ich halt es nicht mehr aus

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von hilflosundkaputt 31.03.10 - 11:02 Uhr

Ich weis nicht mehr weiter. Mein Mann ist seit 1 1/2 Jahren Heroinsüchtig, ich denke er spritzt es sich nun schon. Es ist mir vor ca 1 Jahr aufgefallen, dass er sich immer komischer benommen hat und so dünn geworden ist und er immer öfter nicht auf arbeit war, sich krank schreiben ließ. Ich habe dann einmal son Beutel in der Wäsche gefunden und es auf Arbeit gleich testen lassen. Als ich ihn darauf ansprach viel er mir gleich heulend in die Arme und meinte er will ja auch davon weg nur er schafft es nicht alleine.
Nun hat er schon 2 Therapien hinter sich und wurde immer nach kurzer Zeit rückfällig.
Meine Eltern wissen es jetzt auch und die ganze Familie redet jetzt auf mich ich soll mich scheiden lassen und schnell von ihm los kommen.
Doch nach 9 Jahren kann ich nicht einfach gehen, es fällt mir so schwer ihn zu verlassen, ihn weh zu tun, obwohl er mir ja auch weh tut. Ich weis nicht weiter. Er geht nächste Woche wieder zum Entzug, und dann??

Danke fürs zuhören.

Beitrag von beco. 31.03.10 - 11:24 Uhr

Hallo

Ich kann dich verstehen das, es sehr schwer für dich ist, auch für ihn.
Ich bin selber 6 Jahre lang Drogenabhängig gewesen von 14 bis 20. Hab dann eine Therapie gemacht und seid dem Clean.

Viele meiner Freunde von damals sind schon tot oder immer noch drauf.

Was schon mal super ist das er wieder in die Entgiftung geht.
Vielleicht geht ihr zusammen in eine Therapie, in Berlin gibt es Familientherapie, Die ist 10 Monate lang und Stationär.

http://www.tannenhof.de/index.php?link=portrait&grup=2

Ich wünsche euch alles Gute#liebdrueck

Beitrag von luka22 31.03.10 - 11:41 Uhr

Es stimmt, dass er es alleine nicht schafft. Du kannst ihm da wahrscheinlich aber nicht raushelfen, das muss in einer Lanzeittherapie geschehen. Habt ihr denn Kinder? Wenn ja, würde ich nicht zögern!
Wenn nein, dann würde ich mich ebenfalls trennen. Ihr müsst euch ja nicht gleich scheiden lassen, aber eine räumliche Trennung würde ich auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Dann hast du auch eine Rückzugsmöglichkeit, wenn alles zu viel wird! Wäre es eine andere Krankheit, dann würde ich das sicher anders sehen. Aber eine süchtige Person muss erst einmal wieder selber ihr Leben in den Griff bekommen und sich nicht darauf verlassen, dass sie immer ein anderer aus dem Tief rausholt.

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von similia.similibus 31.03.10 - 13:33 Uhr

Suchst DU DIR Hilfe! Das ist ganz wichtig! Du bist co-abhängig und das ist sehr belastend! Denk jetzt mal mehr an dich als an ihn!

LG

Beitrag von jade_ffm 01.04.10 - 23:54 Uhr


Unsinn. Was für Hilfen soll sie sich den suchen....?

Sie soll ihn unterstützen wo es geht. Wenn er noch einigermaßen im Kopf klar ist und weiß was seine Sucht anrichtet, kann er es schaffen.

ich kenne leute die es sogar "nur" mit einer Entgiftung geschafft haben, das zeug nicht mehr anzufassen.
Zwar sehr selten, aber es geht, wenn man will.

Beitrag von similia.similibus 02.04.10 - 10:40 Uhr

Wenn ihr selber die Kraft fehlt, wie soll sie ihn denn unterstützen? Scheinbar hast du keinen blassen Schimmer von Co-Abhängigkeit, sonst würdest du mir nicht dieses "Unsinn" an den Kopf werfen.

Wo sie sich Hilfe suchen soll? Entweder bei ihrem Hausarzt, der sie dann weiter schicken wird zu entsprechenden Institutionen oder sich direkt an eine Selbsthilfegruppe wenden.