Kommt in eine Schule, wo er keinen kennt-Wie sind eure Erfahrungen?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von nicky2308 31.03.10 - 09:32 Uhr

Guten Morgen,

ich bin einwenig traurig und wütend zu gleich.
Zuvor muss ich einwenig ausholen.

Jannik wird im August eingeschult und aufgrund unserer Wohnlage und zuvielen Anmeldungen in unserer Einzugsschule wurde er ausgewählt (unser Haus liegt an beide Grundschulen des Dorfes gleich nah-fern), dass er eines der Kinder ist (6 Kinder müssen auf andere Grundschulen ausweichen), welches nicht in die Einzugsbereichsschule gehen darf:-(.

Wir sind alle darüber sehr traurig, da er in diesem Komplex seit 4 Jahren die Kita besucht (er kennt alle Erzieher und den Schulkomplex) und viele Freunde hat, die aufgrund von Geschwisterkindern oder Wohnlage (also alle anderen) in die Einzugsschule gehen. Ich habe erst vor wenigen Tagen davon erfahren und weiß gar nicht, wie ich es Jannik erklären soll, der davon ausgeht in die gleiche Schule wie seine Freunde zu gehen (sie besuchen dort auch die Vorschule gemeinsam).

Ich finde es grausam.

Noch dazu ist er ein sehr anhängliches Kind, was sich erst bei Vertrauen von uns lösen kann und sich stark an vertraute Personen orientiert.

Meint ihr, dies kann gut gehen (muss es ja dann)?
Wie sind eure Erfahrungen, wenn die Kids in "unbekannte Gewässer" geworfen wurden (z.B. durch Umzug).

Liebe Grüße
Nicole mit ihrem Baldschulkind Jannik.

Beitrag von rinni79 31.03.10 - 10:24 Uhr

Hallöchen,

uns geht es Ähnlich, haben eine Ansage für unsere Wunschschule bekommen, nur weil wir auf der anderen Seite der Spree wohnen. Werde aber Widerspruch einlegen, da er das nicht überstehen würde und auch aus anderen Gründen. Hoffe es klappt dann doch noch...Abwarten und hoffen ! ! !

LG.Co.

Viele sagen, dass es für die Kids kein Problem ist...

Beitrag von frauke131 31.03.10 - 10:50 Uhr

Hallo,

meine Tochter wurde 2008 in eine Schule eingeschult, in der sie kein Kind kannte! Meine Erfahrung? Durchweg positiv. Die Kinder suchen sich ihre Freunde schon zusammen. Dadurch, dass sie "allein" sind, sind sie offen für andere Kinder und neue freundschaften. Klar ist es blöd, dass er vom gewohnten Komplex weg muss. Aber es kann eine Chance für ihn sein, dass er selbstbewusster wird, da er sich nicht an andere Kinder hält, sondern er selbst ist!

Meine Tochter ist glücklich dort. Alle Freunde gingen auf eine Schule, die gut 4km von unserem zu Hause weg ist. Ich habe diese Schule nie angesehen, weil wir hier 3 Schulen haben, die näher sind.

Mach Dir nicht zuviele Gedanken, das spürt Dein Kind nämlich. gehe positiv auf die neue Situation zu, dann wird er auch gut damit umgehen können.

LG

Beitrag von gismomo 31.03.10 - 11:24 Uhr

Hallo Nicole,

ich kann dir aus meiner eigenen Erfahrung berichten. Ich war als Kind die einzige, die aus meiner Klasse aufs Gymnasium ging. Ich war kein sehr kontaktfreudiges Kind, sondern eins, das sehr am Vertrauten und Gewohnten hing - es ist mir definitiv nicht leicht gefallen, in eine Klasse zu kommen, in der sich die anderen schon kannten, nur ich kannte niemanden.

Im Nachhinein bin ich aber sehr froh darüber, dass ich diese Erfahrung gemacht hat. Sie hat mir sehr viel gebracht - ich habe nämlich gemerkt, dass ich mich durchkämpfen kann, auch wenn es mir sehr schwer fällt. Das hat mir ein unheimliches Selbstbewusstsein verschafft. Ich habe neue Freundinnen kennen gelernt und dadurch, dass mir nichts anderes übrig blieb, als mich mit anderen anzufreunden, bin ich sehr viel offener geworden.

Ich sehe das inzwischen als eine ganz wichtige, positive Erfahrung für mich an. Es war das erste Mal in meinem Leben, das mir etwas wirklich schwer gefallen ist, und ich habe es geschafft und mich durchgekämpft, das hat mich sehr stolz gemacht.

Mit meiner Mutter habe ich später mal drüber gesprochen, und sie sagte mir, sie hätte sich anfangs große Sorgen um mich gemacht, und ich sei ein Jahr lang mit hängenden Schultern von der Schule nach Hause gekommen. Aber dann hatte ich es geschafft.

Was ich dir damit sagen will: Wenn dein Sohn auch ein sensibles, auf Sicherheit bedachtes Kind ist, wird er sich anfangs vielleicht schwerer tun als ein kontaktfreudiges, robustes Kind. Aber man sollte die positiven Lernerfahrungen, die ein Kind dann gezwungenermaßen macht, nicht unterschätzen. Meinem Selbstbewusstsein hat das einen enormen Auftrieb gegeben und es hat mir später oft geholfen, mich in schwierigen Situationen daran zu erinnern- dass ich es damals geschafft habe und es auch jetzt schaffen werde.

lg
K.

Beitrag von helene2 31.03.10 - 12:11 Uhr

Hallo Nicole,

also ich kann dir nur positives berichten.
Meine Tochter war eine ganz scheue und ruhige, die nie auf Kinder zuging und sehr zurückgezogen war. Im Kindergarten hatte sie ein paar Freundinnen aber selbst dabei hatte ich immer das Gefühl sie wurde ausgenutzt weil sie sich nie gewehrt hat.

Wir haben uns dann entschieden sie auf eine Privatschule zu schicken (knapp 8km eine Strecke)
Ich war sehr skeptisch und mir hat es fast das Herz zerrissen bei der Vorstellung 1. mein Kind kennt NIEMANDEN und 2. sie geht NIE auf andere zu#heul

Soll ich dir was sagen? Sie hat gleich am ersten TAg eine Freundin gefunden und sie hat sich super wohl gefühlt, alle meine Sorgen waren nach der ersten Woche dahin weil alles gut lief.
Es kann dir sogar passieren dass dein Sohn sich auf deiner Wunschschule unwohl fühlt und mit den Lehrern nicht zurecht kommt.
Sieh es als Chance und ermutige ihn auf jeden Fall.

LG,
Helene

Beitrag von silsil 31.03.10 - 16:12 Uhr

Hallo,

ich kann deine Ängste nur zu gut verstehen, auch wenn meine Tochter noch weit von der Einschulung entfernt ist.
Aber ich kann dir aus eigener Erfahrung berichten.

Ich bin damals, ein Jahr früher als alle meine Kindergartenfreundinnen eingeschult worden und hab super Anschluß und nette Freunde gefunden. Auch das Jahr darauf, wieder Schulwechsel auch noch in einem anderen Land, gab es überhaupt keine Schwierigkeiten.

Ich mußte danach noch öfter wechseln und muß sagen, richtig schwierig und kompliziert wurde es bei mir erst im Teenageralter.

Wenn du dem ganzen positiv gegenüber stehst, und deinem Jannik den Rücken stärkst, dann schafft er das sicher! Wirst sehen, er wird dadurch um einiges selbstbewußter und Stolz darauf, was er geleistet hat! :-)

lg
Silvia

Beitrag von anja1968bonn 31.03.10 - 19:35 Uhr

Bei der Einschulung meines Sohnes stand fest, dass alle seine Freunde auf eine Schule kommen, die außerhalb unserer Erreichbarkeit liegt, aus seinem Kindergarten sind mit ihm zwei Kinder in die Schule gekommen (aber jeweils in eine andere Klasse) und ein Mädchen aus der Nachbarschaft.

Am Anfang hat mein Sohn, der auch eher schüchtern ist, sich schon noch an die ihm bekannten Kinder gehalten, aber nach einiger Zeit hat er neue Kontakte geknüpft und ist gut integriert.

LG

Anja

Beitrag von hedele 31.03.10 - 20:52 Uhr

hallo,

Leony wurde letztes Jahr eingeschult und wir kannten auch niemanden vorher. Sie war vorher nämlich im Sprachheilkindergarten und da kamen auch alle sonstwoher.

Hab mir auch echt Gedanken gemacht...

ABER: noch während der Einschulungsfeier in der Turnhalle hat sie ganz nebenbei eine erste Freundin gefunden, die dann auch in ihre Klasse kam.

Sie hat auch Freundinnen aus der zweiten Klasse, ist gut integriert....Also wir haben positive Erfahrungen gemacht

Gruss
Heike mit Leony 7 Jahre und Sarah 2 Jahre