Tochter 2 Jahre, es kommt mir so vor, als sei sie unterfordert!!!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von leo0504 30.03.10 - 22:27 Uhr

Hallo,

meine Tochter Zoé ist 2 Jahre und 4 Monate alt. Sie geht seit November in eine Kita (Elterninitiative). Wir waren im Winter dann mit ihr zur U7 bei der Kinderärztin und die war sehr erstaunt darüber, wie weit Zoé schon ist. Sie kennt die Farben, sie kann bis 15 zählen, malt Kreise, Punkte,Striche etc. Macht mittlerweile schon Puzzle für Kinder ab 3 Jahre und spricht sehr gut. Sie spricht in vollen Sätzen und sehr deutlich. Dies macht sie auch schon länger als ein 1/2 Jahr. Na gut, die Ärztin machte mehrere Bemerkungen in das U-Heft und ich habe auch erstmal nicht weiter darüber nachgedacht. Aber jetzt fällt mir immer mehr auf, wie gelanweilt sie teilweise ist. mir kommt es so vor, als könnten wir Ihr jede Woche ine neues 'Puzzle etc kaufen. Wir machen recht viel zuhause, Perlen stecken, Kneten, malen und so weiter...auch in der Kita wird sie viel gefördert und kann schon einige Lieder auswendig....nun habe ich irgendwei Angst das ich sie unterfordere...Meint Ihr ich sollte mit ihr nochmal zu Arzt?! Sie ist sehr glücklich und auch fantasievoll...sie beschäftigt sich auch gut alleine. Es gibt wirklich nichts an ihr zu meckern...meint Ihr ich mache mich zu sehr verrückt?!

Vielleicht habt ihr ja auch noch Tipps...was ich in Zukunft so mit Ihr üben könnte...

Vielen Dank fürs zuhören...

Glg
Jessi

Beitrag von jenny6 30.03.10 - 22:43 Uhr

Hallo!

Nein, lass dein Kind einfach KInd sein und macht so weiter wie bisher. Meine Tochter war in dem Alter genauso. Mit 3 machte sie schon Puzzle,ich glaube über 50 Teile.
Förder,aber überforder nicht und erfreu dich daran,dass sie so viel Spaß hat!

lg,Jenny

Beitrag von postrennmaus 30.03.10 - 22:47 Uhr

Also es ist schon recht bemerkenswert, was deine Tochter alles kann. Aber was willst du genau hören? Deine Tochter macht Puzzles für 3 Jährige und sie spricht in vollen Sätzen. Was will man da noch mehr machen? Und vor allem, was soll ein Arzt dazu beitragen? Man muss die Kinder doch nicht an der oberen Leistungsgrenze fordern. Dann solltest du vllt. zum Geigenunterricht mit ihr... Nein im Ernst. Du machst alles, dass sie einen abwechslungsreichen Alltag hat. Und so wie du schreibst, beschwert sie sich nicht und ihr ist nicht langweilig. Also lass sie so, wie sie ist. Sie wird noch ihr ganzes Leben gefordert!!

Lg postrennmaus (deren 16 Monate alte Tochter auch schon Puzzles für 2 Jährige macht :-p)

Beitrag von ini29 31.03.10 - 09:51 Uhr



hallo,

also vivian wird im mai 3 jahre alt...ich finde auch das schon viel kann...macht u.a. puzzle und memory für 4 jährige, spricht deutlich,zählt,kann richtige farben zuordnen usw.....ich mache mir aber keinen stress und laß mein kind halt kind sein....

lg ines

Beitrag von tauchmaus01 31.03.10 - 09:57 Uhr

Mein Tip, mach Dir einfach keine Gedanken darüber!

Was soll denn ein Arzt da machen ausser dir zu sagen dass Deine Tochter im Grunde normal ist ?

Gut, sie puzzelt Puzzel für Kinder ab 3. Und? Ich meine schon das es toll ist, aber ich denke auch nicht soooo ungewöhnlich.
Meine Tochter hat zur U7 de Arzt Bilder gemalt mit Figuren die bis zum Bauchnabel komplett waren. Sie hat alles mitgemacht und ihm noch ein Ohr abgekaut nebenher.
Sie hat gepuzzelt und fing in dem Alter schon an einige Buchstaben zu malen.
Und? Im U Heft steht: Liebes, aufgewecktes Mädchen in bester Entwicklung.

Toll, hab mich gefreut und dann ging der Alltag weiter.

Weißt Du, manche Kinder in dem Alter (z.B. Jungs) kennen alle Automarken, kennen jeden Dinosauerier mit Namen oder andere wissen schon über Pflanzen Bescheid wie sonst ein Kind mit 8.
Will sagen, jedes Kind hat irgendwo ein Hauptinteresse oder eine besondere Begabung. Ich würde mir nie Sorgen machen wenn es so wäre sondern wenn ein Kind so gar nichts hat was es besonders gerne macht oder gut kann.
Das kann auch das Laufradfahren sein was so manches Kind mit 1 1/2 schon beherscht.

Lieder auswenidg......was soll ich sagen, kennst DU Hänsel und Gretel? Das Lied haben meine Kinder so geliebt das sie es auch lange vor dem zweiten Geburtstag mitgesunden haben. Ich singe viel mit den Kindern, sie konnten gar nicht anders als mitsingen oder Blasen an den Ohren haben ;-)

Zählen....sagt sie die Zahlen so runter oder weiß sie schon wenn du ihr 11 Bohnen hinlegst wieviel es sind?
Selbst wenn.....das ist toll, aber nicht soooooo unnormal.

Entspann Dich, freu Dich über Deine Tochter und dann ist auch schon gut. Prahl nicht vor anderen Müttern damit wie WEIT Dein Kind schon ist, bei manchen löst man damit komischerweise Neid aus.
Meine hat sich z.B. schreiben und lesen beigebracht. Sie schreibt seit sie 3 ist Wörter ab und seit sie 3 1/2 konnte sie einfach Wörter selber schreiben. MIt 4 hat sie angefangen zu lesen.....nun ist sie im Juli 5 und schreibt schon kleine Geschichten.
Das kann ich echt nur hier im Forum erzählen, im realen Leben ist man schnell die "Angeberin" #schein

Viel Freude noch mit Deinem normalen, pfiffigen Kind.

Mona#liebdrueck

Beitrag von hanni123 31.03.10 - 10:19 Uhr

Huhu,

ja, Du machst Dich zu sehr verrückt. ;-)

Mein Sohn konnte in dem Alter diese Dinge auch, ich denke, das ist im normalen Rahmen. Er mag "kognitiv sehr weit" sein (mir geht das kaum über die Lippen bzw Tastatur, das klingt immer so nach Angabe), aber er hat dafür bei anderen Dingen noch Potential, z. B. bei Frustrationstoleranz und Selbstständigkeit.

Langeweile ist übrigens nicht schlecht, Du musst sie nicht den ganzen Tag bespassen und "bebasteln". Im Gegenteil, irgendwann hat sie dann den Anspruch, ständig und immer wieder etwas neues zu bekommen und zu machen.

Wie ist es denn mit dem Sozialverhalten und mit der (Grob-)Motorik (Hüpfen, Dreirad/Laufradfahren, Purzelbäume, Klettern,Treppensteigen,...)? Im Haushalt mithelfen, selbstständig werden? Wenn sie kognitiv und feinmotorisch gut dabei ist, dann würde ich eher die Dinge "fördern", in denen sie noch nicht so weit ist.

Warum das x. Puzzle kaufen, wenn sie es doch kann? Es ist vollkommen ausreichend, mal in einem halben Jahr eine Stufe schwieriger zu kaufen.

Im Haushalt und im Alltag lernt es sich von ganz allein. Beispielsweise kann man beim Tischdecken zählen lernen, beim Anordnen der Teller und des Bestecks wird die Motorik gefördert, genauso beim Gemüseschnippeln, etc.

Mein Sohn ist auch sehr phantasievoll, neulich sass er über eine Stunde lang im Garten und hat ganz vertieft mit der Auffahrt seiner Plastikparkgarage "Katapult" gespielt. Dabei hat er sicher viel über Physik (Gewicht, Flugbahn, Materialbeschaffenheit,...) gelernt. Wunderbar!

LG

Hanna

Beitrag von angelinchen 31.03.10 - 10:28 Uhr

Hallo
du machst dich definitiv verrückt. Du lässt dich da vom Förderwahn anstecken, den mittlerweile sooo viele haben...
Lass dein Kind so sein wie sie ist, Förderung bekommt sie genug. Und ein Kind MUSS und DARF auch mal Langeweile haben, das ist doch normal und fördert auch, nämlich die eigene Phantasie und Kreativität!

Meine Tochter ist im übrigen wie deine, sie kann auch Dinge, die in ihrem Alter schon etwas voraus sind...na und? dann kann sie es eben und ich freu mich dran!

ich könnte dir noch Mini Lük empfehlen, das macht meine seeehr gerne, so als Alternative zum puzzeln ;)

LG Anja mit Arian (12/04) und Adelina (10/07)

Beitrag von leo0504 31.03.10 - 10:39 Uhr

DANKE, vielen Dank für Eure antworten. Ich denke, ich mach einfach so weiter wie bisher;-) Werde mal nach dem Mini-Lük schauen...vielleicht ist das ja was für sie!!!


Glg und nochmal herzlichen Dank für die zahlreichen Antworten!!!

Jessi

Beitrag von zickl2000 01.04.10 - 18:34 Uhr

Hallo,
ich habe Pascal mit 3 Flocards gekauft. Das ist so ähnlich aber ich finde schöner gemacht. Mußt Du mal nach googeln. Das kann ab 3 Jahre benutzt werden und dann bis ins Schulalter (also keine Differenzierung LÜK/MINI LÜK. Habe übrigens auch so ein kleines Talent zu Hause. Konnte mit 2 Jahren und 9 Monaten alle Buchstaben...zählt heute bis 50 und schreibt seinen Namen. Ansonsten spielt er am liebsten Fußball und mit seinen Autos und das ist auch gut so.
lg
Nicole

Beitrag von tinar81 31.03.10 - 11:09 Uhr

Was willst du jetzt hören - dass du dein Kind am besten solange fördern sollst, bis es die Interesse an allem wieder verliert.

Mal im Ernst, es gibt viele Kinder die total unterschiedlich weit sind. Manche sind bei der U7 weit voraus, manche noch weit dahinte.

Mein Sohn hat z.B. bei der U7 kaum gesprochen und hat sich für nichts anderes interessiert als für Autos und Traktoren.

Jetzt ist er 4,5 Jahre und quasselt einem das Ohr ab, kennt sämtliche Autmarken von Autos der Eltern von Kindergartenfreuden und KiGa-Personal, macht Puzzle mit 200 Teilen, auch wenn das den ganzen Vormittag dauert, zählt bis 50 und ist auch so recht flott dabei. Ich hab ihn aber in der Hinsicht nie "gefördert" sondern er hat das alles von sich aus gemacht.

Mir würde nie der Sinn kommen, da mal irgendwo nachzufragen, was ich noch machen kann..... Er kriegt alles was braucht, wird im kindlichen Rahmen geförtert und geht ab September ins KinderEnglisch.

Ich finde, man sollte Kinder auch nicht zu viel fördern, stell dir vor, sie kommt in die Schule und kann schon alles was die anderen Kinder da erst lernen, also Lesen, Schreiben, Rechnen. Meinst du das man da einem Kind einen Gefallen mit tut? Wir hatten zu diesem Thema erst kürzlich einen Elternabend im KiGa und da hat auch eine Pädagogin gesagt, dass die Eltern die Kinder oft zu viel fördern - und somit den Kinder die Freude nehmen, dies dann in einer Gemeinschaft zu erlernen. Diese Kinder werden dann auch sehr oft ausgegrenzt.

Mein Tipp: Lass deine Kleine Maus Kind sein und gib ihr auch gerne mal ein Puzzle mit 70 Teilen, und lass sie ausprobieren, ob sie es schafft, wenn es alleine nicht klappt, räum es wieder weg und lass ihr die anderen Puzzle. Achja, kann es vielleicht sein, dass sie so "gelangweilt" ist weil sie zu viele Sachen hat? Räum mal immer wieder 80% der Spielsachen weg, und lass sie mit weniger spielen. Dann werden die Sachen nicht so schnell langweilig.

LG Martina

Beitrag von morla29 31.03.10 - 21:11 Uhr

Hallo,

du möchtest mit ihr zum Arzt, weil sie Puzzle macht und weil sie einige Lieder auswendig kann?

Also manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr.

Sei froh, dass sie fit und gesund ist, dass ihr Sachen Spaß machen und mach dir nicht so viele Gedanken.

Ich denke, dass dich die Erzieherinnen schon aufmerksam machen und dir sagen, wenn sie unterfordert ist.

Üben würde ich nix mit ihr. Einfach ein Kind Kind sein lassen.

Meine Kleine wird im Juni 3 und seit ca. einem halben Jahr kennt sie einige Buchstaben. Aber die kennt sie, weil sie sich das von ihrer großen Schwester abgeschaut hat.

Gruß
morla
mit Mona 4
und Tini 2 3/4
und Sternenkind Verena (still geboren am 29.01.10)

Beitrag von jeremiaskilian 03.04.10 - 00:31 Uhr

Hm! Sie ist glücklich und fantasievoll?

Dann frag ich mich warum sie unterfordert sein soll? #kratz
Das sehe dann ganz anders aus!

Beitrag von hopsi2005 05.04.10 - 02:56 Uhr

Der beste Spruch, den ich je zu dem Thema Förderung gehört habe ist dieser hier:

DAS GRAS WÄCHST AUCH NICHT SCHNELLER, WENN MAN DRAN ZIEHT.

Ich sehe das so wie die meisten anderen: Wenn dein Kind zufrieden ist, kann es nicht unterfordert sein.