vielleicht doch Kind Nr.2?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von julsun 31.03.10 - 08:35 Uhr

Guten Morgen lieber Urbianerinnen,

ich erkenne mich fast nicht wieder. Die letzten Wochen denke ich immer wieder daran, wie es mit einem 2ten Kind wäre. ICh wollte bisher immer nur eins haben. Leo wird in einem Monat 5 Jahre alt. Er wäre dann also fast sechs, wenn es auf Anhieb klappen würde.
Aber die Wohnung ist zu klein, das Geld würde knapp werden. Ich gehe seit er 10 Monate ist, wieder arbeiten. Mit meinem Verdienst, kommen wir gut über die Runden, aber ohne....#zitter Menno, hätte nie gedacht, dass ich deswegen einmal ins Grübeln kommen würde.....

Habe ich hier noch Leidensgenossen??

LG
julsun

Beitrag von drull 31.03.10 - 08:45 Uhr

Hallo Julsun!
Ich kann Deine Gedanken gut nachvollziehen. Für mich stand auch immer fest, dass ich nur ein Kind möchte. Allerdings kam ich schon in der Schwangerschaft mit Hannah ins grübeln und habe mich jahrelang fast wahnsinnig gemacht, weil ich mich nicht entscheiden konnte. Es gibt nunmal viele Gründe, die gegen ein zweites Kind sprechen. Ich bin fast verzweifelt, weil ich dachte, dass ich mich nie entscheiden kann.
Dann habe ich mich im letzten Jahr auf eine andere (bessere) Stelle beworben und entgegen meinen Vermutungen hatte ich gute Chancen. Für mich stand fest, dass ich dann kein zweites Kind bekommen würde, da ich keine neue Stelle anfange und dann schwanger werde. Das hat mir fast das Herz gebrochen. Ich bekam die Stelle dann nicht und hielt Anfang September den positiven Test in den Händen. Natürlich kamen die ganzen Bedenken direkt wieder hoch und auch jetzt, 6 Wochen vor der Geburt, habe ich manchmal richtig Panik. Aber es war die richtige Entscheidung - zumindest für mich. Ich möchte nicht mit 80 Jahren da sitzen und es bereuen, kein zweites Kind bekommen zu haben nur weil ich ein paar BEdenken hatte (vor allem wirtschaftlicher Natur). Allerding muss ich dazu sagen, dass ich auch diesmal wieder direkt arbeiten gehen werde.
Naja, soviel zu meiner Geschichte. Problem ist nur, dass Dir keiner die Entscheidung abnehmen kann und die Bedenken werden auch nicht verschwinden.
Ich drücke Dir für die Zukunft die Daumen und dass Du so oder so mit Deiner Entscheidung glücklich wirst.
Viele Grüße
Jessica mit Hannah (14.10.05) und Babyboy 34ssw

Beitrag von tinar81 31.03.10 - 08:52 Uhr

Naja, dein Verdienst würde ja nicht ganz wegfallen, sondern nur auf 67% "schrumpfen" und zusätzlich hättet ihr noch einmal mehr Kindergeld - aber natürlich auch ein weiteres Kind zu verpflegen..... Naja und wenn man ne größere Wohnung braucht und damit mehr Geld ausgeben muss.....

Ist ne schwere Entscheidung die nur du und dein Partner selber treffen könnt. Aber ich würde euch empfehlen das gut durchzurechnen. Haben wir auch gemacht - aber bei uns stand immer fest das wir mindestens 2 Kinder haben möchten. Wir hatten von vornerein eine Whg. wo 2 KiZi vorhanden waren, genügend finanzielle Rücklagen etc.

Könntest du denn nach Kind Nr. 2 auch wieder arbeiten
gehen??? Du musst ja auch an die Zeit danach denken. Wenn dein 2. Kind geborenb würde, würde dein erstes Kind eingeschult werden etc...

Ich wünsche euch echt, dass ihr zu einer für euch optimalen Lösung kommt.

LG Martina mit Sebastian 4,5 Jahre und Viktoria 1,5 Jahre

Beitrag von turmmariechen 31.03.10 - 09:29 Uhr

Ich finde ein weiteres Kind muss immer aus dem Herzen kommen. Wirtschaftlich bekommt man das sicher immer geregelt.

Beitrag von tinar81 31.03.10 - 10:43 Uhr

Finde das ist die falsche Einstellung in der heutigen Zeit!!!

Klar soll ein Kind nur von Herzen kommen, aber wenn ich es wirtschaftlich selber nicht hin bekomme, dann muss ich eben noch ein Weilchen warten und sparen, damit ich mir ein 2. Kind auch leisten kann.

Würden alle ihren "Herzenswünschen" nachgeben, hätten wir bald fast nur noch Familien die finanzielle Hilfe vom Staat brauchen.

In der heutigen Zeit sollte man den wirtschaftlichen Aspekt nie aus den Augen lassen, denn man muss/soll den Kindern ja auch was bieten können und nicht verlangen müssen, dass diese ständig am Existenzminimum sind und nur traurig anderen Kindern hinterher kucken können!!!

LG Martina

Beitrag von turmmariechen 01.04.10 - 22:58 Uhr

Die TN schreibt doch nur, dass es ohne 2. Einkommen "knapp" werden könnte?! Das heißt doch nicht, dass man nicht wieder arbeiten kann wenn das Kind älter ist?! Ich glaube, Ihr habt meinen Beitrag falsch verstanden. Und dass, sie für immer in Armut lebt?! Mir finanziell geregelt meinte ich zB TZ arbeiten, Kita etc...keine finanzielle Hilfen...es war doch nicht die Rede davon, dass sie es finanziell "nicht hinbekommt" ?! Was seh ich denn da falsch??

Beitrag von mysterya 31.03.10 - 13:59 Uhr

Ja mit 17 habe ich auch so ähnlich gedacht, aber Gott sei Dank wird man ja Erwachsen.

Sorry, aber es wäre total unverantwortlich ein zweites Kind bewusst in Armut zu bekommen. Beim ersten...denke ich nagut...ich möchte niemandem das Glück auf Elternschaft verwehren und ein Kind bekommt man, wenn man sich umtut und es liebt und sich drum kümmert auch mit wenig Mittel groß.

Aber zwei und weitere....ne. Das finde ich echt daneben, sich da keine Gedanken zu machen. So nach dem Motto. Das wird schon. Ohne einen handfesten finanziellen Untergrund durch Job/Arbeit, Untertützung durch Partner usw. käme für mich kein zweites Kind in Frage.

Wirtschaftlich bekommen heute viele kein zweites Kind geregelt. Blauäugig ist das.

Beitrag von turmmariechen 01.04.10 - 22:52 Uhr

Huhu, ich habe geschrieben "wirtschaftlich bekommt man das immer geregelt" damit meine ich keine staatliche Hilfe. Ich ging davon aus, dass die TN in einer festen Beziehung lebt und bisher ja finanziell über die Runden kommt und auch einen Job hat . Ich habe nicht geschrieben, dass man jederzeit ohne Nachzudenken Kinder in die Welt setzen sollte...aber die Ausgangssituation der TN ist jawohl auch eine andere??!!

Beitrag von sohnemann_max 31.03.10 - 13:06 Uhr

Hi,

schwere Entscheidung.

War bei uns genauso. Wir haben zig mal gerechnet, ob es finanziell klappt OHNE Einschränkungen. Es hat funktioniert.

Den Altersabstand würde ich persönlich perfekt finden. Es erleichtert so einiges, wenn das große Kind älter ist. Allerdings muss ich Dir sagen, dass es mit zwei Kindern vollkommen anders ist. Ehrlich gesagt hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass es so ist. Es ist wunderschön, aber schon anstrengend.

Unser Großer kommt im September in die Schule, Lara wird im Mai 1 Jahr alt. Arbeiten gehe ich schon lange wieder und es ist oft ein Spießroutenlauf. Zu 90% bin ich alleine auf mich gestellt - mein Mann ist beruflich ziemlich eingespannt.

Es ist ein Unterschied, ob man ein relativ selbständiges Kind hat oder eben noch einen kleinen Zwerg dazu, der früh, mittag, abend eben noch seine Mama braucht. Dann alle in den Kindergarten bringen bzw. Krippe, anschließend ab in die Arbeit. Heimhetzen, Kinder holen, einkaufen gehen. Zu Hause wartet dann das Haus, der Garten, die Haustiere.

Heute z. B. rief mich um 6,45 Uhr mein Opa an, ihm geht es schlecht, kann sich kaum auf den Beinen halten. Meine Eltern sind im Urlaub, mein Mann schon in der Arbeit. Na toll, Kinder angezogen, mich fertig gemacht und ab ging es. Dort dann Rettungswagen geholt, weil er in der Zwischenzeit ausgerutscht ist....juhu.:-(

Aber das ist ja nicht die Regelmäßigkeit.

Damit möchte ich eigentlich nur sagen, dass ein zweites Kind nicht einfach so nebeher mitläuft. Vor allem dann nicht, wenn man beiden gerecht werden möchte. Vom finanziellen her haben wir viel, viel mehr Aufwand. Wir zahlen alleine für beide KiTa Plätze kanpp 400 Euro jeden Monat, obwohl Lara nur 2 mal 6 Stunden geht und Max täglich auch "nur" 6 Stunden. Dann kommen noch Windeln, Nahrung, Kleidung usw.. Also alleine vom Kindergeld reicht es nicht mal für die KiTa.

Wie gesagt, entscheidet Euch nach dem Herzen, guckt aber auch auf das finanzielle. Und Stress ist es definitiv. Da kann ich nichts schön reden.

LG
Caro mit Max 5 Jahre 7 Monate und Lara 10 Monate

Beitrag von maxi03 31.03.10 - 13:27 Uhr

Ich oute mich auch mal Leidensgenossin.

Eigentlich wollten wir auch von Anfang an ein Kind. Als es dann da war ging es ein Jahr hin und her. Mal wollte mein Mann und mal ich, aber nie beide gleichzeitig :-)

Letztendlich hat mein Mann, als das erste gut 2 jahre alt war definitv "nein" gesagt und ist dann 3 Monate später doch wieder umgeschwenkt.

Letztendlich dauerte das "Üben" dann 1,5 Jahre. Ich habe 2 Wochen vor Eintritt der Schwangerschaft vom Kopf her abgeschlossen. Aufeinmal (warum verhüten, wenn es 1,5 Jahre nicht klappt?) war ich mit Zwillis schwanger. Leider brachte diese Schwangerschaft unser größtes Schicksal in unserem Leben. Beide sind nach einer Frühgeburt gestorben.

Jetzt war die Sehnsucht nach einem 4. kind sehr groß. Von beiden Seiten. Trotz des Schicksals hat unser Herz entschieden und nachdem ich grünes Licht für eine Schwangerschaft bekommen habe hat es noch 3 Monate gedauert. Lange Rede kurzer Sinn, die Schwangerschaft war schwer, aber das Ergebnis ist 6 Wochen alt.

Zwischen 1. und 4. Kind liegen bei uns auch knapp 6 Jahre. Das erste kommt im Sommer zur Schule.

Was ich sagen möchte, lass dein Herz entscheiden. Du kannst doch auch bald nach der Geburt wieder arbeiten gehen. Mach ich auch.
Eine neue Wohnung wird sich finden und auch alles andere wird sich regeln, sofern ihr den Herzenswunsch nach einem 2. Kind verspürt.

LG

Beitrag von sunnygirl1978 31.03.10 - 14:04 Uhr

Ach ich kann dich sehr gut verstehen. bei mir war es so dass ich immer unbedingt zwei kinder haben wollte.

Aber hatte auch bedenken wegen der finanziellen Situation und Arbeitsplatz befristet. Unser Sohn wird im August 5 und ich hoffe es klappt so, dass ich zu Hause bin wenn er in die Schule kommt.

Habe mir ständig gesagt, wir warten und wird schon werden. Irgendwann war ich kopfmäßig so fertig, dass ich bauchkrämpfe bekam. Dann ließ ich mein herz entscheiden.
Wir üben jetzt für ein zweites. Und ich freu mich darauf - auch wenn wir uns finanziell das erste jahr einschreiten müssen bis ich wieder arbeiten gehe.

Aber es wird sich immer etwas finden.

Hör auf dein Herz.

Beitrag von sonnenstern75 31.03.10 - 22:17 Uhr

Hallo,
ja, mir geht`s genauso .


War bis jetzt immer überzeugt, kein weiteres Kind mehr zu wollen.
Mein Sohn wird in 3 Wochen 5 und ich denk nun schon manchmal nach, wie es wäre mit 2.

Aber bei uns wäre die jetzige Wohnung mit 2 Kindern auch zu klein. Umzug und ne grössere Wohnung hier in der Gegend zu bezahlen ist für uns nicht drin.
Dann haben wir hier keine Oma oder Opas .

Und irgendwie graut es mir nochmal vor der SS oder irgendwelchen möglichen Komplikationen.

Und dann hab ich auch Angst , dass unser momentan toll eingespielter Tagesablauf komplett durcheinander gerät.

Ach , ich weiss auch nicht, möchte schon irgendwie , aber dann müssten wir sehr viele Abstriche machen,...


Vielleicht kann mich ja auch noch Jemand überzeugen..


LG Sonnenstern75#stern

Beitrag von turmmariechen 01.04.10 - 23:03 Uhr

Huhu, ich antworte dir jetzt nochmal, da mein Beitrag ja wohl etwas falsch verstanden wurde. Ich ging davon aus, dass du ja in einer festen Partnerschaft lebst, ihr habt einen Job etc...also stimmen ja die Rahmenbedingungen. Einschränken muss man sich sicher für einige Zeit aber das wird ja auch wieder besser. Ich finde es normal, dass Du solche Bedenken hast - wer kann "mal eben" auf einen zweites Gehalt verzichten? Andererseits gings beim ersten ja auch - und ich find wenn man sich ein Kind wünscht (und die Bedingungen stimmen - bevor ich wieder falsch verstanden werde ;-)) sollte doch immer das Herz entscheiden. Denn so schnell wird man den Wunsch ja nicht mehr los.....