Sensible Mama-Kinder: wie war der Start?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von coco_maus 31.03.10 - 09:18 Uhr

Hallo zusammen :-)

Ich hab eine Frage an die Mama's, die sehr sensible Kinder haben und noch dazu sehr Mama bezogen sind.

Wie war bei euch der Start in den Kindergarten? Seid ihr tagelang immer mit dabei gewesen und es hat sich irgendwann gebessert?

Über eure Erfahrungen würde ich mich freuen!!

#danke

LG Coco

Beitrag von kirsten007 31.03.10 - 10:48 Uhr

Hallo Coco,

das war bei uns überhaupt gar kein Problem, weil unser "Sensibelchen" seit er 1 Jahr alt war, vormittags auf einem betreuten Kinderspielplatz war und sich daran gewöhnen konnte, dass Mama und Papa gehen aber auch wiederkommen ;-)

Im Kindergarten war ich nur am ersten Tag für ca. 2 Stunden und dann sollten wir BEIDE wieder gehen ;-)
Er wäre aber problemlos dageblieben, was dann auch so war.

Ich denke, dass die Mütter Sicherheit vermitteln müssen.

LG
Kirsten

Beitrag von coco_maus 31.03.10 - 11:07 Uhr

Hi Kirsten,

was meinst du mit Sicherheit vermitteln müssen.

Ich geh 2x die Woche ganztags arbeiten. Sie ist dann bei meiner Mutter. Sie geht auch mit Onkel und Tante allein spazieren und bleibt auch bei Oma und Opa ohne mich.

Aaaaber sie ist total auf mich fixiert und von jetzt auf gleich darf ich auf einmal nicht zur Arbeit gehen. Sie weint dann, sie würde mich vermissen usw. Obwohl sie weiß, dass ich immer wieder komme.

Der KiA sagt, es gibt halt solche Sensibelchen. Da kann man Sicherheit vermitteln wie man möchte. Sie wollen dann einfach die Mama. Kann das jetzt so schwer erklären.

Deswegen hab ich einfach etwas Angst vor dem Kindergartenstart #gruebel und fürchte, ich muss bis sie in die Schule geht immer mit dableiben im KiGa :-p (Scherz).

LG Coco

Beitrag von kirsten007 01.04.10 - 09:48 Uhr

Guten Morgen,

ich denke, dass gerade sensible Kinder ganz schnell merken, wenn die Mütter selbst "Vorbehalte" z.B. gegen die Kindergarten haben und das auf die Kinder übertragen.

Es ist doch schonmal gut, dass sie auch mal ohne Dich ist, das ist doch ein Anfang :-)

Und dann kannst Du Dich auch freuen, dass Deine Kleine SO an Dir hängt. Ich wollte meinen Sohn von seinen Großeltern abholen und er guckt mich an und sagt "Mama, was willst Du denn hier? ICH will nicht nach Hause, ich will hier bleiben".... DAS war echt nicht schön! Zwei Eochen später rief er dann zu Hause an und hatte Heimweh, das tat meinem Ego dann wirklich gut ;-)

Wird schon alles werden!

Lieben Gruß und schöne Ostern
Kirsten

Beitrag von schneuzel83 31.03.10 - 11:18 Uhr

Hallo Coco,

also ich würde sagen meine Motte ist auch ein kleines Sensibelchen das zwar nicht nur Mama sondern auch sehr Papabezogenen ist aber ich denke ich kann dir trotzdem antworten.;-)

Meine Tochter geht jetzt seit einem dreiviertel Jahr in eine Vorgruppe die zweimal in der Woche für zweieinhalb Stunden stattfindet. Und um ehrlich zu sein - es war ein Drama! Was jedoch nicht zuletzt auch daran lag, dass andere Elternteile ihre Kindern ziemlich lang dorthin begleitet haben und ich meiner Tochter schwer bis gar nicht verständlich machen konnte warum ihre Mama dann eben nicht auch ständig dabei ist.

Jedoch ist mir auch aufgefallen, dass sich meine Tochter nur öffnet wenn sie nicht damit beschäftigt ist um mich zu kreisen. Mittlerweile macht es ihr Spaß und sie fängt nun bald im richtigen Kindergarten an. Vor dem Anfang hab ich natürlich auch ein wenig Bauchgrummeln. Es ist wieder was komplett neues und es würd weder für sie noch für mich einfach sein - aber sie wird daran wachsen da bin ich mir sicher. Und glaub mir die Kleinen sind so stolz auf sich wenn sie merken das sie das alleine können....

Ich drück euch die Daumen

Gruß

Beitrag von coco_maus 31.03.10 - 12:18 Uhr

Danke für deine Antwort und für's Daumendrücken.

So eine Vorgruppe haben wir schon gar nicht gemacht, weil ich dachte, es funktioniert sowieso nicht.

Oh man, ich hab ganz schön Bammel.....#schmoll

Beitrag von dusa30 31.03.10 - 11:40 Uhr

Hallo,
bei uns war es auch ziemlich schwierig. War 14 Tage immer dabei, bis ich / wir gemerkt haben, dass er mich eigentlich im großen und ganzen gar nicht mehr braucht. Er wollte halt nur nicht alleine dortbleiben. Habe ihn dann am nächsten Tag (es war ein Freitag - Montags wird sowas bei uns generell nicht gemacht wegen dem Wochenende) unter großem Gebrüll (und eigenen Tränen) im Kindergarten gelassen. Hätte es nicht funktioniert hätten sie sich gemeldet und ich hätte ihn abgeholt. So haben sie mir dann nach 30 Min. Bescheid gegeben, dass er sich beruhigt hat und jetzt spielt. Er hat wohl 15 Min. lang total getobt und nur nach mir geschrien, sich letztlich aber doch beruhigt und in den restlichen 2 Std. kein einziges Mal nach mir gefragt.
Die nächsten Kindergartentage liefen ähnlich ab, ich hab ihn hingebract und ausgezogen. Die Erzieherin hat ihn dann unter Gebrüll auf den Arm genommen und ich bin gegangen. Meist war ich gar noch nicht daheim, als der Anruf kam, dass alles in Ordnung ist und er spielt.
Nach einer Woche Freitags war es dann allerdings so, dass er nachdem ich ihn ausgezogen habe, vor lauter Stress sich übergeben musste. Zuerst wollte ich ihn wieder mitnehmen - die Erzieherin meinte dann aber, wenn ich mir sicher bin, dass er nicht krank ist, wir weiter machen sollten und nach diesem Tag das weiter vorgehen besprechen. Also bin ich wieder alleine gegangen.

Empfangen wurde ich Mittags von einem freudestrahlenden Kind und alle Erzieherinnen bestätigten, dass es das ganz falsch wäre ihn jetzt wieder herauszunehmen. Es bräuchte halt seine Zeit und da müssten wir jetzt alle durch.
Wir haben dann Montags drauf weitergemacht. Zu unser aller erstaunen ohne eine Träne. Die Erzieherin wollte ihn wieder auf den Arm nehmen da sagte er zu ihr: "Nein, ich geh da alleine rein." und verschwand. Ich war so baff, dass ich wieder am heulen war.
Seitdem (dass ist jetzt 5 Wochen her) geht er total problemlos seine 3 - 3,5 Std. in den Kindergarten. Er beobachtet im Moment zwar überwiegend und spielt noch nicht so mit den anderen Kindern. Aber eigentlich geht er jetzt sogar gerne hin.

Ich muss sagen, wir (ich und die Erzieherin) dass wir jeweils so entschieden haben. Sie sagte mir zwar im nachhinein sie war sich nicht ganz so sicher, es hätte auch schief gehen können. Ein Abbruch wäre für ihn jedoch ein Signal in die falsche Richtung gewesen, und ein erneuter Versuch in einem halben bzw. einem Jahr wäre nicht anders wenn nicht sogar schlimmer verlaufen.

Viele Grüße
Sabine

Beitrag von coco_maus 31.03.10 - 12:17 Uhr

Danke für deine Antwort!!

Aber als ich deinen Beitrag gelesen habe, wurde mir schon ganz schön schwer ums Herz!!
#hicks