auch nicht einschätzen, auch wenn Mama sicherlich schon erklärt hat, dass man es nicht macht.

Wenn ich dir jetzt sage dass, introduzieren verboten ist, würdest du es dann lassen? Oder würdest du erstmal wissen wollen, was es ist?

EInen ersten Versuch hat Jeder, auch ein Kind. Unglücklicherweise war dieser eben gerade auf der Rutsche. Kann man nun nicht mehr ändern, ausser dem Kind diese Erfahrung zuzugestehen und das Beste für die Zukunft da herauszuziehen.

Im Übrigem bin ich mir ziemlich sicher, dass dein Sohn auch schonmal geschubst hat. Kein Kind kommt da drumherum. ;-)

Beitrag von gluecksbaerchen80 30.03.10 - 20:16 Uhr

Hallo!

Das du geschockt bist glaube ich dir.

Aber wie schon von meiner Vorrednerin geschrieben...in diesem Alter erkennen die Kids die Gefahren noch nicht.

Du hast es erklärt, das reicht.
Hat denn die andere Mutti noch was dazu gesagt?

Meine Tochter hat letztes Jahr, da war sie auch 3 Jahre alt, ihren Kindergartenfreund eine Gartentreppe (3 Betonstufen) wegen einem Ball runtergeschubst.

Er hatte Glück im Unglück und ist beim Fallen über den Ball gerollt und hat somit den Aufprall mit den Stufen nicht direkt erlebt.

Der Schock saß bei uns allen tief. Aber zum Glück ist nix passiert.

Ich hatte es ihr auch erklärt und habe sie ne kurze Weile nicht mitspielen lassen.
Und sie hat sich bei ihrem Freund entschuldigt.

Was ich bemerke, dass ich jetzt genauer hingucke und es auch öfter nochmal sage...also auf die Gefahr hinweise.

LG gluecksbaerchen

Beitrag von kleinessternchen05 30.03.10 - 20:24 Uhr

was sagte die mutter des kleinen denn? ich wäre ausgerastet....
garnicht dran zu denken was passiert wäre, wenn die mutter nicht da gestanden hätte!

also ich würd mir auf jeden fall was überlegen womit du ihn bestrafen kannst!

sowas geht einfach nciht!!! kinder hin oder her..... junge hin oder her. es gibt einfach grenzen! und die ist in diesem fall WEIT übercshritten.... zumindest wäre es das bei mir

Beitrag von turmmariechen 30.03.10 - 21:10 Uhr


"wenn die Mutter nicht dagestanden hätte" ?? Das Kind war 1,5 Jahre...

Beitrag von lulu2003 30.03.10 - 21:16 Uhr

und wenn es auch 3 oder 4 jahre alt gewesen wäre? dann hätte die mutter nicht dort gestanden und genickbruch ist genickbruch, oder?

Beitrag von schneckerl_1 30.03.10 - 21:16 Uhr

Das weiß sie doch selber, darum fragt sie ja um Rat.

Beitrag von itsmyday 30.03.10 - 20:57 Uhr

Du hast ihm "erklärt", dass man sowas nicht macht??? #schock

Wie eindrucksvoll......#augen

Ich hätte ihn geschnappt und sofort den Spielplatz verlassen. Er muss spüren, dass asoziales Verhalten sehr unangenehme Konsequenzen hat.....was auch immer das in Eurem Fall ist, Du kennst Dein Kind schließlich am besten. #pro

Ich finde überhaupt nicht, dass er mit 3 Jahren zu klein ist für Konsequenzen, würde also erstmal auch diese Woche nicht mehr rutschen gehen....aber sag ihm auch warum! #schwitz

Ich habe auch eine 3-jährige Tochter und daher weiß ich, dass die Kinder _alles_ verstehen....auch dass da was ganz Schlimmes passiert ist! #klatsch

LG Itsy

Beitrag von kleinessternchen05 30.03.10 - 21:02 Uhr

*unterschreib*

Beitrag von liesschen_1980 30.03.10 - 21:05 Uhr

"Ich hätte ihn geschnappt und sofort den Spielplatz verlassen."
Genau das wollte ich auch schreiben,
ebenso dass ich echt blöd geguckt hätte, wenn mein Kind da runtergeschubst worden wäre und die andere Mutter ihrem Kind "erklärt" hätte, dass man sowas nicht macht.
Ich finde auch, dass er da mit drei Jahren eine Konsequenz spüren muss.
LG Anne

Beitrag von thea21 30.03.10 - 21:10 Uhr

Hallo,

auch ich halte mein Kind (auch damals im Alter von 3 Jahren) für klug.

Dennoch kann ich mit keinem Wort unterschreien das ein 3 jähriges Kind einschätzen kann was alles passieren kann bei solch einem 2.50 m Sturz.

Es wird denken, klar Beule, Aua, Schramme. Keinesfalls aber was alles noch viel schlimmeres passieren kann.

Und vor allem nicht in der Situation als es passierte.

Recht gebe ich mit der Konsequenz. Ich hätte geschimpft, erklärt was hätte passieren können und wäre gegangen.

Beitrag von jessi273 30.03.10 - 21:40 Uhr

"Es wird denken, klar Beule, Aua, Schramme."

und allein das reicht ja wohl aus, dass das kind andere nicht schubst#aha

mein sohn ist noch keine 3, aber im augenblick steht das "man darf garnicht schubsen!"-anschreien, wenn ihn ein anderes kind ärgert ganz hoch im kurs#verliebt (damit meine ich, dass ER das schubstende kind anmotzt)

*lg*

Beitrag von thea21 30.03.10 - 21:51 Uhr

Aber genau das meine ich ja..jedes Kind, gerade im Alter von 3 sollte wissen was pasiert wenn es bestimmte Dinge tut...trotzdem handeln sie nicht ausschließlich logisch.

Das kommt mit der Zeit und der Erziehung.

Beitrag von danni64 31.03.10 - 09:39 Uhr

Hallo,

das Wort asozial finde ich hier reichlich übertrieben #aerger.Kinder in dem Alter lernen erst ein Sozialverhalten und können noch kein asoziales Verhalten zeigen !

Ich hätte es dem Kind erklärt,was er da gemacht hat und wie gefährlich sowas sein kann.Er war sich nicht darüber bewusst,dass es hätte tödlich enden können. Kinder kennen eigentlich keine Ängste und denken sich nicht viel dabei,wenn sie schubsen und schon garnicht,wenn sie auf einer Rutsche sind.

Wenn du soviel Erfahrung von deinen Kindern in dem Alter erwartest,dann erwartest du zuviel.

In einem gebe ich dir Recht,ich wäre auch mit meinem Kind sofort nach Hause gegangen,damit es merkt,das war was Schlimmes,was ich da gemacht habe.

Danni64,die meint,hier bei Urbia wird zu schnell mit dem Wort "asozial" rumgeworfen.

Beitrag von itsmyday 31.03.10 - 18:38 Uhr

"Asozial" heißt nichts weiter als "gegen die Interessen der Gemeinschaft gerichtet". Und natürlich kann ein Kind asozial handeln!! #augen
Die Frage ist vielmehr, ob es schuldhaft asozial handelt und das wird man bei einem Kind diesen Alters sicher verneinen müssen.#schwitz

In einem Punkt gebe ich Dir aber recht: "Asozial" ist ein momentan sehr gerne, häufig und vielfach völlig falsch eingesetzter Begriff, dessen Bedeutung sich viele gar nicht mehr bewußt sind. #contra

LG Itsy

Beitrag von litalia 30.03.10 - 21:05 Uhr

entgegen der meinungen der anderen hier ist meine meinung das ein kind mit 3 jahren wissen MUSS was es darf und was nicht und GRUNDregeln schlichtweg beherrschen und befolgen muss

dazu gehört: nicht schubsen, nicht spucken, nicht hauen, nichts ungefragt wegnehmen usw usw.

auch wenn er die folgen ansich noch nicht abschätzen konnte, dennoch MUSS er wissen das er sowas nicht machen darf WEIL das andere kind sich dabei verletzen kann, weil es dem kind weh tut usw.

an stelle der anderen mutter wäre ich ausgerastet und wäre empört über dein kind was meines ABSICHTLICH in gefahr gebracht hat weil es keine GRUNDregeln beherrscht.
mit dir als mutter wäre das letze wort noch nicht gesprochen ;-) schließlich hätte dein kind meines absichtlich fast umgebracht. wenn man es mal krass ausdrückt.

ich seh das eben nicht so "locker" wie andere.


geschubst. gehauen usw wird nicht, sowas sind dinge mit denen ein kind aufwachsen muss und die von anfang an selbstverständlich sein müssen.

ich persönlich hab auch nicht sonderlich viel verständniss für "unerzogene" kinder die beissen, schubsen, tauben in der stadt jagen usw.

ich bin da sehr konsequent und mein kind würde auch nie auf die idee kommen so etwas derartiges zu tun weil es einfach TABU ist und garkein thema ist.

Beitrag von misscatwalk 30.03.10 - 22:03 Uhr

dem schließe ich mich einfach mal an ganz genauso sehe ich das auch !

Die Themenstarterin kann froh sein das es nicht mein Kind war das ihr Sohn absichtlich die Rutsche runtergeschubst hat ich glaub ich wäre ausgerastet erst Recht oder noch mehr weil die Mutter nicht mehr wie ein geschockt mildes Sowas darf man nicht oder irgendwas in der Richtung hervorgebracht hat statt strickte Konsequenzen folgen zu lassen . Über solche Eltern kann ich mich gleich noch viel mehr aufregen meist sind das nämlich genau die richtigen aber wehe wenns anders rum gewesen wäre .

Kinder hin und Kinder her es gibt Dinge die gehen einfach überhaupt gar nicht und die haben einfach etwas mit Respekt und Anstand / Erziehung zu tun. Und die gerne genutzte Ausrede das es eben Kinder sind zählt für mich da nicht .


Meine Kinder sind auch keine Engel aber auf so eine Idee kämen die gar nicht und da bin ich mir ganz sicher .
Wenn eins meiner Kinder etwas derartiges machen würde, würde ich für meinen Teil auch ernsthaft meine Erziehung anzweifeln. Auf jeden Fall würde mein Kind so etwas bei mir nur einmal machen danach wäre das Thema garantiert durch .

3 jährige Kinder sind nicht blöd und wissen gaaaaanz genau das sowas einfach überhaupt gar nicht geht . Das ist auch überhaupt kein Spaß oder kein normales hauen oder schubsen mehr . Auch wenn sie die Folgen vielleicht noch nicht abschätzen können ein gewisses Gefühl für die Höhe die die Rutsche hatte haben Kinder in dem Alter auf jeden Fall und das das andere Kind sich weh tut wenn man es darunter schubst das ist auch 3 jährigen sehr wohl bewußt .

Beitrag von metalmom 30.03.10 - 23:32 Uhr

Ja, was willste denn machen? Den Hintern vollhauen oder was?