Lungenkrebs, wie lange noch leiden? Sehr lang

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von npp 31.03.10 - 12:02 Uhr

Hallo Ihr lieben,
ich muss mir das einfach mal von der Seele schreiben.
Meine Oma hat Lungenkrebsmetastasen. Die Schatten auf der Lunge hatte sie schon vor 18 Monaten aber sie wollte sich nie behandeln lassen oder wissen was dies ist.
Dazu muß ich sagen das sie schon so einiges duchgemacht hat. Sie ist schwer Herzkrank, ihr Herz arbeitet nur noch zu 35 %, sie hat Diabetes, ihr wurde eine Niere entfernt wegen einem Nierentumor sowohl der Darm verkürzt wegen eines Darmtumors. Sie hat noch den Tumoren sich ni mit Chemo behandeln lassen weil mein Oma daran kaputt gegangen ist.
Ok soviel dazu. Sie hatte letztes Jahr im September 2009 mit Chemo begonnen welches sie aber ende Oktober wieder abbrach weil es ihr gesundheitlich zu schaffen machte.
Sie meinte das dies schon alles wieder gut wird.
Ihr ging es auch besser, ok sie hat ein Sauerstoffgerät das sie 18 std. braucht aber so in der Wohnung war sie sehr mobil. Jetzt Anfang März hatte sie dann Wasser in der Lunge mit schwerer Atemnot, worauf sie stationär behandelt wurde. Mitlerweile wird ihr zustand immer schlechter, sie kann so gut wie nichts mehr alleine hat einen Rollstuhl, einen Nachtstuhl fals sie es nicht mehr auf toilette schafft in der Nacht. Wir bekommen hilfe von einem Pallitativteam das uns alles so gut es geht erklärt.
Seither lässt sich meine Omi total gehen, weint viel und fragt sich womit sie dies alles verdient hat. Sie meint immer wenn sie nicht mehr will spritzt sie sich eben einfach eine überdosis Insulin und sie hat ihre Ruhe.
Ich verstehe sie, ja sogar sehr, und ich wäre ihr auch nicht Böse wenn sie das machen würde.
Wir wohnen in einem 6 Fam. Haus. Sie, meine Mama und ich mit meiner Tochter. Wir sind immer für sie da, helfen ihr wo es nur geht, aber es ist alles nicht einfach.
Der rest der Familie tut sie meiden, mit der ausrede, sie wollen sie so in erinnerung behalten wie sie wahr, bald so als ob sie schon im Sterben liegt.
Das macht ihr wirklich schwer zu schaffen. Dann noch ihr Sohn der sie nur mit seinen Problemen vollpumt und einfach nicht kappiert was er ihr damit antut.
Ich und meine Mami haben einen Container bestellt um unsere ganzen Keller leer zu räumen.
Wir wollen wenn es ihr wirklich schlechter geht und es zu ende geht uns voll und ganz auf das was vor uns steht konzentrieren und nicht darum das wir die Wohnung leer räumen. Vielleicht sieht das für sie so aus als ob wir sie schon abgeschrieben haben, womit sie vielleicht sogar etwas recht hat. Wir wollen ihr die letzte Zeit noch so schön wie möglich machen. Aber sie ist gerade mit nichts zufrieden zu stellen. Wir sind auch schon total fertig und es tut uns weh sie so leiden zu sehen, wann ist das denn nur vorbei, wieso muß ein Mensch so leiden. Ich bin froh das wir das palliativteam haben aber meine Omi nicht, sie schimpft nur über sie. Ich habe ihr versucht zu erklären das die ihr helfen das sie zum schluß keine schmerzen hat und einschläft. Ich habe meinen Opa (leukämie) sterben sehen (ohne Palliativ) und diese Bilder werden mir nie aus dem Kopf gehen.
Ich weiß ich nicht wie es weiter gehen soll wenn sie mal nicht mehr da ist. Sie hat eine 4 zimmer wohnung in der ich mit meiner tochter mit wohne.
Wenn sie nicht mehr ist brauche ich eine andere Wohnung weil ich mir diese Finanziell nicht leisten kann, ist es da falsch das ich mir jetzt schon eine Wohnung suche???
Naja, schonmal danke für´s zuhören.

LG Nicki

Beitrag von tweety25883 31.03.10 - 14:26 Uhr

Hallo

Es tut mir sehr leid, was ihr mitmachen müsst.#liebdrueck
Letztes Jahr im Sommer, Mitte Juli, musste meine Oma ins KH, weil der Arzt nicht weiter wusste. Am 4.07. waren wir noch bei ihr zum Kaffee und sie hat (bis auf den Gewichtsverlust) einen recht fitten Eindruck gemacht.
Anfang August wurde sie entlassen, mit der Diagnose Lungenkrebs (da hieß es noch 6-8 Wochen). Sie hat auch gleich gesagt, sie will keine Behandlung, obwohl noch nichtmal klar war, ob überhaupt eine möglich wäre. Meine Tante hat sie nach der Entlassung zu sich geholt. Es dauetre nicht lang, dann kam die Gehhilfe, die man vor sich her schiebt, dann ein Pflegebett und auch der Sauerstoff, den sie dann immer mehr brauchte. natürlich auch immer wieder Aufenthalte im KH um das Wasser aus der Lunge zu ziehen. Sie bekam Morphium Pflaster und 3 Sorten Schmerzmedikamente. Bekam Haluzinationen, baute körperlich sehr al, so dass sie nichtmal mehr zur Toilette konnte und fragte im KH sogar die Schwester, warum die Medis nicht helfen.
Ende August. Anfang September bekam ich mit, dass sie ihr Tochter (zu der gab es über 20 Jahre keinen Kontakt) gern nochmal sehen möchte.
Also hab ich mir von meiner Mutte und meiner Tante die Daten geben lassen, die sie hatten und habe gesucht. Nach einem halben Tag habe ich schon meine Cousine (also die Tochter meiner verschollenen Tante) gefunden und sie hat für mich den Kontakt hergestellt. Meine Tante kam mich auch besuchen. Jedoch gab sie mir für meine Oma nur einen Brief und 2 Bilder (eins von sich und 1 von ihren beiden Töchtern). Sie meinte, sie hat ein Bild ihrer Mutter im Kopf, was sie für angenehm empfindet und das möchte sie nicht zerstören, indem sie Oma in einem so schlechten Zustand sieht. Das war echt hart für mich, weil ich meiner Oma so gern den Wunsch erfüllt hätte. Die ganze Zeit über habe ich meine Oma selbst nicht gesehen. Ich konnte meine Tante irgendwie verstehen und irgendwie nicht. Ich war sogar sauer auf mich selbst, weil ich es nicht geschafft habe die beiden nochmal zusammen zu bringen.
Nimm es den anderen nicht für übel, wenn sie nicht nochmal kommen, seid stark für deine Oma.
Achso, ich denke es ist an sich schon ok, dass du dich um eine andere Wohnung kümmerst, denn man muss ja auch an die Zeit danach denken und da hat man gleube andere Sachen im Kopf. Bei mir sind jetzt meine eine tante und meine Mutter zerstritten, weil meine Tante bei der Renovierung alles eingekrallt hat und da gings auch los mit den streitereien. Und das alles nach dem man einen geliebten Menschen hat gehen lassen müssen. Meine Mutter und meine Tante haben den Telefonanschm´luss schon vorher gekündigt, die Wohnung wollte meine tante nicht kündigen. Sie hatten aber einen kulanten Vermieter, der sie zum Ende des Monats aus dem Vertrag entlassen hat.

Ich wünsche euch für die Zukunft gaaanz viel Kraft und lass dich nicht davon runterziehen, dass die anderen deine Oma nicht sehen wollen, sei du für sie da.

LG tweety

Beitrag von sandra7.12.75 31.03.10 - 20:53 Uhr

Hallo

Das machen wir gerade mit dem Opa von meinem Mann durch.
Im Mai 06 wurde Prostatakrebs festgestellt.Er hat schon seid Jahrzehnten Probleme mit der Lunge wegen dem Bergwerk wo er früher gearbeitet hat.Dazu ist er letztes Jahr fast erstickt.
Jetzt sollte er letzte Woche aus dem KH entlassen werden und auf dem Heimweg bekommt er einen Schlaganfall.Am nächsten Tag haben sie ihn an der Niere operiert da die voll Eiter war.Warum wollten die ihn eigentlich entlassen???#kratz.Ok er wird 87 Jahre.
Jetzt ist er daheim und am Montag hat er hier angerufen und hat sich von meinem Mann verabschiedet:-(,und den Kindern mußte er einen Kuss geben:-(.Heute haben wir erfahren das sich schon Methastasen gebildet haben.Lange macht er nicht mehr,aber es ist glaub ich besser so.Ich wollte fahren aber mein Mann kann das nicht.Er ist da aufgewachsen und war noch auf keiner Beerdigung aus seiner Familie während ich schon meine halbe auf dem Friedhof habe:-(.

lg und alles Gute:-(

Beitrag von sandra7.12.75 31.03.10 - 20:54 Uhr

Hallo

Sollte heissen:Mein Mann sollte den Kindern einen Kuss geben.

lg